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Und sonst so? : 23. 08. 2014


Sean Hart: “Do not litter”, 2014

* Happy birthday, Backjumps! Zum 20jährigen Jubiläum gibt’s die Berlin-Premiere von dem Film STYLE WARS 2! Vor Ort: Duro, Veli&Amos, Mr.Ix und Mr. White! Feiert mit, 30.8., im Freiluftkino Kreuzberg, der Eintritt ist frei!

* WAV haben ab September bei der Hamburger Galerie Melike Bilir eine neue Ausstellung: “Ballon – Erspielen und Erforschen von Demonstrationskultur”. Eröffnung: Samstag, 6. September, 18 Uhr; Ausstellungsdauer: 10. September – 12. Oktober 2014, Außerdem nimmt das Duo auch an der Produzentenkunstmesse (P/art) HH statt.

* Tolles Buch, kostenlos zum PDF-Download: “New Art/Science Affinities“, u.a. mit und von Régine Debatty

* Ebenfalls lesenswert: “Ungehorsam! Disobedience! Theorie & Praxis kollektiver Regelverstöße”, ebenfalls als PDF zum Download

* “Disobedient Objects“: Die Ausstellung (bis 1. Februar) im Londoner Victoria & Albert-Museum über Objekte zivilen Ungehorsams. Via

* “The Future of Social Media” – schönes Interview mit der Künstlerin Simone C. Niquille

* “Vom 2.-5. Oktober 2014 wird das KNOTENPUNKT Festival Hamburg zum Treffpunkt von über 50 internationalen Künstlerrinnen und Künstlern urbaner und neuer zeitgenössischer Kunst machen. Im letzten Jahr lockte das Festival zu seiner Premiere bereits mehr als 3.000 Besucher an und begeisterte das bunt gemischte Publikum aus Urban-Art-Liebhabern, Kunstkennern und Kunstsammlern. Das diesjährige KNOTENPUNKT Festival wird bereits im September durch ein spektakuläres Side-Event eröffnet. Im Rahmen des „Mural Kick Off“ gestalten international bekannte Urban-Art-Künstler mehrere Hausfassaden mit riesigen Wandgemälden, die das Hamburger Stadtbild durch die großflächige Kunst nachhaltig prägen werden.” Via: Mail

Jetzt mitmachen: MEMEFEST 2014 – RADICAL INTIMACIES

MEMEFEST, das internationale Festival für sozial verantwortliche Kommunikation und Kunst, sucht Beiträge zum diesjährigen Thema (Deadline 20. September!): “Radical Intimacies: Dialogue in our times“. “Dialogue is the crucial form of communication. It makes us able to communicate beyond differences and create common worlds. It puts the individual as well as the community in the centre of attention. Dialogue is now important more than ever. But what has became of dialogue today? What influences most of the intimacy we are capable to create? What if we are witnessing a new phase of communication? And what if we could re-think how to approach dialogue today, with all it’s difficulties and potentials because we still think that dialogue is the crucial form of communication and we still believe in its unmatched potential? How can we than design dialogue that would work? Dialogue is tirelessly presented as ‘the’ solution to the problems of ‘our’ times – in art, war, love, democracy and even in the workplace. In fact, dialogue has been central to the ethos of Memefest since its inception back in 2002. But what if dialogue is not working? RADICAL INTIMACIES: DIALOGUE IN OUR TIMES is the theme of this year’s Memefest. We’re trying to ask a dfficult question in order to honestly explore all the complicated failures and the hopeful potentialities that feed our faith in dialogue – politically, creatively, laboriously and intimately. Respond to this proposition in the Memefest 2014 Friendly Competition.” Via: Mail

Apply Now! Szpilman Award 2014

Wer hat an der Uhr gedreht? Jetzt ist es schon wieder bald so weit: der schönste Kunstpreis der Welt geht in die 12. Runde, die Parameter sind wie immer die altbekannten: “The SZPILMAN AWARD is awarded to works that exist only for a moment or a short period of time. The purpose of the award is to promote such works whose forms consist of ephemeral situations. Everyone can apply. Worldwide! There is no participation fee. Closing date: September 30, 2014.” Die Gewinner aus dem letzten Jahr gibt’s hier, alle Beiträge hier. Via: Mail

