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Zeitungsmädchen aller Länder, vereinigt euch: Papergirlworld

“Es ist vollbracht, Papergirlworld ist online! Acht Jahre nachdem das Papergirl-Projekt, bei dem Kunst vom Fahrrad aus an zufällige Passanten verteilt wird, in Berlin durch Aisha Ronniger ins Leben gerufen wurde, gibt es so viele Schwester-Projekte weltweit, dass es einem globalen Movement gleicht. Diese Plattform soll der Papergirl Community ein gemeinsames Dach bieten und allen Fans einen Überblick über internationale Aktivitäten geben. Die Webseite richtet sich sowohl an Leute die Papergirl weltweit organisieren oder initiieren wollen als auch an interessierte Fans und Leute die an einem Projekt teilnehmen oder Kunst einreichen wollen.” Via: Mail

Szpilman Award 2012 – jetzt mitmachen!

Der beste Award der Welt ist wieder da – und ich bin schon wieder nicht in der Jury, och menno. Aber hier: Unbedingt mitmachen – noch bis zum 30. September! Um was geht´s: “The Szpilman Award is awarded to works that exist only for a moment or a short period of time. The purpose of the award is to promote such works whose forms consist of ephemeral situations.” Zu den Gewinnern 2011, 2010, 2009, 2008, 2007 hier entlang…

PARASITES#4: “Bronco – Das Musical” / Jetzt gibt’s die limitierte Reclaim-Ausgabe!

Das Buch zum Musical: Am Samstag, 18. September findet in Hamburg ja die Uraufführung von Broncos Musical “Streetart” statt – im Rahmen der Ausstellungsreihe PARASITES – illegal exhibitions. Wer sich jetzt schon mal in das Stück einlesen möchte, um später bei den Songs auch kräftig mitsingen zu können, oder wer’s diesmal nicht nach Hamburg schafft und trotzdem ein schönes Souvenir von der Aktion möchte – oder wem PARASITES einfach gefällt und wer so ein 0-Budget- und 0-Profit-Projekt gerne einmal unterstützen möchte: Ab jetzt kann das “Reclaim”-Bändchen von Bronco für 10 Euro (plus 1,50 für Porto und Verpackung) bestellt werden. Ist eine limitierte Auflage (nur 100 Exemplare!), mit insgesamt 42 Seiten, eine neu editierte Version der Fassung, die erstmals im Buch “Street Art. Legenden zur Straße” erschien; es gibt einen neuen “Turnschuh-Song”, einen “Bonustrack” und ein neues Vorwort von Bronco – außerdem wurde das Büchlein extrem liebevoll gestaltet von Matthias Huebner (Bordfunk).

Moderne Heilige: Goulds “Sankt Nimmerlein”, 2010

Für seine Diplomarbeit an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee hat der Berliner Künstler Gould “Moderne Heilige” als Plakatserie gestaltet – und vom Hintergrund bis zu den kleinsten Accessoires extrem detailversessen und pointiert umgesetzt. Wow! Außerdem gibt’s zu jedem Heiligen auch noch eine treffende Biographie, zum Beispiel: “Sankt Gentrifizian ist der Patron der Hausbesetzer, Demonstranten und Vermummten, der Graffitisprüher, der Stadtsoziologen, aber auch der Fahrradfahrer und Fussgänger. Er wird als Kiezheiliger angerufen, um meist ärmere Stadtteile vor allzu großer Veränderung im Zuge so genannter Aufwertung zu bewahren und die Sanierung oder den Abriss von Häusern und die Verdrängung der Bewohner des Bezirks durch zahlungskräftigeres Publikum zu verhindern. Er soll Alteingesessene vor Zugezogenen schützen, jene wiederum vor noch später Dazugezogenen und sie allesamt vor Touristen. Sein Gedenktag wird am 1. Mai gefeiert, und er gehört wie z.B. auch St. Laurentius und Johanna von Orléans zu den Röst-Märtyrern.”
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Ondrej Brody & Kristofer Paetau: PARASITES#3 – “Viereinhalb Jahre des Kampfes gegen Lüge, Dummheit und Feigheit”

Die Meister der grotesken Kunstinszenierungen kommen zum ersten Mal nach Hamburg: Am Samstag, 22. Mai, von 16-18 Uhr, wird das tschechisch-finnische Künstlerduo Ondrej Brody & Kristofer Paetau in der Olivia Jones Bar (Große Freiheit 35, Hamburg Reeperbahn) ihre neue Arbeit vorstellen: eine “schwule” Neuauflage von Adolf Hitlers “Mein Kampf”. Lasst Euch die PARASITES#3-Ausstellung “Viereinhalb Jahre des Kampfes gegen Lüge, Dummheit und Feigheit” nicht entgehen!

