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Tag Zentrum für politische Schönheit

Zentrum für politische Schönheit: “Mit Kunst die Gesellschaft hacken”

Das Zentrum für Politische Schönheit auf dem 31. Chaos Communication Congress in Hamburg: “Eskalationsbeauftragter Stefan Pelzer und Chefunterhändler Philipp Ruch plaudern auf dem 31c3 aus dem Nähkästchen: Wie steht es um die Verteidigung der Menschlichkeit? Wie evakuiert man eine Gedenkstätte aus dem Hochsicherheitsbereich des Regierungsviertels? Was bieten CDU-Bundestagsabgeordnete an, um Aktionen des ZPS zu beenden?”

Zentrum für politische Schönheit: “Schuld”

Neuer Film von dem Zentrum für politische Schönheit: “Wir haben in der vergangenen Woche eine neue Aktion abgedreht. Entstanden ist eine Dokumentation, in der 40 Millionen Menschen in das Fleisch unserer Zivilisation blicken. So unglaublich es klingt, für das Kanzleramt braucht das Schicksal der hungernden Menschen in Ostafrika “einen Anlass, etwa eine Konferenz, auf der man sprechen kann”! Via: Mail, thx!

Zentrum für Politische Schönheit: Die Schuh-Schandsäule

Das neue Projekt des Zentrums für Politische Schönheit: Eine Schandsäule aus 16.744 Schuhen! Aus der Pressemeldung: “15 Jahre nach Srebrenica entsteht ein Mahnmal der besonderen Art: gegen die Arroganz der Vereinten Nationen werden aus 16.744 Schuhen (für 8.372 Opfer) zwei gigantische Buchstaben in leuchtend weißem Beton errichtet, ein „U“ und ein „N“. „Die Skulptur soll eine Metapher für den gigantischen Verrat der UNO an Bosnien und eine Mahnung für alle zukünftigen UNO-Mitarbeiter werden“, sagt Philipp Ruch, Initiator des Projektes und Leiter des Zentrums für Politische Schönheit. „International wurde viel zu wenig diskutiert, was die UNO in Bosnien angerichtet hat. Wir haben ein Bild gefunden, das der UNO vor Augen führen wird, welch ungeheures Ausmaß an Schuld sie an diesem Völkermord hat.“ Gebrochen werden die Buchstaben von drei monumentalen Einschusslöchern, in denen echte Schuhe aus den Massengräbern verankert sind. Das Projekt wurde ein Jahr lang von Deutschland aus vorbereitet und wird offiziell unterstützt von der Gedenkstätte Potocari-Srebrenica sowie von den vier Verbänden der Hinterbliebenen (Srebreničke majke, Udruženje Majki Srebrenice i Podrinja, Žene Srebrenice, Pokret Majke enklava Srebrenica i Žepa). Axel Hagedorn, der Anwalt der 6.000 Hinterbliebenen, der seit 2007 einen Prozess gegen die UNO führt, klagt: „Auch wenn die Medien immer wieder über Srebrenica berichten, so ist es den Müttern von Srebrenica bisher nicht gelungen, die Weltöffentlichkeit zu einem Aufschrei gegen die UNO zu bewegen. Dieser Aufschrei gegen eine maßlose Ungerechtigkeit und die Arroganz der Macht der UNO braucht ein Symbol. Die Säule der Schande sollte dieses Symbol des Aufschreis der Mütter von Srebrenica werden.“ Kofi Annan hatte Srebrenica 1999 als „die größte Schande in der Geschichte der Vereinten Nationen“ bezeichnet. Die Mütter von Srebrenica werden bestimmen, wo das Monument stehen soll. Sie werden auch die Namen nennen, die mit dem Monument beschämt werden sollen. Dazu beruft die zweitgrößte Menschenrechtsorganisation Deutschlands, die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), ein Gremium unter dem Vorsitz der Mütter von Srebrenica ein. „Die bosnische Bevölkerung darf mit ihrem Leiden nicht allein gelassen und ihr dürfen keine weiteren mehr hinzugefügt werden. Seit Ende des Krieges werden dem Land der Zugang zur Freiheit und eine Weiterentwicklung verwehrt. Dazu tragen bis heute falsche Entscheidungen seitens der Vereinten Nationen und der EU bei“, sagte Tilman Zülch, Präsident der Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV-Int.).” Via: Mail

Medienhack: DPA fällt auf falsche Pressemeldung herein

Die Presseagentur DPA hat heute unter dem Titel “Stiftung will Einfluss von Vertriebenen schmälern” über Pläne der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (gut gefälschte Webseite) berichtet, den Stiftungsrat um drei Personen mit aktuellem Flüchtlingshintergrund zu erweitern. Die zugrundeliegende Pressemitteilung ist allerdings nicht echt, sondern wurde von den Aktionskünstlern des Zentrums für politische Schönheit ausgesandt. Mehr dazu hier, hier und hier.

Und Metronaut hat dazu gerade ein Interview mit “Dr. Robert Steinhäuser” veröffentlicht: “Wir versuchen, die Stiftung in die Gegenwart zurückzukatapultieren. Hier wird gerade die Chance verpasst, an die Verfolgungen im Stalinismus, an die systematischen Vertreibungen in Bosnien-Herzegowina, Ruanda, Kosovo, Darfur und an die Millionen Flüchtlinge zu erinnern, die bis heute unter Vertreibung leiden. Wenn wir aus der Geschichte etwas lernen wollen, dann, dass Flucht und Vertreibung nicht nach Nationalitäten geordnete Anteilnahme und Aufarbeitung erfahren darf. Um Erinnerung wachzuhalten, muss die Gegenwart Platz in dieser Stiftung haben. Wir erinnern nur an den Eingriff seitens des Kulturstaatsministers Bernd Neumann in eine laufende Ausstellung des Deutschen Historischen Museums, wo die aktuelle Lage der heutigen Flüchtlinge nicht einmal mehr Erwähnung finden durfte. Aus dem Umfeld der Stiftung wissen wir, dass der Grund für den Eingriff eng mit der Stiftung selbst zusammenhing. Neumann sitzt nicht zufällig im Stiftungsrat.” Mehr hier, via: Mail, danke John F. Nebel!