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Tag Street Art

Watchlist: Obêtre


About tourorism


Altar for street cats


Exhibition / It wasn’t me II


Public Cleanliness / Pas de problème


Hypnotical lines / Le pulvérisateur de Munich


Dans la gueule du loup

Das erste Mal auf rebel:art: Herzlich willkommen Obêtre aus Brüssel. Via: Matthieu, merci!

Urban Hacking School #1: Strasbourg


Stadtguerilla-Diplom: Tony Weingartner (r.) und Alain Bieber (l.) mit den stolzen Absolventen der ersten Urban Hacking School


Florian Isenmann baute mit Metallabsperrungen eines Gehwegs eine Leiter


Elise Paix fragte Kinder in dem Stadtviertel nach ihrem Vornamen und benannte Straßen nach ihnen


Sandra Falquet & Anne-Sophie Blancato “reparierten” mit bunter Knetmasse Risse in Wänden und Straßen


Emilie Albert entwickelte das Konzept der “Copietonnage”, übersetzt “Co-Walking” (inspiriert von dem Prinzip der “Covoiturage”, dem Car sharing). Sie sprach dazu Passanten auf der Straße an und fragte, ob sie sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten könne. Um das Konzept weiter zu verbreiten, verteilte sie außerdem Anstecker mit einem “Copietonnage”-Logo. / “En partant du principe de covoiturage comme un moyen de se rencontrer, j’ai réadapté ce concept à la rue et au quartier en proposant aux marcheurs de faire un petit bout de route avec eux. Les initiés, porteurs désormais du “badge COPIETONNAGE”, sont alors invités à proposer à leur tour cette pratique à un autre marcheur.”


Emilie Leroy & Raissa Monteiro fotografierten Anwohner des Stadtviertels, dekorierten mit den Augen u.a. Stadtmöbel und gaben dem Viertel ein Gesicht


Guillaume Richaud fertigte einen QR-Code aus Keramiksteinchen. Der Code verbindet mit folgendem Link, der den Herstellungsprozess illustriert – und ein zweiter QR-Code der mit Abdeckband auf einer Mosaikmauer entstand – und zu dem Wort “Mur” (dt. Mauer) führt.


Baptiste Martin & Mathias Cohendet konstruierten aus Gras einen Steinpfosten


Stephane Ruch baute sich aus Pflastersteinen eine Bank

Im Rahmen des Festivals Perffusion 2011 in Strasbourg (19-25.9.11) habe ich zusammen mit dem Künstler Tony Weingartner zum ersten Mal eine Urban Hacking School organisiert. Eine Woche lang gab es jeden Abend Theorie- und Praxisvorträge (mit Vladimir Turner, Paul Souviron, Sean Hart, Mathieu Tremblin, David Renault und Christophe Greilsammer) und einen stadtsoziologisch-künstlerischen Spaziergang mit David Hurstel. Rund 11 Teilnehmer haben am Ende der Woche dann ein Projekt realisiert. Und ich muss sagen, wir waren über die Qualität der “Abschlussarbeiten” wirklich erstaunt – denn es gab für die Realisierung nur einen Tag Zeit und außerdem hatten die meisten Teilnehmer keinerlei theoretische oder praktische Erfahrung mit Kunst im öffentlichen Raum. Danke an alle Beteiligten, es war eine wunderbare Woche, und natürlich vor allem: Glückwunsch zum Diplom!

