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Category Intervention

Popel-Performance von Guildor: “Nose Rape”

Eine ziemlich popelige Intervention: Die neue Arbeit des italienischen Künstlers Guildor. “Nose Rape. “This work deals with the dynamics of dominance occurring between people, and it shows the reactions to an act of psychological and physical violence.” Via: Mail

Buchtipp: “Reclaim Your City – Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins”

Neues Buch über “Urbane Protestbewegungen am Beispiel Berlins” von Tobias Morawski, Mitarbeiter des Graffiti-Archivs im Archiv der Jugendkulturen e.V. Berlin, gerade erschienen beim Verlag Assoziation A:

“Steigende Mieten, Privatisierung öffentlicher Flächen, Gentrifizierung und Verdrängung aus der Innenstadt sind die Folgen einer neoliberalen Stadtentwicklung, die zunehmend in den Fokus der Kritik gerückt ist. “Reclaim Your City” gibt den urbanen Protestbewegungen eine Stimme, die sich mit unterschiedlichen Methoden den öffentlichen Raum aneignen und ein Recht auf Stadt für alle reklamieren. Mittel sind physische Aneignungen wie Haus- und Platzbesetzungen, Blockaden von Bauvorhaben oder Zwangsräumungen, aber auch Demonstrationen und Verfremdung von Werbung, kritische Kartierung und Erstellung von Leerstandsmeldern. Das Buch erläutert die Strategien der Raumaneignung dieser Bewegungen und fragt danach, wie sich KünstlerInnen und GestalterInnen in der Stadtpolitik positionieren. Anhand des Beispiels Berlin liefert das Buch einen repräsentativen Querschnitt durch die emanzipatorischen städtischen Bewegungen der aktuellen Zeit. Es beschreibt den Wandel der Städte im Neoliberalismus und stellt die Auseinandersetzungen um Macht und Teilhabe am städtischen Raum dar. Es schlägt die bildliche und inhaltliche Brücke zwischen Mietprotesten, Nachbarschaftsgärten, Graffiti-Kultur und den Aufständen illegalisierter MigrantInnen.”

Ein Release-Event findet am Do, 13.11. ab 20Uhr im k-fetisch, Berlin-Neukölln statt.” Via: Mail, thx!

On The Roofs: “What’s up Hong Kong?”

Das russische “Urban Skywalker”-Duo Vitaliy Raskalov & Vadim Makhorov alias On The Roofs bei ihrer neusten Aktion, ein Billboard-Hack in Hong Kong. Via: Marie, merci!

Narcelio Grud: “3D Free # Fruits”

“Free Fruits” – das neue, leckere Projekt des brasilianischen Künstlers Narcelio Grud. Via: Mail

Danke, OZ!

Oje, sniff, ein trauriger Tag: OZ ist tot! Er wurde beim Sprühen von einer S-Bahn erfasst und starb. Sven Stillich hat für die Taz Nord einen wunderschönen Nachruf geschrieben: “Was er dann sei? „Stadtgestalter“, hat er früher mal geantwortet, jetzt sagt er: „Vielleicht ein künstlerischer Schmierfink“, und lächelt. „Man will ja die Stadt auch ein bisschen mitgestalten. Und zwar nicht wie die Stadt Hamburg. Die ist zwar auch kreativ, in Wilhelmsburg oder in Barmbek, aber wenn du mal kreativ bist, dann dreht sie durch.“ Was er wolle? „Ich will Vielfalt statt einfältig, grau und monoton. Wenn man nicht kontert, dann ist es nur noch grau. Diese Werbefuzzis, die tun auch nichts anderes, als die ganze Stadt in Anspruch zu nehmen, ne? Da reden sie nicht von Verschandlung. Die Werbung, das ist für mich auch eine Art Faschismus mit immer wieder diesen schönen Menschen auf den Plakaten. Wenn da ein Graffiti dran ist, werden die Leute abgelenkt. Also muss alles sauber sein, völlig fanatisch graffitifrei. Die Leute sollen nicht abgelenkt werden von Leuten, die anders drauf sind. Die sollen alle gleichgeschaltet werden.“” Mehr? Das Buch “Free Oz” gibt es bei Assoziation A

