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Tag Berlin

Lukas Lehmann: “kunst = kapital”


Foto: Aljoscha Redenius

“kunst = kapital”: Neue Intervention von Lukas Lehmann im Hamburger Bahnhof, Berlin. Diese roten “Verkauft”-Punkte sieht man (bisher) vor allem bei Kunstmessen… Via: Mail

Tobias Leingruber: “Social ID Bureau” in Berlin

Das neue Projekt von Tobias Leingruber – der Facebook-Personalausweis. Mehr Bilder hier, das Video-Interview hier. “Online identifizieren wir uns fast nur noch über unser Facebook-Profil. Durch Dienste wie Facebook-Connect und den “Like”-Button färbt sich das Internet langsam aber sicher dunkelblau. Der deutsche Medienkünstler Tobias Leingruber greift dieses Phänomen auf und bringt es aus der virtuellen Sphäre in den realen Raum: Die Social Network ID Card. Wozu braucht man dann eigentlich noch einen Personalausweis? Im Berliner Projektraum “Supermarkt” organisierte er das Social ID Bureau. Eigentlich sollte es ja Facebook Bureau heißen, aber das fand die Rechtsabteilung von Marc Zuckerberg nicht so toll.” Via: AC

Fynn & Fede: “bungeeberlin”

Gefunden in Berlin von Fynn & Fede. Via: Mail

BR1: “Ads are destroying our critical thinking”

Neue Arbeit von BR1 in Berlin: “advertisment confuse every day our choises exalting qualities that doesn’t exist and crating a sort of shame world. today, in a moment of financial insecurity, we must discover the real value and authenticity of what we have and we need.” Via: Mail, grazie!

Various & Gould: “Trojaner”

“Trojaner”, die neue Installation von Various & Gould (mit Hilfe von Bronco und Studio Nura), Berlin 03/2012: “Es handelt sich um einen sehr reduzierten Pferdekopf, den wir aus Latten und Pappe zusammengebaut haben. Diesen Kopf haben wir an einer bereits vorhandenen Holzverschalung angebracht, mit der ein altes Steintor vor Frostschäden geschützt werden soll. Die Box hat uns mit ihrer eigentümlichen, kubischen Form dazu inspiriert, sie in ein Trojanischen Pferd zu verwandeln.” Via: Mail, thx! Und hier noch die Vorher/Vorbereitungsbilder:

Peter Pink: Protest Potatoes

Protestierende Kartoffeln vor McDonald’s in Berlin-Neukölln. Bis eine Mitarbeiterin raus kam und die Kartoffeln wegfegte (Kommentar: “Das geht hier nicht, mit den Kartoffeln”). Via/Via

Update: Stiftung Freizeit

Eisgirlanden, Eismalerei und gefrorene Kleidung: Ja, es ist noch immer eiskalt in Berlin. Neue Arbeiten der Stiftung Freizeit.

Berlin: “Russenkälte”

“Pulli”-Adding: Es ist kalt in Berlin. Via

Watchlist: p.t.t.red – paint the town red


“Ursa in Orbit”: “Am 15./16. Juli 1993 wanderte p.t.t.red in zwei Bärenkostümen durch den Nationalpark Berchtesgaden in Richtung alte Bärengründe am Funtensee westlich vom Watzmann. Die Begegnung im Wimbachgriestal mit Wanderern war unvermeidlich und stieß bekanntlich auf große Aufregung (s. z. B. AZeitu. München Juli 1993). Am 20.5.2006 wurde die Fiktion zur traurigen Realität, als der Bär Bruno das erste Mal Bayern betrat und am 26.6.2006 im Rotwandgebirge abgeschossen wurde.”


“Der Berg und die Maschine”: “Die aktion begann im oktober ’89 mit einer expedition zur zugspitze, dem höchsten berg deutschlands. dort wurde der berggipfel bearbeitet und abgetragen. die derzeitige zugspitze von 2963 m verschwand. das Gipfelgestein wurde nach berlin zur maschine gebracht und darin in einem sechs- wöchigen prozess zerkleinert und zermalmt.”


“wall street – moneyfield new york”: “Im September 1995 klebte p.t.t.red an verschiedenen Stellen der Wall Street, vor den Banken und dem Börsenplatz mit Sekundenkleber einhundert Quarter Dollarmünzen auf der Straße fest. Mittels einer Polaroidkamera wurde dokumentiert, wie Banker, Broker und andere Passanten versuchten, sich dieses Geld buchstäblich “unter den Nagel zu reißen”. Erst nach drei Tagen gelang es einem homeless person, das Geld mit Hammer und Meißel von der Wall Street zu schlagen. Nach einigen Tagen wurden Fotos mit den vergeblichen Versuchen der Geldnahme am Tatort ausgehängt.”