“Contacts”: Ein Buch voller VIP-Visitenkarten

Handynummer von Hans Ulrich Obrist gefällig? Oder wollt ihr dem “Monopol”-Chefredakteur mal eine Mail schreiben? Oder eine Kooperation mit dem britischen Botschafter eintüten? Dann ist “Contacts” genau das Richtige für Euch! Das kleine Büchlein aus dem Leipziger Verlag International Neighboorhood hat Hunderte Visitenkarten aus den Bereichen Kunst, Kultur, Medien und Politik abgedruckt. Und: Auch ich bin dabei! Vielen Dank, ich fühle mich geschmeichelt! Das Buch kann man für 5,90 inkl. Versand hier bestellen. Via/Via/Via

Aus dem Pressetext: “Beziehungen schaden nur dem, der keine hat” – Volksweisheit

85 mal 45 Millimeter Macht. Visitenkarten sind Statusobjekte, dienen der Identifikation mit dem Unternehmen und bilden auch immer Hierarchien ab. Einst dienten sie als Besuchskarten. Man gab sie dem Diener, der sie dann an den Hausherrn weiterreichte. In Japan werden sie noch heute mit einer ehrfürchtigen Verbeugung übergeben. Im Mittelalter gab es Orden, später Zünfte und Studentenvereinigungen. Heute gibt es Gewerkschaften, Berufsverbände und soziale Netzwerke wie Xing, Facebook oder LinkedIn. Die richtigen Kontakte sind Karriere-Beschleuniger und Türöffner. Und gerade in der Politik, Kunst-, Kultur- und Medienbranche bleiben die Türen ohne Kontakte oft verschlossen.

Dieses Buch will dem Leser helfen Kontakte zu knüpfen und aufzubauen. Die Visitenkarten basieren auf rund zehn Jahren exzessivem Netzwerken und sind eine Auswahl der wichtigsten Entscheider und Multiplikatoren. Dieses Buch ist Kunstprojekt, politisches Statement, Telefonstreich-Vorlage, ein perfektes Geschenk. Je nach Perspektive und je nachdem wie man es benutzt.

Pressestimmen:
“Als ich vor etwa zehn Jahren Kasper König von einem künstlerischen Projekt erzählte, legte er zwei dicke Adressbücher mit den Worten auf den Tisch: „Bedienen Sie sich.“ – Stefan Römer

“Banksy would like to make clear – this book has nothing to do with me” – Banksy

Auftrag: Kunst!


Produktion & Bau für Monica Bonvicini: “Not for you”, 2007

Dieser Text von mir hat bereits ein paar Jahre auf dem Buckel – ist aber bisher unveröffentlicht. Saygel & Schreiber sind inzwischen nach Berlin-Kreuzberg umgezogen und haben ein paar neue Künstler-Kunden dazugewonnen, aber ansonsten hat der Text eigentlich nichts von seiner Aktualität verloren.

Auftrag: Kunst!

Attila Saygel und Lorenz Schreiber sind die Handwerker hinter dem Werk – seit über einem Jahrzehnt produzieren sie Kunst für Cosima von Bonin, John Bock, Monica Bonvicini und viele andere.

Ihre Werke waren ein Höhepunkt der Documenta 12. Und wurden in Berlin, Los Angeles, Stockholm und Rotterdam ausgestellt – gleichzeitig. Attila Saygel und Lorenz Schreiber produzieren Kunst im Akkord. Aber trotzdem kennt sie niemand. Und das ist ihnen egal. „Wir sind unwichtig, weil wir ersetzbar sind“, sagt Attila Saygel. Lorenz Schreiber ergänzt: “Ohne die Namen sind wir nichts!“ Und diese Namen sind: Cosima von Bonin, John Bock, Monica Bonvicini, Björn Dahlem, Carsten Höller, Danh Vo oder Simon Wachsmuth. Als Duo Saygel & Schreiber produzieren sie die Arbeiten dieser Künstler – sie sind die Handwerker hinter dem Werk.