Wiebke Grösch & Frank Metzger: “Baumhaus”

“Baumhaus” – die neue Arbeit von Wiebke Grösch & Frank Metzger: “Jeder Garten ist ein den Kräften der Natur abgetrotzter gestalteter Raum. An ihnen läßt sich ablesen, inwieweit der Mensch im Rahmen z. B. ästhetischer und ökonomischer Vorgaben in der Lage ist, in natürliche Prozesse einzugreifen. Unser Beitrag für die Ausstellung „draußen“ in Gießen (bis 9. Oktober) greift diese Idee auf. Er besteht in der Pflanzung einer sieben Meter hohen Platane auf dem Dach eines Wohnhochhauses. Dieses Gebäude gehört zu einer Gruppe von drei zwölfstöckigen Wohnhochhäusern aus den 1960er Jahren. Die Häuser ragen wie Fremdkörper aus dem sie umgebenden Baumbestand heraus, wodurch sich ein sehr eigentümliches Bild ergibt. Der für die Pflanzung des Baumes auf dem Dach betriebene Aufwand ist enorm. Seinem gewohnten Umfeld entnommen, benötigt der Baum zudem intensiver Pflege. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist das nicht begründbar. Dem Wirtschaftlichkeitsdenken wird hier ein Akt positiver Verschwendung entgegen gesetzt. Das ist das Signal, das der Baum – in Korrespondenz zu den Mobilfunk-Sendeanlagen auf den beiden benachbarten Häusern – in die Stadt hinaus schickt.” Via: Mail

Fra.Biancoshock: “Egocentric”

Eine neue Arbeit von Fra.Biancoshock für das Festival Nuart in Norwegen. Via: Mail

Alley of the Year: Guerrilla Gardening in Prag

Guerrilla Gardening in Prag: “The city of Prague placed 277 horrendous concrete flowerpots in its 5th district. The alleged purpose of this investment was to “reduce car emissions”. From the onset the entire business has raised suspicion. Deplorable design, excessive price and ambition that the flowerpots will be turned into advertising space suggest that we may observe yet another step of incompetent townhall, or in fact a corruption case.

Concrete flowerpots, each weighing several tons, were placed in public squares, on pavements and even lawns. In some cases, their sheer size and placement create insufficient space for baby carriages and people on wheelchairs to move along. The Prague townhall thus contributes to the already malfunctioning public space and stipulates visual pollution in the streets!

The majority of the flowerpots was originally placed in the historical conservation area. Upon refusal and fine from the NPU (National Heritage Institute) the townhall had them moved to the Lihovar station. This place is now “adorned” with dozens of concrete monsters, some of which are placed on lawns (a strange strategy how to “improve Prague environment”). The city cannot get rid of these flowerpots due to the fact that the investment was largely sponsored by the EU (out of the entire cost 20 million crowns, the EU supplied 16 million) and the “invested” money would have to be returned in case of abolishment of the project. Monthly maintenance of the flowerpots costs the city 90 thousand crowns per month.

“Alley of the Year” is an environmentalist direct action and a tongue-in-cheek happening of the AR collective formed by artists and activists. This guerilla-gardening project aims to heighten awareness of suspicious commissioning practices and absence of systematical planning of the public sector. We deem, that care about the environment must not be a populist gesture or means to tunnel subsidies! We support activists who, in past, formed protests or created happenings such as turning a flower box into a swimming pool or a giant ashtray. DIY (Do It Yourself) approach to solving local problems does not need to be approved by the institutions or legal in order to be successful!

The first round of protests to remove the plant boxes has been ignored. They were just moved to the more remote Lihovar area which has now become graveyard of flowerpots, money and the common sense! It is necessary to bring this problem to public attention once again!” Via: Mail

Update: Niels Post


“On Spam, Comment Spam”, 2014: Part of an ongoing series about the ubiquitous computer generated texts known as spam.

Niels Post war in San Francisco und spammt weiterhin die Städte, außerdem hat er eine neue Outdoor-Skulptur in Hastings (UK) realisiert. Via: Mail

Carlo Speranza: “Motel Burnout”

Lummerland ist abgebrannt. Die neue Installation von Carlo Speranza in Zürich. Via: Mail