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Tag Zweintopf

Update: Zweintopf

“The Terschelling Works”, 2014: Partyzelte ohne Haut


“ABC”, 2014: “Die Arbeit ist in Hikkaduwa Sri Lanka entstanden. Die öffentlichen Laternen sind mit Lichtschaltern versehen, so das sie von der Bevölkerung jeden Abend selbst ein und ausgeschaltet werden können. Wir haben die Laternen dazu benutzt das Morsealphabet zu senden.”


“2406079:Road to Nowhere”, 2012


“Same”, 2011: “Ein Moment der völligen Ruhe, der flüchtigen Erhabenheit über das Umgebende. Und alles Weltliche, das ständig auf uns hereinrieselt, das uns beeinflussen, überzeugen, instrumentieren soll. Wohin wir wollen, was wir tun und denken. Das Video zeigt ein simples Werbeelement im öffentlichen Raum. Den Kern seines Daseins bildet mechanische Bewegung. Daran, dass es seine Versprechungen hält, muss man glauben.”

Neue Arbeiten des Künstlerduos Eva & Gerhard Pichler aka Zweintopf. Via: Mail, thx!

Update: Zweintopf


“Noneventeventmonument V, Kunstcamp MS Dockville: Der flüchtige Festivalraum war Thema des Kunstcamps beim Hamburger MS Dockville, wo wir vor kurzem eine weitere Arbeit in der Reihe NONEVENTEVENTMONUMENT am Festivalgelände auf der Elbinsel Wilhelmsburg realisieren konnten. Die No. V (a bag of bones) liest dazu im knietiefen, materiellen Bodensatz einer konsumorientierten Festivalkultur und errichtet eine Art Memento Mori aus billigen weißen Partyzeltskeletten. Dem temporären Charakter dieser billigst produzierten Wegwerfräume, stellt sich die kontemplative Architektur eines Kreuzganges entgegen. So wird auch inmitten der späteren Sause einen Freiraum abgesteckt, der – weil Kunstwerk – von jeglichen Vermarktungsstrategien ausgenommen sein wird. Zu sehen noch bis 7. August 2011 im Rahmen des Kunstcamps und von 12. – 14. August beim Festival.”


“Noneventeventmonument VI, Lendhafen Klagenfurt: Für den Lendhafen Klagenfurt wurde NONEVENTEVENTMONUMENT VI, ein monumentales SEHZEICHEN, das eine Wende in der Wahrnehmung des Ortes verdeutlicht, entwickelt. Vom verschlafenen Hafen, der seine Funktion verloren hat, zum lebendigen Treffpunkt rund um verschiedenste Projekte aus dem städtischen Kulturleben, die hier zusammenfließen und weit in die Umgebung ausstrahlen. Der Leuchtturm besteht aus handelsüblichen Sickerschachtringen (gelocht und ungelocht), die Beleuchtung aus 2 Warndrehlichtern.”

Neue Arbeiten von Zweintopf in Hamburg und Klagenfurt. Via: Mail

Update: Zweintopf


Haus“, 2010: Arbeit aus ca. 1 Kilometer Elektrozaunbreitband, der normalerweise zur Tierhaltung verwendet wird


Maria:Trost“, 2010: ortspezifische Arbeit zur Wallfahrtskirche Mariatrost. So wie im Kirchenraum der Wallfahrtskirche Mariatrost ein leeres Buch aufliegt, das Gläubige mit ihren persönlichen Anliegen füllen können, finden sich auch im Internet Möglichkeiten, Fürbitten öffentlich niederzuschreiben. Nicht selten werden dabei Alltagsprobleme auf eine Stufe mit „echten“ Wundern gestellt und Fürsprache in punkto Benzinpreiserhöhung und Prüfungsangst erfleht. Im öffentlichen Raum konkurrieren diese trivialen Anliegen mit gängigen Werbeversprechen. Wenn sie dabei in ihrer Erscheinungsform jene bunten Spruchplakate imitieren, die einmal Handlungsanweisungen zu einem christlichen Leben lieferten, so wird die verallgemeinerte Weisheit dem persönlichen Problem der aktuellen Lebensbewältigung gegenübergestellt, das mitunter eben ein recht Banales sein kann. Und sich mit einer Million am Konto schon lösen ließe.”


column.column“, 2011: Die Säulen der Demokratie schwanken jedenfalls gewaltig. Das diffuse Gefühl verdichtet sich in column.column zu einem kurzzeitigen Bild: von einem drehenden Raiffeisenschild in Rotation gebracht und somit der Tragfunktion entledigt, auf einer Litfasssäule, dem Totem der Konsumgesellschaft, repräsentativ thronend und auf einem vergessenen Versatzstück vergangener Funktion, einsam und vergessen einer besseren Vergangenheit nachtrauernd. Diese Bilder vermögen keine Lösung zu offenbaren, aber sie geben dem gehegten Verdacht ein vorübergehendes Gesicht.

Neue Projekte von Zweintopf alias Eva & Gerhard Pichler. Via: Mail, danke!

Update: Zweintopf


“o.T. (wos kost die wöld)”: “Tausende Preisaufkleber bilden den Überzug über vermeintlich öffentliche Güter. Die beklebten Objekte wirken aus einer gewissen Entfernung pointillistisch verfremdet und sehen aus als wären sie von einer Krankheit befallen – der Gebrauchswert eines zur Ware mutierten Produkts wird hinter seinen Tauschwert gedrängt. Selbst vor dem Körper nimmt der Ausverkauf nicht halt.”


