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Tag Düsseldorf

Workshop: “AKADEMIE DER REBELLION” IN DÜSSELDORF


Die Werke der “Street-Art”-Studenten

Die Workshops:


The F-Bahn Widerstand” mit Partizaning


“Hacking the sound of the city” mit Jérome Fino


Dérive“-Spaziergang mit Alain Bieber


“Streets of Perception” & Spielen im Supermarkt mit Florian Rivière


Die Stadt ist ein Turnplatz: Parkour-Workshop mit Andi Wöhle und Fabian Haupt

Und so sehen glückliche Diplomanden aus:

Vom 28. Mai bis 1. Juni 2013 fand in Düsseldorf die von Emmanuel Mir & mir organisierte “Akademie der Rebellion” statt, im Rahmen der Ausstellung “Petites résistances – Rebellion als Kunstform“. Das Ziel der kostenlosen Akademie war es, Interessierte aus allen Horizonten mit einer Praxis der spielerischen und sinngebenden Aneignung des öffentlichen Raums zu konfrontieren. Anhand von Führungen, einfachen Übungen und gemeinsam realisierten Interventionen entdeckten sie eine andere, wenig beachtete Seite der Straße und werden dadurch sensibel für Phänomene und Zusammenhänge gemacht, die in der Regel als periphär gelten. Vermittelt wurden theoretische und praktische Grundlagen der Street-Art, subversive Techniken und Guerilla-Strategien der Postgraffiti-Bewegung. (Infos zum kompletten Programm auch hier.) Leider habe ich die Namen der Teilnehmer und die Titel der realisierten Werke nicht (schickt mir einfach eine Mail, dann ergänze ich den Beitrag bzw. cher Emmanuel, vielleicht kannst du mir die Namen mailen), die Bilder von den Workshops stammen von Christian Ahlborn. Fazit in aller Kürze: Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und es ist schön, die von Euch realisierten Arbeiten zu sehen – und ja, ich bin verdammt stolz auf Euch, ihr habt Euch Euer Diplom wahrlich verdient! Und vor allem hoffe ich, dass es nicht die einzige Arbeit im öffentlichen Raum bleibt, sondern, dass ihr fleißig weiter macht! Auf bald & der nächste Workshop kommt bestimmt! Und zwar schon ganz konkret am 4.-6.September 2013 während dem Cityleaks Festival in Köln, diesmal sind mit dabei The Wa, Brad Downey, Allan Gretzki, Katze & Krieg!

“Petites résistances – Rebellion als Kunstform” & “Akademie der Rebellion” in Düsseldorf

Nicht verpassen: In Düsseldorf beginnt der Frühsommer des Widerstandes!
Die Ausstellung: 1. Juni bis 13. Juli 2013, im Weltkunstzimmer, Düsseldorf:

“Die Ausstellung “Petites résistances – Rebellion als Kunstform” präsentiert 14 internationale Positionen, die auf subversiven Formen der Kunst basieren. Bei ihren Interventionen stehen die Künstler und Künstlergruppen der Ausstellung Brad Downey, Cheesecake Powerhouse, Jérome Fino, Fröhlich, Mladý, Simánek und Turner, Marlene Hausegger, Harmen de Hoop, Klara Lidén, Ann Messner, Anne Mommertz, Partizaning, Florian Rivière, Helmut Smits, The Wa und Yomango nah am politischen Aktivismus.

Die kleinen Widerstände von “Petites résistances” sind Ausdruck des individuellen Protestes und des zivilen Ungehorsams. Die Künstler stellen Aspekte des gesellschaftlichen Konsenses in Frage und leisten einen lokalen, bescheidenen, wenig auffallenden – und jedoch effizienten – Widerstand gegen Fremdbestimmung und Entfremdung. Wie Sandkörnchen im Getriebe der globalen politischen Maschinerie wehren sie sich gegen die Kommerzialisierung und die zunehmende Überwachung und Kontrollierung des öffentlichen Raumes.

