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Watchlist: Thomas Thwaites

Sch├Âner Artikel ├╝ber das “Toaster Project” von Thomas Thwaites im SZ-Magazin: “Als Vorlage diente Thwaites ein Billigtoaster aus dem Versandhaus. Beim Auseinanderbauen stellte er fest, dass ein solches Wegwerfger├Ąt f├╝r umgerechnet f├╝nf Euro aus 400 verschiedenen Teilen und mehr als 100 verschiedenen Materialien zusammengesetzt ist. Niemand denkt gro├č dar├╝ber nach, dass die Bestandteile der meisten Dinge, grob gesagt, Steine und Schlamm sind ÔÇô Plastik wird aus ├ľl, Metall aus verschiedenen Erzen gewonnen. Aber das Ergebnis hat optisch mit diesen Bestandteilen nichts zu tun, weil sie hoch spezialisierte Prozesse durchlaufen. Allein f├╝r die Herstellung von Polybutylenterephthalat, dem Kunststoff des Toastergeh├Ąuses, sind sechs separate chemische Transformationsprozesse n├Âtig. Thomas Thwaites wollte auf der Schlamm-und-Stein-Stufe beginnen. Das Erz f├╝r die st├Ąhlernen Bestandteile holte er sich beispielsweise aus einer aufgelassenen Erzmine in Gloucestershire, die heute, wie so ziemlich alle Minen in England, ein Museum ist. Moderne Verh├╝ttungsprozesse waren viel zu kompliziert, als dass Thwaites sie im Garten seiner Mutter h├Ątte nachahmen k├Ânnen. Er half sich mit einem Buch aus: De re metallica, ein mineralogisches Traktat von 1556. Den f├╝r die Verh├╝ttung n├Âtigen Brennofen konstruierte er aus einem elektrischen Laubsauger, einem Schmuckschornstein aus Terracotta und einem metallenen M├╝lleimer. Dieser Ofen produzierte einen schlackigen Klumpen, aus dem Thwaites mithilfe eines Mikrowellenherdes schlie├člich Eisen extrahierte. Den Glimmer, Tr├Ągermaterial f├╝r die Heizdr├Ąhte des Toasters, sch├╝rfte er mit seinem Taschenmesser im Norden Schottlands. Nickel gewann er durch das Einschmelzen kanadischer M├╝nzen, Kupfer f├╝r die Kabel aus einem kupferhaltigen Gew├Ąsser bei einer ehemaligen Mine in Wales. (…)”

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