Popular Tags

Category net culture

Und sonst so? : 23. 08. 2014


Sean Hart: “Do not litter”, 2014

* Happy birthday, Backjumps! Zum 20jährigen Jubiläum gibt’s die Berlin-Premiere von dem Film STYLE WARS 2! Vor Ort: Duro, Veli&Amos, Mr.Ix und Mr. White! Feiert mit, 30.8., im Freiluftkino Kreuzberg, der Eintritt ist frei!

* WAV haben ab September bei der Hamburger Galerie Melike Bilir eine neue Ausstellung: “Ballon – Erspielen und Erforschen von Demonstrationskultur”. Eröffnung: Samstag, 6. September, 18 Uhr; Ausstellungsdauer: 10. September – 12. Oktober 2014, Außerdem nimmt das Duo auch an der Produzentenkunstmesse (P/art) HH statt.

* Tolles Buch, kostenlos zum PDF-Download: “New Art/Science Affinities“, u.a. mit und von Régine Debatty

* Ebenfalls lesenswert: “Ungehorsam! Disobedience! Theorie & Praxis kollektiver Regelverstöße”, ebenfalls als PDF zum Download

* “Disobedient Objects“: Die Ausstellung (bis 1. Februar) im Londoner Victoria & Albert-Museum über Objekte zivilen Ungehorsams. Via

* “The Future of Social Media” – schönes Interview mit der Künstlerin Simone C. Niquille

* “Vom 2.-5. Oktober 2014 wird das KNOTENPUNKT Festival Hamburg zum Treffpunkt von über 50 internationalen Künstlerrinnen und Künstlern urbaner und neuer zeitgenössischer Kunst machen. Im letzten Jahr lockte das Festival zu seiner Premiere bereits mehr als 3.000 Besucher an und begeisterte das bunt gemischte Publikum aus Urban-Art-Liebhabern, Kunstkennern und Kunstsammlern. Das diesjährige KNOTENPUNKT Festival wird bereits im September durch ein spektakuläres Side-Event eröffnet. Im Rahmen des „Mural Kick Off“ gestalten international bekannte Urban-Art-Künstler mehrere Hausfassaden mit riesigen Wandgemälden, die das Hamburger Stadtbild durch die großflächige Kunst nachhaltig prägen werden.” Via: Mail

Jetzt mitmachen: MEMEFEST 2014 – RADICAL INTIMACIES

MEMEFEST, das “international festival of socially responsive communication and art”, sucht Beiträge zum diesjährigen Thema (Deadline 20. September!): “Radical Intimacies: Dialogue in our times“. “Dialogue is the crucial form of communication. It makes us able to communicate beyond differences and create common worlds. It puts the individual as well as the community in the centre of attention. Dialogue is now important more than ever. But what has became of dialogue today? What influences most of the intimacy we are capable to create? What if we are witnessing a new phase of communication? And what if we could re-think how to approach dialogue today, with all it’s difficulties and potentials because we still think that dialogue is the crucial form of communication and we still believe in its unmatched potential? How can we than design dialogue that would work? Dialogue is tirelessly presented as ‘the’ solution to the problems of ‘our’ times – in art, war, love, democracy and even in the workplace. In fact, dialogue has been central to the ethos of Memefest since its inception back in 2002. But what if dialogue is not working? RADICAL INTIMACIES: DIALOGUE IN OUR TIMES is the theme of this year’s Memefest. We’re trying to ask a dfficult question in order to honestly explore all the complicated failures and the hopeful potentialities that feed our faith in dialogue – politically, creatively, laboriously and intimately. Respond to this proposition in the Memefest 2014 Friendly Competition.” Via: Mail

Berlin Besetzt: interaktiver Stadtplan zu Berliner Hausbesetzungen


Foto: Michael Kipp/Umbruch-Bildarchiv (Räumung am Fränkelufer in Kreuzberg am 24. März 1981)


Foto: Ulrich Sauerwein/Umbruch-Bildarchiv („Bobby Sands Haus” in der Bülowstraße 89, ca.1981)

