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Tag Subversion

Und sonst so? : 19. 04. 2012


Foto: Newsha Tavakolian, “Listen”

* Themenabend: “Kunst im öffentlichen Raum – Bedeutung, Ziele und Chancen“ mit einer Präsentation von „Performance Electrics“, einem Kunststrom-Unternehmen von Pablo Wendel und einer daran anschließenden Podiumsdiskussion; Donnerstag, 19. April 2012, 17 Uhr, Haus der Kunststiftung Baden-Württemberg

* Participate now: MEMEFEST 2012! “Each year, Memefest singles out a text and/or image that serves as a focal point for a critical take on the current media and communication environment. This years theme is DEBT. See here for the outlines. Deadline for your submissions is May 20th. Participation is free of charge and there is no age limit or any other restriction.”

* Buchtipp: “Kunst, Krise, Subversion. Zur Politik der Ästhetik.” (Nina Bandi, Michael G. Kraft, Sebastian Lasinger; 29,80 Euro, Transcript Verlag)

* Gaming-Tipp: “Phonestory” von Molleindustria. “Phone Story is an educational game about the dark side of your favorite smart phone. Follow your phone’s journey around the world and fight the market forces in a spiral of planned obsolescence.” Via

* Video-Tipp: Der “Brimboria Kongress 2010 – Die subversive Strategie des Fake” (ihr erinnert Euch!) hat nun endlich alle Videos hochgeladen.

Mannheim: Rebellische Künstlerinnen in der DDR


Else Gabriel: “Alias oder Die Kunst der Fuge”, Performance in Berlin 1989 © Else Gabriel


Karla Woisnitza: Die Zunge, Blatt 7 aus: Sieben Radierungen mit der kalten Nadel, 1986 © VG Bild-Kunst, Bonn 2011 / Jochen Wermann

Aus dem Pressetext: “Schon der Ausstellungstitel „Entdeckt! Rebellische Künstlerinnen in der DDR“ lässt keinen Zweifel offen. Die Kunsthalle Mannheim präsentiert vom 2. Juli bis zum 9. Oktober 2011 ein so brisantes wie überraschendes Phänomen der DDR-Kunst der 1980er Jahre: radikale und subversive Werke junger Künstlerinnen, ausgewählt von Gastkuratorin Susanne Altmann (Dresden). Fernab der westlichen Emanzipationsbewegung entwickelte sich in der subkulturellen Szene des Ostens eine avantgardistische Strömung aufbegehrender weiblicher Kunst. Die Ausstellung umfasst bislang weitestgehend unbekannte Experimentalfilme, Installationen, Grafiken, Performancedokumentationen, Gemälde, Collagen und Fotokunst von insgesamt 11 Künstlerinnen der ehemaligen DDR.
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Johannes Grenzfurthner: “On how to subvert subversion”

Johannes Grenzfurthner (monochrom) in einer Ted-Lecture-Performance über “On how to subvert subversion“.

Subversion II: “Yes Lab for Creative Activism”

Das Yes Lab der Yes Men fördert subversive Projekte: “The Yes Lab is a series of brainstorms and trainings to help activist groups carry out Yes-Men-style projects on their own. In a typical Yes Lab project, an activist organization will come to the Yes Lab with a target—e.g. Monsanto, or war profiteers, or one of those “too big to fail” banks, or greedy health insurance companies, or a bad government policy—as well as a goal: to affect public debate, push for legislation, embarrass an evildoer, etc. Depending on ability, they will pay a fee to help the Yes Lab keep going. We’ll work with the group to develop the smartest, most effective plan to accomplish it. We’ll help assemble the team from within the group as well as our mailing list, we’ll train folks as necessary, and we’ll check in on the project until it’s successful.” Via

Subversion I: “Subversive Aktion als emanzipatorische Praxis?”


Foto

Tagung zum Thema Subversion in Hannover (19. bis 20. März): “Veranstalterin ist eine schon länger praktisch und theoretisch tätige Gruppe, die aus den Studierendenprotesten 2003 in Hannover hervorging und seither im inner- und außeruniversitären Kontext möglicherweise subversive Gesellschaftskritik zu betreiben versucht. Auf der Tagung soll es um eine theoretisch fundierte Selbstreflexion politischer Praxis und einen regen Austausch gehen, weniger um akademische, auf eine breite Öffentlichkeit bedachte Präsentation. Wir freuen uns über jegliche Referatsvorschläge (1 Seite), die bis zum 1.11. bei subversionstagung@gmx.de eintrudeln sollen. Anreisekosten der ReferentInnen werden von uns übernommen und wir organisieren auch private Übernachtungsplätze.”
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Ausstellung: “Sub-version” @ EEG, Leipzig

