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Und sonst so? : 09. 12. 2011


Endlich mal Spielzeugautos, mit denen meine Kinder spielen dĂĽrften. Foto: Jerome Demuth

* “Ich wollte dich auf den gerade frisch online gestellten Shop “urbanwalls.net” hinweisen. Hier werden Fotos auf Leinwand von Streetart in Berlin verkauft – ohne das die KĂĽnstler irgendeinen Benefit davon haben. Ich finde dieses Verhalten nicht akzeptabel”, schreibt mit ein “treuer Leser”. Danke fĂĽr den Hinweis – und ja, das geht gar nicht! Also liebe Urbanwalls-Crew, wenn ihr so nen Käse (Streetart auf Leinwand, hä?) schon unbedingt machen mĂĽsst, dann beteiligt wenigstens die KĂĽnstler daran. Das ist das Mindeste…

* Die 7. Berlin Biennale stellt assoziierte KuratorInnen vor: Die Gruppe Voina aus Russland und Joanna Warsza: “Das KĂĽnstlerInnenkollektiv Voina (dt.: Krieg) aus Russland wurde 2005 von Oleg Vorotnikov und Natalya Sokol gegrĂĽndet. Voina engagiert sich in aktionistischer StraĂźenkunst, die sich gegen die russischen Autoritäten richtet. Ihre Aktionen werden regelmäßig von einer Vielzahl von anonymen AktivistInnen unterstĂĽtzt. Gegen die Gruppe und ihre AktivistInnen wurden bereits zahlreiche strafrechtliche Prozesse angestrengt. Zuletzt wurden Mitte Oktober 2011 Natalya Sokol und ihr Sohn Kasper fĂĽr mehrere Stunden in Arrest genommen. Oleg Vorotnikov, Natalya Sokol, Leonid Nikolajew und Kasper Nienagliadny Sokol verweigern die Verwendung von Geld und leben ohne permanenten Wohnsitz in St. Petersburg. Ihr Credo lautet, wie Natalya Sokol erklärt: “Ein KĂĽnstler, der sich dem politischen Bewusstsein verschlieĂźt, ist nur ein Designer.” “Wir gehen nicht davon aus, dass die Gruppe Voina als herkömmliche KuratorInnen agieren werden. Vielleicht werden sie an die TĂĽren von Ateliers klopfen, aber sicher nicht, um Kunstwerke auszuwählen, sondern um uns an das Ethos der KĂĽnstlerInnen zu erinnern. Sie gehören zu den letzten wenigen Gläubigen, die eine Kunst ausĂĽben, die einen direkten politischen Auftrag hat. Sie verfolgen ihre eigene, grenzenlose, erratische und ernsthafte Praktik in Russland. Haben sie bereits ihr “bestes Kunstwerk“ geschaffen? Vielleicht der riesige Penis auf der Litiejnyj-BrĂĽcke in St. Petersburg? Das glauben wir nicht. Ihr bestes Kunstwerk ist die Erinnerung daran, dass wir uns als die Kunstwelt auf dem Weg befinden, zu einer neoliberalen Elite zu werden, die nur noch an finanziellem Gewinn und der Anhäufung symbolischen Kapitals arbeitet.“ (Artur Ĺ»mijewski und Joanna Warsza)

* “Gerade stark umstrittener Graffiti-Film aus Berlin: www.unlike-u.com. Bvg klagt, die Macher stellen zum Protest das Video fĂĽr alle zum Streamen online…” Via: Jasmin, merci!

* “Hey hey, vielleicht eine Betrachtung wert: wir machen einen Aktionsadventskalender und dazu jeden Tag Aktionen mit der lokalen Occupy Bewegung zusammen: Im Rahmen der Ausstellung Dada New York 2 – Revolution to smash Global Capitalism zeigen wir ganz gemäß dem Prinzip neue Dringlichkeit die Plattform “One Action a Day keeps Capitalism away”. Gestartet haben wir den Aktionsadventskalender mit einer Performance und dem Revolutionsstarterkitverkauf bei der Vernissage im Cabaret Voltaire, weiter gings u.a. mit “verstörenden Chören” im Applestore und Co und einem Old-School-Radioballet am HB.” Via: Mail, thx nepo!

* “Hier ist der Max vom Minderheiten-Quartett. Von letzterem haben wir grade ein Erweiterungs-Pack fertig gestellt. Schau doch mal: http://minderheiten-quartett.de/erweiterung

* Der Mp3-Brutalizer: “Upload your shameful song to receive a download of the very same track but with a twist: the artist, song name, album, and cover art will have been disguised as an undeniably hardcore song.”

* “Zu den Feiertagen gibt es Vhils: Limited Collector’s Edition in einer streng limitierten Auflage von nur 30 StĂĽck. Ein von ihm gestalteten Holzkiste beinhaltet seine Monografie, zwei Flipbooks sowie ein Kunstwerk – alles von Vhils persönlich nummeriert und unterschrieben. Via: Mail, danke, Helga!

* NoTube Contest von iocose.org: “The NoTube Contest comes back in its third edition on a renewed format. Sharing, tweeting, liking and +1ing now play, along with your vote, a significant role. It is now more “X-Factor meets Web2.0”, although this time the LESS voted videos will be shortlisted. *The NoTube Contest requires its participants to find the less valuable video on YouTube* When considering a video, the participant should make sure there is clearly 1) No reason to make it. 2) No reason to publish it. 3) No reason to watch it. The NoTube videos should have no value whatsoever!” Via: Mail

* Das neue Projekt von Paolo Cirio: “inVeritas is a project to democratize the power of the Italian media. Everyone should have the right to inform, thus breaking up the monopoly held by the mainstream media in Italy, renowned for their factiousness and systematic servility, and the censorship and manipulation of information. inVeritas gives everyone the chance to speak and disseminate news directly through news-stands across Italy. The inVeritas.net platform enables screamers to be generated for all the major Italian newspapers.”

Comments

One Comment so far. Leave a comment below.
  1. Guzzee,

    Urbanwalls.net – was fĂĽr ne Dreistigkeit. Immerhin schreiben sie auf der website folgendes:

    “Liebe Streetartists,

    solltet ihr auf dieser Seite eure Kunstwerke entdecken und ihr möchtet namentlich genannt werden, so schreibt uns gerne ĂĽber Kontakt an, dann holen wir das sofort nach.”

    wie nett!!

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