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Watchlist: Renata Lucas


Renata Lucas: “Kunst-Werke, 2010 (Cabeça e cauda de cavalo)”. Foto: Robert Engelhardt


Renata Lucas: “Kunst-Werke, 2010 (Cabeça e cauda de cavalo)”. Foto: Daniel Steegman

FĂĽr ihre Ausstellung im Berliner KW Institute for Contemporary Art (bis 7. November) verrĂĽckte die brasilianische Renata Lucas “in einem Halbkreis um die Toreinfahrt den Gehweg um 7,5 Grad gegen den Uhrzeigersinn. “Um 7,5 Grad verschoben zieht sich ausgehend vom Halbkreis am Eingang eine imaginäre Diagonale ĂĽber das gesamte GrundstĂĽck bis zum entgegengesetzten Ende im Erdgeschoss der Kunsthalle, wo der erste Halbkreis auf einen zweiten trifft. Auch im Inneren sieht man im ersten Augenblick nichts und steuert auf die gegenĂĽberliegende Wand zu, weil dort doch etwas zu sein scheint: der zweite, in den Boden eingekerbte Halbkreis. Davor liegt ein Zettel mit der Aufschrift „Benutzung der Drehscheibe auf eigene Gefahr“. Drehscheibe? Etwas schĂĽchtern betritt man den Halbkreis, stemmt sich mit den Händen gegen die Wand und fängt an zu schieben und zu marschieren, bis sich der Boden mit einem lauten Poltergeräusch zu bewegen beginnt. Der Halbkreis, eigentlich ein Kreis, liegt zur Hälfte innen, zur Hälfte drauĂźen. Eine der Hälften ist mit Gras bewachsen. Einmal in Gang gesetzt, bewegt sich die Drehscheibe schneller und schneller. Bis einem schwindelig wird, wechselt der Boden immer wieder zwischen Weich und Hart, GrĂĽn und Grau. Wortwörtlich ĂĽberschreitet man die Grenze zwischen Innen und AuĂźen, zwischen Kunstraum und dem unsichtbaren Brachland dahinter.” (*) Via/Via

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  1. ich habe auf den ersten beiden Bildern die Arbeit der KĂĽnstlerin erst erkannt, als ich die Beschreibung auf der Seite des Fotografen gelesen habe. Wenn man es dann weiĂź, glaubt man gar nicht, dass man es jemals ĂĽbersehen konnte…

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