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SPIELSALON: Art & Arcade


Remmy Canedo, Sergej Maingardt, Tobias Hartmann: “cage was a n00b” (Soundinstallation/Kicker). Alle Klangereignisse werden direkt durch das Spiel generiert oder durch den Spielverlauf gestaltet.

SPIELSALON: Art & Arcade
16. Januar bis 16. März 2014; Vernissage: Mittwoch, 15. 1, 19h
Gruppenausstellung mit: Evan Roth, JODI, Hussein Chalayan, //////////fur//// art entertainment interfaces (Tilman Reiff, Volker Morawe), Djeff, Andreas Ullrich, Ivan Kozenitzky, Frederico Lazcano, Mobileskino (David Pfluger, Florian Olloz, Gilbert Engelhard, Roland Schmidt), Remmy Canedo, Sergej Maingardt, Tobias Hartmann, Marie Wellershoff, Benedikt Haas & Marius Fietzek.
Haus für elektronische Künste, Basel

Arcade-Automaten sind Kult. In den 1970er-Jahren eröffneten die ersten Spielhallen, sogenannte “Penny Arcades”, in den USA und Europa. In der Blütezeit der Automaten erschienen Spieleklassiker wie Pong, Space Invaders, Pac-Man, Mario Bros, Tron oder Donkey Kong. Viele erfolgreiche Spiele wurden später als PC- und Videospielkonsolen umgesetzt und setzten so den Grundstein für den Erfolg von Homecomputern. Arcade-Spiele haben Ikonen der Popkultur hervorgebracht. Auch zahlreiche Künstler haben sich dem Thema angenommen und nutzen Arcade-Maschinen als künstlerisches Medium. Dabei programmieren sie nicht einfach nur ein künstlerisches Computerspiel, sondern ihre Automaten sind gleichzeitig auch Kunstobjekte und Rauminstallationen. Die Künstler bauen die Maschinen um, ergänzen sie um neue Funktionalitäten, erschaffen neue Spielwelten, spielen mit der 8-Bit-Ästhetik und übersetzen die Spielkultur in die Kunst.

Vom 15. Januar bis 16. März verwandelt sich das Haus für elektronische Künste Basel in einen Spielsalon in dem die besten Arcade-Automaten von Künstlern aus aller Welt zu sehen und natürlich auch spielbar sind.
Unter anderem baut das Schweizer Künstlerkollektiv MOBILESKINO ihren “Racer” exklusiv für die Ausstellung in eine Weltraum-Edition um. Der französische Medienkünstler Djeff ist mit dem Spiel “Pentapong” vertreten und Fur Art Entertainment Industries aus Deutschland bringen ihre “Painstation”. Die Ausstellung wurde kuratiert von Alain Bieber.


“Tesla Arcade” von Marie Wellershoff, Benedikt Haas & Marius Fietzek


“Painstation” von //////////fur//// art entertainment interfaces (Tilman Reiff, Volker Morawe)


JODI: “Sod”


“PetaPong” von Djeff

Vladimír Turner & Mathieu Tremblin: “Public Jokes” /// C. Rockefeller Center, Dresden; Vernissage: 17. Oktober

Public Jokes

a duo show by
Vladimír Turner (CZ) &
Mathieu Tremblin (FR)
curated by Alain bieber (DE)

from 18 October to 1 November 2013
opening Thursday 17 October at 18:30

in C. Rockefeller
Center For The Contemporary Arts,
Dresden
(DE)

Nicht verpassen! Die erste gemeinsame Ausstellung von Mathieu Tremblin und Vladimir Turner in Dresden (C. Rockefeller Center), Vernissage & Eröffnungsperformance ist am 17. Oktober, ab 18.30 Uhr! Und danach geht es mit dem Duo nach Halle zum Werkleitz-Festival – am Freitag, 18. Oktober, 18 Uhr läuft mein Filmprogramm “Streetism!” mit Mathieu Tremblin & Vladimir Turner; und Filmen von Akay, Love & Security, Sebastian Haslauer, Nug & Pike, Ivan Argote, Brad Downey, Jaroslav Kysa, Vojtěch Fröhlich, Ondřej Mladý, Jan Šimánek, Messieurs Delmotte, Leopold Kessler, Francis Alÿs, The Cleaning Unit.

