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“Erection Perfection”: Ein ziemlich geiles Buch

Hab vor kurzem das Duo Endboss Projects (welch großartiger Name!) aus Hannover kennengelernt, die von Skatepark-Projekten bis zum Verlegen von Porno-Literatur so ziemlich viel geiles Zeugs machen. “Erection Perfection” heißt jetzt der erste Erguss: “Eine gewagt gnadenlose, Postfeminismus zurückschlagende Porno-Parodie aus exzellenten Kurzgeschichten. Ein fulminantes Fass der proletischen Romantik wird angestochen und bis auf den letzten Tropfen ausgekostet. So stupide, wie auch filigran. Fürchterlich roh, widerlich und doch zum totlachen.” Kleine Kostprobe: “Es roch nach Pisse und tiefreichender Verzweiflung. Wegen des omnipräsenten Gelbstiches der einst weißen Fliesen, dachte ich unweigerlich an einen alten Freund. Er war ein solcher Natursektfanatiker, dass sich nach all den Jahren schon Urinstein auf seinen Zähnen abgelagert hatte. Sein Lächeln war eine fulminante Anspielung auf die Sonne.” Mehr gibt´s für 12 Euro hier.

Schund: “Golden Boy”

Die Berliner Schund Crew hat ne tolle Skateboard-Doku gedreht – mein klarer Favorit: Die goldene Schubkarre!

#IHAVECONTACTS: Gewinnt 5 x das Buch “Contacts”

#IHAVECONTACTS: Was würdet ihr tun, wenn ihr alle Kontakte hättet? Wen würdet ihr anrufen? Und was würdet ihr fragen? Schreibt es innerhalb einer Woche in die Kommentare (Deadline ist Di, 25.11, 00:00 Uhr) – die fünf lustigsten, schönsten, ehrlichsten, poetischsten, verrücktesten Begründungen bekommen je ein Exemplar von “Contacts“.

UPDATE 27.11: Und die 5 6 Gewinner sind Carina, einmal, sarah, Robin, Philipp & soup! Herzlichen Glückwunsch – und mailt mir mal Bilder/Videos, wenn ihr eine Aktion mit den Kontakten gemacht habt.

Das kleine Büchlein aus dem Leipziger Verlag International Neighborhood hat Hunderte Visitenkarten aus den Bereichen Kunst, Kultur, Medien und Politik abgedruckt: 85 mal 45 Millimeter Macht. Visitenkarten sind Statusobjekte, dienen der Identifikation mit dem Unternehmen und bilden auch immer Hierarchien ab. Einst dienten sie als Besuchskarten. Man gab sie dem Diener, der sie dann an den Hausherrn weiterreichte. In Japan werden sie noch heute mit einer ehrfürchtigen Verbeugung übergeben. Im Mittelalter gab es Orden, später Zünfte und Studentenvereinigungen. Heute gibt es Gewerkschaften, Berufsverbände und soziale Netzwerke wie Xing, Facebook oder LinkedIn. Die richtigen Kontakte sind Karriere-Beschleuniger und Türöffner. Und gerade in der Politik, Kunst-, Kultur- und Medienbranche bleiben die Türen ohne Kontakte oft verschlossen.

Brad Downey: “Nightstick”

Brad Downey hat zusammen mit dem belgischen Case Studyo ein wunderbares Schlagstock-Multiple hergestellt: “In this age, iconic police weapons overtake the people and media relentlessly. Brad Downey, now more than ever before, wishes to requite the power of the people. In this limited edition, the rubber sculpture symbolically takes the power away from the weapon, and those behind it. With humorous undertones, the police baton transforms into a flaccid version of itself.” Via: Mail

Various & Gould: “#WitchHunt”


Fotos: Just

#WitchHunt: “Für ihre neue Serie von Plakaten haben Various & Gould eine Auswahl bekannter, lebender und unangepasster Menschen porträtiert, die bei kontroversen Gesellschaftsthemen als Grenzgänger_innen und Vorreiter_ innen agieren: Marina Abramović, Mae Azango, Ameneh Bahrami, Antony Hegarty, Le1f, Yoko Ono, Nawal El Saadawi, Edward Snowden, Aung San Suu Kyi, Nadezhda Tolokonnikova, Anne Wizorek, Lana Wachowski und Malala Yousafzai. Außerdem installiert das Berliner Künstler-Duo in verschiedenen Städten temporär eine sogenannte #WitchHunt. Diese Hexenjagd ist nicht als Hetzjagd, sondern eher als interaktive Schnitzeljagd zu verstehen, bei der man sich auf die Suche nach Portrait-Plakaten begibt, die mit QR-Codes versehen sind. Durch Texte und Audiotracks erfährt man, wo sich das nächste Plakat befindet, und kann dabei mehr über das Leben einer Reihe spannender Menschen erfahren!” Via: Mail