Die Leipziger EEG (essential existence gallery), Galerie für Interaktive Kunst und Neue Medien, startet (4. Juni bis 26. Juni) mit einer subversiven Gruppenausstellung ihr Jahresprogramm: “Mercedes Bunz schreibt in ihrem Text „Grenzgänge statt Import/Export“, dass „Kunst von Nicht-Kunst zu unterscheiden, das hat neulich auch Diedrich Diederichsen bemerkt, danach kräht kein Hahn mehr (…). Es scheint, als ob die Autonomie der Kunst zersplittert und diese Splitter quasi verteilt worden sind, denn die einzelnen Momente, die Kunst ausgemacht haben, haben sich in alle erdenklichen Bereiche zerstreut, “neue visuelle Routinen”, nennt Diedrich Diederichsen das, “… Mode, Starkultur, Graffiti, Werbung, die sich unabhängig von deren jeweils primären kommunikativen Zwecken entwickelt haben”. „Einer Macht, die eine Ordnung aufstellt, die ausschließt, konnte man noch etwas entgegenstellen, indem man diese Ordnung angegriffen und ihr eine Alternative entgegengestellt hat.

Die wichtigste Waffe war damit das “Gegen”, negative Kritik bedeutete hier noch per se, dass man ein stückweit der Ordnung entkommt, sich entzieht – doch genau das ist beim neuen Typus der Macht nicht mehr möglich. Nicht die Repression, sondern die Toleranz hat sich verschärft: Sie ist zu einer aufmunternden “produktiven Toleranz” mutiert – willkommen im Regime der Produktivität!“ (Bunz, 2006). Somit bleibt mir/uns jetzt zu fragen: Ob „Subversion“ das ist was anders ist, das ist was Konventionen der Gesellschaft, der Institutionen, des Denkens, des Schreibens, des Kämpfens, der Grenzen aufkündigt. Was passiert mit uns Menschen in einer Welt in der alle Konventionen systemimmanent aufgekündigt werden, die Toleranz der Repression weicht, die Individuen zu UnternehmerInnen ohne Business- und Lebensplan werden? In der die sicheren Grenzen zu unsicheren Möglichkeiten changieren? Absicherungen fehlen, aber überproportional kreative Produktivität und Flexibilität in einem prekären Status abverlangt wird? Wohin begeben wir uns als Menschen in solchen Zeiten? Wie schaffen wir es diesem unsystematischen Gefüge Werte und Gemeinschaftssinn abzuringen? Sind es die schönen neuen Waren, die Modestile, die unzähligen Computerspiele, Filme, Fernsehshows die uns Reibung und Identifikation vermitteln? Vielleicht muss ich, anstelle mich abzugrenzen also mit der Aneignung surfen, muss konstant die nächste Aneignung vorbereiten, um sich von ihr im gleichen Moment zu entfernen, mich immer schon wieder woanders befinden. Vielleicht sollte ich dafür den antiquierten Begriff des “Utopischen” wieder aus der Tasche ziehen, ihn den Gegebenheiten anpassen und damit das gefräßige Produktivitätsregime anfüttern.” Aus dem Pressetext, via Mail.

PARASITES#3: Ondrej Brody & Kristofer Paetau, Sa, 22. Mai 2010

Gerade meldet Bob Baster aka Tim Kummer: Der Termin für die nächste PARASITES-Ausstellung steht fest! Und zwar kommt das tschechisch-finnische Postdada-Duo Ondrej Brody & Kristofer Paetau am Samstag, 22. Mai 2010 nach Hamburg – und wird hier eine neue Arbeit realisieren. Den genauen Ort gibt’s wie immer via Facebook, Twitter, Handy, Mail oder Web. Sicher ist nur: Das wird richtig krass: “Ondrej Brody & Kristofer Paetau sind Konzeptprovokateure mit Sinn für Humor. Ihre Arbeiten knallen im Kopf wie Sektkorken. Sie dekonstruieren überkommene Moralvorstellungen, machen auf soziale Missstände aufmerksam und treiben den Kunstzirkus ad absurdum. “Jede gute Kunst hat etwas Unberechenbares”, hat Paetau in einem Interview gesagt. Überrascht war wahrscheinlich auch der Kurator Jan Van Woensel, der das Duo zu einer spontanen Intervention einlud. Als Dank banden sie Woensel während der Vernissage an einen Pfosten, zogen ihm die Hose herunter und leckten seinen Po (“Licking Curator’s Ass”, 2005). Und während der Berliner Kunstmesse “Art Forum” bekam Paetau sogar einen Übelkeitsanfall – und musste sich minutenlang an einem Messestand erbrechen (“Art Forum Accident”, 2005).” Mehr hier, und ein Best-Of hier, hier, hier, hier und hier. Via Twitter

