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Watchlist: 0331C

“Herbst” von 0331C in Moskau. Via

Update: Elfo


“tags transfer (cut and paste tags)”


50×50 lives on 50×50 deaths


With Fra-Biancoshock: “Welcome” (eggs and nails)


“Honey”


“taking away the red within the picture”

Neue Experimente & Performances im öffentlichen Raum von Elfo.

“Listen to you later”: Sound-Tags im öffentlichen Raum

“Watching a movie without sound makes it less convincing and less intense. The world is a movie with lots of sounds, some of them living some of them dead. But you can find their silent remains as traces of smell, dirt, forgotten objects or just certain atmospheres almost everywhere. We are bringing back the soundtrack of these lingering traces, generating an option for everyone to dive right back into the moment where they emerged from an action. The sound tag is fixed right on the trace and if you push it it will play the sound of whatever happened there. The Video was shot in Berlin.” Via: Linktipp

EL SCHREIBT ÜBER GRAFFITI #3: “Mythos Writing”


Foto: Gif-Animation via, nach diesem Video

In unregelmässigen Abständen schreibt el für rebel:art eine Kolumne zum Thema Graffiti (#1: “Stylewriting und die globale soziale Plastik“; #2: “Alleine“):

Das Wort und die Buchstaben. Beim Schreiben der Buchstaben ging es schon auch um die Wörter, die sie bildeten. Aber die Wörter waren nicht als Begriffe gemeint, sondern als Namen, als Zeichen. Und oft eben um ein Name, der präsent sein sollte, in einem Milieu, in einer Stadt, überall. Einen Namen in die Stadt, an die Züge schreiben: ein Zeichen geben. Bei den Buchstaben der Ausdruck eines Stils. Sobald die Buchstaben zum Wort verschmolzen und von der zweiten Outline umrahmt sind, sind sie mehr als der Ausdruck des Stils: ein identitäres Produkt, es zeigt der Welt, X war hier.

Die Fähigkeit alles in einem besonderen Stil schreiben zu können. Auch Wildstyle, so schreiben, dass es nur noch Spezialisten entziffern können. Dann wirken die Bilder oft schon wie abstrakte Gemälde und werden vielleicht dementsprechend geschätzt. Oft von Passanten zu hören, dass eine hohe Anzahl an Farben geschätzt wird, was ungefähr so tiefgängig ist, wie einen Farbfilm mit einem Schwarzweißfilm zu vergleichen und als einziges Merkmal die Farbigkeit anzuführen. Eine andere Tendenz war Antistyle. Sich zwar in die Konkurrenz des Namen Hochbringens zu begeben, aber die Regeln zu brechen, so zu malen wie Anfänger malen: Toystyle (stilistisch nicht technisch). Schwer zu sagen, ob es mehr oder weniger gemocht wird. Es entschärft den Kampf im Graffiti, aber sieht vielleicht mehr wie Schmutz aus als die bunteren Sachen. Allerdings sind sie auch selten aggressiv. Es ist ein hin und her, wie auch in den ersten Jahren des Streetart Hypes es dieses hin-und-her mit kleinen banalen Grafiken und dagegen aufwändige Collagen, aber auch Installationen aus einfachen Elementen der Stadt und Readymades gab.

Die Selbstgeschichtsschreibung des Writings hat oft so angesetzt, dass Leute in NY Namen schrieben, sich dann auf die Buchstaben konzentrierten, Styles entwickelten, diese auf Zügen und Wänden probten, dies sich popularisierte. Da das wohl für Masse und Einzelfall zutrifft, ist es die plausible Geschichte des Writings. Dann gäbe es aber gar nicht mehr viel über sie zu schreiben, die Protagonisten feststellen, Datieren, Styles ordnen. Wurde schon zu viel gemacht.

Warum sollte das Writing von Einzelpersonen nichts mit Gangzeichen zu tun haben, die es schon vorher gab, warum sollte die Rebellion der Jugendlichen durch Buchstaben in NY nichts mit einer Bewegung der Jugendrebellion in Buchstaben (Lettristen) 20 Jahre vorher in Paris zu tun haben. Ich will keine Geschichtslinien konstruieren, das ist vielmehr das, was mich überhaupt gestört hat. Ich will vielmehr das Netz der Geschichte auswerfen, und sehen wie sich die Überlieferungen in ihr verfangen.

Einen breiteren Horizont der Geschichte anzulegen, das stilvolle Beschriften auf Lettrismus und Kalligrafie und vieles mehr zurückzubinden, wurde auch schon gemacht, und hier soll angeschlossen werden. Die Geburt des Writings ist dann Pop, der Mythos eine Affirmation des Banalen. Soll heißen, die Populärkultur fand eine Darstellung für die konkrete Erfahrung der Protagonisten. Heutige Entwicklungen des Writings weisen nicht nur nach vorne (in die Zukunft) über den Gründungsmythos hinaus, sondern auch nach hinten. Darum wird es in den nächsten Texten gehen.

Und sonst so? : 11. 08. 11


Foto: Via

* Theorie: “The London Riots as a political act.

* “Festival of Dangerous Ideas” mit Assange & Žižek, 1-2. Oktober in Sydney. Via

* “Londoner Krawallbilder mit Hilfe von Photoshop umgestaltet. Justin Bieber taucht auch mehrfach auf”. Via: Linktipp, danke Patricia!

* “Street Tag turns your iPhone into a can of spray paint. You can graffiti the street in real time without fear of being arrested. Adorn everything and anything, even those buildings you never thought possible to tag.” Via

* “Banksy: The Antics Roadshow“: “An hour-long special produced by Banksy charting the history of behaving badly in public, from anarchists and activists to attention seeking eccentrics.” Via

* Schönes Retropixel-Game “One Chance“. Via

* Kampnagel: Internationales Sommerfestival 2011 startet am 28. August in Hamburg. Via

* Die nächste Speed Show steht an: “Becoming, Not Being“, 27. August, Berlin, kuratiert von Sterling Crispin, u.a. mit Rafael Rozendaal, Ernst Markus Stein, Sally McKay etc. Via: Mail

* “Second Lives: Jeux masqués et autres Je“: “The exhibition open throughout the Summer at the Casino de Luxembourg – Forum d’art contemporain, presents critical as well as humorous works on contemporary strategies of construction and deconstruction of identity.” Via

* “Pyongyang Too“: A North Korean tribute to French-Canadian cartoonist Guy Delisle. Via: Mail, thx Andy!

* Klassiker: Marina Abramovićs “Art must be beautiful – Artists must be beautiful”, 1975. Via

* Klassiker II: Salvador Dalí im Playboy.

NUG: “the concept is fuck you, yes you” @ FAME Festival

Fantastische Arbeit von NUG für das italienische FAME Festival, die wieder einmal beweist: Eigentlich provozieren heute nur noch Tags, alles andere wird als willkommene Dekoration wahrgenommen: “Some people, the same people that usually smile at us ’cause they appreciate the festival, would meet us in the street and look somewhere else, embrassed to say hi. some other would come and say what we’ve done is not goodlooking and impossible to understand. the bravest ones would pull it out fully and say: hey, this is just horrible, it was a mistake, you know it right? now you have to buff it. the funny thing is that just 3 or 4 of these guys were trained vandals, the rest of them was a bunch of good guys and girls. what i love in what Nug does, is that the most obscure morbid shit can get to be social and funny. this is the way i like to see it all: we can, potentially, fuck everything up in one minute only. and it will be fun!” Wem das gefällt. dem könnte auch das gefallen: “Its So Fresh I Cant Take It“, “territorial pissing“, “Best things in life for free“. Via