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PARASITES#4: BRONCO – “Street Art: Das Musical”

Yupi, die Dokumentation ist endlich fertig: PARASITES#4: BRONCO: “Street Art: Das Musical“. Tausend Dank an Moritz Herda für diese geniale Dokumentation! Und tausend Dank auch noch einmal an alle Beteiligten: Inszeniert und interpretiert wurde das Stück von Bronco, Samuel Enslin und Anna Bartel (Reckless Factory), Sonja Hurani, Alisa Stolze, Valentino Karl, Marisa Krieg, 1010, Kathrin Schwiering, Ingo und Florian. Dokumentation: JUST und Moritz Herda (Art City Hamburg). Katalog: Matthias Hübner (Bordfunk). Ausstattung von: Montana Cans, Spreadshirt und Berliner Brandstifter.

PARASITES#4: BRONCO “Street Art: Das Musical” – erste Bilder / UPDATE


Musical-Darsteller Valentino Karl spielt den “Street Artist”. Die echte Journalistin Kathrin Schwiering spielt die Rolle der “Reporterin” – kennt zu diesem Zeitpunkt aber auch noch nicht die letzte Szene mit den (falschen) Zivilpolizisten. Alles Fotos: Just


Zur Crew des “Street Artist” gehört auch 1010 (gespielt von 1010) - der im Hintergrund, quasi als Bühnenbild, werkelt…


Maske ab – und der erste Song beginnt: “So ging ich auf die Straße, Nacht für Nacht, und hab Poster und Sticker und Stencils angebracht! Die ersten waren nicht so toll, andre wurden abgemacht! Man nahm mich, glaub ich, nicht für voll und da hab ich nachgedacht. Kunst kann eine Waffe sein, gemacht um euch zu formen. Sie kann euch Fragen stellen und sprengt diverse Normen. Ich riskier’ jetzt Menschenleben, um der Dummheit hier zu trotzen. Hätte ich dies’ Ventil nicht, müsste ich doch nonstop kotzen!”


Es folgt die zweite Szene: Ein “Trendscout/Werberin” (gespielt von Musical-Darstellerin Sonja Hurani) nähert sich dem Geschehen, gibt dem Künstler seine Visitenkarten und möchte mit ihm eine limitierte Turnschuh-Edition produzieren – und ihn “gaaaaanz groß raus bringen”…


“Du bist funky-interessant, zumindest im Moment, an der Zielgruppe dran und du hast Talent. / Und wenn du nicht mitmachst, wird’s für uns chilliger: wir kopieren deinen Style – ist eh viel billiger!”: Mit vollem Körpereinsatz versucht der Trendscout den Künstler zu bezirzen – und es funktioniert: Der Künstler erliegt dem Charisma (und Geld) der Werberin.


Den rund 150 Zuschauern scheint das Spektakel zu gefallen…


Doch als gerade der große Merchandising-Rummel beginnt – und der “Eismann” (gespielt von BRONCO) mit seinem Bauchladen Street-Art-Shirts, Street-Art-Getränke, Street-Art-Bücher und Street-Art-Graffitimarker verkauft – kommt die Polizei (gespielt von Schauspieler Samuel Enslin und Musical-Darstellerin Alisa Stolze) und unterbricht das Musical.


Der “Street Artist” wird durchsucht, der Trendscout befragt, die erstaunten Journalisten zeigen ihren Presseausweis – aber da die Polizei keinen politisch motivierten Strafbestand feststellen kann, gibt sie dem Künstler noch einen Tipp – und beginnt mit dem Abschlußsong (“Street Art” statt “Street Life”):


Polizist 1: “That´s how this game is played, a ten cent masquerade! You develop your style and find out who you are!” Polizist 2: “The artworld always smiles behind a silver spoon.”