Watchlist: Florian Rivière


Guérilla Urbaine #7 ~ “attrape croyants” (dt. Gläubigerfalle); (Mausefalle, Kirche, Köder)


Guérilla Urbaine #6 ~ “black hole” (dt. Schwarzes Loch); (Gullydeckel, Teppich)


Guérilla Urbaine #5 ~ “suspension dangereuse” (dt. gefährliche Aufhängung); (Pflasterstein, Faden)


Guérilla Urbaine #4 ~ “bande de pigeons” (dt. Taubenbande); (Parkbank, Fahrradspeichen)


Guérilla Urbaine #3 ~ “sélection naturelle” (dt. natürliche Selektion); (Ständer, Schuh – vor einem Blindenverein)


Guérilla Urbaine #2 ~ roulade sur fil et salto à la gorge (dt. Fadenrolle und Gurgelsalto); (Faden, Glasscherben)


Guérilla Urbaine #1 ~ ordures à propulsion (dt. Müll als Antrieb); (Schlauch, Bogen, Wurfgeschoss)


Chasse Urbaine #3 ~ thon rouge et mousse d’avocat (dt. Roter Thunfisch und Avocado-Mousse)


Chasse Urbaine #2 ~ pigeons rôtis au vin blanc et raisins blancs (dt. gebratene Tauben in Weißwein und grünen Trauben)


Chasse Urbaine #1 ~ pastilla de pigeon marocaine aux fruits secs (dt. Tauben-Pastilla mit Backobst)


“meubles EPAL #1-5″


“Robin des villes” (Anleitung zum Ladendiebstahl, aufgehängt an den Schwarzen Brettern großer Handelsketten)


“Prière de mettre de la publicité” (Aufforderung die Werbung in den Briefkasten eines Nachbarn zu stecken – auf eine unbefristete Dauer)

Wer hat behauptet, dass Street Art immer dekorativ und lieb sein muss? Der französische Künstler und Organisator des Festivals Perfussion Florian Rivière beweist vor allem mit seiner Serie “Guerilla, Chasse & Pêche” (aber auch die “Ikea”-Anleitungen für Paletten sind fantastisch): Es geht auch anders – und zwar richtig, richtig böse! Raffiniere Interventionen im öffentlichen Raum – mit einer ordentlichen Dosis schwarzen Humor. Via: Matthieu, merci!

Update: Elfo

“Conversation” und “Surrealist Conversation” von Elfo in Verona. Via: Mail

Kommentar: Sind die Arbeiten von Banksy nationales Kulturgut?

Der britische Jurist John Webster von der Universität Bristol hat in seiner Doktorarbeit “Should the work of Banksy be listed?” gefordert, die Werke von Banksy unter Denkmalschutz zu stellen. Ich habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht und ein Kommentar für artnet schrieben: “Wann wird ein Kunstwerk so bedeutend, dass es für die Nachwelt erhalten werden muss? Warum Banksy und nicht Oz oder Tox? Und wer möchte es sich anmaßen, dies zu entscheiden? Verwaltungsbeamte, Bürger, Kuratoren? Graffiti und später Streetart, sind als politische und künstlerische Ausdrucksformen einer Subkultur entstanden, deren Reiz gerade in der Vergänglichkeit der Werke liegt und die sich den Museumstempeln erfolgreich verweigern. Sie würden durch den Denkmalschutz plötzlich eine absurde Form von Musealisierung im öffentlichen Raum erleben. Und würde diese Form der teilweisen Legalisierung nicht sogar zum Ende der Kunstform beitragen?” Hier den ganzen Beitrag lesen… Ist auf jeden Fall eine spannende Debatte: Was denkt ihr? Sollte Graffiti wirklich legalisiert werden? Macht es Sinn einige ausgewählte Werke unter Denkmalschutz zu stellen?

Tribute to Berlin Streetart #2: Berlin spricht wieder

Nice: Kopfnicken in Berlin – und die Straße ist der Text. Emus Primus und ihr Track “Berlin spricht wieder“. (Teil 1 hier). Via

Daniel Feral: “Diagram on Graffiti and Street Art”

