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Mannheim: Rebellische Künstlerinnen in der DDR


Else Gabriel: “Alias oder Die Kunst der Fuge”, Performance in Berlin 1989 © Else Gabriel


Karla Woisnitza: Die Zunge, Blatt 7 aus: Sieben Radierungen mit der kalten Nadel, 1986 © VG Bild-Kunst, Bonn 2011 / Jochen Wermann

Aus dem Pressetext: “Schon der Ausstellungstitel „Entdeckt! Rebellische Künstlerinnen in der DDR“ lässt keinen Zweifel offen. Die Kunsthalle Mannheim präsentiert vom 2. Juli bis zum 9. Oktober 2011 ein so brisantes wie überraschendes Phänomen der DDR-Kunst der 1980er Jahre: radikale und subversive Werke junger Künstlerinnen, ausgewählt von Gastkuratorin Susanne Altmann (Dresden). Fernab der westlichen Emanzipationsbewegung entwickelte sich in der subkulturellen Szene des Ostens eine avantgardistische Strömung aufbegehrender weiblicher Kunst. Die Ausstellung umfasst bislang weitestgehend unbekannte Experimentalfilme, Installationen, Grafiken, Performancedokumentationen, Gemälde, Collagen und Fotokunst von insgesamt 11 Künstlerinnen der ehemaligen DDR.

Die Ausstellung “Entdeckt! Rebellische Künstlerinnen in der DDR” widmet sich einem bislang kaum erforschten und publizierten Aspekt der DDR-Kunstgeschichte. Eine kleine Gruppe subversiver Künstlerinnen der späten DDR fügt sich mit ihren höchst qualitätvollen Werken nahtlos in die internationalen Entwicklungen feministischer Kunst ein. Nur, dass diese Kunst in einem verschlossenen Land völlig unabhängig von westlichen Entwicklungen entstanden ist. Mit allen Mitteln brachen die nonkonformistischen und dissidentischen Künstlerinnen tradierte Rollenbilder auf und radikalisierten ihre künstlerische Selbstbestimmung teilweise auf das Extremste. Der Aufbruch geschah, anders als im Westen, nicht vor dem Hintergrund eines feministischen Diskurses, sondern aus einem universalen Bedürfnis der Auflehnung heraus – nicht nur gegen die männlich dominierte Kunst und Gesellschaft, sondern auch gegen den sozialistischen Staat und seine Restriktionen im Alltagsleben. Die Künstlerinnen hatten einerseits mit dem Druck der offiziellen Kunst des „sozialistischen Realismus“ und andererseits – sogar in den eigenen Reihen der Subkultur – mit männlichen Machtmustern zu kämpfen. Die Ausstellung zeigt im Westen bisher beinahe unbekannte Filme von Cornelia Schleime, Gabriele Stötzer (ehem. Kachold), Christine Schlegel, Else Gabriel oder Yana Milev sowie Fotografien und Bilder von Angela Hampel, Gundula Schulze Eldowy, Janet Grau oder Tina Bara. Werke von Karla Woisnitza und Doris Ziegler vertreten traditionellere Techniken wie Grafik und Malerei.” Via: Mail

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