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Various & Gould: “#WitchHunt”


Fotos: Just

#WitchHunt: “Für ihre neue Serie von Plakaten haben Various & Gould eine Auswahl bekannter, lebender und unangepasster Menschen porträtiert, die bei kontroversen Gesellschaftsthemen als Grenzgänger_innen und Vorreiter_ innen agieren: Marina Abramović, Mae Azango, Ameneh Bahrami, Antony Hegarty, Le1f, Yoko Ono, Nawal El Saadawi, Edward Snowden, Aung San Suu Kyi, Nadezhda Tolokonnikova, Anne Wizorek, Lana Wachowski und Malala Yousafzai. Außerdem installiert das Berliner Künstler-Duo in verschiedenen Städten temporär eine sogenannte #WitchHunt. Diese Hexenjagd ist nicht als Hetzjagd, sondern eher als interaktive Schnitzeljagd zu verstehen, bei der man sich auf die Suche nach Portrait-Plakaten begibt, die mit QR-Codes versehen sind. Durch Texte und Audiotracks erfährt man, wo sich das nächste Plakat befindet, und kann dabei mehr über das Leben einer Reihe spannender Menschen erfahren!” Via: Mail

GEC & BR1: “Hay and asphalt”

Warum liegt hier überhaupt Stroh rum? Schöne neue Kooperation zwischen GEC und BR1 in Turin. “An unauthorized intervention in which the two artists go through the streets of the area “Barriera di Milano”, pushing a bale of hay and dodging pedestrians and cars. The action will end with the final occupation of a car park. The forcefulness of the performance lies in its different reading keys, sometimes romantic, sometimes humorous. More or less consciously, various issues about current events are touched: from the relationship between natural and artificial landscapes, to the unbridled resources consumption in urban centers; from the different uses of the public soil to the rediscovery of the rural area, seen as an individual resistance to the depersonalizing pressure of the global economy.” Eine ähnliche Performance hat vor einigen Jahren einmal der deutsche Künstler Eric Pries realisiert. Via: Mail

Indie-Kultur im Abo: Jetzt die KULTUR.BOX unterstützen!

“In ganz Deutschland, in jedem Bundesland, gibt es großartige Indie-Labels, unabhängige Verlage und Vereine, in denen Künstler, Filmemacher, Illustratoren, Designer und Musiker mit viel Herzblut und Leidenschaft großartige Kulturgüter produzieren – von denen du wahrscheinlich noch nie etwas gehört hast. Weil Monopolisten die Vertriebskanäle dominieren, weil diese Inhalte extrem selten in den großen Mainstream-Medien besprochen werden und weil du auch einfach keine Zeit hast, um im Netz nach diesen Perlen zu suchen. Deshalb gibt es jetzt die KULTUR.BOX – einmal pro Quartal bekommst du liebevoll ausgewählte, unabhängige Kulturprodukte bequem per Post nach Hause geliefert.” Das Projekt ist gerade Kreativ- und Kulturpilot 2014 geworden, hat jetzt eine Startnext-Kampagne gestartet und braucht jetzt Euch – damit’s auch wirklich realisiert werden kann!

Watchlist: Bart Eysink Smeets


“Caution”, 2014

Bart Eysink Smeets, Künstler, Designer und Art Director bei Kesselskramer, hat ein paar Skulpturen in den niederländischen Städten Eindhoven und Boxtel (Local Heroes Boxtel) zurückgelassen. “”As a child I already had fantasies about roadsigns when I was riding my bicycle.” Now, part of the grown-up-world himself, Bart Eysink Smeets misses the free associating. The naive, objective thinking. “Caution” is trying to question the viewer to look at the every-day things in a new way, but now with a childisch objectivity.” Via: Mail, thx!

Eine Stadt und 27 Künstler: Local Heroes Boxtel


Liede Hofstee: “Afvaldroom”


Dagmar de Kok: “Weed”

Wunderbares Ausstellungsprojekt mit einigen richtig, richtig guten Arbeiten: “Local Heroes Boxtel“, kuratiert von Jules van den Langenberg. An einem Sonntag (25. Mai 2014) installierten 27 Künstler und Designer ihre ortsspezifischen Werke in der niederländischen Kleinstadt Boxtel.

Yolanda Domínguez: “Gallery”

Self-Hacking: Die spanische Künstlerin Yolanda Domínguez stellt ihr Smartphone mit ihren privaten Bildern aus: “The project “Gallery” deals on the public spreading of intimate images of female celebrities (actresses, models, politicians, athletes…). The show contain a single art piece: the artist’s smartphone displayed in the gallery space, allowing the visitor to freely access her private photo-gallery, which will be only visible through the device. With this experience the artist gives the spectator the chance to decide whether to have a look or not, suggesting some issues like the vulnerability we are exposed to by using mobile devices, the constant exposure of the woman’s body in the media or the market that these images generate.” Vgl. auch “iPhone live” von Johannes P Osterhoff. Via: Mail

Popel-Performance von Guildor: “Nose Rape”

Eine ziemlich popelige Intervention: Die neue Arbeit des italienischen Künstlers Guildor. “Nose Rape. “This work deals with the dynamics of dominance occurring between people, and it shows the reactions to an act of psychological and physical violence.” Via: Mail

