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Tag Graffiti

Trainwriting + fire extinguisher graffiti + nudity = A.activites: “Love and Security”

Eine U-Bahn, mit Farbe gefüllte Feuerlöscher und ein paar nackte Körper – und fertig ist diese großartige, erotische Graffiti-Performance! A.activites mit “Love and Security”. EPIC! Via: Mail

Backjumps-Blockfestival: “Rock the Block” – 2/3. Oktober, Kreuzberg!

Yeah, Mr. Backjumps höchstpersönlich, Adrian Nabi, lädt ein zum Blockfestival “Rock the Block” (2/3.10, Kreuzberg) – das Line-Up sieht nach “Event des Jahres” aus”. Wäre gerne dabei – rockt den Block, mesdames et messieurs! “Unter dem Titel „Rock the Block“ veranstaltet Backjumps ein interdisziplinäres Blockfestival im Zentrum Kreuzbergs. Im Häuserblock Skalitzer-, Adalbert-, Oranien und Mariannenstraße präsentieren sich am 2. und 3. Oktober zahlreiche Berliner KünstlerInnen an verschiedenen Orten und bei Veranstaltungen im Innen- und Außenraum. Das zweitägige Festival wird im Straßenblock einen Parkour voller Ereignisse schaffen. Die eingebundenen Ateliers, Innenhöfe, Hauswände, Bars und Galerien bilden ein Programm aus Performances, Ausstellungen sowie Musik und Tanz. Weiterhin beinhaltet das Angebot Workshops für Kinder und Jugendliche, eine Rollschuhdisko, Schachbox, Ghettowrestling-Showkämpfe und einen Flohmarkt. Mit dem zweitägigen Festival versucht Backjumps den Block als lebendigen und vielfältigen urbanen Organismus erlebbar zu machen. Der Kurator Adrian Nabi (Berlin, 1970), der diesen Kiez seit zwölf Jahren sein zu Hause nennt, betrieb bereits 1994 das Graffiti Magazin Backjumps und formte es von hier aus in enger Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in eine europaweit führende Ausstellung für Straßenkunst. Backjumps – The Live Issue prägte 2003 direkt mit der ersten Ausgabe den internationalen Ruf Kreuzbergs als kreatives Zentrum mit. Als eine der ersten in Kontinental-Europa zeigte die Ausstellung Positionen von heute tonangebenden Künstlern wie, Banksy, Shepard Fairey und Swoon im öffentlichen Raum und inspirierte dabei eine Generation von Straßenkünstlern. Mit „Rock the Block“ geht Nabi einen Schritt weiter und inszeniert den Block als stringent verknüpftes Happening.”

KünstlerInnen: 1UP, AKV Berlin, Amigo, Amok, Anna Szaflarski, Arunski & Poet, Aram Bartholl, Beatbox Battle Allstars, Brad Downey, Bronco, Chess Boxing Club Berlin e.V., Chris Sugrue, Christian Marien, Constanze Haas, D TAGNO, Daniel Wang, Dave the Chimp, Dejoe, Deko, Der tote General, Egoshooter, Emess, Evan Roth, Flavie Guerrand, Florian Goldmann, Frieder Klaris, Giò Di Sera, Gogoplata, Golan Levin, Graffitimuseum Berlin, Graffiti Research Lab Berlin, Inka, Jamie Wilkinson, Jazoo Yang, Jérome Fino, Kanta Kimura, DJ Kaos, KATSU, Marius Schmidt, Markus Butkereit, Matthias Wermke & Mischa Leinkauf, Max Stocklosa, Lena Brumby, Marc FM, M.Thorn, Migel, Mode2, Nomad, Peter Reiling, Phos4, Pierre Etienne Morelle, Partick Fabian Panette, Pauline Izumi Colin, Pigenius Cave, Pipslab, Quentin, Ritsche Koch, Rok, Rollers Inc., Sebastian Haslauesr, Superblast, The Wa, Theo Watson, Thomas Janitzky, Various & Gould, Velo Tramp, Ven, Zast, Zigan Aldi. Via: Mail

Graffiti-Spirograph: Narcelio Gruds “Spiral”

Der brasilianische Künstler Narcélio Grud hat weitere “Experience tools graffiti” entwickelt. Mehr auch hier & hier. Via: Mail, thx!