“It could have started like a childish joke “A Czech, a French and a German guy are in the same boat” but “Public Jokes” is more about the first duo show of Vladimír Turner (CZ) and Mathieu Tremblin (FR) curated by Alain Bieber (DE) since the three met in 2011 at the occasion of a workshop organised by Memefest (SI) in Nijmegen (NL). The title refers to the French expression “private jokes” – in-joke (for inside-joke) in English. And the show is mainly a focus on how artists urban intervention art is using humor to deal with cultural mistakes and similarities regarding globalization, politics and urbanism.

Exploring the relationship between spontaneous and autonomous actions and their restitution, Bieber, Tremblin and Turner are gathering various commentaries picked up from the streets to the Internet in order to tell the “story” behind each gesture trying not to losing its original energy and openness to interpretation. The show is interrogating the way of bringing individual desire (private) to common audience (public) until, as a kind of popular success, the action itself is brought into informal language, becoming a kind of rumor like a good story you tell to your friends or a urban legend. Because at the end, everyday life is the place where the art effects of urban intervention can be fully felt and assume greater significance.

As an example, the Pistachio video documentation is a sort of zero level illustration of how this humorous mechanic proceeds. The two artists are framing themselves in a private and boring situation sharing beer and pistachios until they do in the last few seconds some unexpected sophomoric DIY twist which bring sense to the situation and a lot of self-derision about the urban hacking culture people are usually relating them too.”

Urban Hacking School #3: Köln


So sehen glückliche Diplomanden aus: Die Absolventen der Urban Hacking Academy in Köln. Foto: Rodrigo Mirando


Aus dem Workshop-Modul: “Spontaneous Sculptures” mit Brad Downey


Aus dem Workshop-Modul mit The Wa: Eat the City: Discovering, Containering, Cooking & Eating


Aus dem Workshop-Modul mit Katze & Krieg: “How to become a superheroganster

Eine kleine Auswahl der Diplomarbeiten:

Vom 4. bis 6. September fand im Rahmen des Kölner Cityleaks Festivals mein Workshop “Urban Hacking Academy” statt. Es waren zwei intensive und wunderbare Tage – mit extrem motivierten Teilnehmern, tollen Gastdozenten und großartigen Arbeiten, die in dieser Zeit realisiert wurden. Wie eine Teilnehmerin danach sagte: “Es hat mein Leben verändert!” Mehr kann man sich als Organisator nicht wünschen! Ein großes Danke an Allan Gretzki, Katze & Krieg, The Wa & Brad Downey für die wunderbare Unterstützung, Cityleaks für die Einladung und natürlich an alle Teilnehmer: Ihr seid einfach nur WOW gewesen! Und da es nach diesem Workshop auch nicht mehr besser werden kann, werde ich dieses Format, nach Strasbourg, Düsseldorf und Köln, auch nicht mehr fortsetzen. Ein “Hattrick” ist genug – es werden neue Ideen und Formate folgen!

“Und Alle so: Yeaahh! Die vulgäre Avantgarde”, Haus für elektronische Künste, Basel


David Horvitz (USA): “241543903″, 2009–heute. David Horvitz ist bekannt für seine Anleitungen zu Do-It-Yourself-Projekten. 2009 startete er über Tumblr die Aktion Head in the Freezer, die sich rasant über soziale Netzwerke verbreitete. Horvitz forderte dazu auf, seinen Kopf in ein Gefrierfach zu stecken, sich dabei fotografieren zu lassen, und das Foto ins Internet zu laden – versehen mit dem Tag „241543903“. Gibt man diese Zahl bei der Google-Bildersuche ein, erscheinen nun hunderte von Imitationen dieser künstlerisch initiierten Performance, die zum Internet-Mem geworden ist.


Evan Roth (USA): “Cache Rules Everything Around Me”, 2010. In Cache Rules Everything Around Me arrangiert Evan Roth im Internet vorgefundenes Bildmaterial spielerisch zu Musik von „Girl Talk“ aus dem Album Nightripper – selbst ein Mashup-Album, das verschiedene Musikstücke kombiniert. Bekannte Szenen aus Kinofilmen, aus Fernsehserien oder YouTube-Videos werden mit den populärsten Internet-Memen und animierten .gifs zusammengewürfelt und demonstrieren auf amüsante und beeindruckende Weise, wie sich im Internet auch künstlerische Produktions- und Distributionsformen verändern.


