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Serie: Der politische Witz #1

“Was sind tausend Ă–konomen des IWF, die auf dem Meeresgrund ruhen? – Ein guter Anfang, witzelt man in der Weltbank. Ein russischer Scherz: Zwei Ă–konomen begegnen sich. Fragt der eine den anderen: Verstehst du, was los ist? Und der andere antwortet: Warte, ich erklär es dir. Nein, nein, fährt der erste fort, erklären ist nicht schwer, ich bin auch Ă–konom. Nein, was ich dich frage, ist: Verstehst du es?” – Das ist eine kurze Passage aus der wirklich lesenswerten Kampfschrift Der kommende Aufstand (Amazon-Partnerlink; PDF hier). Erstaunlich ist daran vor allem, dass in diesem eigentlich sonst humorfreien Polit-Essay plötzlich politische Witze vorkommen, um die Argumentation zu stĂĽtzen. Das hat mir gut gefallen – denn auch ich glaube, dass Humor noch immer eine der besten Waffen im Kampf gegen hegemoniale Strukturen ist. Was zerstört Authorität besser als darĂĽber zu lachen! Und zahlreiche historische Beispiele belegen dies – wie z.B. die FlĂĽsterwitze zur Nazizeit. Deshalb habe ich mich entschlossen eine neue Serie bei rebel:art einzufĂĽhren, die den schlichten Titel trägt “Der politische Witz”. In unregelmäßigen Abständen werde ich aktuelle, politische Witze veröffentlichen – und natĂĽrlich freue ich mich auch ĂĽber Eure Leserpost! Wenn Ihr also einen Witz kennt – ab die Post an: propaganda (ät) rebelart.net

Das ist ĂĽbrigens auch der Start fĂĽr einen Neustart bei rebel:art – Alexander Brauch von Gebrauchsgrafikundso bastelt schon fleiĂźig hinter den Kulissen an dem Relaunch. Ich kann es fast gar nicht glauben: Nach ĂĽber vier Jahren wird rebel:art endlich grĂĽndlich renoviert und ĂĽberarbeitet! TAUSEND DANK, Alexander, ich freue mich schon riesig auf den Launch! Ende des Monats geht´s wahrscheinlich los – und zur Feier des Tages wird´s noch weitere, kleine Serien geben! Lasst Euch ĂĽberraschen! So – los geht´s jetzt aber erst einmal mit der neuen Serie “Der politische Witz” – und einem Klassiker:

Ein Sohn fragt seinen Vater: “Papi, was ist eigentlich Politik?”
Da sagt der Vater: “Sieh mal, ich bringe das Geld nach Hause, also bin ich der Kapitalismus. Deine Mutter verwaltet das Geld, also ist sie die Regierung. Der Opa passt auf, dass hier alles seine Ordnung hat, also ist er die Gewerkschaft. Unser Dienstmädchen ist die Arbeiterklasse. Wir alle haben nur eines im Sinn, nämlich dein Wohlergehen. Folglich bist du das Volk. Und dein kleiner Bruder, der noch in den Windeln liegt, ist die Zukunft. Hast du das verstanden mein Sohn?”
Der Kleine überlegt und bittet seinen Vater, dass er erst noch eine Nacht darüber schlafen möchte.
In der Nacht wird der kleine Junge wach, weil sein kleiner Bruder in die Windeln gemacht hat und daher furchtbar brüllt. Da er nicht weiß was er tun soll, geht er ins Schlafzimmer seiner Eltern. Da liegt aber nur die Mutter und die schläft so fest, dass er sie nicht wecken kann. So geht er ins Zimmer des Dienstmädchens, wo der Vater sich gerade mit derselben vergnügt, während Opa unauffällig durch das Fenster zuschaut! Alle sind so beschäftigt, dass sie nicht mitbekommen, dass der kleine Junge vor ihnen steht. Also beschließt der Junge unverrichteter Dinge wieder schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen fragt der Vater seinen Sohn, ob er nun mit eigenen Worten erklären kann, was Politik ist.
“Ja!“, antwortete der Sohn. “Der Kapitalismus missbraucht die Arbeiterklasse. Die Gewerkschaft schaut dabei zu, während die Regierung schläft. Das Volk wird vollkommen ignoriert, und die Zukunft liegt in der ScheiĂźe. Das ist Politik!”

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