Und sonst so? : 09. 01. 12


Foto: e1000 ink. Via

* A tous mes amis français: lecture obligatoire! Le “Manuel de communication-guérilla” d´Autonome a.f.r.i.k.a. gruppe! En plus c´est gratuit

* “East Van Porn Collective“: “Eine Gruppe von Freund_innen aus Vancouver in Kanada wollte einen Dokumentarfilm über ihr anarcho-feministisches Pornokollektiv drehen. Sie hatten nur ein einziges Problem: Dieses Kollektiv gab es gar nicht. Es entstand erst aus der Idee, diesen Film zu drehen und entwickelte sich während der Dreharbeiten zu dem, was es am Ende sein wollte. Was ist aus diesem Film geworden? Ein Dokumentarfilm? Ein fiktionales Drama? Selbst die Beteiligten wissen das nicht mehr so genau.” Via

* Vernissage: 27. Januar, 19 – 21 Uhr: Eröffnung + Book-ReleaseAram Bartholl” in der DAM Galerie Berlin

* UVB-76 Live Stream: “Seit Jahrzehnten sendet eine Funkstation im tiefsten Russland mysteriöse Signale. Spionage? Raketentechnik? Aliens? Kein Mensch kann erklären, was sie bedeuten – aber mittlerweile hören Hunderttausende auf der ganzen Welt zu”. Via: SZ-Magazin

* Buchtipp: “Next Nature“. “Today, the human impact on our planet cannot be underestimated. Climate change, synthetic biology, mass urbanization – ‘We were here’ echoes all over. Although many people have tried to improve our relationship with nature, only few have asked the elementary question ‘what is nature?’” Via

* Buchtipp II: “Art & Activism in the Age of Globalization“. “In a time of globalization, populism, hypercapitalism, migration, War on Terror, and global warming, artistic engagement is vital. Art and Activism in the Age of Globalization takes the measure of contemporary activist art. What is the role of art and activism in the polarized, populist society of the spectacle? Art & Activism examines both the criticism of engagement as a mere pose and the need for cultural activism in today’s society.” Via

* SPAMM: Super Art Modern Museum – das neue Projekt des französischen Netzkünstlers Systaime. Mehr dazu auch hier (FR)… Via: Mail, merci Laurence!

* Graffiti-Propaganda: Artists 4 Israel. “As you may have read this week on Vandalog, the group Artists 4 Israel came to my school in Philadelphia last month and did some screwed up shit and tried to hide the true goals of their actions by painting a temporary mural.”

* Und “The Incredible Herrengedeck” mit ihrem Megahit “FDP” jetzt auch als Gangsta-Video. Via

* Filmtipp: The Noise of Cairo is an upcoming documentary about the Cairo art scene after the 2011 Egyptian revolution. Via

Just Taking Pictures


NYC 2010

Just hat sein Portfolio aktualisiert: “Bilder von 2007 – 2011. DAIM, BOXI, Armsrock, Faith47, Marc Jenkins, DOMA-Collective, BLU & JR, Victor ASH, TILT, Ben Eine und viele mehr”.

EL SCHREIBT ÜBER GRAFFITI #4: “An die Wände”


Bild: honest tag

In unregelmässigen Abständen schreibt el für rebel:art eine Kolumne zum Thema Graffiti (#1: “Stylewriting und die globale soziale Plastik“; #2: “Alleine“, #3: “Mythos Writing” und hier also #4: “An die Wände”:

Die Wände ummanteln kerkerhaft das, was sonstwo nicht ist, Freiheit in Sicherheit. Die Grenze zu allen anderen. Oder allgemeiner, es gibt eine Innenseite und eine Außenseite, und die Außenseite richtet sich immer an die Öffentlichkeit, ist Teil des öffentlichen Raums und schirmt ein funktionales Inneres ab. Von außen Andere, ganz leicht mit Farbe, schreiben den Namen frei hin, das symbolische Zeichen dessen was es nicht gibt, eines Alleinseins, das nicht gekerkert bleibt. Und im Stil der Buchstaben findet die Kunst am unerlaubten Ort statt. Werbeanlagen bis zu 0,50 Quadratmeter können vom Unternehmen ohne Genehmigung an der Fassade angebracht werden, solange sie nicht dem Straßenverkehrs-, Bau- und Wegerecht widersprechen. Die Fassaden sind nicht neutral, die Fassaden sind bunt und sprechen so viel. Stillos und respektlos stehen sie da und schreien uns an. Wird also das freie Beschriften einer Wand als gewalttätig verstanden, so kommt das daher, dass das Recht die Färbung der Wand mit der Zerstörung der Wand verbindet. Mit einer Kanonenkugel die Wand zum Privaten zu durchbrechen, gleicht dem Vorgang milimetertief Farbe in sie zu spritzen. Von drinnen sind die Färbungen nicht zu sehen, das eigentliche Private, das abgeschottete, ist in Frieden (ruhen) gelassen. Verwirrt ist nur der Markt der öffentlichen Aufmerksamkeit: Während die einen ihren Trieben folgen, und ihre Markierungen anbringen, kaufen die anderen Fläche und montieren von Hirnforschern und Psychologen optimierte – ihr habt die Wissenschaft verraten, euch gegen den Mensch gewandt – Texte und Bilder, die wiederum die Triebe ansprechen sollen, und eine Triebabfuhr im Massenkonsum, statt in der Einzelkreation bewirken sollen. Der Mensch soll sich nach Industrienorm reproduzieren, statt Künstler werden zu wollen.
(weiterlesen …)

