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Category street art

“Petites résistances – Rebellion als Kunstform” & “Akademie der Rebellion” in Düsseldorf

Nicht verpassen: In Düsseldorf beginnt der Frühsommer des Widerstandes!
Die Ausstellung: 1. Juni bis 13. Juli 2013, im Weltkunstzimmer, Düsseldorf:

“Die Ausstellung “Petites résistances – Rebellion als Kunstform” präsentiert 14 internationale Positionen, die auf subversiven Formen der Kunst basieren. Bei ihren Interventionen stehen die Künstler und Künstlergruppen der Ausstellung Brad Downey, Cheesecake Powerhouse, Jérome Fino, Fröhlich, Mladý, Simánek und Turner, Marlene Hausegger, Harmen de Hoop, Klara Lidén, Ann Messner, Anne Mommertz, Partizaning, Florian Rivière, Helmut Smits, The Wa und Yomango nah am politischen Aktivismus.

Die kleinen Widerstände von “Petites résistances” sind Ausdruck des individuellen Protestes und des zivilen Ungehorsams. Die Künstler stellen Aspekte des gesellschaftlichen Konsenses in Frage und leisten einen lokalen, bescheidenen, wenig auffallenden – und jedoch effizienten – Widerstand gegen Fremdbestimmung und Entfremdung. Wie Sandkörnchen im Getriebe der globalen politischen Maschinerie wehren sie sich gegen die Kommerzialisierung und die zunehmende Überwachung und Kontrollierung des öffentlichen Raumes.

Sie eignen sich die Stadt und die Straße wieder an und leiten deren rigide Funktionalität in einen neuen, spielerischen Zusammenhang ab. Durch direkte Eingriffe in das soziale Geschehen und eine hohe Sichtbarkeit (die “Werke” bestehen hier in temporären Interventionen, die auf der Straße stattfinden) wird die Relevanz einer individuellen Einschaltung in die aktuellen, gesellschaftlichen Diskussionen exemplarisch vorgeführt.

Dabei hegen die Künstler und Künstlergruppen nicht den Anspruch, eine Weltrevolution zu entfachen. Anders als die politische Kunst der 1970er- und frühen 1980er-Jahre, als gegen ganze Systeme gekämpft wurde, liegt der Einsatz von “Petites résistances” in einer dezentralen, subjektiven Bürgerbewegung von unten, in der die Welt neu gedacht und gemacht wird – mit spielerischen, humorvollen und zugleich entlarvenden Instrumenten.”

Die Akademie der Rebellion: 28. Mai bis 1. Juni

Das Ziel der kostenlosen Akademie ist es, Interessierte aus allen Horizonten mit einer Praxis der spielerischen und sinngebenden Aneignung des öffentlichen Raums zu konfrontieren. Mit Künstlern oder Theoretiker der Urban- und Street Art gehen die Teilnehmer auf die Straßen von Düsseldorf und erleben die Stadt anders! Anhand von Führungen, einfachen Übungen und gemeinsam realisierten Interventionen entdecken sie eine andere, wenig beachtete Seite der Straße und werden dadurch sensibel für Phänomene und Zusammenhänge gemacht, die in der Regel als periphär gelten. Vermittelt werden theoretische und praktische Grundlagen der Street-Art, subversive Techniken und Guerilla-Strategien der Postgraffiti-Bewegung. Die Akademie nimmt für 5 Tage die Form eines Workshops an. Es wird insgesamt neun verschiedene Module geben, die entweder einen theoretischen oder einen praktischen Schwerpunkt besitzen. Die Module können einzeln belegt werden. Der aktuelle Plan sieht so aus:

28. Mai

13 Uhr: Emmanuel Mir und Alain Bieber: Begrüßung und Programmvorstellung. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1 Std.)
14 Uhr: Alain Bieber: Politische Kunst im öffentlichen Raum. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1,5 Std.)
16 Uhr: Partizaning: Participatory Urban Replaning. Partizaning ist eine in Moskau basierte Künstler- und Aktivistengruppe, die den öffentlichen Raum als Austragungsort des politischen Diskurses versteht. Im Austausch mit den Workshop-Teilnehmern initiieren zwei Mitglieder der Gruppe eine Aktion in Düsseldorf. (PRAXIS, 3 Std.)

29. Mai

11 Uhr: Jérome Fino: Hacking the sound of the city. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Jérome Fino ist ein französischer Klang- und Videokünstler. In einer seiner bekanntesten Aktion, zweckentfremdet er Lautsprecher und tonproduzierende Geräte im öffentlichen Raum. Mit ihm gehen die Teilnehmer auf der Suche nach potenziellen Klangkörpern in die Stadt. (PRAXIS, 2-3 Std.)
16 Uhr: Klaus Rosskothen: Street Art in der Galerie. Ort: Galerie Pretty Portal, Brunnenstr. 12, 40223 Düsseldorf. Der Galerist gibt einen Einblick in die internationale und lokale Street Art-Szene, präsentiert einige Künstler aus seinem Programm und spricht von den Besonderheiten des Handels mit Street Art. (1,5 Std).

