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Tag Interventionen

Watchlist: Florian Rivière


Guérilla Urbaine #7 ~ “attrape croyants” (dt. Gläubigerfalle); (Mausefalle, Kirche, Köder)


Guérilla Urbaine #6 ~ “black hole” (dt. Schwarzes Loch); (Gullydeckel, Teppich)


Guérilla Urbaine #5 ~ “suspension dangereuse” (dt. gefährliche Aufhängung); (Pflasterstein, Faden)


Guérilla Urbaine #4 ~ “bande de pigeons” (dt. Taubenbande); (Parkbank, Fahrradspeichen)


Guérilla Urbaine #3 ~ “sélection naturelle” (dt. natürliche Selektion); (Ständer, Schuh – vor einem Blindenverein)


Guérilla Urbaine #2 ~ roulade sur fil et salto à la gorge (dt. Fadenrolle und Gurgelsalto); (Faden, Glasscherben)


Guérilla Urbaine #1 ~ ordures à propulsion (dt. Müll als Antrieb); (Schlauch, Bogen, Wurfgeschoss)


Chasse Urbaine #3 ~ thon rouge et mousse d’avocat (dt. Roter Thunfisch und Avocado-Mousse)


Chasse Urbaine #2 ~ pigeons rôtis au vin blanc et raisins blancs (dt. gebratene Tauben in Weißwein und grünen Trauben)


Chasse Urbaine #1 ~ pastilla de pigeon marocaine aux fruits secs (dt. Tauben-Pastilla mit Backobst)


“meubles EPAL #1-5″


“Robin des villes” (Anleitung zum Ladendiebstahl, aufgehängt an den Schwarzen Brettern großer Handelsketten)


“Prière de mettre de la publicité” (Aufforderung die Werbung in den Briefkasten eines Nachbarn zu stecken – auf eine unbefristete Dauer)

Wer hat behauptet, dass Street Art immer dekorativ und lieb sein muss? Der französische Künstler und Organisator des Festivals Perfussion Florian Rivière beweist vor allem mit seiner Serie “Guerilla, Chasse & Pêche” (aber auch die “Ikea”-Anleitungen für Paletten sind fantastisch): Es geht auch anders – und zwar richtig, richtig böse! Raffiniere Interventionen im öffentlichen Raum – mit einer ordentlichen Dosis schwarzen Humor. Via: Matthieu, merci!

Verlosung: “Spontaneous Sculptures” – Einsendungen Teil 2


“Le Service Sauvage d’Aménagement Urbain et Rural (S.S.A.U.R.)”: enterrement à l’improviste ~ petits pavé + planche de bois


“traversée de flaque d’eau”: pavés + flaque d’eau


“piscine publique”: table à repasser + pavé + eau


“chaise public”: bouteilles + ceinture


“dem autosquatt”: pneus + siège de voiture + banc


“assise au coin du feu”: chaise + cadenas + feu


“Jeux improvisés”: balançoire ~ bout de bois+ chambre à air


“cerf-volant”: ficelle + parapluie”


domino cascade“: pavés


And a serie called : don’t pay, play! “waterpolo”: parking + caddies + adhésif


“tennis”: parking + caddies + adhésif


“basketball”: parking + caddies + adhésif


“volleyball”: parking + caddies + adhésif
Von: Florian Rivière


Von: SWEZA: LUFTSTROM 1 & 2 | Berlin 2011 | Staubsauger und Luftballon auf Holzboden: “… die beiden “Spontaneous Sculptures” die ich dir heute sende habe ich zwar schon vor etwa ca. 7 Monaten gemacht aber ich habe deinen Aufruf zum Anlass genommen sie endlich mal auf youtube hochzuladen. Sie sind zwar beide nicht im öffentlichen Raum aber spontan!


Von: Aisha & Roland: “… diese Spontanskulptur haben wir vor ein paar Monaten in Istanbul gesichtet.”


Von: Felix: “… ich habe im Sommer 2010 zur Zwischenmiete in Prag gewohnt, rotes Isolierband gefunden und habe mich zu der Zeit viel mit dem Fließen von Flüssigkeiten beschäftigt. Das Ergebnis ist unter anderem die “bleeding door”. Die würde ich gerne ins Rennen schicken für die Verlosung.”