“noneventeventmonument IV”: „I AM A MONUMENT“ verwendet Robert Venturis Slogan in Reinform: Als Behauptung, die die Wahrnehmung des Gewöhnlichen untersucht, wenn über einen „geläutertem“ Blick auch ein grauer Schuppen ästhetische Formen anzunehmen vermag. Ist dieser Satz nur ironisch affichiert oder doch objektimmanente Bestimmung des Bauwerks? Ähnlich der konstruktivistischen Anti-Aufforderung „Ignore This Sign“ stellt sich schließlich auch für den öffentlichen Raum die Frage, wer oder was die Bedeutungen generiert. Mächtige Schriftformen preisen meist nur noch Konsumadressen an. Hier werden sie zur Fassade und lassen aus ihrer Behauptung neue Gedanken-Gebäude erstehen. Venturis Empfehlung des dekorierten Schuppens als simples schützendes Gehäuse, das nur über ein Schild seine Berufung kundtut, wird hier am Bestand vorgeführt: Wenn Wirklichkeiten nicht auf Gegebenheiten, sondern auf der Kreativität persönlicher Interpretationen bestehen, denen hier und da ein wenig auf die Sprünge geholfen werden muss.”


Neunhochneunquer (Stiege), 2010

Neue Arbeiten im öffentlichen Raum: Zweintopf alias Gerhard und Eva Pichler haben mir mal wieder ein fantastisches Update geschickt. Onlineportfolie hier, mehr auch hier und hier. Via: Mail, danke!

Zweintopf: “Imagineering” – Kunst im Konsumtempel


zweintopf: “Vier Jahreszeiten – or the making of a public space lookalike”


0512: “Achtsamkeit”



Sylvia Winkelmayer: “o.T.”


Aldo Giannotti: “The Chase”



Simon Rulquin: “Where is Wally (Où est Charlie?)”


Anticool Company: “Anti-Shopping” – “Nicht mehr getragene Kleidungsstücke werden mit Etiketten versehen und zur�ück ins Geschäft gehängt.”


Michail Michailov: “Heimkino”. “Der Titel der Intervention ergibt sich durch die Wahl des Ortes, der Abteilung “Heimkino” des Elektrohandels Saturn, wo ich mein Video “private dancing” (01:45min.,loop) ohne um Erlaubnis zu fragen gleichzeitig auf mehreren Fernsehern mehrmals präsentierte.”

Yoga, Fange und ein illegales Video-Screening im Konsumtempel: Das Künstlerduo Eva Pichler und Gerhard Pichler alias Zweintopf hat Ende September die fantastische, illegale Gruppenausstellung “Imagineering” in einem Grazer Einkaufszentrum realisiert. (Vgl. auch Kunst im Baumarkt: PARASITES#1) Hier kann man sich alle künstlerischen Interventionen anschauen – lohnt sich! Und hier noch einmal das Konzept: “Norbert Bolz hat das Konzept des “Imagineerings” auf den Konsum übertragen und beschreibt damit den postmaterialistischen Kunden und seine Sehnsüchte. Gekauft werden heute keine Güter, sondern Geschichten, Gefühle, Träume und Werte. Und ist es nicht sehr viel leichter diese Phantasien in einer neu konstruierten, noch unbelasteten Welt zu verkaufen, als neue Werte der gewachsenen Stadt als Konstrukt überstülpen zu wollen? So entstand das Konzept “Einkaufszentrum”. Der leblosen Architektur in suburbanen Gegenden werden bekannte Versatzstücke aus allen Jahrhunderten der Architekturgeschichte entgegengesetzt. Regenfeste Gotik, Renaissance und Heimatstil in einem, Gemütlichkeit in kleinen Happen und ohne Verknüpfung zu mühsamer Geschichte. Ein sicherer, sauberer, hermetisch abgeriegelter Mikrokosmos, scheinöffentliche Flächen, Plätze und Gehsteige, nach innen orientierte “Straßencafes”, von Ladenzeilen umschlossen – die Mallarchitektur schützt nicht nur vor dem Wetter: dem falschen Menschenschlag ist der Zutritt via Hausordnung ebenfalls verweigert. Nach außen präsentiert sie sich als Kasten, ein abweisender Block, der Autos wie Blechmotten magisch anzieht. Das Einkaufszentrum als freiwillige innere Emigration, sein Kern ein Gesamtkunstwerk des Konsums: Kaufen, Essen, Amüsieren – die Welt als ästhetisches Phänomen. Soweit zur vorgefunden Situation, die wir nicht unkommentiert lassen wollten. Und so wurde die Möglichkeit geschaffen, sich dieser Erscheinungen anzunehmen: zweintopf konnte KünstlerInnen/ArchitektenInnen/Kollektive einladen sich am Shoppingcenter abzuarbeiten, konnte die Entlarvung der Scheinöffentlichkeit, insbesondere subversiv und ohne Erlaubnis der Shoppincenterleitung künstlerisch tätig zu werden, delegieren. Die öffentliche Hand lieferte das monetäre Rüstzeug. Wenn Sie also dieses Vorwort lesen, ist alles längst vorbei – diese Dokumentation bleibt als Imaginationshilfe für Szenarien unerlaubten Handelns, die geladenes Publikum nicht vorsehen.” Via