Berlin, Wedding. Einer dieser Problembezirke mit besonders hoher Arbeitslosigkeit. In der Drontheimer Straße gibt es Internet-Cafés, Hartz 4-Kneipen, KFZ-Ersatzteillager – und die
Schlosserei “Thein + Rios”. Die kleine Backsteinhalle versteckt sich im Hinterhof der Hausnummer 19. Hier wurden alle Metall-Werke für die Solo-Schau von Cosima von Bonin im Museum of Contemporary Art in Los Angeles produziert (“Roger and Out”, 16. September – 7. Januar 2008). Aus dem Inneren funkt und faucht es. Überall liegen Rohre, Rahmen, Metallteile. Drei Schlosser löten, schlagen und schleifen. Im Hintergrund dröhnt ein Radio. “Der kann Alu schweißen wie ein Gott”, brüllt Lorenz Schreiber und zeigt auf einen Schlosser. “Die Qualität muss einfach besser sein als in der Industrie. Alles High-End!” Mit einer Zigarette im Mundwinkel bohrt ein anderer Schlosser ein Loch in eine Eisenstange. Seine schmutzigen Hände spiegeln sich in dem polierten Metall. “Die freuen sich Teil eines Kunstwerks zu sein”, sagt Attila Saygel. “Normalerweise machen die Lawinenschutz für Dächer oder Metallzäune. Das hier ist eine ganz andere technische Herausforderung.” In einem kleinen Büro über der Werkstatt beugt sich der Meister über einem Zubehör-Katalog. “Habt ihr die richtigen Hutmuttern?”, fragt Saygel. Jedes noch so kleine Detail muss geplant, bedacht und überprüft werden.

Attila Saygel hat eine hohe Stirn und eine rauchige Stimme. Er ist hektisch, redet schnell und springt von einem Gedanke zum nächsten. Lorenz Schreiber trägt zum kahlrasierten Kopf ein dünnes Brillengestell und ist stiller, aber sein Blick ist hellwach. Das Duo kennt sich bereits aus Studienzeiten. Beide studierten Architektur an der Technischen Universität Berlin. Sie wohnten, entwarfen und bastelten zusammen. Nebenher arbeitete Saygel beim Film und entwickelte das Set-Design für Filme wie Tom Tykwers “Lola rennt”. “Man fängt da ganz klassisch als Assistent des Assistenten an”, erzählt er. Glücklich war er nicht. “Man steckt da seine ganze kreative Energie und Motivation rein – und alles was bleibt, sind ein paar Videokassetten. Kunst ist für die Ewigkeit. Unsere Objekte sind immer mal wieder zu sehen – und werden auch besprochen. Es ist einfach schön ein sichtbares und physisches Resultat zu haben.”

Im Jahr 2001 lernten die Beiden dann Cosima von Bonin kennen. Sie suchte dringend jemanden, der für ihre Ausstellung “Bruder Poul sticht in See” zwei Katapulte produzierte. Saygel und Schreiber kamen, bauten – und von Bonin war glücklich. Durch sie lernte das Duo immer mehr Künstler kennen, die mal eine Zeichnung brauchten, Unterstützung bei einer Produktion oder beim Aufbau. “Wir sind ganz klar ein Dienstleister”, erklärt Saygel. “Und daran darf man auch nicht rütteln. Denn jeder Künstler könnte sich ja auch einfach irgendeinen Kunststudenten zum Assistenten nehmen. Aber da die meisten Assistenten semi-talentiert sind, begehren sie nach einem Jahr auf, weil sie zu wenig Ruhm ernten. Das ist genau das Problem der Künstler: Irgendwann nerven die Assistenten.” Und dann kommen Saygel & Schreiber zum Einsatz. Sie sind Dienstleister für Künstler, die nicht wie Olafur Eliasson eine eigene Werkstatt mit 28 Architekten unterhalten wollen. Sie übernehmen von der Produktion, über den Versand bis zum Aufbau die gesamte Organisation. “Es gibt ganz viele Kunstwerke, bei denen wir denken: Wow, tolle Idee! Aber wie das verarbeitet ist!” Saygel schüttelt den Kopf, während er spricht. “Bei Pigwelt Banana von Jason Rhoades fiel kürzlich die Plastikbanane ab. Und ich dachte nur: Wie kann man da nur so einen dämlichen Heißkleber benutzen. In solchen Fällen können wir uns wirklich nützlich machen.”