Von David: “Wir wollten eigentlich ein bißerl Kleistern gehen, aber plötzlich stand da so viel schöner Sperrmüll für den nächsten Tag auf dem Bürgersteig, dass wir es uns nicht verkneifen konnten, uns auf der Verkehrsinsel vor Triers Wahrzeichen (die Porta Nigra) häuslich einzurichten. Es hat einen Heidenspaß gemacht, die Polizei war auch sehr neugierig. Es kamen im 5 Minutentakt verschiedenste Streifen im Schritttempo vorbei-gecruist. Die letzte wollte mal sehen wie wir auf Blaulicht reagieren und ist zackig auf uns zugekommen. Nachdem keine Reaktion von uns kam standen die noch 2 Minuten rum – und sind wieder gefahren. Kein ‘Hallo’, kein ‘Wie gehts’, nicht mal ausgestiegen sind Sie. War Ihnen wohl zu kalt. Der ganze Spaß ist zwar schon was älter (November 2007), aber ich denke gern daran zurück. Leider gibst hier in Leipzig keinen Sperrmüll.”


Von: Pascal: “… ich hab vorher nach dem Einkaufen was gemacht. Ist jetzt recht minimalistisch und einfach, aber dafür spontan. Hier in der Gegend stehen Altglascontainer, an denen gelegentlich Magneten dran sind. Die Leute schrauben oft Deckel von den Gläsern ab und schmeißen die auf den Container drauf. Wenn ich sowas sehe, mache ich mir gerne mal einen Spaß und häng so viele Deckel an die Magneten dran, wie sie halten können.”


Von: Felix Maucher: “… weils so Spaß macht…”


Von: Lukas Adolphi: “… hier nun mein fotobeitrag: ein kilometer absperrband bahnt sich seinen weg. mehr davon auf meinem blog: bitte-alles-aendern.tumblr.com


Von: ACHOS: “Klokunst, Regel: Nur die Gegenstände in Reichweite sind zu benutzen. Hier die Serie “Berliner Bauwerke”. Und noch der Hubschrauberlandeplatz.”

Fantastisch, tausend Dank! Hier kommt der zweite Stoß Einsendungen (Vgl. Einsendungen Teil 1) – und ich weiß schon jetzt: Aus all den großartigen “Spontaneous Sculptures” drei Gewinner zu bestimmen, wird verdammt schwierig! Bis Mittwoch, 21. September, 00:00 Uhr, könnt Ihr mir noch ein Bild mit einer selbst realisierten “spontanen Skulptur” mailen (alain ät rebelart.net) – es gibt drei Exemplare von Brads Buch “Spontaneous Sculptures” zu gewinnen. Eigentlich schade, dass die Aktion dann schon fertig ist – aber ich überlege mal, vielleicht könnte ich das ja als Serie weiterführen. Und überhaupt: Die Ergebnisse sind genial, macht weiter damit – und haltet mich einfach auf dem Laufenden. Ich poste gerne auch einfach mal so Eure Werke…

Padernborn: Symposium Interventionen

Nach dem rebel:art-Proseminar, einer Subversiv Messe und einem Fake-Kongress kommt jetzt das Symposium zum Thema “Interventionen”. Kurzum: Am 29. Oktober beginnt die Revolution in Paderborn! “Das Symposium führt WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen, KünstlerInnen und KuratorInnen in einem Dialog zum Thema INTERVENTIONEN zusammen. Anlass ist die Auseinandersetzung mit einer neuen Tendenz und transnationalen Bewegung an den Grenzen von Kunst, Politik und Ökonomie. Interventionen treten in unterschiedlichen ästhetischen und gesellschaftspolitischen Bereichen auf. Sie scheinen daher weniger im Sinne einer künstlerischen oder politischen Gruppenbildung beschreibbar, als im Kontext einer globalen Gegenbewegung zum fortschreitenden Neoliberalismus sowie zum etablierten Kunstbetrieb. Ursprünglich ein militärischer und auf das Vermitteln und Eingreifen in (krisenhaften) Situationen bezogener Begriff, versammelt Intervention vergleichbare, zugleich heterogene und ausdifferenzierte Formen künstlerischen Handelns. Sie teilen den Bezug auf konkrete soziale und politische Situationen und Problemstellungen. Das Symposium fragt vor dem Hintergrund der aktuellen Thematisierung des Politischen in großen internationalen Ausstellungen nach dessen kritischem Potential, Grenzen und einer neuen Definition in der Kunst heute, nach ihren Freiheits- und Handlungsspielräumen und den Möglichkeiten von Transformation im Spannungsfeld von Kunst, Politik und Ökonomie. Ziel ist außerdem, im Zusammenhang der Neubewertung der historischen Vorläufer der interventionistischen Bewegung, eine historische Kontextualisierung und Reevaluierung (neo)avantgardistischer künstlerischer Praxen sowie eine aktuelle Bestandsaufnahme der Entwicklung von Interventionen und Grenzüberschreitungen im Spannungsfeld von Ausstellungs-, Kultur- und Gesellschaftspolitik und ökonomischer Entwicklung.” Via: Mail

