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O du fröhliche!


Foto: Jaimie Warren

Ich bin dann mal weg! Urlaub, Weihnachten, Silvester und so. Endlich! War ein echt anstrengendes, aber auch verdammt aufregendes Jahr voller neuer berauschender Projekte. Und im nächsten Jahr geht’s heiter weiter: PARASITES #2: The Wa im Februar, im März verleihen wir den ersten GuteSeiten-Award im Hamburger Kunstverein und im August bin ich Co-Kurator für das Kunstprogramm des Hamburger Dockville Festivals. Ansonsten mein Vorsatz für’s neue Jahr: Viel mehr Blödsinn machen, das Leben ist einfach zu ernst. Ich habe Lust ein richtig durchgeknalltes Artzine zu machen: Projekttitel “Die Scheißbürste – Magazin für Kunst, Revolution und Ficken”. Scheißbürste = brosse à merde war der Titel eines geplanten Pamphlets von Magritte. Jemand Lust mitzumachen oder ne Idee, welcher Autor/Fotograf/Künstler in der Scheißbürste#1 nicht fehlen darf? In diesem Sinne: Bleibt bissig! Wünsche Euch allen O du fröhliche und nen guten Rutsch! Wir lesen/hören/sehen uns 2010!

Comments

9 Comments so far. Leave a comment below.
  1. Schönen Urlaub! Schöner Blog! Schönes neues Jahr!

  2. anna,

    “Jemand Lust mitzumachen oder ne Idee, welcher Autor/Fotograf/Künstler in der Scheißbürste#1 nicht fehlen darf?”

    Gratisgeorg wär da mein erster Einfall.

    Schönen Urlaub und so, danke für ein Jahr rebelart!

  3. Schönen Urlaub und guten Rutsch!!

  4. Ja das neue Jahr rückt näher…have fun…cheers

  5. Jan,

    Danke für ein inspirirendes Jahr mit deinem Bog!
    Geruhsqmer Jahresausklang!

  6. das scheissbürste-artzine klingt vielversprechend. der pussyimploder würde eventuell ne kolumne beisteuern.

    ansonsten guten rutsch und immerwährendes tolles ficken!

  7. Bandiera rossa,

    Der Blog der in meiner Favoritenliste überlebt hat ! Viel spaß an deinen freien Tagen !

  8. Flauberto artist berlin germany Says: Your comment is awaiting moderation.
    April 18th, 2010 at 4:03 am
    Flauberto ist in der kleinen Stadt Juazeirinhio, Paraiba geboren. Er lebt seit fünf Jahren in Berlin und nahm bereits an bedeutenden Gemeinschaftsaustellungen u.a. in Brasilien, USA, Deutschland und der Schweiz teil.

    „Flauberto findet seine Inspiration in der überfüllten Welt unserer alltäglichen und aus Wortfetzen bestehenden, von Hektik geprägten Umwelt. In den Straßen der Großstadt, den Korridoren von U-Bahnhöfen oder den tausendfach überklebten Outdoors an den Häuserwänden finden sich die grafischen Elemente seiner Bilder wieder. Die Leinwand scheint den gestalterischen Gestus von Flauberto nur vorübergehend festzuhalten, denn die Intention des Striches und der Farbkombinationen weisen weit aus dem verschlossenen, geordneten Innenleben eines Raumes in die Unbegrenztheit einer ungewissen Außenwelt unter freiem Himmel.“

    Flauberto ist einer der herausragenden Künstler der brasilianischen Kunstszene in Deutschland. Seine Werke (Gemälde, Fotos und Zeichnungen) zeigen einen einzigartigen Stil und befinden sich in ständigen Sammlungen der brasilianischen Botschaft, dem „Museu de Arte Contemporânea Assis Chateaubriand“ und Privatsammlungen in Russland, Schweiz, Deutschland und den USA. Außerdem wird er von den brasilianischen Medien zu den fünf wichtigsten aktuellen bildenden Künstlern des Bundesstaates Paraíba in Brasilien gezählt.

    Der Künstler präsentierte seine Werke unter anderem im Jahr 2003 auf der Bienale von Nowosibirsk in Russland und in einer Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin. Er erhielt im Jahr 2002 den Preis des Museums Berlin-Dahlem als „ausgezeichneter Künstler der brasilianischen Kunstszene Deutschland“.