Für alle Infografik-Fetischisten: Graffiti und Street Art als Diagramm. “The Feral Diagram on Graffiti and Street Art is an homage to and celebration of the 75th Anniversary of the Alfred H. Barr diagram on Cubism and Abstract Art.” Das Poster gibt es hier – und dazu auch eine passende Ausstellung inkl. Katalog: Pantheon. “Participating artists tell their own histories, in their own words and pictures, while local writers and photographers give an overview of the cultural milieu. The catalog includes a dedication to Rammellzee by Charlie Ahearn, essay on the Feral Diagram by Daniel Feral, Street Art in the 2000s by Steven P. Harrington with photographs by Jaime Rojo, in addition to 20 essays, 20 interviews and over 400 images from the efforts of over 30 individuals.” Via: Mail

Abfalleimer mit Spieltrieb: “Luzern glänzt, spielend einfach”

Luzern glänzt” – so heißt die neue Kampagne in Luzern im “Kampf gegen achtlos weggeworfenen Abfall”. Und dafür wurden nun 16 Abfalleimer zu Spielen umfunktioniert. Nachdem ich erst vorgestern diese Rutsche entdeckt habe, bekomme ich so langsam wirklich das Gefühl: Es scheint ein Umdenken bei den offiziellen Stellen stattzufinden. Und auch wenn diese Ideen aus Luzern jetzt so aussehen, als wären sie exakt von Künstlern wie The Wa, Mr Talion oder Démocratie Creative kopiert (der Mülleimer-Basketballkorb von The Wa, Himmel & Hölle von Mr Talion, Korbwurf am Mülleimer von Démocratie Creative), finde ich es trotzdem beeindruckend. Denn immerhin wird da mal etwas Neues versucht. Ich glaube wirklich, dass unsere Städte nur davon profitieren können, wenn sie sich mehr zu einem Abenteuerspielplatz verwandeln. Und die spannende Frage ist dann auch: Wenn offizielle Stadtmöbel immer mehr wie Street-Art aussehen – was macht dann der Street-Artist? Ich freue mich schon auf die nächste Umdrehung… Via

Und sonst so? : 17. 07. 2011


Foto: “Funktionsorte” von Matthias Heiderich

* Oje: Gauloises macht jetzt auch “Street-Art-Touren” in Berlin und Hamburg – und es gibt sogar eine “Street-Art-trifft-WG-Zimmer-Party” (WTF?) Und wer hat sich diesen Blödsinn einfallen lassen? Nach den Künstlern (Jaybo Monk, Christian Awe etc.) zu urteilen, die dort mitmachen, sieht´s mal wieder nach einer Aktion der Circleculture Gallery/Agency aus… Via

* 5 Jahre Twitter inkl. @muentefering Medienhack

* Homer alias Sasha Kurmaz hat übrigens gerade ein Fanzine mit seinen Fotografien herausgebracht: “Nude sensitivity” – limitiert auf 100 Stück bei dem wunderbaren Kleinstverlag Atem Books

* “Für Johanna“: Die bildende Künstlerin Isabella Kresse setzt 23 Birken in 23 nach Männern benannten Parks zum Gedenken an die erste österreichische Frauenministerin Johanna Dohnal (1939-2010) und thematisiert damit die geringe Präsenz von Frauennamen im Stadtbild. Via: Mail

* Ausstellungsprojekt: “Agriculture and the City” – Designstrategien für urbane Landwirtschaft. Via: Mail

* Performancekunst im öffentlichen Raum: “Das Festival FLURSTÜCKE 011 (20. – 24. Juli 2011) verwandelt die Stadt Münster in eine riesige Bühne. Dabei soll der Raum nicht als bloße Kulisse benutzt werden, vielmehr sind die Künstler aufgefordert, die Aufführungsorte so zu wählen, dass ein Bezug zwischen der künstlerischen Produktion, dem Ort und dem Publikum hergestellt wird. Realisiert werden Inszenierungen von internationalen, aber auch von in Münster und NRW lebenden Künstlern.” Via: Mail

* “Think Like a Forest: Art, Activism and Permaculture” (Morbihan, Brittany, France; September 21st – October 2nd, 2011): Organised in collaboration with EYFA, “Think Like a Forest” is the first public event at La r.O.n.c.e (Résister, Organiser, Nourrir, Créer, Exister); a new long term project for experiments in collective post-capitalist solutions and teaching, designing and supporting creative forms of activism for social and ecological justice. Developed by people from the alter globalisation and climate camps movements from France and the UK, the training will be co-facilitated by art activists from The Laboratory of Insurrectionary Imagination.” Via: Mail, thx Dejan!