Akay: “Rainbow Warrior” aus der Serie “Instrument of mass destruction”

Nach dem “Robo Rainbow” hat Akay jetzt den “Rainbow Warrior” entwickelt – das neue “Instrument of mass destruction (complicated technical solution to aide in simple acts of vandalism)”. Mehr zu Akay auch hier. Via

Sebastian Haslauer: “do as much damage as you can”

#7: “do as much damage as you can” – die neue Performance von Sebastian Haslauer, aus der Serie “Ways to feel better“. Via

Update: Mobstr

Neue Arbeit von Mobstr: “67.324 million pounds of tax money is spent each year cleaning up graffiti. Painting on walls is bad and leads to harder crime.”

EL SCHREIBT ÜBER GRAFFITI #3: “Mythos Writing”


Foto: Gif-Animation via, nach diesem Video

In unregelmässigen Abständen schreibt el für rebel:art eine Kolumne zum Thema Graffiti (#1: “Stylewriting und die globale soziale Plastik“; #2: “Alleine“):

Das Wort und die Buchstaben. Beim Schreiben der Buchstaben ging es schon auch um die Wörter, die sie bildeten. Aber die Wörter waren nicht als Begriffe gemeint, sondern als Namen, als Zeichen. Und oft eben um ein Name, der präsent sein sollte, in einem Milieu, in einer Stadt, überall. Einen Namen in die Stadt, an die Züge schreiben: ein Zeichen geben. Bei den Buchstaben der Ausdruck eines Stils. Sobald die Buchstaben zum Wort verschmolzen und von der zweiten Outline umrahmt sind, sind sie mehr als der Ausdruck des Stils: ein identitäres Produkt, es zeigt der Welt, X war hier.

Die Fähigkeit alles in einem besonderen Stil schreiben zu können. Auch Wildstyle, so schreiben, dass es nur noch Spezialisten entziffern können. Dann wirken die Bilder oft schon wie abstrakte Gemälde und werden vielleicht dementsprechend geschätzt. Oft von Passanten zu hören, dass eine hohe Anzahl an Farben geschätzt wird, was ungefähr so tiefgängig ist, wie einen Farbfilm mit einem Schwarzweißfilm zu vergleichen und als einziges Merkmal die Farbigkeit anzuführen. Eine andere Tendenz war Antistyle. Sich zwar in die Konkurrenz des Namen Hochbringens zu begeben, aber die Regeln zu brechen, so zu malen wie Anfänger malen: Toystyle (stilistisch nicht technisch). Schwer zu sagen, ob es mehr oder weniger gemocht wird. Es entschärft den Kampf im Graffiti, aber sieht vielleicht mehr wie Schmutz aus als die bunteren Sachen. Allerdings sind sie auch selten aggressiv. Es ist ein hin und her, wie auch in den ersten Jahren des Streetart Hypes es dieses hin-und-her mit kleinen banalen Grafiken und dagegen aufwändige Collagen, aber auch Installationen aus einfachen Elementen der Stadt und Readymades gab.

Die Selbstgeschichtsschreibung des Writings hat oft so angesetzt, dass Leute in NY Namen schrieben, sich dann auf die Buchstaben konzentrierten, Styles entwickelten, diese auf Zügen und Wänden probten, dies sich popularisierte. Da das wohl für Masse und Einzelfall zutrifft, ist es die plausible Geschichte des Writings. Dann gäbe es aber gar nicht mehr viel über sie zu schreiben, die Protagonisten feststellen, Datieren, Styles ordnen. Wurde schon zu viel gemacht.

Warum sollte das Writing von Einzelpersonen nichts mit Gangzeichen zu tun haben, die es schon vorher gab, warum sollte die Rebellion der Jugendlichen durch Buchstaben in NY nichts mit einer Bewegung der Jugendrebellion in Buchstaben (Lettristen) 20 Jahre vorher in Paris zu tun haben. Ich will keine Geschichtslinien konstruieren, das ist vielmehr das, was mich überhaupt gestört hat. Ich will vielmehr das Netz der Geschichte auswerfen, und sehen wie sich die Überlieferungen in ihr verfangen.

Einen breiteren Horizont der Geschichte anzulegen, das stilvolle Beschriften auf Lettrismus und Kalligrafie und vieles mehr zurückzubinden, wurde auch schon gemacht, und hier soll angeschlossen werden. Die Geburt des Writings ist dann Pop, der Mythos eine Affirmation des Banalen. Soll heißen, die Populärkultur fand eine Darstellung für die konkrete Erfahrung der Protagonisten. Heutige Entwicklungen des Writings weisen nicht nur nach vorne (in die Zukunft) über den Gründungsmythos hinaus, sondern auch nach hinten. Darum wird es in den nächsten Texten gehen.