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Update: Wiebke Grösch/Frank Metzger

Die Arbeit “Sieben Tage” entstand für das Offenburger Tageblatt. Das Ausgangsmaterial ist die Titelseite der Zeitung selbst. Die Arbeit besteht darin, die Titelseiten der dem Drucktermin vorangegangenen sieben Zeitungsausgaben übereinander zu drucken. Das durch die Überlagerung der Titelseiten entstehende “Zufallsbild” thematisiert das Entstehen von Geschichte durch das Ansammeln von Geschichten. Die Zeitung wird als Medium gezeigt, das Geschichte produziert. Die Titelseite erschien am 09. Oktober 2012 und rief bei den Lesern so viele Reaktionen hervor, dass die Redaktion sich entschied eine komplette Seite mit Leserbriefen zu unserer Arbeit abzudrucken.

“Good News”, Installation im Stadtraum: Die Arbeit “Good News” stellt die Frage nach dem Verhältnis von persönlicher Wahrnehmung und dem durch die Medien vermittelten Bild. Als großer Schriftzug prangen die Worte “Good News” auf dem Dach einer Ladenzeile im Kopenhagener Stadtteil Tingbjerg. In den 1950er Jahren als Mustersiedlung am Rande der dänischen Hauptstadt entstanden, ist der Stadtteil heute in der öffentlichen Wahrnehmung geradezu Synonym für ein Problemviertel. Befeuert wird dies durch die einseitige, auf einzelne Extrembeispiele fokusierte, Berichterstattung der dänischen Medien mit Negativ-Schlagzeilen über Jugendkriminalität, Bandenkrieg und der Angst vor einer islamistischen Unterwanderung der Gesellschaft, die sich jedoch nicht mit der Wahrnehmung der Bewohner deckt. Die Arbeit entstand im Rahmen der Ausstellung “Visit Tingbjerg“.

Rose und Jack“, Aktion im Stadtraum: Ein Blick, ein Kuss, Möwenkreischen und Meeresrauschen: „Rose und Jack“ verwandelt die Überreste einer Fußgängerbrücke für einen Moment in einen Sehnsuchtsort. Ein Schauspielerpaar stellt an einem Tag in regelmäßigen Zeitabständen auf dem Brückenstumpf die berühmte Kussszene aus dem Film „Titanic“ nach. So verwandelt sich die bühnenähnliche Anlage des Stumpfes in den Bug der Titanic. Unterstrichen durch Meeresgeräusche und Möwengeschrei wird die Atmosphäre des Platzes transformiert: Offenbach liegt eben doch am Meer. Filmische Fiktion und städtische Realität treffen aufeinander und erinnern an den Untergang der Utopie von der autogerechten Stadt. Der Koloss ist untergegangen, der Platz wartet darauf wieder entdeckt zu werden.

Neue Arbeiten von Wiebke Grösch/Frank Metzger.

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