* Guerilla-Trainingslager für den zivilen Ungehorsam und die Selbstermächtigung benachteiligter Gruppen: “Im Rahmen der Leonart (23. September bis 9. Oktober 2011) wird die Aktionsgemeinschaft Social Impact mit Vereinen, KünstlerInnengruppen, Initiativen, Plattformen etc. im “Subversive Camp” zusammenarbeiten, um mit ihnen neue Formen des zivilen Ungehorsams zu entwickeln und zu erproben. Die Bewerbungen dafür können bis 30. Juli 2011 an Social Impact erfolgen.” Via: Mail

* In Situ – die neue ARTE-Webdoku über Kunst im öffentlichen Raum ist jetzt live

* Aleister Crowley statt Petrus: Fox’s latest project takes many of the recurring subjects of his drawings and portrays them through the medium of the stained glass window. As traditional church windows show the iconography of saints, through representations of events in their lives, instruments of martyrdom and iconic motifs, Fox plays with the symbolism of each character’s cult of personality. Via

Und sonst so? : 10. 07. 2011


Foto: Erwin Wurm: Untitled, 2007 / Wear Me Out @ Middelheim Museum. Via

* Der neue Politcomic von Zampa Di Leone: “Dutch Cuts“. Via: Mail

* Street Art mittels Crowdfunding? Leon Reid IV bittet um Spenden für seine “Tourist-In-Chief”-Installation

* Guter Artikel über “Street-Art-Jäger”: Banksy und die Rattenfänger. Via: Mail, danke Lorri!

* Pfandgeben: “Wir geben Dir die Handynummern von Pfandsammlern in deinem Bezirk und Du rufst einfach einen an.” Via

* R.I.P.: Cy Twombly

* Aktion in Österreich: Hier kommt die Bildungsmilliarde! Via: Mail, thx!

* Streetart goes Sexstyle: Boris Hoppek hat einen Dildo gestaltet. Via

* Stadtplanung & Urban Activism: “Commons is a civic game and iPhone app which aims to help new Yorkers “compete to do good” while helping to improve New York City. Equipped with an iPhone + the Commons app, players are challenged to identify problems in urban space and suggest ways to improve them. Players can vote for each other’s ideas and the most popular one wins the game.” Via

* Die Stadt, das Kino und die Moderne: Benjamin BardousParis, Hauptstadt des 19. Jahrhunderts“. “I made an essay/experimental film inspired by the Passagen-Werk by Walter Benjamin.” Via: Mail, merci!

* “Captcha”-Erzählung von Gabrielle De Vietri. Via

* Mit welchem/r Politiker/Politikerin würden Sie lieber punkt-punkt-punkt? Sexy Bundestag!

* International Random Film Festival: “IRFF is a travelling film festival that decides its venue via wikipedias “Random Article” function. All entries are allowed, the official selection is chosen by a special random selection method”. Via: Linktipp, thx Synes!

* Und es hat Booooooom gemacht: “ARTBOMB is a peaceful art intervention initiated in The Netherlands. The Dutch Government is about to cut 40% of all cultural funding. This will result in the disappearance of a multitude of organizations that excel internationally in their field. This loss will be felt not only by the Dutch public but by the international community. One signal, one moment, one act to show support. You can contribute visual ammunition against the disproportionate cuts to the arts budget. This visible intervention will rise up around the world where people value the arts and want to express their support for artists and cultural organizations.” Via

* Kunstwerke im AppFormat: der AppArtAward des ZKM