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Category Performance

Performance für ein Arschloch: Dani Ploegers “Electrode”

“Julia Kristevas Beschreibungen des abjekten Körpers (1982) hallen in Dani Ploegers Arbeit ELECTRODE (Video gibt´s hier!) wider. Der undichte Körper und der Exzess werden betont, indem der Künstler medizinische Vorrichtungen, die normalerweise zur Behandlung von Stuhlinkontinenz angewendet werden, dazu nutzt, das Schließmuskelkontraktionsmuster einer anonymen Versuchsperson während Masturbation und Orgasmus nachzuahmen. (…) Die absolute Präzision der Arbeit liegt in Ploegers vollständiger, verkörperlichter Konzentration auf das spezifische Schließmuskelkontraktionsmuster. Das wird ermöglicht durch die großflächige Projektion der Graphen, die Kontraktionsmuster der ursprünglichen Versuchsperson verzeichnen und durch die Echtzeitregistrierung des Kontraktionsmusters des Künstlers.” (*) “An Anuform® anal electrode connected to a modified Peritone EMG sensor registers the activity of my sphincter muscle. Anuform® and Peritone are medical consumer devices for the treatment of incontinence problems. I fake the orgasm of an anonymous subject who took part in an experiment into the nature of the male orgasm in 1980. I attempt to replicate the subject’s sphincter muscle contraction pattern, which was registered during masturbation and orgasm in the experiment. I repeatedly perform the same pattern. The data is projected onto a screen in the form of graphs and is used for digital sound synthesis.”

Johannes P. Osterhoff: “Dear Jeff Bezos”

Johannes P. Osterhoff hat schon wieder eine grandiose Online-Performance gestartet: “Immer wenn ich auf meinem Kindle ein Lesezeichen setze, schreibt er eine automatische Mail an Jeff Bezos, den CEO von Amazon. Da steht in Anlehnung an Whispersync drin, was ich wann bis wohin gelesen habe. Wenn das schon von Amazon getrackt wird, sollte er mindestens einen Durchschlag bekommen. Das ganze ist natürlich ein Kommentar, wie e-Books und geschlossene Systeme das ursprünglich private Lesen verändern.” “I, Johannes P Osterhoff, shall do another online performance piece. The piece is called “Dear Jeff Bezos” and documents the reading on my Amazon Kindle.Each time I set a bookmark on my Kindle it shall write an automated email about my recent reading to Jeff Bezos and the ones interested (subscribe here). The performance started on Jeff Bezos’ birthday / January 12, 2013 at 8:00 am PST.” Interview dazu hier, via: Mail, thx!

Doug and Mikael: “gallery hijack”

Drei, zwei, eins – Kunst! Ein Tischtennisball macht´s möglich. Via: Mail, danke Alfons!

Watchlist: Oliver Breitenstein


“Post It! – Maßnahme zur Stärkung des Konsumklimas. Ich mache Notizen und Krakeleien auf Geldscheinen und setze sie im öffentlichen Raum als Aufkleber aus.”


“Existenzbelege. Ich veröffentlichte meine Kontoauszüge in der Berliner U-Bahn.”


“Wert der Kunst. Ich stellte mir die Frage, was Kunst wert sei und beschloss, mein Geld besser als Schuhputzer zu verdienen.”


“ich schaue kunst auch für sie. Sie können mich mieten, damit ich stellvertretend für Sie Kunst betrachte. Künstler und Kuratoren erhalten ein gesondertes Angebot.”


“Praxis für kunstpathologische Störungen. Ich betrieb eine therapeutische Praxis die Künstlern Hilfestellungen beim Ausstieg aus der Kunst gab.”

Wunderbare Konzeptkunst, Interventionen und Performances von Oliver Breitenstein alias “Büro für Unkontrolliertes Denken”. Via

IOCOSE: “A Crowded Apocalypse”

In “A Crowded Apocalypse” heuern Mikro-Outsourcing-Services Arbeiter auf der ganzen Welt an, im öffentlichen Raum zu demonstrieren, und kreieren so eine globale Verschwörungstheorie: “IOCOSE has been drawing on crowdsourcing to generate a multitude of conspiracy theories. The group has commissioned a series of micro tasks, each of them being almost completely meaningless. However, when put together, the tasks collectively contributed to generate a series of potential paranoias. The results have been commissioned, collected, organised and exhibited by the artist group, showing the result of a process of mechanical and unemotional involvement of the participants in the process of writing and protesting against conspiratory narratives. ACrowdedApocalypse.com displays the stages through which IOCOSE has commissioned the generation of conspiracy theories. In the final stage online workers were asked to write one of the crowdsourced slogans on a board, go in the streets and take a photo of themselves, having their face covered, so as to simulate a crowdsourced global conspiracy.” Via: Mail

Augmented Graffiti Reality: ZASD und PIPS:lab – “The Potator”

Noch in der Entwicklung, aber sicher schon bald auf der Straße: Ein Experiment im Bereich Augmented Reality von ZASD aka. Thomas Bratzke und Keez Duyves von PIPS:lab aus Amsterdam. Via: Mail, thx!