Seit zwei Jahren arbeitet das Duo nun in einem eigenen Ladenbüro in Berlin Mitte. Gut versteckt hinter efeuberankten Plattenbauen und Nachbarn, die neugierig über die rote Geranien-Front linsen. An ihrer Schaufensterscheibe klebt in feinen, goldenen Lettern das Logo “Saygel & Schreiber”. Sie stehen vor ihnen ihr Laptops, während das Telefon ständig klingelt. Monica Bonvicini braucht noch dringend eine Zeichnung für einen Kunst am Bau-Wettbewerb in Oslo. Bei einer Installation in der Sammlung Hoffmann ist eine Glühbirne kaputt gegangen. Der vietnamesische Künstler Danh Vo möchte die Hängung seiner neuen Arbeiten besprechen. Und der Berliner Künstler Christoph Keller schaut vorbei und braucht ein paar Material-Ratschläge. “Ruf mal bei Abstrakte Transparenz an. Das sind so Plexi-Nerds aus Hamburg”, rät ihm Saygel. Multi-Tasking gehört zum Alltag eines Kunstproduzenten. Meist arbeitet das Duo für Dutzende Künstler gleichzeitig. In diesem Monat sind es Cosima von Bonin, Ceal Floyer, Monica Bonvicini, Angela Bullock, Carsten Höller und Klaus Weber. Dazu realisieren sie noch eine Installation für das Ministerium für Arbeit und Soziales, eine schwerelose Kabine für das Moskauer Projekt “Zero Gravity” und nebenher haben sie noch das Badezimmer für den Rammstein-Bassisten geplant. Ihr Kapital sind gute Kontakte und Freunde: Glühbirnenhersteller in China, Glasbläser aus Murano, eine Schlosserei und Schreinerei in Berlin, “Plexi-Nerds” aus Hamburg, einen Möbeldesigner aus Barcelona und die Farben-Pulverbörse in der Schweiz.

“Manchmal gibt es auch Arbeiten, die will niemand machen”, meint Saygel. “Weil sie einfach zu teuer und aufwendig sind. Da kann der Künstler nur noch einen Handwerker im Vollrauch bequatschen, der ihn dafür aber auch bis an sein Lebensende hassen wird. Gerade junge Künstler haben da manchmal ganz falsche Vorstellungen. Vor kurzem wollte ein Künstler Figuren aus Hochofen-Schlacke. Dafür braucht ein Diamantbohrer acht Tage – und das kostet mindestens 10 000 Euro. Der Künstler dachte an 2000 Euro.” Unter 10 000 Euro Produktionskosten setzt sich das Duo eigentlich auch gar nicht mehr vor die Laptops. “Das lohnt sich einfach nicht, da bleiben gerade mal 2000 Euro für uns hängen. Aber der Aufwand ist genauso groß, wie bei einem 60 000 Euro-Projekt.” Und Attila Saygel hat da schon viele schlechte Erfahrungen gemacht. “Je größer die Galerie, desto schlechter die Zahlungsmoral. Manchmal fühlen wir uns schon wie eine Hobbybank. Wenn wir irgendwann einmal aufhören, dass ist dies der Grund.”

Und wenn das Material 10 000 Euro kostet und das Werk später für 100 000 Euro verkauft wird? “Der Kunstmarkt interessiert uns nicht. Da darf man auch nicht drüber nachdenken”, sagt Saygel bestimmt. “Ich sage immer: Sein Glück, hat mit unserem nichts zu tun. Und nur weil es dir besser geht, geht es uns nicht schlechter.” Und Schreiber ergänzt wieder: “Wenn wir etwas herstellen, ist das ein lackiertes Stück Metall und hat deshalb auch nur den Wert eines lackierten Stück Metalls. Und nicht den eines Kunstwerks. Es liegt nicht im Naturell des Dienstleisters, dass er an der Mehrwertschöpfung partizipiert. Aber die Künstler sind schon dankbar, öfters bekommen wir mal Kunstwerke geschenkt. Irgendwann wird es sicherlich die Sammlung “Saygel & Schreiber” geben.”

Kunst ist ihr Geschäft. Aber selbst als Künstler arbeiten, wollte das Duo nie. “Unser Mitteilungsbedürfnis ist sehr gering. Wir wollen der Welt gar nicht unsere Meinung erzählen. Und man fängt ja auch nicht als Dienstleister an, um als Hollywood-Star zu enden”, sagt Saygel. Nur einmal, da war die Versuchung zu groß. Als das Duo für das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien die Objekte von Carsten Höller und Björn Dahlem aufbaute, schummelten sie am letzten Tag ein eigenes Werk in die Ausstellung. “Während der gesamten Aufbauphase haben wir damit geliebäugelt. Uns fiel auf, dass bei jeder Produktion Dinge übrig bleiben, die vom Künstler in die Hand genommen und betrachtet werden, aber als Unzureichend befunden wurden. Dinge, die das Potential hatten Kunst zu werden, es aber doch nicht geworden sind.” Das Duo stellte also einen Mülleimer mit übrig gebliebenen Glühbirnen in eine Ecke und schrieb auf ein Post-It “Artists Unknown, Wrong Place, Wrong Time”. “Wir dachten am nächsten Tag ist es verschwunden”, sagt Saygel. Aber das Gegenteil geschah: Francesca von Habsburg kaufte die Arbeit für ihre Sammlung – und der Kurator des Palais de Tokyo war so begeistert, dass er sie in Paris ausstellte. “Wir wollten damit nichts erreichen und streben auch keine Karriere als Künstler an. Das war einfach die Lust sich auszudrücken. Ein kleines Statement eben.”

