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ART Spezial: Street Art! Gewinnt 3 x das Sonderheft!

“Das ideale Geschenk für den Onkel, der immer belächelt hat, was du da so treibst”, sagt fk.1just.de. Jetzt ist es am Kiosk (und im eShop): Das Sonderheft STREET ART von art. Unter anderem mit: Banksy, JR, Swoon, Shepard Fairey, Keith Haring, Martha Cooper, OZ, Mathieu Tremblin, Evan Roth, Benjamin Gaulon, The Wa, Paolo Cirio, Aram Bartholl, Philipp Teuchtler, Pixação, Digital Graffiti – und 16 Stickern von Andreas Ullrich/Klebstoff Magazine! Ich hab als Berater mitgearbeitet, gemeinsam mit Marie Lechner (Libération) den Text über Medienkunst im öffentlichen Raum geschrieben – und darf deshalb auch 3 Hefte verlosen! Die Frage an euch lautet, bitte wieder einfach ins Kommentarfeld schreiben (Deadline 29.11, 00:00 Uhr): Alle hassen ja irgendwie diesen Begriff “Street Art”, manchmal auch Postgraffiti oder Urban Art genannt – wie sollte man denn unsere liebe Kunstform in Zukunft besser benennen?

X/tnt: “Mons Street Review”

2015 wird die belgische Stadt Mons Kulturhauptstadt Europas sein. Anlässlich des Titels hat die Künstlergruppe X/tnt das Projekt “Mons Street Review” realisiert: Ähnlich wie bei Google Street View, nahmen sie im Sommer und Herbst 2014 das Stadtzentrum von Mons auf. Mit einer auf dem Autodach montierten 360-Grad-Kamera wurden zehn Kilometer der Stadt für das Projekt registriert. Doch anders als bei Street View wurden die Straßen von Künstlern und Bewohnern belebt. Der Besucher kann Mons so auf eine ungewöhnliche Art erkunden: tagtägliche und surreale Straßenzenen, kurze Theaterperformances und künstlerische Interventionen begegnen uns in einer digitalen Version der europäischen Kulturhauptstadt. Via: Mail

Various & Gould: “#WitchHunt”


Fotos: Just

#WitchHunt: “Für ihre neue Serie von Plakaten haben Various & Gould eine Auswahl bekannter, lebender und unangepasster Menschen porträtiert, die bei kontroversen Gesellschaftsthemen als Grenzgänger_innen und Vorreiter_ innen agieren: Marina Abramović, Mae Azango, Ameneh Bahrami, Antony Hegarty, Le1f, Yoko Ono, Nawal El Saadawi, Edward Snowden, Aung San Suu Kyi, Nadezhda Tolokonnikova, Anne Wizorek, Lana Wachowski und Malala Yousafzai. Außerdem installiert das Berliner Künstler-Duo in verschiedenen Städten temporär eine sogenannte #WitchHunt. Diese Hexenjagd ist nicht als Hetzjagd, sondern eher als interaktive Schnitzeljagd zu verstehen, bei der man sich auf die Suche nach Portrait-Plakaten begibt, die mit QR-Codes versehen sind. Durch Texte und Audiotracks erfährt man, wo sich das nächste Plakat befindet, und kann dabei mehr über das Leben einer Reihe spannender Menschen erfahren!” Via: Mail

GEC & BR1: “Hay and asphalt”

Warum liegt hier überhaupt Stroh rum? Schöne neue Kooperation zwischen GEC und BR1 in Turin. “An unauthorized intervention in which the two artists go through the streets of the area “Barriera di Milano”, pushing a bale of hay and dodging pedestrians and cars. The action will end with the final occupation of a car park. The forcefulness of the performance lies in its different reading keys, sometimes romantic, sometimes humorous. More or less consciously, various issues about current events are touched: from the relationship between natural and artificial landscapes, to the unbridled resources consumption in urban centers; from the different uses of the public soil to the rediscovery of the rural area, seen as an individual resistance to the depersonalizing pressure of the global economy.” Eine ähnliche Performance hat vor einigen Jahren einmal der deutsche Künstler Eric Pries realisiert. Via: Mail