Großartig! Berlin Besetzt zeigt die Geschichte von Haus- und Platzbesetzungen in Berlin als Beispiel für selbstermächtigte Eingriffe von Protestbewegungen in den Stadtraum und das Stadtleben. Der interaktive Online-Stadtplan mit digitalem Archiv macht kollektive und selbstverwaltete Räume in der Stadt sichtbar. Die Karte zeigt den Berliner Stadtraum als Ergebnis von Aneignungskämpfen, an denen Hausbesetzungen einen (nicht zu unterschätzenden) Anteil haben. Mit Sicherheit ist diese Geschichte noch lange nicht fertig erzählt und wir freuen uns über Ergänzungen, Korrekturen und Material! Ein Projekt vom Pappsatt Medienkollektiv, reclaimyourcity.net und Eike Send, in Zusammenarbeit mit dem Papiertiger-Archiv, dem Umbruch-Foto-Archiv und azozomox.
(weiterlesen …)

Mark Shepard: “The Sentient City Survival Kit”

Nicht so neu, aber richtig gut, und gerade erst entdeckt (danke Public-Art-Lab-Jazzmin!): “The Sentient City Survival Kit probes the social, cultural and political implications of ubiquitous computing for urban environments. The project consists of a collection of artifacts for survival in the near-future sentient city. As computing leaves the desktop and spills out onto the sidewalks, streets and public spaces of the city, information processing becomes embedded in and distributed throughout the material fabric of everyday urban space. Pervasive/ubiquitous computing evangelists herald a coming age of urban information systems capable of sensing and responding to the events and activities transpiring around them. Imbued with the capacity to remember, correlate and anticipate, this “sentient” city is envisioned as being capable of reflexively monitoring our behavior within it and becoming an active agent in the organization of our daily lives. Few may quibble about “smart” traffic light control systems that more efficiently manage the ebbs and flows of trucks, cars and busses on our city streets. Some may be irritated when discount coupons for their favorite espresso drink are beamed to their mobile phone as they pass by Starbucks. Many are likely to protest when they are denied passage through a subway turnstile because the system “senses” that their purchasing habits, mobility patterns and current galvanic skin response (GSR) reading happens to match the profile of a terrorist. The project aims to raise awareness of the implications for privacy, autonomy, trust and serendipity in this highly observant, ever-more efficient and over-coded city.” Das wäre auf alle Fälle noch ein Kandidat für meine Ausstellung “Round 2. The Future Of DIY Activism” in Moskau gewesen…

Und sonst so? : 11. 06. 14


Foto: DEPLUS XTND. Via, merci!

* Lohn-Liste: “Inspired by the Who Pays Writers? Tumblr, Kyle McDonald of F.A.T. Lab and a team of other developers have launched Who Pays Artists?, an open-submission site to let the world know who pays artists.” Via

* Furz-App: “Get smart from your fart. Learn about nutrition the rad way. Scan food bar codes to discover their fart power.” Via

* Webby for Person of the Year: Banksy.

* Schildkröten-Taxis: “The Turtle Taxi is a new kind of taxi service that has recently been launched in Yokohama. The cabs bring passengers from A to B like any other taxi service, but they don’t necessarily do it as quickly as possible.” Via

* Stadtraum-Petition: Petition des Verein für Freie Stadterfoschung: “Der frei nutzbare Stadtraum wird zunehmend eingegrenzt und sollte deshalb geschützt werden. Der öffentliche Raum ist als gemeinschaftlich genutzter Stadtraum, Möglichkeitsraum und Ort der Aneignung zu sehen. Er ist die Grundlage für lebenswerte und lebendige Städte, in denen sich jeder frei bewegen und seine Meinung äußern kann. Der Verein für Freie Stadterforschung fordert auf Bundesebene den öffentlichen Raum als räumliche Kategorie unter (Arten-) Schutz zu stellen (ähnlich einem Naturschutzgebiet), um seine Nutzungsvielfalt zu bewahren. Der öffentliche Stadtraum droht als lebenswerter Raum unter Anderem durch den motorisierten Verkehr, Überwachung und Privatisierung in seiner freien Nutzung eingegrenzt zu werden.”