Erste Bilder von der vorerst letzten Aktion der Ausstellungsreihe PARASITES: Am Samstag wurde in der Hamburger Sternschanze zum ersten Mal das Stück “Street Art: Das Musical” von BRONCO aufgeführt. Das Original-Script wurde auf drei Szenen reduziert: Eine “Reporterin” (Kathrin Schwiering) interviewt einen “Street Artist” (Valentino Karl) und seine Crew (1010) im hippen Stadtviertel (Sternschanze). Sie stellt die üblichen banalen Fragen à la “Kunst vs. Vandalismus” – daraufhin singt der Street Artist seine Lebensgeschichte. Ein hipper “Trendscout” (Sonja Hurani) kommt hinzu und möchte den Künstler für einen “costumized” Turnschuh und eine Marketing-Kampagne gewinnen. Das verführerische Werben gipfelt dann in einer großen Sellout-Performance, bei der ein “Eismann” (BRONCO) Street-Art-Shirts, Sprühdosen, Marker und Erfrischungen mit einem Bauchladen verkauft. Diese Szene wird von verwirrten Zivilpolizisten (Samuel Enslin und Alisa Stolze) unterbrochen, die einen Verantworlichen suchen, die Künstler durchsuchen und festnehmen wollen. Da die Polizei aber keinen politisch motivierten Strafbestand feststellen kann, gibt sie dem Künstler noch einen Tipp: das große Abschlusslied “Street Art” – bei dem dann auch der Street Artist und der Trendscout fröhlich mitsingen.

Noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle Beteiligten! An das wunderbare Ensemble: Valentino Karl, Sonja Hurani, Alisa Stolze, Samuel Enslin, 1010, BRONCO, Kathrin Schwiering, Ingo und Florian (Kameramann und Tontechniker). Die Choreografie hat sich Marisa Krieg ausgedacht, inszeniert haben Anna Bartel und Samuel Enslin (Reckless Factory). Und um die Dokumentation haben sich Moritz Herda (Video) und JUST (Fotografie) gekümmert. Danke auch an die Ausstatter für die Sell-Out-Performance: Spreadshirt, Montana Cans und Berliner Brandstifter. Wer sich die Reportage der “richtigen” Journalistin anschauen möchte – sie läuft schon morgen, Dienstag, 21. September, um 22.25 Uhr auf 3Sat (Foyer). Mehr Bilder und das Video folgen demnächst…

UPDATE 22.9: Mehr Bilder von urbanshit gibt’s hier! UPDATE 24.9: Der Mitschnitt aus der 3Sat-Sendung “Foyer” ist da, danke, Rudolf!

PARASITES#4: BRONCO / “Street Art – Das Musical” / Samstag, 18. September, 17 Uhr, Sternschanze, Schulterblatt 73

Nicht verpassen – morgen ist’s soweit: PARASITES#4: BRONCO / “Street Art – Das Musical” / Sa, 18. September, 17 Uhr, Sternschanze, Schulterblatt 73 (vor dem Haus 73). Und: Falls es morgen regnen sollte, kann sich die Performance um 15-20 Minuten verzögern… Auf QUU.FM gibt’s übrigens heute auch noch eine Sendung zum Thema und ein Interview mit BRONCO – und auch das Reclaim-Heft ist noch erhältlich… Bis morgen, wir freuen uns auf Euch!

“What happened to the Happening?”


PARASITES#1: Encastrable. Foto: Just


PARASITES#2: The Wa. Foto: Tim Holthöfer


PARASITES#3: Ondrej Brody & Kristofer Paetau. Foto: Christian Rinke

What happened to the Happening?” – ein fantastischer Artikel von Maja Hoock bei Kunstaspekte über Aktionskunst, Happenings, Performances und das Ausstellungskonzept PARASITES:

“(…) „Das Happening kann doch gar nicht tot sein“, sagte einst Wolf Vostell. „Weil es mit dem Leben zusammenhängt.“ Tatsächlich existiert die Kunstform weiter, nur die Themen und Mittel der Künstler wurden in den letzten 40 Jahren andere: statt sich thematisch mit Atomkraft, Vietnamkrieg und Nazizeit zu befassen, kritisieren Situationskünstler heute Überwachungsstaat, Gentechnik, Gentrifizierung und Globalisierung. Auch ihnen geht es darum, in einer zunehmend geglätteten und gesäuberten Welt Kontrapunkte zu setzen. Parasites ist ein gutes Beispiel für solche Störversuche. Der Hamburger Kurator Tom Segler (Name von der Redaktion geändert) rief die Aktionsreihe 2009 ins Leben und inszeniert seitdem Aktionen mit verschiedenen Künstlern. Er findet Dokumentation und Aufbereitung in den Kunststätten zwar wichtig, will aber auch die aktuellen Situationskünstler genannt wissen: „Es ist schade, dass all die jungen Aktionen, die es heute ja auch zuhauf gibt, unbeachtet bleiben.“ Mit seiner Arbeit setzt Segler etwas gegen eine museale Verklärung von Aktionskunst. Die Liste der aktuellen Aktionen, auf die er mit seiner Internetseite rebelart.net aufmerksam macht, ist lang. Der Kunstjournalist beobachtet die Szene seit Jahren und hat sogar die Zunahme von künstlerischen Interventionen in Richtung Happening feststellen können: „Ich habe das Gefühl, dass ihre große Renaissance angebrochen ist. Auch weil es eine neue Sehnsucht nach dem echten Leben gibt. Man möchte dabei gewesen sein, statt nur passiv vor TV oder Internet zu sitzen.“ Vielleicht steht bei den heutigen Aktionen das gemeinsame intensive Erleben sogar noch mehr im Vordergrund, als in den politisch provokanten Happenings vor vierzig Jahren.

So stürmte das französische Künstler-Duo Encastrable vor einem Jahr einen Baumarkt in Hamburg, um live vor Ort Skulpturen aus Heimwerkerartikeln zu bauen. Diese Intervention im öffentlichen Raum fand vor hunderten Gästen statt, die ebenfalls kreativ wurden. Niemand war wirklich empört, sogar die Baumarktleitung gratulierte zur Aktion. Aber um das Gefühl, gemeinsam in diese durchstrukturierte Konsumwelt einzudringen und sie etwas durcheinanderzubringen, darum geht es. Auch bei der Parasites-Aktion des Künstlers The Wa war alles da, woraus ein gutes Happening gemacht ist: das mit dem Publikum erlebte Ereignis, das durch überzeichnete Kontraste ans Absurde grenzt. Vergangenen Winter inszenierte er eine Demonstration ohne erkennbares Anliegen auf einem der schicksten Plätze in Hamburg, hinterließ Schmutz und Plastikbierflaschen, um eine Stunde später Kanapees und Lachs in einem Obdachlosentreff servieren zu lassen. Was der Künstler anspricht ist hochaktuell: Stadtviertel, die immer teurer werden und Menschen, die sich dort die Miete nicht mehr leisten können. (…)” Hier der ganze Artikel – und nicht verpassen:

An diesem Samstag, 18. September findet in Hamburg (Sternschanze) die vorerst letzte PARASITES-Aktion statt: Der Berliner Künstler BRONCO präsentiert das Guerilla-Musical “Street Art”. Und es gibt auch noch ein paar der auf 100 Exemplare limitierten Reclaim-Hefte (10 Euro + 1,50 Versand) mit dem gesamten Stück! Der genaue Ort und die genaue Uhrzeit wird morgen bekanntgeben…

PARASITES #4: Broncos “Streetart: Das Musical”

Am Samstag, 18. September, wird die Sternschanze zum Broadway: Der Berliner Künstler BRONCO, bekannt für seine polemischen Textbotschaften (“Von Konsumkritik kann ich mir nichts kaufen”, “Ich war schon Punkrock, da war Punkrock noch kommerziell!”) hat das erste „Street Art“-Musical der Welt geschrieben und dies wird nun in den Straßen Hamburgs uraufgeführt.