Helene Dams
(DE): “I Can Has History?“, 2010. Kein anderes Tier scheint im Netz derart beliebt zu sein wie Katzen. Sogenannte „Lolcats“ (Lol = laut lachen) bilden seit ca. 2006 ein beliebtes und weit verbreitetes Internet-Phänomen, bei dem Katzenbilder mit (orthografisch fehlerhaften) Sprüchen versehen und über soziale Netzwerke geteilt werden. Doch woher kommen bloß all diese Katzen? Dams betrieb Ahnenforschung und präsentiert in ihrer animierten Netzkunst-Arbeit I Can Has History? den Familienstammbaum der „Lolcats“.


Alex Von Bergen (USA): “Self Portrait with Tail”, 2008 / “Ongoing Collaboration with My Cat to Create an Image that Hopefully Becomes an Internet Meme”, 2010–heute / “Tan Line Gradient Study”, 2013. Alex von Bergen greift immer wieder Gebrauchsgegenstände oder aus dem Alltag vertraute Phänomene auf. Geschickt bewegt er sich dabei zwischen Netzwelt und physischer Welt, zwischen Kunstproduktion und Kommerz. So auch in Ongoing Collaboration with My Cat to Create an Image that Hopefully Becomes an Internet Meme und Tan Line Gradient Study, welche mitunter die Frage nach der Funktion von Kunst und Kultur im Internetzeitalter stellen. Was hat mehr Einfluss: ein Bild in einem Museum, ein Kino-Blockbuster, oder ein sich viral verbreitendes Internet-Mem? Als Postkarte zum Mitnehmen werden wir aufgefordert Von Bergens Internet-Meme auch außerhalb des Netzes zirkulieren zu lassen.


Mathieu Tremblin (FR) mit Aurélie Fourel, Marinka Limat: “Ink Geyser”, 2013. Mathieu Tremblin ist berüchtigt für seine Interventionen im städtischen Raum. Meist sind diese minimal, vielfach von einer gewissen Absurdität gezeichnet und bilden ein Gegengewicht zur reglementierten (rechtlichen, repräsentativen, symbolischen) Öffentlichkeit. Ink Geyser ist ein künstlerisches Re-enactment des Mentos-Cola-Internet-Mems: Durch die chemische Reaktion, das Hinzufügen von Farbe und die installative Anordnung entsteht ein künstlerisches Wandgemälde, das seine Spuren für eine kurze Zeitdauer an Wänden, Decke und Boden hinterlässt.


Matthias Fritsch (DE): “Technoviking Transmedia”, 2007–2011 / “We, Technoviking”,
2010. Mit über 40 Millionen Klicks und mehr als 4000 Videoreaktionen auf YouTube gehört Matthias Fritschs Technoviking – im Jahr 2000 unter dem Namen Kneecam No. 1 ins Netz gestellt – zu den weltweit populärsten Internet-Memen. In den präsentierten Videos recherchiert Fritsch die Geschichte seines Kunstvideos, von der Produktion bis zum populären Internet-Mem, wo der Technoviking sich wie genetisches Material im Netz fortgepflanzt und ständig in neue Variationen und Formen mutiert. Während Technoviking Transmedia User-Reaktionen sammelt, die den Technoviking in virtuellen Welten (z.B. World of Warcraft, Minecraft) inszenieren oder in ein anderes Medium übersetzen, präsentiert We, Technoviking ein Zusammenschnitt von über 50 Reenactment-Videos, welche von Fritsch im Netz gesammelt und zu einem musikclipartigen Video zusammengemixt wurden.


Kent Rogowski (USA): “There is a Rainbow”, 2012. Kent Rogowski greift in seinen Arbeiten Klichees und Stereotypen auf und schafft über das scheinbar Vertraute vielfach ein Gefühl der Befremdung. There is a Rainbow ist Teil der Serie Everything that I wish I could be, in welcher der Künstler Selbsthilfe-Bücher nach einer bestimmten topografischen Anordnung arrangiert und in Lebensgröße abfotografiert. Durch eine gezielte Linienführung der Regebogen deutet Rogowski vage eine Herzform an – und inszeniert so fast unscheinbar kulturell kodierte kommunikative Muster, die auch den Internet-Memen eigen sind. Und nach dem Double Rainbow von Hungrybear9562 gehört der Regenbogen (nach den Katzen) zum zweitliebsten Pop-Phänomen der Internetkultur.