Watchlist: Jaroslav Kyša


“form follows function”, 2011: “Through a laborintensive process I transformed a simple wooden construction supporting a withering historical house into something precious looking, highlighting the significance of its function.”


“the spirit of ecstasy”, 2011


“Audience”, 2011


“Deformer”, 2010


“I’m not a grave”, 2010: “I extracted the ivy from a gravestone at the local graveyard and wore it on my naked body. The plant held the shape of the stone, which it previously occupied.”


“Secret tattoo”, 2008

Weitere, wunderbare Interventionen des “Szpilman Award”-Gewinners (2011) Jaroslav Kyša.

Naneci Yurdagül: “Burquoi”

Naneci Yurdagül (*1979, Frankfurt a. M.) verhüllte die Besucher seiner Ausstellung “Burquoi” im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden mit einer Burka. “Hintersinnig und ironisch reflektiert Naneci Yurdagül in seiner Arbeit gesellschaftliche, soziale und politische Gegebenheiten und deren Wandel, die immer auch Spuren seiner eigenen Biographie sind. Einen Schwerpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung bilden dabei Themen um nationale und religiöse Identität, Migration, gesellschaftliche Exklusion, kulturelle Aneignung und Misstrauen, die er konstant aufgreift und kritisch verhandelt, nicht selten in Bezug auf aktuelle öffentliche Debatten, um in den gesellschaftlichen Diskurs einzugreifen. Seine künstlerischen Ausdrucksformen umfassen nahezu alle Medien wie Performance, Film, Malerei, Fotografie, Skulptur und Installation, mit denen er gezielte Impulse setzt.” Via

Watchlist: Philippe Meste


“Attaque du port de guerre de Toulon”, 13. November 1993: Mit einem selbstgebauten Bootobjekt greift Meste 1993 Kriegsschiffe im französischen Militärhafen Toulon an.


“Aquarelle”, 1995: Diverse Magazinseiten, auf die Meste ejakuliert hat.


“Sexe Moderne 2″, 1995-96: Eine Art Box, in der eine Frau eingesperrt werden kann. Nur ihr Kopf, die Füße, ihre Brüste und ihr Geschlecht bleibt dabei sichtbar.


“Spermcube”, 2004-07: Meste ruft zur Spermaspende auf. Er möchte ein Kubikmeter Sperma sammeln und im Glaskubus ausstellen. Um die erfoderliche Menge zu erreichen sind ca. 250.000 Männer nötig.

Nicht neu, eher schon ein Klassiker. Aber hat hier definitiv noch gefehlt – und ich hoffe, es gibt bald neue Projekte von Philippe Meste (* 1966, lebt und arbeitet in Paris). Schönes Porträt: “Philippe Meste is an action artist. His work drives violence and sex into the farthest corner of aestheticism. His actions, which are wrongly seen to be antimilitaristic, give form and substance – in a natural setting – to our blasé fantasies of insecurity and violence. He attacks the flagship of the French navy, Aircraft carrier FOCH with a tiny boat armed with small rockets and activates the reality of war in the middle of the peaceful Mediterranean (‘L’attaque du Port de Toulon’ (The Attack of Toulon Harbour), 1993). He plants his sandbags and Kalashnikovs in the middle of Marseilles’ flea market and the citizen enters guerrilla warfare (‘Poste militaire’ (Military surveillance Post), 1994).
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Was von Weihnachten noch übrig bleibt…


Merry Christmas and a happy new year from: 0331c. Via


Merry Christmas and a happy new year from: Sasha Kurmaz.


Merry Christmas and a happy new year from: Luzinterruptus. Via

Und natürlich auch “Merry Christmas and a happy new year from: rebelart!”. So, und jetzt reicht´s aber auch: Weihnachten ist vorbei und wir starten durch ins neue Jahr – ich wünsche Euch ein fröhliches 2013 und freue mich auf Eure neuen Aktionen und Projekte!