Und es wird böse – denn BRONCO rechnet ab und niemand wird dabei verschont. Sein tragischkomisches Anti-Musical entlarvt das hoffnungsvollste Genre der zeitgenössischen Kunst und schildert eine Gesellschaft voller Profitgier und Sensationslust. Selbst der Künstler verkommt zur Parodie und verharrt in einem naiven Gestus der Rebellion.

Broncos Pflichtlektüre der Postgraffiti-Generation wird in Hamburg erstmals und dazu noch unangekündigt auf der Straße aufgeführt – das einmalige Experiment ist eine Mischung aus Flashmob, Guerilla-Musical und Unsichtbaren Theater. So wird auch der zufällige Voyeur zum Akteur – und eine überraschende Eigendynamik ist für alle Beteiligten garantiert.

Inszeniert und interpretiert wird das Stück von Bronco, Samuel Enslin und Anna Bartel (Reckless Factory), Sonja Hurani, Alisa Stolze und Valentino Karl (Hamburg School of Entertainment) und Marisa Krieg. Special Guests: JUST, 1010, 3SCNDTHRLL und Charly Traktor. Dokumentation: Moritz Herda (Art City Hamburg). Katalog: Matthias Hübner (Bordfunk.de). Ausstattung von: Montana Cans, Spreadshirt und Berliner Brandstifter. Flyer: Gebrauchsgrafikundso

PARASITES – illegal exhibitions präsentiert drei Mal im Jahr subversive Ausstellungsprojekte mit internationalen Künstlern in Hamburg. Der Fokus liegt dabei auf jungen, radikalen, provozierenden und politischen Positionen. Die Ausstellungen finden immer an neuen Orten im Hamburger Innen- und Außenraum statt, ohne Genehmigung. Der genaue Ort bzw. die genaue Uhrzeit wird erst 24 Stunden zuvor via Facebook, Twitter, Mail oder Handynummer verbreitet.

PARASITES #4: Bronco

Save the date: Die vorerst letzte PARASITES-Ausstellung findet am 18. und 19. September in Hamburg statt – und es gibt mal wieder eine Weltpremiere! Der Berliner Künstler Bronco wird zum ersten Mal sein Musical “Street Art” aufführen. Das autobiographische Stück handelt von den Sorgen und Nöten junger Künstler, raffgierigen Verlagen und skrupellosen Sammlern. Es geht um obszöne Boulevardmedien, Kommerzialisierungsdruck und falsch verstandene Coolness. “Street Art: Das Musical” ist kritisches Analyse-Theater im Sinne von Bertolt Brecht und “unsichtbares Theater” frei nach Augusto Boal – und bietet vor allem einen authentischen Blick hinter die “Street Art”-Kulissen. Freut Euch drauf! Und wer in Hamburg wohnt und Lust hat mitzuspielen: Es werden noch Schauspieler/innen und/oder Musical-Darsteller/innen (mit oder ohne Erfahrung) gesucht. Bei Interesse meldet Euch unter: info (at) para-sites.de

Gilberto Esparza: “Plantas Nomadas”

Als großer Freund von Parasiten – hier noch ein absolutes Wow-Projekt: Der mexikanische Künstler Gilberto Esparza baut faszinierende Cyborg-Parasiten (“Parasitos urbanos“), die Stromnetze anzapfen können und durch den Wirt quasi zum Leben erweckt werden. Sein neues Projekt “Plantas Nomadas”” geht noch ein Schritt weiter: “The work includes a small automaton robot (nomadic plant) that moves towards water when its bacteria require nourishment. It contains vegetation and microorganisms living symbiotically inside the body of the machine. The robot draws water from a contaminated river, decomposes its elements, helps to create energy to feed its brain circuits and the surplus is then used to create life, maintaining plants that, at once, fulfil their own life cycle.” Aktuelle Ausstellung hier, via WMMNA.

