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Tag Guy Debord

Und sonst so? : 30. 08. 13


Foto: Pilot Pirx. Via

* “Grillen? Gefällt mir!“: “Die Sektion “FLEISCH-DP” hat eine “Aktion für Burgerrechte und die Freiheit der Kantine” gemacht. Als FDPler und Jungliberale verkleidet, gelang es Aktivistinnen und Aktivisten vor der Parteizentrale der Grünen sowohl Polizei wie auch die zahlreich erschienene Hauptstadtpresse zum Narren zu halten.”

* 100 Interventionen an einem Tag: Das Festival 100 in 1 Day in Kapstadt. Via

* Sichtbetong: “In der Peripherie des Dresdner Stadtzentrums entsteht ein temporäres Kunstcamp – ein Freiraum auf einer Freifläche in Dresden-Löbtau. Vom 2. bis 8. September bieten wir euch Vorträge, Workshops, einen Beton Salon, eine OpenAir-Kunstausstellung und Musik im Rahmen eines Camps, an dem jeder kostenlos teilnehmen kann.”

* I ♥ Kunst & Wurst.

* “The Abramovic Method Practiced by Lady Gaga“. Via

* Die Doku von Jason Scott über die DEFCON, die zu den größten Hacker-Konferenzen zählt und seit 1993 jährlich in Las Vegas stattfindet. Via

* Spielen I: Guy Debord als Action Figure

* Spielen II: Das Lego Architecture Studio. Via

* Spielen III: “Wenn Barbie die Maße einer durchschnittlichen Frau hätte…”

* “Urbane Künste Ruhr ist die neue Kunstorganisation in der Kulturmetropole Ruhr. Wir nehmen die einzigartige urbane Landschaft des Ruhrgebiets zum Anlass, gemeinsam mit Künstlern, Netzwerken und Kulturinstitutionen nach dem Kern des Urbanen zu suchen.” Via

* Buchtipp I: “Context Hacking: How to Mess with Art, Media, Law and the Market” von Monochrom

* Buchtipp II: “Anti-Media” von Florian Cramer

* Buchtipp III: “Library of the Printed Web” von Paul Soulellis

Guy Debord: “Kriegsspiel”

Man lernt nie aus. Ich wusste bisher gar nicht, dass Guy Debord auch ein richtiges Brettspiel entwickelt hat – und zwar ein konzeptuelles Kriegsspiel. Netterweise hat mich nun der britische Politologe Richard Barbrook aufgeklärt und mir das Büchlein zu “Class Wargames Presents Guy Debord’s The Game of War” geschickt. Er hat das Filmscript geschrieben und ist Gründer der Gruppe “Class Wargames“, die sich u.a. eben auch treffen um das “Kriegsspiel” zu spielen, sogar im Hamburg Kampnagel war die Gruppe schon: “Nicht nur Brot muss die Forderung lauten, sondern auch Spiele” schrieb Guy Debord 1954. Die beiden Politologen Richard Barbrook und Stefan Lutschinger greifen diese Forderung auf, mit der Debord bereits damals mutmaßte, dass das Problem des späten Kapitalismus in der Freizeitgestaltung und nicht in der Arbeit liegen würde. Für Debord stand fest: Wenn das Ruder nicht von anderen, nämlich von unten in die Hand genommen wird, geht die Ausbeutung bald weniger von den Arbeitsverhältnissen aus, sondern vom Zugewinn an Freizeit – von einer ganz und gar durch Manipulation und Gleichschaltung bestimmten gigantischen Freizeitindustrie, dem „Spektakel”. Sein 1977 entwickeltes „Kriegsspiel“ ist ein Brettspiel, das auf dem Markt zwar scheiterte, doch in Zeiten von Finanz- und Eurokrisen eine brisante Reaktualisierung verdient. Dafür zeigen Lutschinger und Barbrook zunächst ihren Film “Class Wargames Presents Guy Debord’s The Game of War” und erläutern Hintergründe, bevor Bedeutung und Verständnis situationistischer Theorie und Praxis anhand des gemeinsamen Spielens von “The Game of War” erfahrbar wird. Das Spielen wird zur partizipatorischen Performance und ist ein kunstvoller Rückgriff auf die kapitalistische Gesellschaft.” Wer nun Lust auf das Spiel bekommen hat: Alexander R. Galloway hat eine Online-Version des Spiels entwickelt. Thanks, Richard!

Class Wargames presents: Guy Debord’s “The Game of War”

Theorie-Filmtipp für’s Wochenende: Guy Debord’s “The Game of War” (in fünf Teilen). Via: Mail, danke Oliver! “In the early-1970s, Debord created his film adaptation of The Society of the Spectacle by splicing together clips taken from other people’s movies and then adding his own soundtrack. When social relations between individuals are mediated through images, this avantgarde technique of détournement acts as the proletarian antidote to capitalist monopolisation of historical memory. Quoting from the products of commercial cinema involves much more than recruiting glamourous movie stars and expensive special effects for audiovisual subversion. As Debord emphasised, these borrowed film excerpts are transformed in the editing process into a revolutionary critique of the spectacular misrepresentation of the human adventure. Torn out of its original context and carefully placed in a new juxtaposition, the cinematic propaganda of the class enemy can be turned against itself. The imagery of bourgeois ideology must be metamorphosed into the elucidation of Situationist theory. Expropriating the media expropriators is the premonition of cybernetic communism in the present.
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Claire Fontaine: “La société du spectacle”

Das französische Kollektiv Claire Fontaine (aka Fulvia Carnevale, Theoretikerin; James Thornhill, Künstler), benannt nach einem Hersteller für Schulhefte, sieht sich als “Readymade Artist” – und produziert verkopft-verstörende neo-situationistische Konzeptkunst. Mehr auch hier, via.