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Tag Performance

Watchlist: Elizabeth Wurst


“Simple kind of life”, 2012: A woman in a provocative outfit approaches a brand new model house. She starts kissing, holding and caressing the domecile as her desire for posessing it grows. This work engages with the fetichized commodity, in this case, a prefabricated house, whose purpose is to hold a model family.


“You & me, everyday”, 2010-11: Various gas stations become the stage. Oil pumps turn into protagonists. Wurst sings love songs to these machines and they become, for the time being, her counterpart as the daily activities around them keep on going.

Wow, großartige Performances: Elizabeth Wurst singt Zapfsäulen Liebeslieder und hat Sex mit einem Einfamilienhaus! ♥ it! “Die 1985 in Peru geborene Künstlerin Elizabeth Wurst studiert seit 2006 in Braunschweig bei Candice Breitz. In ihren Performances geht es ihr in erster Linie um die Begegnung und Konfrontation mit anderen Menschen, die sie auf der Straße anspricht und zu einer unmittelbaren Reaktion veranlasst. Indem sie sie zwingt, die Videokamera zu übernehmen und ihren Blick auf die Performerin festzuhalten, überlässt sie ihnen die Regie während sie eine urbane Situation komponiert. In Frankfurt am Main platzierten Jugendliche, die Wurst zu Mitspielern machte, sich im Stil eines lebenden Bildes in einem Sperrmüllhaufen, von denen in Städten regelmäßig zahlreiche vorzufinden sind, verweilten für kurze Zeit in einem Stillleben, während sie von Passanten gefilmt wurden. Vorübergehend fügten sie ihre Gestalten in das Bild ein, passten sich an die Gegenständen an, krochen in Schränke oder legten sich auf fleckige ausrangierte Matratzen. So lenkt die Künstlerin die Wahrnehmung, vermittelt durch die Sicht zufällig anwesender Passanten, auf das temporäre Stadtmobiliar,„Zwischenorte“, wie sie die Sperrmüllhaufen und andere häufig von ihr thematisierte Gesten des Überflusses nennt.”

Update: Wiebke Grösch/Frank Metzger

Die Arbeit “Sieben Tage” entstand für das Offenburger Tageblatt. Das Ausgangsmaterial ist die Titelseite der Zeitung selbst. Die Arbeit besteht darin, die Titelseiten der dem Drucktermin vorangegangenen sieben Zeitungsausgaben übereinander zu drucken. Das durch die Überlagerung der Titelseiten entstehende “Zufallsbild” thematisiert das Entstehen von Geschichte durch das Ansammeln von Geschichten. Die Zeitung wird als Medium gezeigt, das Geschichte produziert. Die Titelseite erschien am 09. Oktober 2012 und rief bei den Lesern so viele Reaktionen hervor, dass die Redaktion sich entschied eine komplette Seite mit Leserbriefen zu unserer Arbeit abzudrucken.

“Good News”, Installation im Stadtraum: Die Arbeit “Good News” stellt die Frage nach dem Verhältnis von persönlicher Wahrnehmung und dem durch die Medien vermittelten Bild. Als großer Schriftzug prangen die Worte “Good News” auf dem Dach einer Ladenzeile im Kopenhagener Stadtteil Tingbjerg. In den 1950er Jahren als Mustersiedlung am Rande der dänischen Hauptstadt entstanden, ist der Stadtteil heute in der öffentlichen Wahrnehmung geradezu Synonym für ein Problemviertel. Befeuert wird dies durch die einseitige, auf einzelne Extrembeispiele fokusierte, Berichterstattung der dänischen Medien mit Negativ-Schlagzeilen über Jugendkriminalität, Bandenkrieg und der Angst vor einer islamistischen Unterwanderung der Gesellschaft, die sich jedoch nicht mit der Wahrnehmung der Bewohner deckt. Die Arbeit entstand im Rahmen der Ausstellung “Visit Tingbjerg“.

Rose und Jack“, Aktion im Stadtraum: Ein Blick, ein Kuss, Möwenkreischen und Meeresrauschen: „Rose und Jack“ verwandelt die Überreste einer Fußgängerbrücke für einen Moment in einen Sehnsuchtsort. Ein Schauspielerpaar stellt an einem Tag in regelmäßigen Zeitabständen auf dem Brückenstumpf die berühmte Kussszene aus dem Film „Titanic“ nach. So verwandelt sich die bühnenähnliche Anlage des Stumpfes in den Bug der Titanic. Unterstrichen durch Meeresgeräusche und Möwengeschrei wird die Atmosphäre des Platzes transformiert: Offenbach liegt eben doch am Meer. Filmische Fiktion und städtische Realität treffen aufeinander und erinnern an den Untergang der Utopie von der autogerechten Stadt. Der Koloss ist untergegangen, der Platz wartet darauf wieder entdeckt zu werden.

Neue Arbeiten von Wiebke Grösch/Frank Metzger.

Watchlist: Romain Thibaud-Rose


Garbage-embrace (auf Deutsch: “Müll-Umarmung”): “the purpose of playing; whose end, was and is to hold the mirror up to nature, to show virtue her own feature, scorn her own image, and the very age and body of the time his form and pressure” (W. Shakespeare / Hamlet)”, 2012

“Ich empfehle jedem von Zeit zu Zeit den Kopf mal in eine Mülltonne zu stecken. Es wird einem bewusst, was im Leben wichtig ist und was nicht. Es ist nicht einfach, es braucht Überwindung und Mut. Natürlich ist es nicht sehr appetitlich. Aber der Mülleimer ist das Objekt, das wir täglich am meisten benutzen. Es ist doch erstaunlich, dass wir vor unserem Abfall so große Angst haben. Er gehört zu unserem Leben – und zu unserer Gesellschaft”, sagt der französische Künstler Romain Thibaud-Rose. Interview hier, via.