“Ondrej Brody & Kristofer Paetau sind Konzeptprovokateure mit Sinn für Humor. Ihre Arbeiten knallen im Kopf wie Sektkorken. Sie dekonstruieren überkommene Moralvorstellungen, machen auf soziale Missstände aufmerksam und treiben den Kunstzirkus ad absurdum. “Jede gute Kunst hat etwas Unberechenbares”, meint Paetau. Es gibt kein Tabu, das dieses tschechisch-finnische Künstlerduo nicht bereits gebrochen hätte: In der tschechischen Nationalgalerie koten sie während dem normalen Publikumsbetrieb auf den Boden (“Untitled, National Gallery”, 2004), bei der Berliner Kunstmesse bekam Paetau einen Übelkeitsanfall und musste sich minutenlang an einem Messestand erbrechen (“Art Forum Accident”, 2005). Und nebenbei attackieren sie auch noch gleich die Klassikern der Kunstgeschichte. Für ihre Hommage an Edouard Monets Gemälde “Le Déjeuner sur l’Herbe” luden sie vier tschechische Pornodarsteller ein, die die Frühstücksszenerie nachspielten, Camembert und Mousse au Chocolat aßen und während des Akts immer wieder französische Sätze wie “Diese Künstler, sie haben einfach keine Fantasie” vor sich hinstotterten.

Eine der radikalsten Arbeiten war aber sicherlich “DogCarpets”, 2007. Um die Widersprüche und falschen Moralvorstellungen in Bezug auf Haustiere und Jagdfetische zu enttarnen, ließen sie kurzerhand drei Hunde und eine Katze ausstopfen – und zu Bettvorlegern verarbeiten. Der Aufschrei war massiv: Das Duo erhielt Todesdrohungen und Hunderte Beleidigungen. Anderen Künstlern würde so viel Kritik wohl hart zusetzten – Brody & Paetau dagegen haben die Kritik einfach zu einem neuen Kunstwerk verarbeitet. In ihrer aktuellen Ausstellung “Degenerate Art” (bis 30. Mai) in den Prager Karlin Studios haben sie die absurdesten Beschimpfungen in Öl verewigt. Für ihre erste Ausstellung in Hamburg gehen sie jetzt noch einen Schritt weiter: Das Duo wird eine “schwule” Neuauflage von Adolf Hitlers “Mein Kampf” in einer “Book Signing”-Performance präsentieren – direkt auf der Hamburger Reeperbahn, in der Olivia Jones Bar.”

Verwirrt? Noch Fragen? Das ist das Manifest der Künstler zur Ausstellung:

Four and a Half Years (of Struggle) Against Lies, Stupidity and Cowardice

When an artist tries to rebel against the iron logic of Power, he comes into conflict with principles to which he himself owes his existence as artist. And so his action against Power must lead to his own downfall. Of course, Power can be mocked for a certain time, but its’ revenge will not fail to appear.

The inner nature of Artists always determines the way in which outward influences will have an effect: what leads one to starvation will train others for hard work. The Artist is greatest not in his mental qualities as such, but in the extent of his willingness to put all his abilities in the service of his Art. In the Artist the instinct for self-expression has reached its noblest form, since he willingly subordinates his own life to his Art and, if the hour demands, even sacrifices it.

Those who want to make Art, let them fight; and those who do not want to fight in this world of eternal struggle do not deserve to be
Artists. The true Artist must know that the Struggle against Lies, Stupidity and Cowardice can offer honor and fame in the eyes of
posterity, but nothing in the present.

Our priorities can be counted on One hand:

1. Direct attitude in ambiguous situations

2. Being literal is a conceptual advantage

3. Humor is a weapon

4. Criticality is vital – everything else is an excuse for maintaining
the power in place

5. We will fight till the END

Ondrej Brody & Kristofer Paetau

Neues Stickermag: Klebstoff #2

Das Warten hat ein Ende: Die neue Ausgabe von Klebstoff ist raus – wieder von vorne bis hinten voller Sticker! Diesmal mit: Klub7, Dadara, Matthias Müller, Jiem, 56K Public Service, Lodek, Zielgruppe, D.ROT, Cha, c’estpausfaux, SOX, Anker 8000, Fire Moustache, Nagel, Johnny Dynamite, Dan Witz, xXcrew, Love and Hate Studio, Eko, 1010 und Shlomo Steinar. Für 7,50 Euro kann man sich das Stickermag gleich hier bestellen. Via: Mail