Watchlist: Bart Eysink Smeets


“Caution”, 2014

Bart Eysink Smeets, Künstler, Designer und Art Director bei Kesselskramer, hat ein paar Skulpturen in den niederländischen Städten Eindhoven und Boxtel (Local Heroes Boxtel) zurückgelassen. “”As a child I already had fantasies about roadsigns when I was riding my bicycle.” Now, part of the grown-up-world himself, Bart Eysink Smeets misses the free associating. The naive, objective thinking. “Caution” is trying to question the viewer to look at the every-day things in a new way, but now with a childisch objectivity.” Via: Mail, thx!

Eine Stadt und 27 Künstler: Local Heroes Boxtel


Liede Hofstee: “Afvaldroom”


Dagmar de Kok: “Weed”

Wunderbares Ausstellungsprojekt mit einigen richtig, richtig guten Arbeiten: “Local Heroes Boxtel“, kuratiert von Jules van den Langenberg. An einem Sonntag (25. Mai 2014) installierten 27 Künstler und Designer ihre ortsspezifischen Werke in der niederländischen Kleinstadt Boxtel.

Popel-Performance von Guildor: “Nose Rape”

Eine ziemlich popelige Intervention: Die neue Arbeit des italienischen Künstlers Guildor. “Nose Rape. “This work deals with the dynamics of dominance occurring between people, and it shows the reactions to an act of psychological and physical violence.” Via: Mail

Und sonst so? : 25. 10. 2014


Gec/Elfo: “Pegasus”, 2014

* Die Space Hijackers lösen sich auf – ein Nachruf

* “The Octopus in Love“: Die Kunst als Riesenkrake

* “No Ad“: Smartphone App, die Werbung in der Stadt durch Kunst ersetzt

* Ausstellung: “Memories of places I have never been” von Erosie in der Düsseldorfer Galerie Ninasagt (Vernissage 8.11.2014, 19 Uhr; Ausstellungsdauer 9.11. bis 6.12.2014).

* Tolles Transmedia-Projekt im öffentlichen Raum von Mauro Simone: “Bei diesem Film handelt es sich um Googlemaps Routen die mit Markern hinterlegt sind, auf denen findet ihr dann kleine Hörspiele, Filme oder Gesprächsausschnitte. Um die jeweiligen Ausschnitte anschauen zu können sollte man vor Ort sein. Insgesamt gibt es 10 kleine Geschichten die sich überschneiden und an diesen Punkten Euch die Möglichkeit geben die Geschichten zu wechseln. Die Geschichten beschäftigen sich mit der Stadt im Allgemeinen und um jene Menschen die dort leben. Jede Geschichte hat ihren eigenen Rhythmus. Einmal folgt man einem Charakter in sein Alltagsleben, ein andermal geht es um Erinnerung, Träume oder Vorstellungen der jeweiligen Charaktere.”

* Ein Computerspiel mit Konsequenzen IRL: Viridis. “At the intersection of video game, agriculture and the economy. By participating in the game, you gain access to community management of an actual farm of spirulina.”

* Buchtipp: “#artselfie” von DIS, erschienen bei Jean Boite Editions.

* Like: Translokales Rundfunkorchester: TRFO ist ein Ensemble für manipulierte Radios, die über selbstgebaute Controller-Schnittstellen in ein Computer-Netzwerk integriert sind. Danke, Moritz!

* Nur wer lacht, muss zahlen: Ein Comedy Club in Barcelona macht die Höhe des Eintrittspreises vom Lachen des Zuschauers abhängig. Ein Tablet zeichnet auf, wie sehr er die Show genossen hat.

* Tilde.Club: Was wir von einem Retro-Netzwerk lernen können

* The Great Wall of Memes. Merci, Laurence!