Johannes P Osterhoff: “iPhone live”

Der Netz- und Medienkünstler Johannes P Osterhoff hat zum 5. Geburstag des iPhones eine neue Ein-Jahres-Performance namens “iPhone live” gestartet: “Each time its home button is pressed an iPhone automatically takes a screenshot of the current app to display a zooming effect. For this performance, I installed two shell scripts on my jailbroken iPhone: The first one duplicates each screenshot so that the files cannot be overwritten the next time the app is minimized. The second one uploads these screens automatically to this site and publishes them.” Via: Mail

Elfo: “Ich bin ein…”

Performance-Serie von Elfo: “Ich bin ein…” Straßenpoller, Stuhl und Fahrradschloß.

Yolanda Domínguez: “Zurück in 5 Minuten – bin beim Fettabsaugen”

Die neue Aktion der spanischen Künstlerin Yolanda Domínguez thematisiert Schönheitsoperationen in Brasilien. Angestellte in Supermärkten und Shops brachten Schilder mit dem Hinweis “Bin in 5 Minuten zurück, lasse mir Fett absaugen” oder “Bin gleich zurück – mache mir Silikon rein”. “BACK IN 5 MINUTES” is a series of actions in Brazil, within the NOVA Contemporary Culture Festival 2012, which engages the viewer in an absurd situation that highlights the alarming use of cosmetic surgery and excessive value which is given in our society to the external appearance: several women who attend the tail of a museum, a supermarket or a public service leave his job putting up posters like “BACK IN 5 MINUTES I’M GOING TO PUT SILICONE” or “ONCE AGAIN I’M GOING TO MAKE A LIPOSUCTION” before the astonished eyes of the customers that react to this event with amazement, indignation or laughter and stoically waiting for someone to attend as many questions remain floating in the air: is good this normalization of something that has serious physical and psychological risks? Do we prefer to grow the silicon instead of neuron? Or is it that after all our only purpose as a species is sexual reproduction?” Via Mail, gracias!

Watchlist: Messieurs Delmotte

We ♥ Messieurs Delmotte, *1967 in Liège, Belgien, lebt und arbeitet in Liège. “Messieurs Delmotte positions himself somewhere between reality and imagination, between genius and dilettantism. Distinguishing himself through a formal dress code, poker face expression and meticulously combed hair, Delmotte presents himself as a dashing character (a double) that surprises his audience with – unpredictable and absurd – gestural discoveries. And yet such gaiety and nonsensical behavior betray an existential and poetic revolt. Delmotte engages himself in a hilarious and heroic battle dealing with objects, humans or animals alike. In so doing, he undermines ‘the rules of the game’.” (*)

Watchlist: Helena Hartmann

Verwirrende Zeichnungen, nackte Foto-Shootings im Wald und Vagina-Performances: Willkommen in der faszinierenden Skulpturen-Welt von Helena Hartmann. “My general intention is to create a visual world, where the “abnormalities and imperfections” of the physical human form are shown in all their worth, using a touch of drama and humor. Ever since I can remember human handicaps, malformed limbs and other unique features have fascinated me: my imagination is so intense that I sometimes fail to see the distinction between reality and fantasy. In a time where perfection, sterile beauty and immortality rule the general outlock on life, I want to shake, rattle and roll the senses of an audiance.”

Szpilman Award 2011: Top 6

Jaroslav Kyša gewinnt für seine Performance “The Barrier” den diesjährigen Szpilman Award: Kyša nutzt Tauben als lebende Hindernisse in London, indem er heimlich ihr Lieblingsfutter vor Geschäfte oder auf Straßen streut.

Die fünf weiteren Favoriten der Jury sind:

Jaś Domicz für seine Performance “Joyride”: “Domicz goes on a sensual joyride by taking a long circular walk around his neighborhood. He thereby lets his hand continuously touch all the walls, doors, gates and whatever comes his way.”

David Horvitz mit seinem Projekt “Public Access”: “Horvitz drove up the entire coast of Florida an stopped at every coastal access-point, where he took a picture of the ocean, with him standing somwhere in the scenery. He then uploaded these pictures onto the according Wikipedia-articles off all of those beaches. After some time, several Wikipedia-editors recognized the fact, that there´s always the same person on each shot of those beaches and edited or deleted the pictures, but you can still find him, if you search!

Petr Krátký für seine Performance “Pentaton”: “Petr Krátký uses public sculptures as percussion instruments for creating a repetetive and beautifully melodic rhythm.”

Jinho Lim und sein Kite-Hühnchen: “Chicken n Kite”. “Jinho Lim attaches a small beautiful kite to a chicken, which now flies a kite.”

Péter Szabó und seine Aktion “Buna Dimineata!”: “Szabó lit fireworks and fired confetti-canons and smoke-machines for the workers who arrived early in the morning at factories and a bus-station in Romania and Hungary. As some of these factories were to be shut down soon, his labor of love towards the stressed and worried workers appears almost like an alien artistic ritual in the midst of a hopeless daily routine.” Via: Mail

Sebastian Haslauer: “do as much damage as you can”

#7: “do as much damage as you can” – die neue Performance von Sebastian Haslauer, aus der Serie “Ways to feel better“. Via