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Tag Stadt

Berlin Besetzt: interaktiver Stadtplan zu Berliner Hausbesetzungen


Foto: Michael Kipp/Umbruch-Bildarchiv (Räumung am Fränkelufer in Kreuzberg am 24. März 1981)


Foto: Ulrich Sauerwein/Umbruch-Bildarchiv („Bobby Sands Haus” in der Bülowstraße 89, ca.1981)

Großartig! Berlin Besetzt zeigt die Geschichte von Haus- und Platzbesetzungen in Berlin als Beispiel für selbstermächtigte Eingriffe von Protestbewegungen in den Stadtraum und das Stadtleben. Der interaktive Online-Stadtplan mit digitalem Archiv macht kollektive und selbstverwaltete Räume in der Stadt sichtbar. Die Karte zeigt den Berliner Stadtraum als Ergebnis von Aneignungskämpfen, an denen Hausbesetzungen einen (nicht zu unterschätzenden) Anteil haben. Mit Sicherheit ist diese Geschichte noch lange nicht fertig erzählt und wir freuen uns über Ergänzungen, Korrekturen und Material! Ein Projekt vom Pappsatt Medienkollektiv, reclaimyourcity.net und Eike Send, in Zusammenarbeit mit dem Papiertiger-Archiv, dem Umbruch-Foto-Archiv und azozomox.
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Dosjotas: “Canal-Bus”

Der spanische Künstler Dosjotas hat ein wunderbares Projekt in Amsterdam realisiert – er hat einer touristischen Karte, auf der die “beliebtesten Sehenswürdigkeiten” verorten sind, ein Realitätsupdate verpasst. Das könnten andere Städte bzw. deren Stadtmarketing-Karten auch dringend brauchen: “CHANNEL-BUS is one of the many attractions of Amsterdam, is a tour through the canals of the city, stopping at the tourist areas. As point out their signals, a cultural visit. But tourism in Amsterdam is quite different from this. The intervention was to change the old images with new ones much closer to reality.” Die Bilder oben zeigen die Karte vor dem Eingriff, danach sah es so aus:

Fabrique | Hacktion: Pimp your city!


Bei mehreren Ausgängen aus der U-Bahn wird die Entfernung in Minuten hinzugefügt


Eine Plastikhaube, die das rote bzw. grüne Lichtchen (defekt bzw. funktionstüchtiger Automat) sichtbarer macht

Fantastisches Projekt: Drei Studenten aus dem Bereich Produktdesign, Raphaël Pluvinage, Sylvain Chassériaux und Léa Bardin, haben das Projekt Fabrique | Hacktion ins Leben gerufen – und führen nun (ungefragte) Interventionen durch, um den Alltag zu erleichtern: Dazu gestalten und entwerfen sie minimale Produktverbesserungen/innovationen: “Fabrique / Hacktion intervient dans les espaces publics et collectifs en installant des greffes, compléments d’objets, qui favorisent un usage, augmentent ou questionnent les dispositifs existants. Le design de ces greffes tire parti des technologies de fabrication du Fab-Lab (Ensci), dites de prototypages rapides, ou de machines de production plus traditionnelles. Ces processus de fabrication permettent de réaliser des pièces sur mesure, lesquelles peuvent s’adapter et s’ajuster très précisément aux standards urbains. Cette production réactive, vise des contextes particuliers en associant et en comparant les productions des Fab-Labs à celles des industries classiques qui aménagent les villes, les écoles, les réseaux de transports, etc”. Via

Watchlist: Raum

Das urbane Experimentierlabor Raum aus Nantes in Frankreich hat dem Pflaster ein Implantat für mehr Spiel und Spaß im öffentlichen Raum eingepflanzt: “La ville molle est une pièce créée lors de la résidence de Raum à La Box, au sein de l’École Nationale Supérieure d’Art de Bourges. Elle questionne la dureté de la ville,
la capacité du sol à se modifier, à apporter un usage singulier et à créer des situations. La pièce est un implant, glissé sous le sol, qui transforme et modifie notre rapport à celui-ci, notre relation à la ville. La ville molle est une expérimentation coproduite par l’École Nationale Supérieure d’Art de Bourges, le FRAC Centre et réalisée avec la collaboration de la ville de Bourges et le Conseil de quartier centre-ville.” Making Of, via.

Favela-Träume: Project Morrinho

Schönes Projekt aus Rio, bei dem Jugendliche aus den Favelas eine Miniaturversion ihres Viertels aus Ziegelsteinen und Recyclingmaterial nachbauen. Man möchte weg vom Ghetto-Image und den Kids einen kreativen Zeitvertreib bieten, bei dem sie ihre urbanen Visionen für ihr “Traumviertel” verwirklichen können: “Project Morrinho is a social and cultural project based out of the Pereira da Silva favela (slum) in the Southern Zone of Rio de Janeiro. Our aim is to bring positive change to our local community, as well as challenge the popular perception of Brazil’s favelas. Morrinho’s headquarter is a 320 square meter small-scale model of Rio de Janeiro’s favelas constructed from bricks and other recycled materials. It began as a simple childhood game in 1997 by local youth so they could escape from the realities of violence and corruption that plagued them and their community. Within this miniature urban world of Morrinho (little hill), they acted out a role-playing game with the numerous Lego-block dolls that inhabit the model, recreating life in Rio’s favelas. Currently more than 20 teenagers are following the example of our founding members.” Mehr Bilder auch hier; zu sehen ist die Stadt gerade beim Festival Brazil in London. Via

Florida – Beiträge für das Leben nach der Stadt

Tolles PDF-Magazin: “Florida – Beiträge für das Leben nach der Stadt“. Reflexionen u.a. von Roger Behrens, Silke Kapp und Katha Schulte, zudem zahlreiche gesammelte Werke von Franz Kafka, Aristoteles, Georg Simmel, Erich Kästner, Henri Lefebvre, Thomas Morus, Friedrich Engels und Edgar Allan Poe zum Thema Stadt – wunderbar gestaltet von Schroeter und Berger. Via