* Buchtipp I: “Branding Terror. The Logotypes and Iconography of Insurgent Groups and Terrorist Organizations

* Buchtipp II: “Free OZ! Streetart zwischen Revolte, Repression und Kommerz“. In den Beiträgen des Buches werden die Strafverfahren gegen OZ als Exempel der Kriminalisierung von Streetart analysiert, der öffentliche Raum gegen seine zunehmende Privatisierung verteidigt, die Vereinnahmung von Urban Art durch Werbung und Kommerz kritisch untersucht. Das Buch würdigt das Schaffen von OZ aus künstlerischer Perspektive und geht der Frage nach, was den Menschen hinter dem legendären Kürzel bewegt. Assoziation A, März 2014, 18 Euro

* Buchtipp III: “Drohnenland“. “Alles wird überwacht. Alles ist sicher. Doch dann geschieht ein Mord, der alles infrage stellt.” Spannend, komisch, kritisch, absolut lesenswerter Krimi. Kiwi, 432 Seiten, 9,99 Euro

* Zimmerpflanzen-Befreiung: “Der PLF (Plants Liberation Forest) ist ein Umerziehungslager für Zimmerpflanzen, die in unseren klimatisierten Wohnungen gefoltert werden: es ist zu heiß, zu kalt, zu zugig, zu trocken, zu nass, zu dunkel, zu hell, zu wenig Platz, … Wir haben die Pflanzen vergessen lassen, dass sie von einem Baum abstammen, von einem gewaltigen Riesen aus dem Regenwald Amazoniens oder aus dem asiatischen Dschungel.”

* Mover & Shaker: Movers and makers: the most powerful people in the art world

Peng Collective: “Google Nest”

Google stellt auf der re:publica vier neue, absurd privatsphäre-feindliche Produkte vor. Politiker und Bürgerrechtler reagieren empört. Doch es war alles nur Show aka das Peng Collective. “Kurz danach erhielten die Pengs eine nette Mail von Google voller Markenrechts-Bullshit. Nun haben die Pengs die Copyright-Spezis der Electronic Frontier Foundation an Bord geholt und die antworten mit ziemlich einleuchtenden Fair Use-Argumenten“. Darum geht´s: “Drohnen, die auf Menschen aufpassen, Programme, die die Bedürfnisse der User erkennen. Google stellte am zweiten Nachmittag der re:publica seine neuen Produkte von Google Nest vor. „Google Trust“ soll bei Hacking informieren, „wir wollen das Vertrauen der Nutzer zurückgewinnen“, sagten die Moderatoren Paul von Ribbeck und Gloria Spindle. Die Funktion „Google Hug“ soll durch die Analyse der digitalen Kommunikation des Nutzers, seinen Bewegungen und dem Klang der Stimme, seine Stimmung erkennen und helfen. Und die Drohne „Google Bee“ soll nicht nur via Livestream auf die eigene Familie aufpassen können, sondern auch noch Müll aufsammeln. Glauben Sie nicht? Dann liegen Sie richtig. Hinter der Show steckt unter anderem Jean Peters, Berliner Aktionskünstler und früherer taz-Kolumnist.” Via

“Round 2. The Future of DIY Activism” @ Delai Sam, Moskau


Die Gruppenausstellung fand im dritten Stock des “rustikalen” Moskauer ZIL Culture Center statt


Simone C. Niquille: “Realface Glamouflage”


James Bridle: “Drone Shadow Handbook”


Where The Dogs Run: “Antishanon”


Aram Bartholl: “Killyourphone”


Dennis P Paul: “Nullstecker”


Evan Roth & Mr Impact: “Available Online For Free”, “Defekt”, “Liebe. Freiheit. Alles.”, “Putin”


Vladimir Turner & Ondřej Mladý: “Safety First”


U.R.A./FILOART : “I.-R.A.S.C. II F.C.P.


Mitch Altman: “TV-B-Gone”


::vtol: “Air”


Adam Harvey: “CV Dazzle”. Danke an die großartige Friseurin Tatiana Stolpovskaya!

Ein paar Impressionen meiner Ausstellung “Round 2. The Future of DIY Activism”, die ich gemeinsam mit dem russischen Künstler Igor Ponosov vom Kollektiv Partizaning, für das DIY-Festival Delai Sam organisiert habe.