    2002 realisierter er ebenfalls eine Retrospektive in den ehemaligen Räumen des brasilianischen Kulturinstituts (ICBRA), aber auch weitere Ausstellungen in Deutschland und im Ausland, wie die Teilnahme als Repräsentant Brasiliens am Projekt „United-Buddy-Bears“ in Berlin, Tokio, Sydney, Istanbul, Schangai und Peking. 1998 wurde er in einer Galerie in Zürich und auch in Basel gehandelt. 1995 wurden seine Werke in einem Workshop in Minneapolis (USA) vorgestellt un besprochen.

    “Ich habe ab 1994 angefangen, intensiv Kunst zu machen, so dass Leben und Kunst in einem gemeinsamen Weg meinen künstlerischen Prozess begleitet haben. Bei der künstlerischen Tätigkeit habe ich sehr früh eine besessene, systematische und impulsive Form entwickelt . In den letzten 19 Jahren meines Schaffens habe ich mich besonders mit Zeichnungen und Malerei beschäftigt, habe aber auch Projekte mit Skulptur und Installationen entwickelt. Die Themen meiner Werke waren immer die meines Lebens, wie Sex, Macht, Geld, und Religion, die immer verwirrende und festigende Elemente meiner Existenz waren. Ich wusste nie zu erklären, wie sich diese Dinge von einer Form in die andere (im Leben und in der Kunst) wandelten, jedoch bin ich ein autodidaktischer Künstler mit Intension und Selbstbildung. Sehr früh habe ich eine Art von Aversion zum Modell der schulischen Bildung entwickelt , als ich das Studium an der Universität abgebrochen habe.

    Seit Juazeirinho, die Stadt in der ich geboren bin und gelebt habe, fühle ich mich wie ein impulsives, obsessives und ängstliches Individuum, welches sich aus der Dunkelheit mit seinem eigenen Licht entzieht.

    Ich will Fragen beantworten: Wer bin ich? zu wem gehöre ich? oder warum meine Kunst in meiner Kondition und meinem kreativen Prozess nachhallen wird ? Ich und meine Kunst gehören zusammen, von den vorhandenen Händen mit der verzweifelten Lust am Fleisch.

    Ich schaffe es nicht aufzuhören, meinen Umkreis zu observieren, sei es in João Pessoa, Salvador, Rio de Janeiro, Basel, in der Schweiz, oder in Berlin. Städte die die Tragik meines Lebens darstellen

    Eine sich aufweitende Kunst -
    Oder vielleicht eine Unordnung, die aus dem dunkeln der Rohmaterie seiner Kunst entnommen ist

    Die ersten Aufzeichnungen des künstlerischen Schaffens von Flauberto stammen aus seiner Kindheit in Juazeirinho, einer kleinen und armen Stadt, die durch die Bundesstrasse BR-230 in der Mitte durchschnitten wird, eingewachsen in der gühenden Hitze in der desolaten Region von Cariri im Bundesstaat Paraiba. Seine Unruhe verschonte nicht die Wände der Häuser, die Mauern des Klassenzimmers, die grossen Türen der Lagerhäuser, die Banken und die Wände der Schule.
    Es ist dieses weit zurückliegende Gedächtnis, welches sich in der emotionalen Fracht seiner aktuellen Arbeit verfasst, wenn die Welt und das Leben in Reichtweite ist, auf diesem Weg der seine Geschichte in der Mitte zerschneidet.

    Das Ziel seiner Kunst ist mehr als die Bewusstheit, es ist die Besessenheit an Grenzüberschreitungen. Seine Arbeiten schreien nach Dringlichkeiten, sie beben wie die eigene Zeit und verlangen nach der Kolektivität.