Und sonst so? : 10. 03. 10


Wunderschön: Wie zufälligerweise Kunst entsteht. Foto: Ariel Schlesinger Via

* Pity of London: Ein kurzer Film von Ronzo über seine Skulpturen. Via

* Das ist die Idee: “Der Architekt Robert Burghardt hat in seiner Diplomarbeit ein Alternativkonzept für die Bebauung des Schlossplatzes in Berlin entwickelt.” Via

* Architektur II: Architekturstudierende der Universidade do Porto haben im Rahmen eines universitätsweiten Wettbewerb aus 420 IKEA-Plastikaufbewahrungsschachteln eine temporäre Bar entworfen und umgesetzt. Via

* I love Romania: “Check out the Romanian Stencil Archive, in case you’re not allready familiar with it. Great graffiti scene down there.” Via: Mail

* Das BRIMBORIA Institut freut sich bekannt zu geben, dass die offizielle Seite zum BRIMBORIA Kongress am 16.-18. April im Leipziger WESTWERK (Plagwitz) online ist!

* Wir kennen ihn, wir hassen ihn: Den Berliner Szenetyp – ein Text, der geschrieben werden musste: “Unbedingt, und zu aller erst, muss ein Jutebeutel angeschafft werden. Nein, nicht die von gängigen Supermärkten, sondern einer, der schon mindestens 10 Jahre alt ist und einen obskuren 90er Jahre Aufdruck (sehr beliebt ist „Der grüne Punkt“) hat. Je seltener und älter der Jutebeutel, desto besser. Er dient Männern und Frauen gleichermaßen als Handtasche oder Biertransport. Der Jutebeutel ergänzt den Billg-Look und ersetzt das Motto-T-Shirt der frühen 2000er. Der Jutebeutel ist ein nicht zu unterschätzendes Statussymbol. Frauen und Männer decken sich mit Röhrenjeans und Leggins von American Apparel ein, dem einzigen Laden, in dem noch von der Stange eingekauft werden darf. Keine Angst, liebe Moppelchen, wenn ihr nicht in die „One Size Fits All“ Strumpfhosen passt; diese Textilien, die in ihrem Ursprungsland für Kik-Preise verkauft werden, sind so teuer, dass sowieso nicht viel Kleingeld für Essen übrig bleibt. Zusätzliche Accessoire werden ausschließlich in kleinen Boutiquen, auf dem Mauerpark-Flohmarkt oder in Second Hand Läden besorgt, darunter riesige Sonnenbrillen, die das ganze Gesicht verdecken, und am besten auch einen alten Gameboy mit dem Spiel „Tetris“. Empfohlen sind ironisch getragene T-Shirts, also eigentlich völlig inaktzeptable Motive (Tribals, Three Wolf Moon, Micky Maus).” Mehr hier.

* Miam, miam: Lunchbox paintings. Via

* Miam, miam II: Artist-themed desserts im San Francisco Museum of Modern Art

* Großartige Minigolf-Anlage von La Bolleur. Via

* Checkdisout und die Hamburger Botschaft zeigen am Freitag, 12. März die amerikanische Dokumentation “Copyright Criminals” mit anschliessender Diskussion zum Film und zum Thema “Can you own a sound?”. Podiumsdiskussion mit: Ale Dumbsky (Radar Filmfestival), Rodja Schmitz-Hübsch (Finetunes), Thies Mynther (Phantom Ghost), Christian Tjaben (ByteFM) und Dietmar Brinkmann (Piratenpartei Hamburg)

* Lightwriting-Live-Event an diesem Freitag, 12. März: We Make Stuff Good Gallery @ Stattbad Wedding, Gerichtstr. 65, Berlin

Szpilman Award 2009: Hank Schmidt in der Beek

Und der Gewinner 2009 ist: Hank Schmidt in der Beek: “In den Zillertaler Alpen” (Foto: Fabian Schubert)

“Best Seven”: Gerard Herman: “Armed”: “Gerard Herman shows constantly a hooligan pose for one night. He hides his real arms under his jacket, the pose is created by a mockup.”

Gerard Herman: “Niets blijft ongestraft”: “Gerard Herman rides on a tandem bicycle together with a self-made character 16 km from his home to his exhibition opening.”

Jaroslav Kyša: “Love us or die”: “Jaroslav Kyša licks the Russian flag secretly in public at the Russia Day.”

Roy Menahem Markovich: “The Prestige Lounge” transforms a lounge into a wild jungle.”

Alexander Thieme: “Embedded”: “Alexander Thieme stands in the countryside and paints himself in the colours and structures of the background.”