BRIMBORIA Kongress – Die subversive Strategie des Fake

Nicht verpassen: Brimboria Kongress, das subversive Gipfeltreffen, vom 16. bis 18. April in Leipzig. Mit: Marc Amann, Antipreneur, Biene Baumeister Zwi Negator, Alain Bieber, Martin Büsser, Lars Quadfasel, Stefan Römer, Martin Sonneborn, Alf Thum und Ubermorgen.com. Darum geht’s: “Der BRIMBORIA Kongress hat das Ziel die zeitgenössische Formen des Fake in seinen so verschiedenen Ausprägungen zu absorbieren und gesammelt wieder abzugeben, an jene Menschen, die mithilfe dieses Wissens eigene Projekte aufziehen wollen oder subversive Kunst generell als interessant und inspirierend befinden. Um den Begriff des Fake zu verstehen und nutzbar zu machen, werden Diskussionen und Vorträge, Workshops und Aktionen angeboten. Der Fake setzt Wissen über die Gegebenheiten voraus die er imitieren will. Die theoretisch zu leistende Vorarbeit und die anschliessende Umsetzung lassen sich an vielen guten Fakes verdeutlichen. Dazu sind diverse ReferentenInnen und KünstlerInnen eingeladen, um über Theorie und daraus resultierende Praxis zu sprechen.”

BürokARTie: Subversive Dienstleitungen


ArtErasa beseitigt Kunst – schnell, umweltbewusst und zuverlässig

Großartiges Thema: Die Ausstellung zu “bürokratischen Strategien und subversiven Dienstleistungen” – BürokARTie (30. Oktober bis 9. November, Alter Fischmarkt 13, Deutsche Bank 4.OG, Münster). “Das Überleben eines Menschen ist ohne Verwaltungskontakt nicht möglich. So wie die Luft zum Atmen, brauchen wir Formulare zum modernen Savoir Vivre – es ist der bürokratische Instinkt, das akribische, absurde und anarchische Element, was uns die Steuererklärung, den Hartz 4 Antrag überleben oder einfach den Strom aus der Dose beantragen lässt. Im Herbst 2009 werden 10 Bildende Künstler / Künstlergruppen (Ruppe Koselleck, Büro für syntaktische Konfusion, Hilfe Heilt Helfen, Büro für Nichts & Mehr, ArtErasa, Büro für Kunstvermittlung, Büro für exp LM, Heinrich Gartentor / Büro zur künstlerischen Qualitätserfassung, Asphaltbibliotheque, Pausenraum) aus dem gesamten Bundesgebiet und der Schweiz, die sich mit “Bürokratie und Dienstleistung” beschäftigen, in Münster und dem Münsterland Antworten auf diese Fragen, Fragen zu diesen Antworten liefern und ihnen mit Hilfe bürokratisch-künstlerischer Strategien auf den Grund gehen.” Via: Mail

Und sonst so? : 15.07.09


Philosophisches aus Brüssel. Via: Mail. Danke, Simon!

* Dash Snow ist tot – gestorben an einer Überdosis, mit 27

* Stuttgart: Ausstellung “Subversive Praktiken: Kunst unter Bedingungen politischer Repression 60er–80er, Südamerika, Europa”, noch bis zum 2. August

* Berlin, bis Ende Juli: “The Performances – a series of events organized by The Office that are taking place at a storefront in the neighborhood of Tiergarten throughout July 2009. The Office temporarily occupies empty spaces throughout the city. The goal is to re-discover Berlin, to channel and transmit information, and provide space for discursive thinking around the arts.” Via: Mail

* Tagging-Typostudie: Graffiti Taxonomy von Evan Roth. Via

* “Through an open submissions process, ConfluxCity will provide a platform for artists, urban geographers, technologists and others to organize and produce innovative activities dedicated to the examination, celebration and (re)construction of everyday urban life.” Via

* “Das Romka-Fotomagazin geht in die dritte Runde. In dieser Ausgabe zeigen 26 junge Künstler aus elf Ländern von Russland über Portugal bis Kanada ihre persönlichen Lieblingsbilder.” Via: Mail

* Marc und Sara Schiller aka Wooster Collective, in einem Vortrag über Streetart. Via