Zeitungsmädchen aller Länder, vereinigt euch: Papergirlworld

“Es ist vollbracht, Papergirlworld ist online! Acht Jahre nachdem das Papergirl-Projekt, bei dem Kunst vom Fahrrad aus an zufällige Passanten verteilt wird, in Berlin durch Aisha Ronniger ins Leben gerufen wurde, gibt es so viele Schwester-Projekte weltweit, dass es einem globalen Movement gleicht. Diese Plattform soll der Papergirl Community ein gemeinsames Dach bieten und allen Fans einen Überblick über internationale Aktivitäten geben. Die Webseite richtet sich sowohl an Leute die Papergirl weltweit organisieren oder initiieren wollen als auch an interessierte Fans und Leute die an einem Projekt teilnehmen oder Kunst einreichen wollen.” Via: Mail

Und sonst so? : 25. 10. 2014


Gec/Elfo: “Pegasus”, 2014

* Die Space Hijackers lösen sich auf – ein Nachruf

* “The Octopus in Love“: Die Kunst als Riesenkrake

* “No Ad“: Smartphone App, die Werbung in der Stadt durch Kunst ersetzt

* Ausstellung: “Memories of places I have never been” von Erosie in der Düsseldorfer Galerie Ninasagt (Vernissage 8.11.2014, 19 Uhr; Ausstellungsdauer 9.11. bis 6.12.2014).

* Tolles Transmedia-Projekt im öffentlichen Raum von Mauro Simone: “Bei diesem Film handelt es sich um Googlemaps Routen die mit Markern hinterlegt sind, auf denen findet ihr dann kleine Hörspiele, Filme oder Gesprächsausschnitte. Um die jeweiligen Ausschnitte anschauen zu können sollte man vor Ort sein. Insgesamt gibt es 10 kleine Geschichten die sich überschneiden und an diesen Punkten Euch die Möglichkeit geben die Geschichten zu wechseln. Die Geschichten beschäftigen sich mit der Stadt im Allgemeinen und um jene Menschen die dort leben. Jede Geschichte hat ihren eigenen Rhythmus. Einmal folgt man einem Charakter in sein Alltagsleben, ein andermal geht es um Erinnerung, Träume oder Vorstellungen der jeweiligen Charaktere.”

* Ein Computerspiel mit Konsequenzen IRL: Viridis. “At the intersection of video game, agriculture and the economy. By participating in the game, you gain access to community management of an actual farm of spirulina.”

* Buchtipp: “#artselfie” von DIS, erschienen bei Jean Boite Editions.

* Like: Translokales Rundfunkorchester: TRFO ist ein Ensemble für manipulierte Radios, die über selbstgebaute Controller-Schnittstellen in ein Computer-Netzwerk integriert sind. Danke, Moritz!

* Nur wer lacht, muss zahlen: Ein Comedy Club in Barcelona macht die Höhe des Eintrittspreises vom Lachen des Zuschauers abhängig. Ein Tablet zeichnet auf, wie sehr er die Show genossen hat.

* Tilde.Club: Was wir von einem Retro-Netzwerk lernen können

* The Great Wall of Memes. Merci, Laurence!

* Love, Sex & Graffiti: der Graffiti-Spielfilm “Prague Cans/Prague Graffiti“.

Buchtipp: “Reclaim Your City – Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins”

Neues Buch über “Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins” von Tobias Morawski, Mitarbeiter des Graffiti-Archivs im Archiv der Jugendkulturen e.V. Berlin, gerade erschienen beim Verlag Assoziation A:

“Steigende Mieten, Privatisierung öffentlicher Flächen, Gentrifizierung und Verdrängung aus der Innenstadt sind die Folgen einer neoliberalen Stadtentwicklung, die zunehmend in den Fokus der Kritik gerückt ist. “Reclaim Your City” gibt den urbanen Protestbewegungen eine Stimme, die sich mit unterschiedlichen Methoden den öffentlichen Raum aneignen und ein Recht auf Stadt für alle reklamieren. Mittel sind physische Aneignungen wie Haus- und Platzbesetzungen, Blockaden von Bauvorhaben oder Zwangsräumungen, aber auch Demonstrationen und Verfremdung von Werbung, kritische Kartierung und Erstellung von Leerstandsmeldern. Das Buch erläutert die Strategien der Raumaneignung dieser Bewegungen und fragt danach, wie sich KünstlerInnen und GestalterInnen in der Stadtpolitik positionieren. Anhand des Beispiels Berlin liefert das Buch einen repräsentativen Querschnitt durch die emanzipatorischen städtischen Bewegungen der aktuellen Zeit. Es beschreibt den Wandel der Städte im Neoliberalismus und stellt die Auseinandersetzungen um Macht und Teilhabe am städtischen Raum dar. Es schlägt die bildliche und inhaltliche Brücke zwischen Mietprotesten, Nachbarschaftsgärten, Graffiti-Kultur und den Aufständen illegalisierter MigrantInnen.”

Ein Release-Event findet am Do, 13.11. ab 20Uhr im k-fetisch, Berlin-Neukölln statt.” Via: Mail, thx!