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OH! – Das Videomagazin

OH! Yes! Über ein Jahr haben wir an dem Konzept gebastelt, KĂĽnstler auf der ganzen Welt kontaktiert und sie ĂĽberredet uns ihre Arbeiten zu schicken. Wir haben Grafikern schlaflose Nächte bereitet und Programmierer mit SonderwĂĽnschen fast wahnsinnig gemacht. Jetzt ist OH! – Das internationale Videomagazin endlich online und wartet auf Eure Klicks! Zwar erst in einer Beta-Version (noch funktioniert die Share-Funktion und das News-Blog nicht), aber das werden wir in dieser Woche auch noch “nachbessern”.

Aber langsam, langsam: Was soll OH! eigentlich sein?

OH! ist das erste, internationale Online-Videomagazin. OH! ist Experimentierfeld, provokativer Sprengsatz und virtuelle Cinématheque. Ein Magazin für visuelle Kultur, abseits von Produktbotschaften, Schleichwerbung oder Zensur. OH! ist unabhängig, kein Thema ist uns zu brenzlig und kein Video zu verrückt. Und Filme vorschlagen oder einschicken kann jeder!

Und wie ist die Idee entstanden?

Wir lieben Filme. Leidenschaftliche Filme. Und mutige, radikale, überraschende, gefährliche, revolutionäre Filme. Filme, die ein OH! im Kopf auslösen und sich dort einbrennen. Filme über die man lacht und weint und nachdenkt. Filme in denen Herzblut steckt, und keine halbe Million. Nur wo sind diese Filme? Die Videoplattformen im Netz zeigen Millionen Videos und doch findet man zunächst nichts – und dann nur Müll. Und im TV gibt es sie schon lange nicht mehr. Aber man findet sie noch in kleinen Galerien, auf Kurzfilmfestivals, der hintersten Ecke des Webs, in Museen oder auf den Werkschauen der Studenten. Diese Filme suchen und sammeln wir. Und die OH!-Redaktion wählt zweimal im Jahr die besten Filme, in den Kategorien Videokunst, Kurzfilm, Animation, Interview und Dokumentation, aus und recherchiert Hintergrundinformationen, führt Interviews und schreibt Rezensionen.

Auf einen Blick:

- OH! zeigt Filme aus Israel, Kanada, Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland, Schweiz, Finnland, Litauen, Rumänien, England, USA und Mexiko

- Alle Filme gibt´s online, ohne Werbung, kostenlos und im Fullscreen-Modus

- OH! Edition 1 präsentiert über zwei Stunden Online-Filmgenuss

- Viele dieser Filme gibt es online nur bei OH!, z.B. die Videos der Biennale-Teilnehmer Santiago Sierra oder Adel Abidin

- Und zu jedem Video gibt es einen Mehrwert: Hintergrundgeschichten, Interviews mit den Regisseuren, Rezensionen u.v.m.

- OH! ist mit 0 Euro Budget entstanden – aber das Baby hätte wohl ohne diese Väter und MĂĽtter nie das Licht dieser wwwelt erblickt: Kristin Wurm, diese fantastische Grafikerin, die bei OH! die Art Direction ĂĽbernommen hat. Oder Roman Hilmer, Chef der kreativsten Webdesignschmiede Deutschlands, Fork, der sofort Feuer und Flamme war – und die besten Programmierer fĂĽr OH! mobilisiert hat: Joachim Fraatz und Jens Hinrichs. Und Rainer Kohlberger und Serge Stauffer verdankt OH! einige brilliante Videoarbeiten – und Texte! Und nicht zu vergessen all die Autoren, die fĂĽr OH! Texte geschrieben haben, wie: Cornelis Hähnel, Oliver Vodeb, Christoph Schwarze, Robert Praxmarer, Louie Rodrigez, Anna Starke, Andreas Ullrich! Der gesamte Dank und alle Credits gibt´s online hier, unter Redaktion.

Aber natĂĽrlich gäbe es kein OH! ohne all die KĂĽnstler, die uns ihre Videoarbeiten geschickt haben und die an OH! geglaubt haben – obwohl es noch nichts ausser einer Idee gab. ALLE Videos auf OH! sind Highlights, alle werden ein OH! garantieren und Ihr solltet Euch wirklich keines entgehen lassen. Troztdem schon einmal drei erste Linktipps:

ADEL ABIDIN – “JIHAD”

Der irakische KĂĽnstler lebt im Exil in Finnland und wird bei der kommenden Biennale in Venedig teilnehmen: Interview und Video hier. Abidin im Interview: “Begriffe wie „Grenze“ oder „Tabu“ sollten niemals von KĂĽnstlern in Betracht gezogen werden. Denn das wesentliche Element der Kunst ist die Produktion und die Praxis freier Gedanken.” Und: “KĂĽnstler sind nie neutral. Und ich bin stets auf der Seite, an die ich glaube. Medien sollten Nachrichten neutral wiedergeben. Aber die Aufgabe des KĂĽnstlers ist es, ein Problem einzukreisen und dieses zu diskutieren.”

ONDREJ BRODY, KRISTOFER PAETAU – “LE DEJEUNDER SUR L´HERBE”

Das neodadaistische, tschechisch-finnische KĂĽnstlerduo Ondrej Brody und Kristofer Paetau ist berĂĽchtigt fĂĽr ihre grotesk-obszönen Skandale. OH! sprach mit Kristofer Paetau ĂĽber Provokation, Pornos und ihr „FrĂĽhstĂĽck im GrĂĽnen“. ”Ob eine Provokation stattfindet, hängt immer von den Konventionen einer Gesellschaft und deren elitäre Kunstwelt ab. Und es sieht so aus, als wĂĽrde diese sogenannte Pornografie noch immer die Hochkultur schocken. Wir spielen mit diesen Konventionen und den Erwartungen.”

SANTIAGO SIERRA – “THE ANARCHISTS”

Mit seinen radikalen Kunstaktionen löst der spanische Künstler Santiago Sierra seit Jahren Skandale aus. Er stört den musealen Raum oder inszeniert aktionsbezogene Performances mit angeheuerten Protagonisten. In seinem Werk „The Anarchists“ gab er acht Anarchisten 100 Euro, damit sie sich die Weihnachtsansprache des Papstes anhörten.

Bitte schreibt uns Eure Meinung über OH! Bitte schickt uns Verbesserungsvorschläge und Videos oder Vorschläge für OH!-Videos! Und bitte jetzt: Go OH! and enjoy!

Comments

2 Comments so far. Leave a comment below.
  1. Bin ein stiller, aber regelmäßiger Leser von rebelart.net und wünsche euch mit OH! allen erdenklichen Spaß und Erfolg.

    Hier noch ein Video-Hinweis: blublu.org/sito/video/video.htm

  2. *A,

    Vielen Dank, Simon! Sehr nett – und kannst gerne ein “lauter” und regelmäßiger Leser werden! Beste GrĂĽĂźe, *A

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