11 Uhr: Anne Mommertz: Um den heißen Brei. Ort: Düsseldorf Flingern und Oberbilk. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Die Künstlerin und Autorin führt sie durch die unbekannten Seiten zweier Stadtteile, die im Laufe ihrer Geschichte viele Umbrüche erlebt haben. Dabei kommen völlig neue Aspekte dieser populären Stadtteile zum Vorschein. (1,5-2 Std.)
15 Uhr: Alain Bieber: Dérive: Zur Praxis des Herumschweifens. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Der Kurator und Autor Alain Bieber reaktiviert eine situationistische “Technik” des urbanen Umherschweifens, bei der, anhand von einfachen Übungen, die Stadt ganz neu wahrgenommen und erlebt wird. (PRAXIS, 2-3 Std.)

31. Mai

11 Uhr: Florian Rivière: Die Stadt ist ein Spielplatz. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Mit dem Künstler und Urban Hacktivist Rivière, der Gegenstände im öffentlichen Raum zweckentfremdet um dessen spielerisches Potenzial zu Tage zu fordern, gehen Sie durch die Straßen der Stadt und spielen mit vorgefundenen Objekte und Situationen. (PRAXIS, 2-3 Std.)
16 Uhr: Andi Wöhle und Fabian Haupt: Die Stadt ist ein Turnplatz. Ort: N.N. Die Parkour-Sportart ist eine neue Bewegungsform im urbanen Raum, die keine Hindernisse kennt und Mauern, Fassaden oder Rampen als Möglichkeiten des akrobatischen Fortkommens betrachtet. Hier wird die Stadt körperlich erfahren. Die Werkstatt ist eine Einführung in die Kunst des Parkours. (PRAXIS, 3 Std.).

1. Juni

11 Uhr: Emmanuel Mir: Führung durch die Ausstellung Petites résistances. Exklusive Preview! Wenige Stunden vor ihrer Eröffnung gewährt der Kunstwissenschaftler und Kurator der Ausstellung einen Blick hinter den Kulissen.
13 Uhr: Gemeinsamer Besuch der Interventionen. Die Interventionen oder Performances, die während den Praxis-Werkstätten stattgefunden haben, werden im Plenum besucht und besprochen. Aufs Fahrrad und ab durch die Stadt!
17 Uhr: Diplomverleihung und Hängung der Dokumentationen. Siehe unten.

Teilnahmebedingungen

Ermöglicht durch die Hans Peter Zimmer Stiftung, ist der Workshop kostenlos. Es sind keine Vorkenntnisse erfolrderlich. Die Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein und sich bereit erklären, die volle Verantwortung für ihre Interventionen im öffentlichen Raum zu übernehmen. Die Teilnehmer sind für ihre Verpflegung zuständig! Anmeldung: Bitte schicken Sie eine Anmeldungsmail an: emmanuelmir1@googlemail.com und geben Sie folgende Daten durch: Vorname und Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse und Mobilnummer und welche Module Sie belegen möchten.”

Gewinnt 5 x das neue Stickermag “Klebstoff #5″!

Endlich gibt´s wieder eine neue Klebstoff-Ausgabe! #5 wurde diesmal mit zusammen mit der LODOWN MAGAZINE Crew produziert. Die haben ein Potpourri ganz besonderer Artworks internationaler Künstler aus ihrem Netzwerk zusammengestellt. “Zwar steht diese Ausgabe unter keinem genauen Thema, aber sie ist gespickt mit Totenköpfen, expliziten Bildern und okkulten Beiträgen. Deshalb gibt es das Heft nur eingeschweißt, um alle Unschuldigen und Schwachen zu schützen. Seid Ihr stark genug? Denkt daran: Sticker sind ein Sport, ein kleines Manifest, ein Werkzeug und ganz bestimmt nicht nur für Kinder. Lasst die Aufkleber nicht im Heft – verklebt sie überall!”

Und bei rebel:art gibt´s genau 5 Exemplare der #5 zu gewinnen! Was müsst ihr dafür tun? Einfach mal wieder ein Kommentar abgeben (bis nächste Woche, 16. Mai) warum unbedingt ihr ein Heft gewinnen MÜSST! That´s all! Die fünf schönsten, verrücktesten und ehrlichsten Antworten bekommen dann ein Heft per Post…

MEMEFEST 2013: “Food Democracy”! JETZT mitmachen!

Und es gibt auch wieder ein MEMEFEST in diesem Jahr! Das Thema ist diesmal: “Food Democracy!” “The friendly competition has three main divisions: Visual communication practice, Critical writing and Beyond…. It is open to anyone who wants to participate. Any artist, activist, writer, designer, malcontent, educator or media manipulator can enter. There is no age restriction. The only limit is your creativity and imagination. Visual communication practice and Critical writing are conceptualized around the same theme. This years theme is: FOOD DEMOCRACY.” Und es gibt einen Spezialpreis für “Imaginative Critical Intervention” – und die Gewinner bekommen einen Trip nach Australien, an das Queensland College of Arts. Also jetzt hier teilnehmen

Tony Weingartner: “Honda”

Tony Weingartner ist zurück vom radical driften. Und hat in Lausanne eine Keramik-Radkappe hinterlassen… Via: Mail, merci!