PARASITES#3: Ondrej Brody & Kristofer Paetau, Sa, 22. Mai 2010

Gerade meldet Bob Baster aka Tim Kummer: Der Termin für die nächste PARASITES-Ausstellung steht fest! Und zwar kommt das tschechisch-finnische Postdada-Duo Ondrej Brody & Kristofer Paetau am Samstag, 22. Mai 2010 nach Hamburg – und wird hier eine neue Arbeit realisieren. Den genauen Ort gibt’s wie immer via Facebook, Twitter, Handy, Mail oder Web. Sicher ist nur: Das wird richtig krass: “Ondrej Brody & Kristofer Paetau sind Konzeptprovokateure mit Sinn für Humor. Ihre Arbeiten knallen im Kopf wie Sektkorken. Sie dekonstruieren überkommene Moralvorstellungen, machen auf soziale Missstände aufmerksam und treiben den Kunstzirkus ad absurdum. “Jede gute Kunst hat etwas Unberechenbares”, hat Paetau in einem Interview gesagt. Überrascht war wahrscheinlich auch der Kurator Jan Van Woensel, der das Duo zu einer spontanen Intervention einlud. Als Dank banden sie Woensel während der Vernissage an einen Pfosten, zogen ihm die Hose herunter und leckten seinen Po (“Licking Curator’s Ass”, 2005). Und während der Berliner Kunstmesse “Art Forum” bekam Paetau sogar einen Übelkeitsanfall – und musste sich minutenlang an einem Messestand erbrechen (“Art Forum Accident”, 2005).” Mehr hier, und ein Best-Of hier, hier, hier, hier und hier. Via Twitter

PARASITES#2: The Wa, “Switch Tense”, 2010

Fotos: Tim Holthöfer, danke!

Fotos: Christian Rinke, danke!

Mail von Bob Baster: “Am Samstag, 13. Februar, 14 Uhr, fand die zweite PARASITES-Ausstellung mit dem Berliner Künstler The Wa in der Hamburger HafenCity statt. Der Künstler hatte im Vorfeld Dutzende Demoplakate akribisch abgemalt, “Berufsspanner abwählen” (Piratenpartei), “Wir sind China” (Zensurdebatte), “No pasarán” (dt. “Sie werden nicht durchkommen”; Schlachtruf der Spanischen Antifaschisten), “Deutsche Intifada” (Transparent der Autonomen Nationalisten), “Kein Kiez für Nazis” (Antifa-Slogan) oder “Break Out Of Control” (Antikapitalistischen Block), und diese dann in der HafenCity installiert. Die Kontextverschiebung war bemerkenswert: Überraschte Touristen versuchten die Botschaft der angeblichen Demonstranten zu entschlüsseln und auch die Polizei (die nach rund 15 Minuten eintraf) lief irritiert und hilflos von Plakat zu Plakat, notierte sich die Botschaften und saß danach beobachtend im Auto. Wie bei Demonstrationen wurde die Vernissage dann sofort einkesselt: Von der Hafenseite legte sich noch ein Polizeiboot auf die Lauer. Aber nichts geschah: Die rund 100 Besucher schauten sich friedlich, mit einem Bier in der Hand, eben wie in einer klassischen Ausstellungssituation, die gemalten Bilder an. Der Slogan-Remix wirkte in der monumentalen HafenCity-Kulisse wirklich absurd und paradox. Und die merkwürdigste Reaktion darauf war dann auch: Ein Bewohner eines Hochhauses vor dem Platz erschien auf seinem Balkon in einem Spiderman-Kostüm und wedelte mit der deutschen Fahne! Kurz nach dem Aufbau verschwand der Künstler dann in ein Obdachlosenzentrum auf St. Pauli und feierte dort mit den anwesenden Menschen die Eröffnung: Es gab ein kostenloses Edel-Catering (Schnittchen mit Räucherlachs, Krabben, Putebrust, Roastbeef, Seranoschinken) und feinste Kartoffelsuppe für alle – gesponsert vom Kochmagazin Effilee! Danke an alle Beteiligten für diese wunderbare Intervention!” Via: Mail, danke, Bob!