    “Ich habe ab 1994 angefangen intensiv Kunst zu machen, so dass Leben und Kunst in einem gemeinsamen Weg meinen künstlerischen Prozess begleitet haben. Bei der künstlerischen Tätigkeit habe ich sehr früh eine besessene, systematische und impulsive Form entwickelt . In den letzten 19 Jahren meines Schaffens habe ich mich besonders mit Zeichnungen und Malerei beschäftigt, habe aber auch Projekte mit Skulptur und Instalationen entwickelt. Die Themen meines Lebens waren immer die meines Lebens, wie Sex, Macht, Geld, und Religion, die immer verwirrende und festigende Elemente meiner Existenz waren.
    Ich wusste nie zu erklären wie sich diese Dinge von einer Form in die andere (im Leben und in der Kunst) wandelten, jedoch bin ich ein autodidaktischer Künstler mit Intension und Selbstbildung. Sehr früh habe ich eine Art von Aversion zum Model der schulischen Bildung entwickelt , als ich das Studium an der Universität verlassen habe.

    Seit Juazeirinho, die Stadt in der ich geboren bin und gelebt habe, fühle ich mich wie ein impulsives, obzesives und ängstliches Individuum, welches sich aus der Dunkelheit mit seinem eigenen Licht entzieht.

    Ich will Fragen beantworten: Wer bin ich? zu wem gehöre ich? oder warum meine Kunst in meiner Kondition und meinem kreativen Prozess nachhallen wird ?

    Ich und meine Kunst gehören zusammen, von den vorhandenen Händen mit der verzweifelten Lust am Fleisch.
    Ich schaffe es nicht aufzuhören meinen Umkreis zu observieren, sei es in João Pessoa, Salvador, Rio de Janeiro, Basel, in der Schweiz, oder in Berlin.Städte die die Tragig meines Lebens darstellen.

    Ab 2002 begann ich einen Prozess zu entwickeln der Fotografie mit Techniken wie Kollage, Foto-Kollage und digitale Manipulation, als Mittel oder Unterstützung aufweist. Ich habe in der Fotogafie ein Mittel gefunden, der persönlichen und pofessionellen Verwirklichung so klar und Transparent wie anderen Unterstützungen die ich schon genutzt habe, und die ich noch nutze. Ich setze in meine Fotografien die Unnachgiebigkeit und die Obzession der Grenzen von meiner Lust. Alles was ich mache ist ein Teil einer extrem persönlichen Entschlossenheit. Als ich mich entschloss die Fotografie in meinen Prozess der Produktion und Kreation einzubinden, machte ich dies, um an eine Objektivität und Tranzperenz des Mittels zu glauben um meine Ideen zu transportieren. Das erste Projekt von Fotos, dass ich 2002 begonnen hatte, versammelt 500 Fotografien die meine privaten Wünsche des Lebens und meine Augen vor der Welt ausdrücken. Um das Projekt zu realisieren, griff ich zum Universum der Informationen, wie Zeitungen, Jornale, Bücher, Fotos und Bilder die von anderen Künstlern gemacht wurden, also letztendlich alles was ich mit meinem lüsternden Blick erreichen konnte. Auf dem Weg der Hin- und Rückfahrt nach Hause werde ich Stücke des Lebens gesammelt haben, die meine Wünschen berühren. »

    Die Perversion der Farben.

    Es gab keinen anderen Weg für Flauberto wenn nicht die Kunst. Die Natur hat ihm eine Art der Perversation der Farben bereitgestellt. Als Kind seine Ziele am Abend in Juazeirinho, Paraibanischen Cariri, waren unfreiwilligerweise einfallen durch eine Leuchtende Kraft des “in den Augenen stechenden Grüns”.

    Als Regen fiel füllte sich die Vegetation mit Blättern, und der Blick Flaubertos verlohr sich im kräftigen Grün des Juazeiro-Baumes, des Umbu-Baumes und des Catinga-Baumes.

    Der Blick Flaubertos ist so – unterschiedlich, verzerrt und trügerisch. Aber in einer semantischen Frage, waren die Farben für Ihn immer eine Herausforderung, denn er muss nicht nur seine Namen lernen, denn auch mit einer Art bösen Magie leben, die mit einigen Farben, prinzipiell mit Grün, erscheint, die in Zusammenhang mit dem Kontext in welchem die gleichen eingefügt waren hervorstechen.
    Aktuell hat Flauberto eine Sicht dieser Situation: die Fraben sehen wie kodiert aus, dominiert um zu malen.
    Er entwickelte eine quasi machanisiert Technik, wo es für jede Farbe einen vorbestimmten Platz gibt. Jede Farbe hält eine bestimmte Distanz zur anderen und jede Farbe ist vorbereitet und nur einmal anwendbar, niemals aber in vielen Töpfen zur gleichen Zeit.

