Popular Tags

Der Fake des Jahres: David Cerny – “Entropa”

Den deutschen Beitrag zur Skulptur schuf der fiktive KĂŒnstler Helmut Bauer: Wenn die Licht- und Toneffekte des Gesamtwerks angeschaltet werden, sollen kleine Fahrzeuge ĂŒber die deutschen Autobahnen rollen. “Und ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz erkennen.” (*)

Der tschechische KĂŒnstler David Cerny narrt die ganze EU: “David Cerny, der böse Bube der tschechischen Kunstszene, hat wieder einmal zugeschlagen. Sein schwarzhumoriges Kunstwerk fĂŒr das EU-RatsgebĂ€ude lĂ€sst die Wogen der Empörung hochschlagen, nimmt es doch sĂ€mtliche Negativklischees der 27 EU-Nationen schonungslos in einem gigantischen Puzzle aufs Korn. Doch damit nicht genug: Ein Eklat um die Urheberschaft der 27 Puzzleteile, die unter Cernys Regie angeblich alle von KĂŒnstlern aus den jeweiligen LĂ€ndern geschaffen wurden, erschĂŒttert Tschechien und Europa.” Die ganze Geschichte und alle HintergrĂŒnde bei art, Video hier, das PDF zur Aktion hier, mehr Bilder auch hier.

Comments

19 Comments so far. Leave a comment below.
  1. spam,

    genial! mein persönlicher held… (obwohl ich eigendlich pro eu bin aber das soll niemanden daran hindern so ein Kunstwerk zu machen)

  2. ajq,

    groooooßartiges werk. nett, wie er die ganzen vorurteile aufs korn nimmt, noch amĂŒsanter die empörung.

    und: natĂŒrlich erinnert das bei deutschland an ein hakenkreuz (ich unterstell auch mal: mit absicht), aber das ist auch gut so, ist ja nicht so, dass wir dieses problem nicht mehr haben..

  3. Bolleg,

    Perfect,

    couldn’t be better. The reactions also show that politicians really lack a sense of humor and that it is still a long way to go until different nationalities can laugh about them self. I hope there are some Czech and Polish lorries on the German Autobahn.

  4. Perfekte Insezenierug. Ich bin gespannt, wie es weiter geht! Erstaunlicherweise stört sich kein Politiker daran, das alle europĂ€ischen LĂ€nder scheinbar sehr eigenstĂ€ndig national und nur ganz lose ĂŒber den Pressrahmen verbunden sind, aus denen die Teile meist fast von selbst herausfallen. DarĂŒber mĂŒssten sich “Europapolitiker” doch eigenlich aufregen?! Schade nur, dass die tschechischen Politiker in einem ErklĂ€rungsnotstand geraten sind. Hoffentlich bewahrheitet sich die Intention dieses Werkes: Bereitschaft zur Selbstironie

    Am Besten gefÀllt mir die Darstellung von UK!

  5. stoertebecker,

    Einfach Klasse! Endlich mal ein KĂŒnstler, der etwas bewegt. Dass Politiker absolut humorlos sind, ist leider in der gesamten EU ohne Ausnahme der Fall, wie die Reaktionen zeigen.

    Niemand sollte das so verbissen sehen – einseitig, vorurteilsbehaftet – ja- aber genau darum ging es doch…?!

  6. Renate,

    …ich schwanke zwischen “hei, das kann man doch nicht öffentlich hinstellen – ist der total verrĂŒckt” und “Der traut sich was” und ich lache seit bestimmt einer Stunde ĂŒber diesen “Streich”!
    Cerny sieht genauso aus wie er ist – ein Schelm durch und durch – ein richtiger Lausbub auf internationalem Parkett!!!

  7. sehr gelungen , beste Idee , beste AusfĂŒhrung , endlich mal ein echter Hingucker , moderne Kunst ist doch sonst eher bekloppt …

    williwillnix@googlemail.com

  8. Sabi,

    Weiss jemand wo man das Bild in Grossformat bekommt, oder die einzelnen LĂ€ndern sieht? finde es genial!

  9. Prager,

    David Cerny (Tschernee, es heisst “schwarz” – passt zu seinem Humor)hat einaml einen Panzer rosa bemahlt. Der Panzer stand vor dem Justizministerium (als wolle er andeuten, dass ein Panzer vor so einem GebĂ€ude nichts zu suchen hat – mit recht)als Denkmal der sowietischen Roten Armee. Daraufhin wurde er angeklagt. Die Politiker haben eine Performance zu seiner verteidigung veranstalltet. Aufgrund der gesetzlichen immunitĂ€t konnten sie nicht angeklagt werden, nach dem sie den zurĂŒck ins GrĂŒne verwandelten Panzer wieder mit rosa Farbe geschmukt haben. Und so irgendwie entwickeln sich alle seine Werke. Im Fall von Entropa denke ich, hĂ€tte Cerny mehr hard zu eigenem Land und etwas sanfter zu den Anderen sein können

  10. traude aus wien,

    BESONDERS GUTGELUNGENER

    ” A U F R E G E R “

  11. eine Wienerin,

    EIN GELUNGENER WERK !!!

    einfach genial, NICHTS davon dĂŒrfte oder
    sollte entfernt werden.
    Das ist wahre a n r e g e n d e und
    a u f r e g e n d e KUNST !