Sie eignen sich die Stadt und die Straße wieder an und leiten deren rigide Funktionalität in einen neuen, spielerischen Zusammenhang ab. Durch direkte Eingriffe in das soziale Geschehen und eine hohe Sichtbarkeit (die “Werke” bestehen hier in temporären Interventionen, die auf der Straße stattfinden) wird die Relevanz einer individuellen Einschaltung in die aktuellen, gesellschaftlichen Diskussionen exemplarisch vorgeführt.

Dabei hegen die Künstler und Künstlergruppen nicht den Anspruch, eine Weltrevolution zu entfachen. Anders als die politische Kunst der 1970er- und frühen 1980er-Jahre, als gegen ganze Systeme gekämpft wurde, liegt der Einsatz von “Petites résistances” in einer dezentralen, subjektiven Bürgerbewegung von unten, in der die Welt neu gedacht und gemacht wird – mit spielerischen, humorvollen und zugleich entlarvenden Instrumenten.”

Die Akademie der Rebellion: 28. Mai bis 1. Juni

Das Ziel der kostenlosen Akademie ist es, Interessierte aus allen Horizonten mit einer Praxis der spielerischen und sinngebenden Aneignung des öffentlichen Raums zu konfrontieren. Mit Künstlern oder Theoretiker der Urban- und Street Art gehen die Teilnehmer auf die Straßen von Düsseldorf und erleben die Stadt anders! Anhand von Führungen, einfachen Übungen und gemeinsam realisierten Interventionen entdecken sie eine andere, wenig beachtete Seite der Straße und werden dadurch sensibel für Phänomene und Zusammenhänge gemacht, die in der Regel als periphär gelten. Vermittelt werden theoretische und praktische Grundlagen der Street-Art, subversive Techniken und Guerilla-Strategien der Postgraffiti-Bewegung. Die Akademie nimmt für 5 Tage die Form eines Workshops an. Es wird insgesamt neun verschiedene Module geben, die entweder einen theoretischen oder einen praktischen Schwerpunkt besitzen. Die Module können einzeln belegt werden. Der aktuelle Plan sieht so aus:

28. Mai

13 Uhr: Emmanuel Mir und Alain Bieber: Begrüßung und Programmvorstellung. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1 Std.)
14 Uhr: Alain Bieber: Politische Kunst im öffentlichen Raum. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1,5 Std.)
16 Uhr: Partizaning: Participatory Urban Replaning. Partizaning ist eine in Moskau basierte Künstler- und Aktivistengruppe, die den öffentlichen Raum als Austragungsort des politischen Diskurses versteht. Im Austausch mit den Workshop-Teilnehmern initiieren zwei Mitglieder der Gruppe eine Aktion in Düsseldorf. (PRAXIS, 3 Std.)

29. Mai

11 Uhr: Jérome Fino: Hacking the sound of the city. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Jérome Fino ist ein französischer Klang- und Videokünstler. In einer seiner bekanntesten Aktion, zweckentfremdet er Lautsprecher und tonproduzierende Geräte im öffentlichen Raum. Mit ihm gehen die Teilnehmer auf der Suche nach potenziellen Klangkörpern in die Stadt. (PRAXIS, 2-3 Std.)
16 Uhr: Klaus Rosskothen: Street Art in der Galerie. Ort: Galerie Pretty Portal, Brunnenstr. 12, 40223 Düsseldorf. Der Galerist gibt einen Einblick in die internationale und lokale Street Art-Szene, präsentiert einige Künstler aus seinem Programm und spricht von den Besonderheiten des Handels mit Street Art. (1,5 Std).

11 Uhr: Anne Mommertz: Um den heißen Brei. Ort: Düsseldorf Flingern und Oberbilk. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Die Künstlerin und Autorin führt sie durch die unbekannten Seiten zweier Stadtteile, die im Laufe ihrer Geschichte viele Umbrüche erlebt haben. Dabei kommen völlig neue Aspekte dieser populären Stadtteile zum Vorschein. (1,5-2 Std.)
15 Uhr: Alain Bieber: Dérive: Zur Praxis des Herumschweifens. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Der Kurator und Autor Alain Bieber reaktiviert eine situationistische “Technik” des urbanen Umherschweifens, bei der, anhand von einfachen Übungen, die Stadt ganz neu wahrgenommen und erlebt wird. (PRAXIS, 2-3 Std.)