* Love, Sex & Graffiti: der Graffiti-Spielfilm “Prague Cans/Prague Graffiti“.

Buchtipp: “Reclaim Your City – Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins”

Neues Buch über “Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins” von Tobias Morawski, Mitarbeiter des Graffiti-Archivs im Archiv der Jugendkulturen e.V. Berlin, gerade erschienen beim Verlag Assoziation A:

“Steigende Mieten, Privatisierung öffentlicher Flächen, Gentrifizierung und Verdrängung aus der Innenstadt sind die Folgen einer neoliberalen Stadtentwicklung, die zunehmend in den Fokus der Kritik gerückt ist. “Reclaim Your City” gibt den urbanen Protestbewegungen eine Stimme, die sich mit unterschiedlichen Methoden den öffentlichen Raum aneignen und ein Recht auf Stadt für alle reklamieren. Mittel sind physische Aneignungen wie Haus- und Platzbesetzungen, Blockaden von Bauvorhaben oder Zwangsräumungen, aber auch Demonstrationen und Verfremdung von Werbung, kritische Kartierung und Erstellung von Leerstandsmeldern. Das Buch erläutert die Strategien der Raumaneignung dieser Bewegungen und fragt danach, wie sich KünstlerInnen und GestalterInnen in der Stadtpolitik positionieren. Anhand des Beispiels Berlin liefert das Buch einen repräsentativen Querschnitt durch die emanzipatorischen städtischen Bewegungen der aktuellen Zeit. Es beschreibt den Wandel der Städte im Neoliberalismus und stellt die Auseinandersetzungen um Macht und Teilhabe am städtischen Raum dar. Es schlägt die bildliche und inhaltliche Brücke zwischen Mietprotesten, Nachbarschaftsgärten, Graffiti-Kultur und den Aufständen illegalisierter MigrantInnen.”

Ein Release-Event findet am Do, 13.11. ab 20Uhr im k-fetisch, Berlin-Neukölln statt.” Via: Mail, thx!

katharinajej: “true romance #10 – ich in Köln in mir”, 2014

Auf goldenen Schildern, kleinen Gedächtnistafeln, steht je ein Datum und ein Satz, eine Beschreibung eines Erlebnisses von katharinajej an unterschiedlichen Orten von Köln wie zum Beispiel: “9.2.2012 – Hier hat Tim auf mich gewartet”, “18.2.2012 – Hier hat mich ein Mann auf einen Bissen von seinem Mc Chicken eingeladen”, “1.6.2012 – Hier hat Johannes seinen Blazer ausgezogen, um mich zu wärmen”. Zu lesen ist von kleinen romantischen Alltagsmomenten, die einstmals an dem Ort passiert sind, an dem sie jetzt in Schildform hängen. Diese Momente, die normalerweise schnell vergessen werden, und im Alltagsgeschehen untergehen, erfahren eine Aufwertung: Sie wurden aufgeschrieben, auf goldene Schilder gedruckt und an Ort und Stelle aufgehängt. Ihre Dokumentation und Ausstellung macht jene Momente zu etwas Besonderem. Gleichzeitig werden einerseits, durch die Hängung der Schilder im Stadtraum, vergangene Ereignisse in der Stadt – unsichtbar für alle, die diese Momente nicht miterlebt haben – wieder sichtbar. Andererseits werden öffentliche Orte in Köln personalisiert, denn auf den Schildern sind private Ereignisse beschrieben, von nun an geteilt mit allen Menschen, die diese Orten passieren und die Schilder. Alltägliches wird Besonders, Unsichtbares Sichtbar und Persönliches Öffentlich. Ausgehend von der Arbeit “ich in Köln in mir” entwickelte katharinajej mit Kölnern im Rahmen von plan 14 parcours – Architektur im Kontext – eigene Zeichen, die ausgewählte biographische Ereignisse in der Stadt kennzeichnen. Durch die Setzung von persönlichen Markierungen in Köln wurde Raum angeeignet, personalisiert und neuer Raum kreiert.” Via: Mail