Kurz zum Konzept: Im letzten Jahr wurde bei diesem Festival vor allem “90er-Jahre”-Aktivismus präsentiert – Guerilla Gardening, Adbusting, Street Art – deshalb wollte ich, natürlich mit einem Augenzwinkern, in diesem Jahr den Fokus auf “Critical Engineering” und “Free Art & Technology” legen. Vorgestellt wurden alles Kunstwerke, die sich in bester DIY-Manier selbst nachbauen ließen. Eine Friseurin schnitt zum Beispiel die Haare um Gesichtserkennung-Software zu überlisten, Näherinnen halfen dabei eine Handy-Verstecktasche aus Abschirmvlies zu schneidern oder wir bauten Universalfernbedienungen, um Fernsehgeräte auszuschalten.

Das Feedback zur Ausstellung war extrem interessant und durchaus sehr unterschiedlich: “Das sind ja tolle Hilfsmittel für Kriminelle” war so ein erstes, erstaunliches Kommentar. Auch überraschte mich die Reaktion eines Besuchers, der zahlreiche “Putin”-Propaganda-Sticker mitnehmen wollte – für seine Mutter. Rund 500 Besucher kamen zum Festival und der Ausstellung – bereits am ersten Tag war das gesamte Abschirmvlies vernäht (Kommentar der Helferinnen: “Tolle Sache, aber das Design könnte man noch ein wenig verschönern”), die Sticker hatten sich bereits im gesamten Gebäude verbreitet, ein Nullstecker war verschwunden, “I.-R.A.S.C.” und auch “Safety First” hatten für den meisten Gesprächsstoff gesorgt. Am nächsten Tag gab es dann einen weiteren Höhepunkt: Die DIY-Future-Activism-Fashion-Show – alle Models bekamen einen “CV Dazzle”-Haarschnitt, trugen “Realface Glamouflage”-Shirts und auch all die anderen Kunstwerke am Körper. Eine Aktion, frei nach meinem Leitmotiv: Der Kern ist radikal, darüber kommt ein dicke Schicht Humor und am Ende noch eine schicke Glasur Pop.

Ausstellung, Lecture und Fashion-Show waren wirklich DIY, wurden fast ohne Budget realisiert und dazu auch noch ein wenig russisch-chaotisch-improvisiert – aber ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß! Tausend Dank für die wunderschöne Zeit! Danke für all die neuen Freunde und Verbündete, danke an die beteiligten Künstler, danke an die Fotografen (Vladimir Turner, Ирина Харламова, Maria, Maria & Aleksandra), danke an alle engagierten Helfer – und danke vor allem an Igor, ohne den das alles gar nicht möglich gewesen wäre!

Katsu: “Drone Graffiti”

Noch in der Testphase, aber schon vielversprechend: “Drone Graffiti” von Katsu. “A lot of my work comes out of demonstrating and experimenting with different technologies for creative use. Basically, drones have lowered in cost enough that they are attainable, so I got my hands on some DJI Phantom 2s, and I have been experimenting with the idea of using drones to accomplish the same things that drones are beginning to be used for in broader society, but in this case for crime, vandalism, art. I really want to look into the way that a person and a drone could connect. I thought, I could go out into the city and spray paint using a drone wherever I wanted to, in basically unreachable spots and in unusable areas.” Mehr hier, via.

“Round 2. The Future Of DIY Activism” @ Delai Sam, 19./20. April 2014, Moskau


Adam Harvey: “CV Dazzle“: “CV Dazzle explores how fashion can be used as camouflage from face-detection technology, the first step in automated face recognition.”


Aram Bartholl: “Killyourphone” & “Dead Drops“. “Dead Drops” is an anonymous, offline, peer to peer file-sharing network in public space. / Killyourphone is an open workshop format. Participants are invited to make their own signal blocking phone pouch super fast for little money.


Dennis P Paul: “Nullstecker”. Nullstecker is a very simple hack consisting of 220 V power plugs modifed to trigger short circuits when plugged into the wall, shutting down all electricity.


Evan Roth: “Available Online For Free“. DIY: Download Russian Version.


Mitch Altman: “TV-B-Gone“. “You can use TV-B-Gone to control access to television for philosophical or practical reasons, or simply to have fun!”


Simone C. Niquille: “Realface Glamouflage“. Realface Glamouflage is a collection of Tshirts offering facial recognition dazzle.


James Bridle: “Drone Shadow Handbook”. A guide to drawing Drone Shadows.