    Ich lernte die Malerei von Flauberto kennen bevor ich Ihn persönlich kennengelernt habe, als ich an etwas anderes denkend eine Bank betrat, an jenem Platz der für Ausstellungen vorgesehen war, die mir immer ein Lächeln in meinen
    Mundwinkeln hervorrief. An diesem Tag hielt ich verblüfft vor einer ausgestellten Zusammenstellung an.
    Vom Nahen stellte ich die Unvollkommenheit in der Vorbeitung der Farben und der Leinwände des Künstlers fest und blieb verwirrt im Akzeptieren der primitiven Kunst oder einer bewussten oder gelehrten Manifestation von einem jungen Künstler.
    Ich ging heraus mit Assoziationen von Grafiken von Keith Hering, und mit den unbearbeiteten Figuren von A.R. Penk, und mit den infantilen Malereien von Donald Baechler, ohne zu wissen was sozusagen der noch unbekannte Anfänger Flauberto mit der Produktion dieser Künstler gemeinsam hatte.
    Die vigorosen Grafiken Flaubertos sind Übungen der Dichotomie, schwingen wie ein taumelnder und aus den Fugen tretender Tanz zwischen einer kartesische Organisation und einem unkontrolliertem und rudimentären Kaos.
    Es sind Variiationen zwischen ausschweifenden Pinselstrichen des Malers bis hin zu den feinen Linien und Strichen die sich in den etwas grosseren Kompositionen verlieren. Seine Farben gehen von der Künstlichkeit von einem fluesziereneden Orange die Übelkeit hervorrufen, bis zu friedlichen Pasteltönen.
    Persönlichkeit und Malerei wechseln sich zwischen lebhaft und trüb, grob und fein, populär und gelehrt, klever und naiv, bewusst und verwirt ab. Die letzten Malereien von Flauberto zeigen schon eine Annäherung mit einigen Konzepten, die im Wiebelwind von Aufnahmen der zeitgenossischen Kunst gelernt wurden in der der Künstler sich in den letzten Jahren befand.
    Es scheint aber, dass er alles mit viel Personalität behandelt. Akademische Konzepte wie Gleichgewicht und Einigkeit die bei den meisten Künstlern aus unser Generation noch zu finden sind werden meistens missachtet. Die Organisation von Flaubertos Arbeitsmaterial wirkt in den Augen zu aller erst trostlos. Schwere Figuren werden auf leichte gelegt, senkrechte Bäume schweben aus den Seiten und harte Figuren drängeln sich in außergewöhnlicher und störender Masse durch.
    Seine Malerei ändert sich als ob er sie aufgrund der brasilianischen Musik und Rock geschaffen hat. Ich selber kenne keinen anderen Maler der für sich selbst eine Art von chronologischen Aktionen, die von der technischen Verbesserung bis hin zu Marketing-Aktionen gehen und sich in Stars der brasilianische Musik hineinversetzt. Er hat sich selbst vorgenommen Sachen zu schaffen, die sich jüngere Maler gar nicht trauen.
    Wenn ich mit Ihnen über einige seiner Malereien spreche, scheint es als ob er immer schon einen fertige Antwort zu meinen Fragen hat. Ich muss zugeben, dass ich einige Zeit benötige um die Ergebnisse verarbeiten zu können und will meistens auch schon mal sagen z.B. dass ich nie solch ein Rot oder Lila benutzen würde. Seine Malereien überschreiten immer den Punkt bis zu dem ich kommen würde.
    An diesem Punkt könnte ich Jean Dubuffet mit seinem Art Brut Konzept erwähnen, oder andererseits in diesen wirren Zeiten der Multikulturalität die Diskussionen der Kritiker der modernen Kunst durchgehen, um zu versuchen die Arbeit von Flauberto zu verstehen, aber ich verbleibe lieber auf dem Feld der Zweifel, offen für die unerwarteten Schläge der Malerei von Flauberto aus Cariri

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