  12. eine Wienerin,

    SORRY … EIN GELUNGENE “S” WERK

  13. gelungen, anregend, aufregend! Groß ist es, einfach nur groß;)

  14. AzBukiVedi,

    Ich denke, die Tschechen allein sollten dieses “Kunstwerk” nĂ€her betrachen, denn es spiegelt gerade ihre Stereotypen ĂŒber Europa wieder. Nicht irgendwelche allgemeine “Hindernisse”, die alle in Europa ĂŒberwinden mĂŒssen, denn das ist hier gerade belanglos, sondern die Hindernisse in der MentalitĂ€t der Tschechen selbst, ihre Intoleranz, ihre UnfĂ€higkeit, konstruktiv ĂŒber ihre EU-Partner zu denken und eine gewisse (beschrĂ€nkte) provinziale Denkweise (typisch fĂŒr Ost-Soz-LĂ€nder, einschließlich meines). Es geht nicht darum, dass man Stereotypen nicht ansprechen darf oder dass man keinen Sinn fĂŒr Humor hat. Man muss fragen: Wessen Stereotypen werden tatsĂ€chlich dargestellt? In der Beantwortung dieser Frage verbirgt sich die große Erkenntnis des Werkes. Ich, ehrlich gesagt, finde das “Werk” oberflĂ€chlich, profan und nichts Besonderes sagend. Deutschland fĂŒr mich ist mehr als die Autobahn und der Hackenkreuz. Bulgarien ist bestimmt mehr als Klos. Polen ist mehr als fanatische Katholiken. Die UnfĂ€higkeit des KĂŒnstlers, ĂŒber die OberflĂ€che hinaus zu sehen, wird lediglich durch dieses Werk bezeugt und stellt vielleicht nur sein Problem im Umgang mit der RealitĂ€t dar. Das ist letztendlich nichts Neues. Viele moderne “KĂŒnstler” leiden leider an Ideenmangel und produzieren Werke, die man unbedingt als “Kunst” ausschildern muss, damit sie als solche erkannt werden können. Ein Blamage fĂŒr die Tschechen.(Eine Bulgarin)

  15. AzBukiVedi,

    Nur eune Zugabe, weil sich viele Leute ĂŒber die Darstellung Bulgariens als Klo freuen: Ich finde es geschmacklos, Armut auszulachen. Ich wĂŒrde auch gerne Herrn Cerny persönlich sagen bzw. ihn darĂŒber informieren, dass das “Klo” Bulgarien eins der sehr wenigen LĂ€nder Europas ist, das die Deportierung seiner Juden im Zweiten Weltkrieg verhindert hat. Es gab zu jener Zeit sogar eine nationale Bewegung dagegen. Weiß Herr Cerny etwas davon oder weiß er nur von den Klos?

  16. SRB,

    @Sabi: schau mal hier -> http://www.youtube.com/watch?v=k2SKLSM1cw4

    scheint allerdings ohne Strom zu sein, normal bewegt sich alles und blinkt.

    Auch interessant: http://www.3sat.de/mediathek/?obj=10996

    GrĂŒĂŸe an den Spamfilter bei so vielen Links :o )

  17. ama,

    the stereotypes černy touches are overcome and as shallow as possible. Of course germany still has to deal with faschists but surely in another way. Yes, IKEA is a swedish company, so what? There are loads of `turkish` toilets in loads of counrties… the stereotypes he uses are just truely dull and limited ones. They can only have grown out of a truely narrowminded brain. I agree to the statement of AzBukiVedi above.
    The statements černy makes about the single countries show an ignorant attitude. As if the creator of this sculpture would like to express: you are all assholes, I do not want to deal with you. If this is the attitude CZ is standing towards the EU – congratulations.
    It would be fitting the slogan CZ put up for his candidateship (“Evrope to osladime”.The Czech wording has a positive meaning: to sweeten with sugar. But in more current usage, it means “to be sickening” or “I’ll make your life hell”. “The slogan plays on at least two meanings, the second being somewhat provoking”, admitted Prime Minister Mirek Topolanek. The government claimed that the aim of the campaign is to catch Czechs’ attention by using “original and amusing methods”).

    There shall be space

  18. Peter,

    Lese heute in einer BrĂŒsseler Tageszeitung, dass ein Teil der Skulptur mit einem schwarzen Tuch abgedeckt worden ist. War wohl entartet…

Add Your Comments

Disclaimer
Your email is never published nor shared.
Required
Required
Tips

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <ol> <ul> <li> <strong>

Ready?