Morgen: PARASITES#2 – The Wa in der HafenCity

Pssst, weitersagen: Die spektakuläre PARASITES-Intervention von The Wa findet morgen, Samstag, Punkt 14 Uhr, in der Hamburger HafenCity statt – und zwar genau auf dem Vasco-da-Gama-Platz.

Der Künstler The Wa wird dort eine paradoxe Situation inszenieren – und zum ersten Mal in der Geschichte der HafenCity wird dort eine illegale Intervention stattfinden. Denn: Bitte liebe Punks, Autonome, Obdachlose, Kanacken, Terroristen, Drogendealer, Parasiten, Asylbetrüger, Hütchenspieler, Arbeitslose, Studenten, Taugenichtse, Tagelöhner, Anarchisten, Rumstreuner – bitte lasst die Yuppies nicht alleine! Die Stadt gehört allen! Deshalb feiert (friedlich!) mit The Wa in der HafenCity. Es gibt Vokü und Freibier für alle!

VERNISSAGE I:
Los geht’s um Punkt 14 Uhr auf dem Vasco-da-Gama-Platz (Am Dalmannkai) in der HafenCity – ca. 700 Meter von der Elbphilharmonie entfernt. Nächste U-Bahn: “Baumwall” (U3). Oder mit dem Bus Nr. 4 bis “Marco-Polo-Terrasse”. Es gibt Kunst, Suppe und Freibier für alle.

VERNISSAGE II:
Ab 16 Uhr findet dann ein intimes Edelbüffet mit Lachsschnittchen und Cocktails in einem Treffpunkt (St. Pauli) für arme, arbeits- und obdachlose Menschen statt. Deshalb heißt dieses Projekt übrigens auch “Switch Tense”: The Wa wird symbolisch zwei Orte miteinander vertauschen. Zu dieser zweiten Vernissage sind dann aber auch nur arbeits- und obdachlose Menschen eingeladen – und der Ort wird nicht offiziell bekannt geben.

AFTERPARTY
Ab 20 Uhr sind The Wa und seine Freunde dann im Frappant (Große Bergstr.174, 22767 Hamburg-Altona, Aufgang über die Rampen/Parkdecks an der Rückseite des Gebäudes – Lawaetzweg) – und präsentieren dort erste Bilder von der Aktion! The Wa wird auch seine DVD mit weiteren Interventionen vorstellen. Außerdem findet dort die letzte Ausstellung statt: “PASSAGE” mit Annett Hingott, Isabell Kamp, Sibylle Klein, Magda Krawcewicz, Stefan Moos, Mika Neu, Katharina Timner / Markus Losleben, Harald Torp, Katja Windau, Kay Wittke und Frank Woiwode. Aber warm anziehen, das SKAM warnt schon: “Bei -2 Grad Innentemperatur, ohne fließendes Wasser im gesamten Haus, aber bei Glühwein zeigen unter dem Titel “Passage” 11 Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten: Gemälde, Zeichnungen, Fotos und Installationen. Eine der letzteren wird sich durch zehn Räume winden, erstellt in zweiwöchiger Arbeit, ebenfalls bei o. g. Temperaturen – da muss man schon wollen!” Aber kommt alle ein letztes Mal vorbei und lasst uns so richtig abgehen, dann wird uns schon warm werden…

Es gibt viel zu tun! Packen wir’s an! Alle Infos hier und bald mehr Bilder und Feedback über die Aktion bei rebel:art! Via: Mail, danke Peter!