Mr. Impact/Andreas Ullrich: “Defekt”. Diverse Sticker, u.a. “Liebe. Freiheit. Alles” & “Defekt”


U.R.A./FILOART : “I.-R.A.S.C. II F.C.P.“. Infra-red light against surveillance cameras II face care & protect.


::vtol: wird eine neue Arbeit für die Ausstellung bauen, eine Apparat, mit der man den Schmutzgehalt der Luft analysieren kann. “Having analyzed air content the algorithm forms a small 2D image taking the photos of the dirtiest cities and converting them to the abstract computer graphics. Pushing on the button it is possible to print a little digital image immediately. This instrument is to move in the city to search the dirtiest places for their virtual cleaning by means of converting pollution data into micro objects of digital art which are remained on any surface.”


Vladimir Turner & Ondřej Mladý: “Safety First“. To denounce the inadequate number of bike lanes, one of the artists rides a bike through Prague night’s traffic, through parks and crowds, turning his path into a DIY bike lane, which was screened on the street in front of him through a small projector installed on the handle bars.


Where The Dogs Run: Gadget to switch off the russian “Shanson” Radio Station.

Das russische Kollektiv Partizaning organisiert mit zahlreichen anderen Mitstreitern in Moskau das jährliche DIY-Festival Delai Sam (Делай Сам). Ich bin vor Ort, halte einen Vortrag zum Thema “Subversion, Fake und Fun im öffentlichen Raum” und habe auch eine kleine DIY-Ausstellung kuratiert. Mit dabei sind Arbeiten von: Adam Harvey, Aram Bartholl, Dennis P Paul, Evan Roth, Mitch Altman, Simone C. Niquille, James Bridle, Mr. Impact/Andreas Ullrich, U.R.A./FILOART, ::vtol:, Vladimir Turner, Ondřej Mladý & Where The Dogs Run.

Da im letzten Jahr bei der Delai Sam-Ausstellung u.a. Guerilla Gardening, Adbusting und andere “90er”-Jahre-DIY-Techniken präsentiert wurden, wollte ich in diesem Jahr den Fokus auf “Digital/New Media Activism” legen und ein paar neue Projekte präsentieren, die sich an der Schnittstelle zwischen Medienkunst und Aktivismus bewegen. Das Besondere daran: Alle Werke sind reproduzierbar und können in bester DIY-Manier nachgebaut werden und inspirieren hoffentlich auch zu eigenen Hacks. Und damit das alles nicht zu politisch-dikatisch rüberkommt, wird das ganze am Ende in eine Finissage-Fashion-Show verwandelt. Der große Dank gilt allen Künstlern und Helfern, die bei dieser Ausstellung mitmachen, denn ist mal wieder eine 0-Budget-Herzblut-Ausstellung! #

Hier noch einmal ein Auszug aus dem Konzept in EN: “Activism is a continouus race. Every actions creates a counter-action. Guerilla Gardening, adbusting, temporary sculptures in urban space are nice tools, but in an contemporary and digital warfare seems already quite antiquate. The exhibition and fashion show “Round 2. The Future of DIY Activism” presents in a humorous and inspiring way art projects from new media, net.activism and hacktivism, that are questioning the new challenges of our digital environment, issues like mass surveillance, free (internet) culture, media manipulation – and what activist can do against it. The works show how a new generation of artists, designers and engineers are taking a highly critical approach to the development and use of the engineered systems and infrastructures that we increasingly rely on for daily life. And the particularity of the show is that all presented works can be reproduced, remixt, altered, improved, costumized. Because: After the industrial age and our digital age comes the maker age. More and more fab labs and hacker/maker spaces are popping up around the world competing with mass production and empowering people to create smart (activist) devices for themselves. We might have lost the first fight – but now comes round 2.”

Und sonst so? : 27. 03. 14


Foto: Euromillions

* Nicht verpassen: 4. Month of Performance Art in Berlin. “MPA-B is a 31 day, city-wide and artist-run platform for independent performance art practices, running annually in May, that connects and brings together hundreds of artists, spaces, networks and initiatives who collectively contribute to a unique and radical month-long programme, featuring: indoor and outdoor performances, site-specific interventions, talks, workshops, screenings, public encounters and interactions, dinners, durational and days-long actions and other formats and projects which do not have, or reject, any definition.”