Der schönste aller Kunstpreise ist wieder verliehen worden: Der Szpilman Award für ephemere Kunstwerke. Und es gab diesmal Rekorde, Rekorde, Rekorde: Rund 375 Teilnehmer aus 42 Ländern waren dabei – und insgesamt 500 Zloty (125 Euro) gab’s zu gewinnen! Die sieben ausgezeichneten Arbeiten gibt’s oben, mehr Infos und die Preisträger der letzten Jahr hier. Auch das “Potz!Blitz!Szpilman!“-Blog gehört natürlich in jede vernünftige Blogroll! Glückwunsch an alle Gewinner – unglaublich gute Arbeiten! Via: Mail

“Magazine of the year”: GuteSeiten-Award 2010

Der gähnend langweilige Hamburger Medienpreis LeadAward, bei dem immer wieder die üblichen Verdächtigen mit einem Preis ausgezeichnet werden (die den Award natürlich selbst auch sponsern), wird in diesem Jahr endlich Konkurrenz bekommen: GuteSeiten, curated kiosk & magazine club, verleiht im Hamburger Kunstverein (direkt gegenüber zur LeadAward-Location) zum ersten Mal den GuteSeiten-Award 2010. Neben der Preisverleihung gibt es auch eine Ausstellung mit Hunderten Magazinen (3. bis 14. März). In der Jury sitzen: Florian Waldvogel, Direktor des Hamburger Kunstvereins, Christoph Keller, Herausgeber bei JRP Ringier, Designer, Kurator und Schnapsbrenner, Karsten Henning, Art Director, ART – Das Kunstmagazin und Anke Feuchtenberger, Künstlerin und Professorin für Illustration und Zeichnung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Mitmachen bzw. Magazine einsenden kann jeder – Einsendeschluss ist der 1. Februar 2010! Wir freuen uns auf Eure Magazine: GuteSeiten – curated kiosk & magazine club / Award 2010 / c/o A+A Bieber / Georgstr. 4 / D – 22041 Hamburg
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GuteSeiten-Award is the first international award for fanzines and short-run magazines. A jury of artists, editors, publishers, art directors and zine lovers is awarding every year the “Magazine of the year”. The jurors 2010 are: Florian Waldvogel, Director, Kunstverein Hamburg, Christoph Keller, Publisher for JRP Ringier, Designer, Curator and Liquor Distiller, Karsten Henning, Art Director, ART – Das Kunstmagazin, Anke Feuchtenberger, Artist, Illustrator and Professor for Drawing and Illustration at the Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. There is no contribution fee and everybody can contribute – editors, designers, zine lovers. The only qualifications are:
1. It must be a magazine, i.e. a serial publication, published regular or irregular.
2. At least one issue has to be already published.
3. The circulation should not be over 8000 per issue.
4. Deadline for contribution is: 01.02.2010
A prize will be awarded to the best “magazine of the year”. And the best entries will also be exhibited at the Kunstverein Hamburg (exhibition will be 3rd to 14th march) and included in our ZINOTHEK. Please send your magazines to: GuteSeiten – curated kiosk & magazine club / Award 2010/ c/o A+A Bieber / Georgstr. 4 / D – 22041 Hamburg

GuteSeiten-Zinothek: All you can read

An dieser Stelle mal ein bisschen Promo in eigener Sache: Vor ein paar Monaten habe ich GuteSeiten gestartet – den ersten virtuellen Kiosk für Fanzines und Magazine in Kleinstauflage. Wir vertreiben dort Magazine aus den Bereichen Kunst, Design, Architektur, Illustration, Musik, Mode und Fotografie – wie z.B. Low aus Dresden, Balkon & Garten aus Berlin, Slanted aus Karlsruhe, der:die:das aus Zürich, The Ride aus London, Neural aus Bari – und viele, viele mehr. Aber das beste daran: Wie bieten dazu auch eine Zinothek an! Denn: Warum Zeitschriften kaufen, wenn man sie nur lesen will? Für 9 Euro im Monat inklusive Porto und Verpackung (Flatrate/All you can read für 19 Euro) vermieten wir über 60 aktuelle Zeitschriften und Fanzines aus den Bereichen Kunst, Design, Architektur, Illustration, Musik, Mode und Fotografie – die es an keinem Bahnhofskiosk gibt! Es gibt ein maßgeschneiderte Abo, das man natürlich auch jederzeit wieder abbestellen kann. Fazit: Man spart, wird überrascht und dazu ist die Zinothek noch bequem. Und als Bonus gibt es auch noch ein Profil auf der Member-Seite. Also bitte unterstützt das Non-Profit-Projekt GuteSeiten – und alle leidenschaftlichen Magazinmacher.