Fayçal Baghriche: “Point ligne particules”

Fayçal Baghriche: “Point ligne particules”, 2010: The video “Point, ligne, particules” shows a performance in which the artist revisits the principles of formal composition, outlined by Wassily Kandinsky in his work entitled “Point and Line to Plane” (1926). In this book Kandinsky defines the line as the result of a combination of: a point in movement and the expression of the force of an action. Fayçal Baghriche illustrates Kandinsky’s concept by choosing a train as a surface. Via

Fra.Biancoshock: “The Cleaner”

“The Cleaner” von Fra.Biancoshock – der passende Anlass um noch einmal an die wunderbaren “Graffiti”-Cleaning-Videos zu erinnern: “Cleaning Unit Stockholm” (2009), “Magic Colorz Berlin” (2008), “Invisible Wholecar Kopenhagen” (2008) und “Style Wash Leipzig” (2007). Via: Mail

Update: OX

Danke, OX! Neue Billboard-Interventionen, 3. März bis 11. April in Paris, Lille und Villeuneuve-st-Georges.

Update: Brad Downey


“Every Path Has It’s Puddle”, 2012, in collaboration with Thomas Bratzke


“Bike and Sidewalk”, 2012


“Portrait Of My Father”, 2012


Wehrmann with Magnets”, 2011


Tire Stack, 2011, in collaboration with Akay


“The Mess”, 2011, in collaboration with Akay


“Meat Street”, 2011


“This is How We Roll”, 2011, in collaboration with Akay


“Chalk Mark (hopscotch)”, 2010

Brad Downey hat endlich (wieder) eine Webseite – man könnte Stunden dort stöbern! Außerdem gibt´s eine neue Einzelausstellung: “The Floor, The Table and The Wall” (3. März bis 1. April) im Kulturzentrum Marstall am Schloss Ahrensburg.

Zürcher Hochschule der Künste: “Urban Interventions”


Marc Hunziker und Lukas Züblin: “Untitled 1″. “Wir widmen uns dem Thema Demonstration als urbane Intervention. Unser Ziel ist es, die typischen Merkmale einer Demonstration zu pointieren und teils gehackt wiederzugeben als Performance-Demonstration im öffentlichen Raum, die sich als eine Art „Anti-Demonstration“ beschreiben lässt. Was geschieht, wenn eine Demonstration die bekannten Merkmale und Erwartungen unterläuft und man sie nicht mehr klar als Demo erkennt?”


Lara Künzler, Alexandra Münger & Giacomo Pedemonte: “Glittering”. “Historischen Kunstwerken im öffentlichen Raum wird kaum noch Beachtung geschenkt, sie gehören längst zum Inventar. Wir wollen diese in neuem Glanz erstrahlen lassen. Der Fokus der Arbeit liegt auf Statuen in der Stadt Zürich. Im ohnehin tristen Umfeld der Stadt gehen die farblosen Figuren regelrecht unter. Mit farbigem Glimmer wollen wir dem Abhilfe verschaffen. Durch einen ganzflächigen Auftrag entsteht ein Gewand, welches die Statuen in einen zeitgenössischen Kontext setzt. Was ursprünglich als Kunstwerk erschaffen wurde, soll wieder als solches inszeniert und deklariert werden.”


Christof Borner und Rahel von Arx: “Mind the map”. “Karten bilden geographische Räume ab – unter definierten Voraussetzungen und durch extreme Abstraktion. Fast alles Konkrete wird systematisch ausgeblendet, was bleibt ist ein Grundgerüst, beispielsweise aus Kubaturen und Verkehrswegen. Dieses Skelett wird je nach Zielgruppe gezielt modifiziert. Ein Stadtplan für Touristen etwa wird ergänzt durch Informationen, die aus einer Stadt eine Touristenstadt machen. In dieses System “Stadtplan” wollen wir uns einschleusen. Wir erweitern den offiziellen Stadtplan von “Zürich Tourismus” d.h. wir fügen der Karte weitere “Sehenswürdigkeiten” hinzu. Wir verweisen allerdings nicht auf touristische Hotspots, sondern auf alltägliche Erlebnisse, auf ganz Privates. Die manipulierten Faltpläne legen wir zurück in die Selbstbedienungsbox im Hauptbahnhof in Zürich.”

Auch an der Zürcher Hochschule der Künste gibt es nun ein „Urban Interventions“-Unterrichtsmodul – unter der Leitung von Johannes M. Hedinger und Imanuel Schipper. Im Rahmen eines einwöchigen transdisziplinären Kurses entwickelten die Studierenden in Kleingruppen eigene Projekte im Stadtraum von Zürich.

TrustoCorp: “Video Games”

Neues Schild von TrustoCorp in LA.