GEC & BR1: “Hay and asphalt”

Warum liegt hier überhaupt Stroh rum? Schöne neue Kooperation zwischen GEC und BR1 in Turin. “An unauthorized intervention in which the two artists go through the streets of the area “Barriera di Milano”, pushing a bale of hay and dodging pedestrians and cars. The action will end with the final occupation of a car park. The forcefulness of the performance lies in its different reading keys, sometimes romantic, sometimes humorous. More or less consciously, various issues about current events are touched: from the relationship between natural and artificial landscapes, to the unbridled resources consumption in urban centers; from the different uses of the public soil to the rediscovery of the rural area, seen as an individual resistance to the depersonalizing pressure of the global economy.” Eine ähnliche Performance hat vor einigen Jahren einmal der deutsche Künstler Eric Pries realisiert. Via: Mail

Indie-Kultur im Abo: Jetzt die KULTUR.BOX unterstützen!

“In ganz Deutschland, in jedem Bundesland, gibt es großartige Indie-Labels, unabhängige Verlage und Vereine, in denen Künstler, Filmemacher, Illustratoren, Designer und Musiker mit viel Herzblut und Leidenschaft großartige Kulturgüter produzieren – von denen du wahrscheinlich noch nie etwas gehört hast. Weil Monopolisten die Vertriebskanäle dominieren, weil diese Inhalte extrem selten in den großen Mainstream-Medien besprochen werden und weil du auch einfach keine Zeit hast, um im Netz nach diesen Perlen zu suchen. Deshalb gibt es jetzt die KULTUR.BOX – einmal pro Quartal bekommst du liebevoll ausgewählte, unabhängige Kulturprodukte bequem per Post nach Hause geliefert.” Das Projekt ist gerade Kreativ- und Kulturpilot 2014 geworden, hat jetzt eine Startnext-Kampagne gestartet und braucht jetzt Euch – damit’s auch wirklich realisiert werden kann!

Watchlist: Bart Eysink Smeets


“Caution”, 2014

Bart Eysink Smeets, Künstler, Designer und Art Director bei Kesselskramer, hat ein paar Skulpturen in den niederländischen Städten Eindhoven und Boxtel (Local Heroes Boxtel) zurückgelassen. “”As a child I already had fantasies about roadsigns when I was riding my bicycle.” Now, part of the grown-up-world himself, Bart Eysink Smeets misses the free associating. The naive, objective thinking. “Caution” is trying to question the viewer to look at the every-day things in a new way, but now with a childisch objectivity.” Via: Mail, thx!

Eine Stadt und 27 Künstler: Local Heroes Boxtel


Liede Hofstee: “Afvaldroom”


Dagmar de Kok: “Weed”

Wunderbares Ausstellungsprojekt mit einigen richtig, richtig guten Arbeiten: “Local Heroes Boxtel“, kuratiert von Jules van den Langenberg. An einem Sonntag (25. Mai 2014) installierten 27 Künstler und Designer ihre ortsspezifischen Werke in der niederländischen Kleinstadt Boxtel.

Yolanda Domínguez: “Gallery”

Self-Hacking: Die spanische Künstlerin Yolanda Domínguez stellt ihr Smartphone mit ihren privaten Bildern aus: “The project “Gallery” deals on the public spreading of intimate images of female celebrities (actresses, models, politicians, athletes…). The show contain a single art piece: the artist’s smartphone displayed in the gallery space, allowing the visitor to freely access her private photo-gallery, which will be only visible through the device. With this experience the artist gives the spectator the chance to decide whether to have a look or not, suggesting some issues like the vulnerability we are exposed to by using mobile devices, the constant exposure of the woman’s body in the media or the market that these images generate.” Vgl. auch “iPhone live” von Johannes P Osterhoff. Via: Mail