31. Mai

11 Uhr: Florian Rivière: Die Stadt ist ein Spielplatz. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Mit dem Künstler und Urban Hacktivist Rivière, der Gegenstände im öffentlichen Raum zweckentfremdet um dessen spielerisches Potenzial zu Tage zu fordern, gehen Sie durch die Straßen der Stadt und spielen mit vorgefundenen Objekte und Situationen. (PRAXIS, 2-3 Std.)
16 Uhr: Andi Wöhle und Fabian Haupt: Die Stadt ist ein Turnplatz. Ort: N.N. Die Parkour-Sportart ist eine neue Bewegungsform im urbanen Raum, die keine Hindernisse kennt und Mauern, Fassaden oder Rampen als Möglichkeiten des akrobatischen Fortkommens betrachtet. Hier wird die Stadt körperlich erfahren. Die Werkstatt ist eine Einführung in die Kunst des Parkours. (PRAXIS, 3 Std.).

1. Juni

11 Uhr: Emmanuel Mir: Führung durch die Ausstellung Petites résistances. Exklusive Preview! Wenige Stunden vor ihrer Eröffnung gewährt der Kunstwissenschaftler und Kurator der Ausstellung einen Blick hinter den Kulissen.
13 Uhr: Gemeinsamer Besuch der Interventionen. Die Interventionen oder Performances, die während den Praxis-Werkstätten stattgefunden haben, werden im Plenum besucht und besprochen. Aufs Fahrrad und ab durch die Stadt!
17 Uhr: Diplomverleihung und Hängung der Dokumentationen. Siehe unten.

Teilnahmebedingungen

Ermöglicht durch die Hans Peter Zimmer Stiftung, ist der Workshop kostenlos. Es sind keine Vorkenntnisse erfolrderlich. Die Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein und sich bereit erklären, die volle Verantwortung für ihre Interventionen im öffentlichen Raum zu übernehmen. Die Teilnehmer sind für ihre Verpflegung zuständig! Anmeldung: Bitte schicken Sie eine Anmeldungsmail an: emmanuelmir1@googlemail.com und geben Sie folgende Daten durch: Vorname und Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse und Mobilnummer und welche Module Sie belegen möchten.”

Ökkes Yildirim: Gitarren-Straße in Düsseldorf

“Pünktlich zum Frühlingsanfang und zu den ersten Sonnenscheinen hat Herr Ökkes Yildirim, seinerzeit Besitzer des Büdchens an der Ecke Flügelstraße/Linienstraße und glücklicher Oberbilker, die Straße zu einem surrealistischen Schauplatz verwandelt. Geschätz 200 Gitarren hat er an die Bäume gehängt – bis Anfang April verzaubern sie den Himmel über der Flügelstraße.” Mehr hier, via: Mail, danke Florian!