Berlin Besetzt: interaktiver Stadtplan zu Berliner Hausbesetzungen


Foto: Michael Kipp/Umbruch-Bildarchiv (Räumung am Fränkelufer in Kreuzberg am 24. März 1981)


Foto: Ulrich Sauerwein/Umbruch-Bildarchiv („Bobby Sands Haus” in der Bülowstraße 89, ca.1981)

Großartig! Berlin Besetzt zeigt die Geschichte von Haus- und Platzbesetzungen in Berlin als Beispiel für selbstermächtigte Eingriffe von Protestbewegungen in den Stadtraum und das Stadtleben. Der interaktive Online-Stadtplan mit digitalem Archiv macht kollektive und selbstverwaltete Räume in der Stadt sichtbar. Die Karte zeigt den Berliner Stadtraum als Ergebnis von Aneignungskämpfen, an denen Hausbesetzungen einen (nicht zu unterschätzenden) Anteil haben. Mit Sicherheit ist diese Geschichte noch lange nicht fertig erzählt und wir freuen uns über Ergänzungen, Korrekturen und Material! Ein Projekt vom Pappsatt Medienkollektiv, reclaimyourcity.net und Eike Send, in Zusammenarbeit mit dem Papiertiger-Archiv, dem Umbruch-Foto-Archiv und azozomox.
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Und sonst so? : 20. 07. 14


Foto: “LSD” von Clay Hickson. Aus dem Computer Virus Catalog, “illustrated guide to terrible computer viruses”. Via

* Knotenpunkt, das Urban Art Festival in Hamburg (2-5.10), in diesem Jahr u.a. mit 1010, Doppeldenk, Vermibus u.v.a. sucht noch 3 Künstler! “Wie im letzten Jahr werden wieder drei Plätze an Künstler vergeben, die sich beim Open Call bewerben. Für die Teilnahme können alle Künstler bis zum 23. Juli Künstlerinfos, Vita sowie drei Fotos von Werken, die beispielhaft für die Arbeit stehen, an application@knotenpunkt.net senden.”

* Wieviel verdienen Kuratoren eigentlich wirklich? Via

* Love it: Das Offline-Café Faraday in Vancouver. Via

* “Shazam” für Street Art: Mit der “Markr App” Murals erkennen lassen. Via

* Gregory Project: Wie aus Werbeflächen Wohnungen für Obdachlose werden sollen Via

* “Ohne das Backjumps Netzwerk aus Berlin wäre die Diskussion um Street Art nicht da, wo sie heute ist. Dieses Jahr wird Backjumps 20 Jahre alt und das soll gefeiert werden. Anlässlich des Jubiläums wird es ein großes Festival von Ende August bis Ende Oktober 2014 in Berlin geben. Um das große Jubiläum gebührend zu feiern, sucht Backjumps per Crowdfunding nach Unterstützern. Wer möchte, kann das Vorhaben auf indiegogo finanziell unterstützen. Als Dankeschön gibt es einige schöne und rare Fundstücke auf dem Backjumps-Archiv der letzten 20 Jahre.” Via

* No shit: Für den Besuch der Ausstellung “Toilet” bekommt man nen Kack-Hut und muss durch ein Klo rutschen

* Nicole Mieth und Jule Halsinger aus Berlin machen Plüschtiere aus den Vorlagen von Street Art und Graffiti. Via

* Koblenz ist deutsche Graffiti-Hauptstadt

* Ausstellungs-Tipp: Jürgen Große “The Art of Remark 2. Berlin: Gaze, Rohre und Objekte”, 30. Juni bis 24. Juli 2014, Tschechisches Zentrum Berlin

* Yeah: 3D-Drucker, Drohnen, Waffen, Party & das Internet: Das neue (Mai) Musikvideo von MIA

* Guardian: “Why digital matters“. Via: Laurence, merci!

