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Kotzkünstlerin Millie Brown: “Nexus Vomitus”

Nach Action- und Urin-Paintings gibt es jetzt auch “Vomit Paitings”: Die New Yorker Künstlerin Millie Brown “kotzt” für ihre Kunst auf Leinwände. Für ihre neues Projekt “Nexus Vomitus” kotzt sie Farbe – während die klassischen Opernsängerinnen Patricia Hammond und Zita Syme im Hintergrund singen. Via

Comments

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  1. gonE,

    Also ich mein ich bin sehr offen was kunst angeht und sehe auch vieles als kunst an was manch anderer nicht als solche identifizieren würde ABER !, dieses kotz ding empfinde ich einfach nur als einen der ohnehin viel gesehenen versuche aus scheiße gold zu machen und einfach nur aufsehen zu errregen…da könnte man genausogut die farbe einfach ausm becher auf die leinwand leeren….problem wäre nur dass das ganze dann kein schwein interessiert….nein nein ich boykottiere solche skandal gestützte “kunst” abgründigst weil ganz einfach KANN JEDER nur eine ist dumm genug es auch wirklich umzusetzen und dann nichtmal sonderlich kreativ

  2. Daniel,

    Das hat für mich nichts mehr mit Kunst zu tun…!

  3. M,

    ich finde es mutig und faszinierend.

    und @ gone: ich dachte wir hätte was kunst angeht, die bewertungskriterien von “kann jeder” schon eine weile hinter uns gelassen.

  4. gonE,

    @M
    ich verstehe deine aussage schon, war von meiner seite aus auch eher gemeint als “kann jeder” im sinne von sie ist nicht die erste der sowas eingefallen ist aber eben die erste dies umsetzt

    mein standpunkt wäre da sowieso auch der dass es durchaus kunst gibt die “jeder machen kann” aber einfallen muss es einem halt auch mal ;) …in diesem speziellen fall fällt mir nur ein dass ich selbst schonmal spaßhalber darüber nachgedacht habe wie krank es wäre sowas zu machen….ergo wem ist nicht auch schonmal eingefallen (und wenn nur im spaß) zb mit eigenen fäkalien, rotz oder was weiß ich was kunst zu machen…aber wer ist dann blöd genug das umzusetzen und sich was drauf einzubilden un den SCHROTT als “kunst” zu verkaufen….just my thoughts no racial !!

  5. M,

    @ gonE: Es muss ja nicht neu sein, was sie tut. Alles beruft sich auf etwas bereits dagewesenes, es ist jedem frei das umzusetzen, was ihn beschäftigt. Jemand kann einen Baum malen, obwohl schon jemand vorher einen Baum gemalt hat und es kann trotzdem tolle Kunst sein, weil er es tut und weil er es auf diese Weise tut. Du hattest die gleiche Idee, schreibst du, du hättest es auch machen können und es wäre vielleicht etwas ganz tolles geworden, aber du hast es als Unsinn abgetan. Wenn ein Künstler seine eigenen Extremente, Haut, Haare, Blut benutzt ist es seine Materialwahl, die eine ganz besondere Bedeutung und auch eine besondere Kraft hat (vgl. Marco Quinns Selbstbildnis „Self“ aus seinem eigenen gefrorenem Blut). Und letztendlich weiter gedacht ist das Material eines jeden Performancekünstlers sein eigener echter Körper. Während Millie Brown den Akt des Malens auf ganz besondere Weise inszeniert (vgl. Jackson Pollocks Actionpaintings) entwickelt sie in ihrer Performance eine so ergreifende Körperlichkeit, die den Betrachter zum intensiven Nachempfinden zwingt, da jeder das unangenehme Gefühl von Kotzen kennt.(vgl. Marina Abramovic “Art must be beautiful”, wo sie sich blutig kämmt) gleichzeitig erfindet sie für sich eine eigene Maltechnik und schafft dabei eine faszinierende Zusammenführung aus etwas ganz natürlichem, dem Kotzen, und etwas hochgradig artifiziellen, dem cleanen weißen Raum, mit schrägen Kostüm, Frisur und deplatziert wirkenden Sängerinnen. Während das Video von Mea Wehrt einen ausschließlich performativen Charakter hat, komponiert sie die gekotzte Farbe zu einem Bild, dass sie ausstellen oder verkaufen kann. Ich finde sie reiht sich auf tolle und konsequente Weise in anerkannte zeitgenössische Kunst ein, wie ich anhand der Beispiele versucht habe aufzuführen. Gefallen muss es ja nicht, wenn sie gefallen wollen würde, täte sie wahrscheinlich andere Dinge.
    Sie passt somit sehr gut hier auf diese Seite REBELART!

  6. C’est du bon vomi, bravo ! Mais il ne devrai même pas être nécessaire de se forcer pour dégueuler après être passé dans le monde de l’art !!!

  7. Pomidor,

    @M:
    Ich geb dir großteils Recht. Es hat was von “auf den kapitalistischen Kunstmarkt kotzen”. Also eine recht subversive Leinwand. ;)

  8. hm naja etwas verstörend… aber wirklich schön umgesetzt…

  9. tho,

    ich denke der knackpunkt ist folgender: als performance ist das ganze sicherlich eine feine sache. schräge musik, sterile umgebung, bunte kotze – funktioniert super!
    das problem ist vielmehr die entstandene leinwand: 0815 drippaintings wie sie in jedem walldorfkindergarten entstehen.

    denn das ist meiner meinung nach der schwachpunkt: aus einer performance die an sich ganz gut gedacht ist eine leinwand, sprich malerische arbeit zu erzielen. da muss zwangsläufig eins von beidem abstinken.

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