Freiraum für Bewegung: Pinke Quadratmeter in Düsseldorf

Es gibt eine neue Aktion von i furiosi (Freiraum für Bewegung | Düsseldorf). Nach den pinken Bänken, jetzt pinke “Quadratmeter” – Preis 4203 Euro. Der m2-Preis für die neuen Luxuswohnungen der Immobilienfirma Ralf Schmitz: “Flingern ist hip. Heute feiern sich die trendigen Szeneläden dort erneut selbst. Wir sind dabei und werden Flugblätter und pinke Soli-Aufkleber verteilen, um auf den Luxusbau der Immobilienfirma Ralf Schmitz (“Unter den Linden”) aufmerksam zu machen. An Stelle des abgerissenen Bunkers an der Lindenstrasse werden dort im Moment Luxuswohnungen gebaut, die bis zu 1,5 Millionen Euro kosten werden. Dieses Projekt wird zu einer Verteuerung der umliegenden Mietwohnungen führen. Schon heute liegen die Neumieten in Flingern weit über dem Durchschnitt in Düsseldorf, so dass sich selbst die InhaberInnen der Szeneläden immer seltener die Laden-, wie auch die Wohnungsmieten leisten können. Wir wollen mit der Flugblattverteilung auf die schleichende Gentrifizierung Flingerns aufmerksam machen, die schon heute nicht mehr zu übersehen ist und gegen Projekte, wie sie in der Lindenstrasse entstehen, protestieren. Bereits im Vorfeld sind Sprüh- und Plakataktionen aufgefallen, die sich in den pinken Protest einreihen. So wurden rund 20 pinke “Quadratmeter” auf den Boden rund um das Neubauprojekt gesprüht, um auf die steigenden Preise und damit die Selektion der BewohnerInnen aufmerksam zu machen.” Via: Mail, danke Thorsten!

Barto: “Hartz 4 Notfall Terminal”

“Ich habe eine kleine Installation vor der Düsseldorfer Bundesagentur für Arbeit montiert, wer sich beeilt, kann diese vielleicht noch vor Ort sehen”, schreibt Barto. Auf dem “Hartz 4 Notfall Terminal” steht: “Nur im Fall akuter Armut öffnen. Enthält hygienisch verpackte Basisutensilien des täglichen Lebens. Bei höheren Ansprüchen kontaktieren Sie bitte Ihren Berater in der Bundesagentur für Arbeit! Wenn Sie zu viel Geld haben und es sinnvoll investieren möchten, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die Glaubensgemeinschaft Heiliger Schein! Das “Hartz 4 Notfall Terminal” soll niemanden diskriminieren, sondern auf Missstände in der Gesellschaft hinweisen! Es dient dazu, auf die Arroganz von Besserverdienenden aufmerksam zu machen und zugleich an die Werte der Solidargemeinschaft zu erinnern.” Via: Mail, danke!

Aljoscha: B-Meeting in Düsseldorf

Neue Bioism-Kreaturen von Aljoscha am Pappelwäldchen in Düsseldorf. Via: Mail

Düsseldorf: Freiräume für Bewegung

In Düsseldorf fomiert sich eine “Recht auf Stadt“-Bewegung, stellt symbolisch an verschiedenen Orten in der Stadt pinke Bänke auf, meldet Leerstände, vernetzt die freie Kulturszene – und hat auch schon ein eigenes Manifest: “Wir haben es satt, in unserem kreativen Handeln behindert zu werden! Düsseldorf ist nicht nur die Stadt der Reichen, der Kö-ModedesignerInnen und der finanzkräftigen Investoren. Düsseldorf ist unsere Stadt – die Stadt von denen, die hier leben; von alternativen KünstlerInnen; von Menschen, die ihre Kultur und ihr Leben selber gestalten; von Personen, die selbstbestimmt sein und arbeiten wollen! Der Handel freut sich über die Massen an Touristen und die Stadt zählt die Gewerbesteuereinnahmen – während wir für unser Recht auf Selbstverwirklichung und um das Überleben unserer Freiräume kämpfen müssen. Aber es ist unsere Stadt!” Via: Mail, danke Florian!

Aljoscha: Biosm in Düsseldorf

Neue Bioism-Aktion von Aljoscha in Düsseldorf: “04.04.2010: Martin-Luther-Platz, Düsseldorf. bioism creature meets blacksmith with his pupil: we “will use artificial molecules to reproduce emergent behaviour from natural biology, with the goal of creating artificial life or seek interchangeable biological parts to assemble them into devices and systems that function in a manner not found in nature”ˆ. from homo faber to homo creator!” Außerdem gibt’s auch eine Ausstellung: “bioism aims to spread new and endless forms of life throughout the universe”, ab 16. April, ARTUNITED, Garnisongasse 11/12, Eingang Rotenhausgasse 10, Wien. Via: Mail