* Buchtipp: “Can Jokes Bring Down Governments? Memes, Design and Politics

* Tolles Graffiti-Fanzine: “ZUGRIFF! – Schriften zum visuellen Ungehorsam

* “Er näht sich den Mund zu oder nagelt seine Hoden an den Roten Platz: Pjotr Pawlenski provoziert mit seiner Performancekunst Putins Russland.”

* Hans Ulrich Obrist & Co: the art of curation. Via

* Brad Downey was here: Die Einzelausstellung “Sculpture, Leftovers and Documentation” im Haus am Lützowplatz’s Studio Galerie, Fördererkreis Kulturzentrum e.V. (HaL), Lützowplatz 9, 10785 Berlin, läuft noch bis zum 27. April.

* ilovegraffiti & ARTE Creative präsentieren in der Serie 5Min diesmal “Jenseits von Photoshop und Werbelügen: Unterwegs mit dem urbanen Guerrillero Vermibus

* Einchecken: “Das größte Hotel der Stadt: HOTEL HAMBURG. Eine Stadt besucht sich selbst. Im Sommer 2014 lädt das HOTEL HAMBURG zwei Wochen lang Hamburgerinnen und Hamburger ein, in ihrer eigenen Stadt zu reisen und in einer fremden Wohnung Urlaub zu machen. Die Teilnahme ist einfach und steht jedem offen. Ein Schlüssel für einen Schlüssel: Für die Bereitstellung eines Zimmers oder einer Wohnung kann ein fremdes temporäres “Hotelzimmer” kostenfrei gebucht werden. Von Blankenese bis Bergedorf, von Poppenbüttel bis Wilhelmsburg, ob WG, Penthouse, Loft oder Bungalow das HOTEL HAMBURG erstreckt sich über alle Stadtteile und hat Zimmer jeder Hamburger Art.”

* NetArt Girls Trading Cards. Via

* Wildsytle: Strange Public Art from Russia 1 & 2. Via: Igor, спасибо!

* “Tag Audio Loops“: Audio-Tags von Jean-Philippe Renoult. Via

* “Anti-Social Network” Provides An Incognito Mode For Real Life: Cloak

* Livr: Die Community für Betrunkene ist ein Fake

* The Art Place, noch eine neue Kunst-Community im Netz

* DE:BUG (sniff, ade) hat Diedrich Diederichsen im Interview

* Ausstellungstipp: “Smart New World” (5. April – 10. August 2014) in der Kunsthalle Düsseldorf mit Xavier Cha (US), Simon Denny (1982, NZ), Aleksandra Domanović (1981, SI), Omer Fast (1972, IL), Christoph Faulhaber (1972, D), Kenneth Goldsmith (1961, US), International Necronautical Society, Korpys/Löffler (1966/1963, DE), Trevor Paglen (1974, US), Laura Poitras (1964, US), Tabor Robak (1986, US), Santiago Sierra (1966, ES), Taryn Simon (1975, US): “In der digitalen Gesellschaft ist Information zum Rohstoff geworden und die Menschen zum konsumierenden Datenpaket. Dabei wird, wie wir mittlerweile wissen, jede unserer Spuren aufgezeichnet, ob wir wollen oder nicht. Die Ausstellung Smarte Neue Welt untersucht die Auswirkungen des „Datenkapitalismus“ auf unser tägliches Leben. Dazu gehören die permanente Überwachung jedes einzelnen ebenso wie die Verschiebung von Privatheit und Öffentlichkeit, die Berechenbarkeit und Kontrolle durch Datenerhebung, veränderte Strukturen von Identitätsbildung oder der Zwang zur permanenten Selbstoptimierung, aber auch Fragen nach Macht und Zensur im Internet und einer demokratischen Verteilung von Wissen. Die Schau versammelt Arbeiten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern einer jüngeren Generation, welche die rasanten technologischen Entwicklungen der digitalen Welt nicht nur als Inspiration für ihre Bildwelt oder als formalen Referenzrahmen nutzen, sondern vor allem deren kulturelle, gesellschaftliche und politische Dimension reflektieren.”

* “Die Wirkungsmacht der Klobürste“. Via: Mail, thx Steffen!

* Andrew H. Shirley: “Wastedland” – four friends paint graffiti in a post-apocalyptic purgatory. While on the hunt for beer and weed they encounter a dead baby, and invite him along for the party… Via