Watchlist: Julien Berthier

“Les spécialistes”, 2006 (die falsche Tür und das Schild sind noch heute dort): “One Saturday morning at 7 o’clock on a blind wall in the 3rd arrondissement of Paris. The façade, using the local architectural codes, occupying 10 cm of public space, is mounted and glued on in thirty minutes. Almost 4 years later, the adress still exists. Regularly graffittied, it is cleaned out by the city service.”

“Balcon additionnel”, 2008

“Self”, 2008

“Hypnos”, 2008

“Love love”, 2007

“Everything’s gonna be alright”, 2004

Julien Berthier. Via

Urbane Interventionen: “Madrid Abierto 09/10″

Lisa Cheung: “Huert-o-Bus“. “Huert-o-Bus is a travelling greenhouse, inviting local residents in Madrid to grow fresh vegetables and plants within the city centre. Huert-o-bus makes use of existing urban public spaces for communal gardens and local food growing. Like a public city bus, Huert-o-bus will stop in different neighbourhoods and districts in designated plazas, carrying its ‘passengers’ of seeds and seedlings. Each site will be marked by a ‘bus stop’ that informs neighbours/visitors of the Huert-o-Bus schedule and its activities.”

Iñaki Larrimbe: “Unofficial tourism“. “With Unofficial tourism, artist Iñaki Larrimbe seeks to customize a caravan and turn it into an `unofficial´ tourist office. By locating it in the streets of Madrid, the aim is to inform foreign cultural consumers (tourists) by offering maps and guides containing alternative routes of exploration. Different to those delivered by the `official tourism´, these itineraries have been made by six people living in Madrid, and who are related to its most alternative culture, its `underground´ or counterculture. Mauro Entrialgo and Adriana Herreros have created a guide to Advertising neon signs; Guillermo de Madrid has put together a route of Urban Art; Jimina Sabadu shows us public spaces where motion pictures were shot; John Tones invites us to walk into various arcades and stores that have kept the old school game machines; Santi Otxoa delivers an itinerary to One hundred year old taverns in Madrí and the Todo por la praxis collective, encourages us to meet the unheard-of human fauna and urban flora in the neighbourhood of Cañada Real.”

Adaptive Action: AA Camp-Madrid. “The Adaptive Action (AA) laboratory, initiated in London in 2007, lends voice to marginal causes, alternative urban lifestyles, counter-conducts and citizen’s artistic creations by which imagination and personal creativity influences daily life. AA makes an inventory in order to disclose these singularities and existing actions. AA also aims to encourage others to engage in new creative activities in order to adapt the urban fabric. AA nurtures itself on individual and collective contributions and initiatives by extending an open call for collaboration (taking place in several places simultaneously).”

Das Projekt “Madrid Abierto 2009/2010” bot auch diesmal wieder viele inspirierende Interventionen im öffentlichen Raum – und viele lesenswerte Theorietexte: “Making public interventions in today’s massive cities” (Saskia Sassen), “Urban Interventions” (Nelson Brissac) und “Madrid Abierto 2004-2008” (Jorge Díez).

Utopics Biel


Peter Regli, “Reality Hacking No. 272″, 2009


Jerome Leuba: “Battlefield #49″, lebende Skulptur, Genf, 2008


Fabrice Gygi und das Ecole Cantonale d’Art de Lausanne: Projekt für Utopics, 2009

Die 11. Schweizerische Plastikausstellung in Biel (noch bis 25. Oktober) rückt politische Interventionen und künstlerische Utopien in den Fokus: “Intervention oder “reality hacking“ sind für die meisten Beiträge dieser Ausstellung die passenderen Begriffe als Plastik und Skulptur. Den Begriff hat der Schweizer Peter Regli für seine listigen Interventionen in alltägliche Situationen erfunden. In Biel hat er einen Bienenstock in Form eines grob gezimmerten Opernhauses zwischen die Büsche eines Niemandslands gestellt, um zu sehen, ob die Kunstform das emsige Bienenvolk von seinen strengen Regeln befreien kann.” (*) Eine ebenso gelungene Intervention inszeniert der bulgarische Künstler Nedko Solakov: Er lässt ein paar Studenten auf dem Bahnhofsplatz Unterschriften für ein Referendum zur Abschaffung von Referenden sammeln.