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Mark Jenkins: “is maybe” – HAU 1, Berlin

Mark Jenkins kommt nach Berlin – und betritt die TheaterbĂĽhne! Aus dem Pressetext: “FĂĽr die neue Performance “is maybe” von Angela Schubot und Jared Gradinger tauscht er den öffentlichen Raum gegen den der BĂĽhne ein. Am Hebbel am Ufer / HAU 1 (16./17./18./19. Juni) interagieren Jenkins’ weltweit bekannten Skulpturen aus Tape-Klebeband mit den entgrenzten Körpern der beiden Performer und fordern die Sehgewohnheiten des Publikums heraus. Eine Weltpremiere auch fĂĽr Jenkins!

Seit 2003 bevölkern die abstrakten bis hyperrealistischen, menschlichen Skulpturen aus Tape-Klebeband des US-amerikanische Street-Art-KĂĽnstlers Mark Jenkins weltweit StraĂźen, öffentliche Plätze oder Parkanlagen, u.a. in Rio de Janeiro, London, Moskau, Belgrad und Seoul. Sie fĂĽgen sich in das StraĂźenbild ein, jedoch nicht ohne ein Moment der Irritation zu erzeugen: entspannt liegt eine Frau hoch oben auf einem Firmenschild, erhebt sich ein Oberkörper aus einem Abfalleimer oder steckt ein Mann seinen Kopf in die Mauer eines Gebäudes. Jenkins’ Skulpturen spielen mit der Wirklichkeit, verfremden diese und bringen den Passanten nicht immer nur sprichwörtlich ins Stolpern. Die Passanten werden zu Akteuren, der Alltag zu einer grotesken Installation. Jenkins’ Arbeiten hinterfragen die Grenzen des Normalen, provozieren und irritieren unsere Sehgewohnheiten in der Konfrontation mit dem verzerrt Vertrauten – Jenkins sensibilisiert so die Wahrnehmung fĂĽr das Besondere im Alltäglichen, das sich fĂĽr gewöhnlich kommerziellen Werbestrategien und rechtlichen Ge- und Verboten unterordnet. In der Zusammenarbeit mit den in Berlin lebenden Performern Jared Gradinger und Angela Schubot betritt Jenkins mit der TheaterbĂĽhne neues Terrain und öffnet seine Arbeit fĂĽr neue Kontexte und Dynamiken. Nach ihrer Erfolgsproduktion What they are instead of (2009) setzen Schubot und Gradinger ihre Arbeit an der Entgrenzung des Körpers und des Subjekts mit is maybe fort. Ausgangspunkt ist die Suche nach einem bedingungslosen Miteinander, um der eigenen Identität zu entkommen. is maybe beschäftigt sich mit der Frage, welche körperlichen Realitäten entstehen, wenn Individuen nichts zum Erhalt ihres ‚Ichs’ tun – aufhören zu ‚ichen’. In erschöpfenden Aktionen treiben sie sich weit ĂĽber ihre physischen Grenzen hinaus in die Auflösung und erreichen in der Erschöpfung einen mehrdeutigen Schwellenzustand, der zwischen Verschmelzung und Kampf, symbiotischem Miteinander und Einsamkeit oszilliert. In ihrem exzessiven Bewegungsvokabular loten die beiden Performer verloren geglaubte Regionen zwischen dem ‚Ich’ und dem ‚Du’ neu aus und machen sie erfahrbar. Jenkins lebensgroĂźe Plastiken verwandeln die klassische BĂĽhne des HAU 1 in einen vielschichtigen, dicht besiedelten Körper-Raum, in dem die beiden Performer auf Kopien ihrer selbst treffen. Die Vervielfältigung der echten Körper eröffnet Momente der Verfremdung, der Fragmentierung oder auch Verwachsung dieser Körper und ermöglicht eine Steigerung des Miteinanders von Schubot und Gradinger ins Groteske. Jenkins Skulpturen werden selbst zu Akteuren, die in das Ringen um Einheit und Ăśberschreitung eingreifen. Gegen die vermeintliche Unteilbarkeit des Körpers stellen Jenkins, Schubot und Gradinger die unendliche Diversität und Teilbarkeit des Körperlichen im Spannungsfeld von Raumskulptur und Performanz.” Via: Mail, danke!

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