“”Die Einsiedlerbibliothek” befand sich in einer Hütte am Steinjoch auf 2100m und war vom Brennerpass aus über eine steil ansteigende Wanderung (800 Höhenmeter) zu erreichen. Sie war mit dem Nötigsten für eine Person ausgestattet: Liege, Ofen, Stuhl, Tisch, Kerzen und einer hundertbändigen Buchauswahl von 22 Schriftstellern, Philosophen und Wissenschaftlern. Die Hütte war von 1997 bis 1999 vom 10. Juli bis Ende September zugänglich. Der Schlüssel mit der Wegbeschreibung konnte in der Bahnhofsbar auf dem Gleis 6 des Bahnhofs Brenner-Ort abgeholt werden. Die Benutzung und Übernachtung war frei.”


“projekt statue of liberty”: “In der Nacht zum 25.6.96 erstrahlte die Freiheitsstatue vor den Toren New Yorks durch die Aktion von p.t.t.red im roten Licht. Sechsundfünfzig Richtscheinwerfer wurden durch die gleiche Anzahl roter Filterplatten in rotes Licht umgefiltert, die auf die vorhandenen Lichtschächte rings um die Freiheitsstatue aufgelegt wurden. Dies blieb vor dem Sicherheits- und Wachpersonal der Insel, die den Status eines Nationalparks hat, bis zum frühen Morgen unbemerkt. Nach 14 tägiger Beobachtung des Sicherheitssystems der Freiheitsstatue bot sich p.t.t.red eine Zeitspanne von nur 15 Min, um die Filterplatten an den vormarkierten Orten zu platzieren. Um vor Touristen nicht verdächtig zu erscheinen oder unliebsamen Fragen ausgesetzt zu sein, verkleidete sich p.t.t.red als offizielles Sicherheitspersonal. Nach der Aktion drängte das Wachpersonal die Besucher zur letzten Fähre nach Manhattan, ohne die Veränderung auf der Insel zu bemerken. Erst in den späten Dämmerungsstunden verwirklichte sich die Verwandlung: Die Freiheitsstatue war in rotes Licht getaucht.”


“stadtraumaktion teilimaginäres system berlin”: “1988 wurden Schienenfragmente der Straßenbahn, die vor dem Zusammenbruch und Teilung Berlins ein dichtes Schienennetz bildeten, zu einem “teilimaginären system” herausgearbeitet und wieder in Erscheinung gesetzt. An der Adalbert- und Waldemar Straße wo die Schienenfragmente unter der Berliner Mauer verschwanden und an der Dresdenerstraße wo noch Schienenteile im Westteil der Stadt vorhanden waren, wurde jeweils eins von den vier parallel verlaufenen Fragmenten in seiner ganzen Länge vom Rost befreit und auf Hochglanz poliert. Als p.t.t.red im Ostteil der Stadt den Schienenverlauf jenseits der Mauer dokumentieren wollte, wurden die beiden Künstler von Sicherheitsposten kurzfristig festgehalten, um das mitgeführte Filmmaterial zu vernichten.”


“stadtrauminstallation goldener schnitt durch berlin”: “1988 wurde über das geteilte Berlin eine ästhetische Teilung über den Stadtraum gezogen. An fünf Profanbauten wurden jeweils Stahlbauelemente, auf einer exakten Linie auf dem Goldenen Schnitt, vergoldet.”


“berlin – ernst reuter platz eissurfing”, 1989

p.t.t.red (paint the town red) war ein deutsches Künstlerduo, bestehend aus Stefan Micheel („st.eel“) und Hans Hs Winkler. Das Aktions- und Installationskünstlerpaar war von 1988 bis 2001 in Berlin und anderen Orten aktiv. Mehr bei Wiki, danke für die Info, Gould!

Damals in Berlin…

“Dieses Transparent hing gestern Nacht und auch heute noch an den Yorckbrücken in Berlin, und überall drumrum hingen diese Plakate. Schicke euch Bilder davon im Anhang in dieser und der nächsten Mail. Weiß nicht von wem sie kamen, aber finde es klasse. Yeah!”, schreibt Liselotte, yes, yeah & danke!