* “Google Street Art Project“. Via

“Es geht um die Ästhetik, um die Produktion von Emotionen ohne die Notwendigkeit von Erklärungen”: Mit OX in Paris

“Diese Werbeflächen sind wie offene Fenster, wie überdimensionale Gemälde, die in der Stadt aufgehängt werden”, sagt OX. Für die aktuelle 5MINUTES-Episode hat ilovegraffiti den französischen Künstler bei seiner Arbeit in Paris beobachtet. Und: Das ist jetzt auch der offizielle Trailer zu meiner großen OX-Monografie, die noch in diesem Jahr bei International Neighboorhood erscheinen wird.

Infografik-Graffiti: Sasha Kurmaz und “Statistic”

Das neue Projekt von Sasha Kurmaz: “Statistic”. “The concept of the work is to create an abstract painting in a public space that will be created on the basis of the sociological survey. The purpose of the study to determine the ratio of residents of Katowice (Poland) to the problem of Russian military intervention in Ukraine. About 150 people were interviewed by questionnaire. Based on this study, I created infographic. The chart shows the average of the balance of opinions. The project was realized within the scope of the Katowice Street Art Festival. Katowice, Poland 2014.” Via: Mail, thx!

Und sonst so? : 11. 06. 14


Foto: DEPLUS XTND. Via, merci!

* Lohn-Liste: “Inspired by the Who Pays Writers? Tumblr, Kyle McDonald of F.A.T. Lab and a team of other developers have launched Who Pays Artists?, an open-submission site to let the world know who pays artists.” Via

* Furz-App: “Get smart from your fart. Learn about nutrition the rad way. Scan food bar codes to discover their fart power.” Via

* Webby for Person of the Year: Banksy.

* Schildkröten-Taxis: “The Turtle Taxi is a new kind of taxi service that has recently been launched in Yokohama. The cabs bring passengers from A to B like any other taxi service, but they don’t necessarily do it as quickly as possible.” Via

* Stadtraum-Petition: Petition des Verein für Freie Stadterfoschung: “Der frei nutzbare Stadtraum wird zunehmend eingegrenzt und sollte deshalb geschützt werden. Der öffentliche Raum ist als gemeinschaftlich genutzter Stadtraum, Möglichkeitsraum und Ort der Aneignung zu sehen. Er ist die Grundlage für lebenswerte und lebendige Städte, in denen sich jeder frei bewegen und seine Meinung äußern kann. Der Verein für Freie Stadterforschung fordert auf Bundesebene den öffentlichen Raum als räumliche Kategorie unter (Arten-) Schutz zu stellen (ähnlich einem Naturschutzgebiet), um seine Nutzungsvielfalt zu bewahren. Der öffentliche Stadtraum droht als lebenswerter Raum unter Anderem durch den motorisierten Verkehr, Überwachung und Privatisierung in seiner freien Nutzung eingegrenzt zu werden.”

* Buchtipp I: “Branding Terror. The Logotypes and Iconography of Insurgent Groups and Terrorist Organizations

* Buchtipp II: “Free OZ! Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz“. In den Beiträgen des Buches werden die Strafverfahren gegen OZ als Exempel der Kriminalisierung von Streetart analysiert, der öffentliche Raum gegen seine zunehmende Privatisierung verteidigt, die Vereinnahmung von Urban Art durch Werbung und Kommerz kritisch untersucht. Das Buch würdigt das Schaffen von OZ aus künstlerischer Perspektive und geht der Frage nach, was den Menschen hinter dem legendären Kürzel bewegt. Assoziation A, März 2014, 18 Euro

* Buchtipp III: “Drohnenland“. “Alles wird überwacht. Alles ist sicher. Doch dann geschieht ein Mord, der alles infrage stellt.” Spannend, komisch, kritisch, absolut lesenswerter Krimi. Kiwi, 432 Seiten, 9,99 Euro

* Zimmerpflanzen-Befreiung: “Der PLF (Plants Liberation Forest) ist ein Umerziehungslager für Zimmerpflanzen, die in unseren klimatisierten Wohnungen gefoltert werden: es ist zu heiß, zu kalt, zu zugig, zu trocken, zu nass, zu dunkel, zu hell, zu wenig Platz, … Wir haben die Pflanzen vergessen lassen, dass sie von einem Baum abstammen, von einem gewaltigen Riesen aus dem Regenwald Amazoniens oder aus dem asiatischen Dschungel.”

* Mover & Shaker: Movers and makers: the most powerful people in the art world