Jonas Lund (SE): “Paint Your Pizza“, 2013. „Realität ist da, wo der Pizzamann herkommt“ ist ein beliebter Geek-Spruch. Was macht die Pizza zur Leibspeise der Internet-Generation? Vielleicht liegt es daran, dass man bei Pizza Hut bereits seit 1993 die erste Pizza im Internet bestellen konnte – lange Jahre vor der Gründung von Amazon, Google oder Ebay. Paint Your Pizza ist eine Webseite von Jonas Lund, über welche man mittels der Grafiksoftware MS Paint seine ganz individuelle Pizza malen, bestellen und verkaufen kann. Macht mit, malt eure Pizza, druckt sie aus und holt euch euer ofenfrisches Kunstwerk für CHF 12 draußen am Pizza-Stand!


Tracky Birthday & Hasi International™ feat. Cindy Sizer (DE): “Tricks 10″, 2013. Bereits neun Folgen der ARTE Creative Webserie Tricks haben Tracky Birthday und International™ souverän gemeistert: witzige und unberechenbare Shows, die uns mit auf eine Reise durch die Popgeschichte nehmen und unter anderem auch demonstrieren, wie sich mit Gemüse musizieren lässt. In der zehnten und letzten Folge von Tricks inszenieren die zwei Künstler zusammen mit ihren Freunden Cindy Sizer eine kollektive Jamsession, bei der die Besucher zur Band werden – und natürlich wird auch diese Folge live ins Netz gestreamt.

Für alle die es am 24. August nicht zur Oslo Night 2013 nach Basel geschafft haben: Ein paar Impressionen der Ausstellung “Und Alle so: Yeaahh! Die vulgäre Avantgarde” im Haus für elektronische Künste in Basel. “In Zeiten von NSA, Urheberrechtsklagen und Datenspeicherfragen kommt das Internet eher als Produkt des Bösen daher. Basel kehrt nun aber die fröhlichen Inhalte nach außen, und zeigt, wie positiv das Netz auch sein kann”, schrieb das ART-Magazin, und Dirk von Gehlen hat mich dazu für das SZ-Blog Phänomeme interviewt: “Die Netzkultur ist die neue Popkultur. Sie hat eine eigene Sprache (ROFL, <3), eine eigene Ästhetik (z.B. Seapunk), und ihre eigenen Stars (Grumpy Cat, Technoviking)." Und darum ging es: Internet-Meme sind die Popkultur des Internets: Bilder, Videos, Texte, Links, Tondateien und Webseiten, die sich viral und rasend schnell online verbreiten. Die Masse tanzt zu „Harlem Shake“ und „Gangnam Style“ und lacht über den „Techno Viking“ und „Lolcats“. Die Grenzen zwischen Hoch- und Populärkultur verschmelzen im Netz – aber was sind die Folgen? Führt die memetische Kreativität im Netz zu einer kollektiven Intelligenz? Kann auch Kunst viral werden? Oder ist ein Mem vielleicht sogar Konzeptkunst? Wie verändern diese Netz-Phänomene unser Verständnis von Kunst? Und woher kommen bloß all die Katzen? Die Ausstellung „Und alle so yeah“, kuratiert von Alain Bieber, präsentiert die vulgäre Avantgarde, ist Spektakel und Kritik, zeigt Netzkunst und Trashkunst, lädt zur Partizipation ein und wird selbst zum Kunstwerk.

Internet-Meme (QR Codes) & Meme Generator: Mit dem Internet ist die Produktion und Verbreitung von Bildern unvorstellbar rasant angestiegen. Nicht nur zeitgenössische Künstler, sondern auch Amateure nutzen das Internet und digitale Tools, um Bildmaterial zu produzieren, zu manipulieren, und zu teilen – und erzeugen dadurch Internet-Meme. Vom animierten „Dancing Baby“, über die Keyboard spielende Katze bis hin zum doppelten Regenbogen sind deshalb auch populäre Internet-Meme aus der Amateurkultur in der Ausstellung vertreten, die sich auf die jeweiligen anderen Werke beziehen – auf dem Smartphone/Tablet abrufbar über den angebrachten QR-Code. Und natürlich hat auch jeder Ausstellungsbesucher die Möglichkeit mit dem Meme Generator sein eigenes Internet-Mem zu gestalten und direkt ins Netz zu laden.

Literatur zum Thema „Kunst & Meme“:
- Domenico Quaranta: „Internet Semiotics“, 2012
- Brad Troemel: „The Accidental Audience“, 2013
- Michele Knobel & Colin Lankshear: „Online Memes, Affinities and Cultural Production“, 2007
- Kate Miltner: „SRSLY Phenomenal: An Investigation into the appeal of Lolcats“, 2011
- Helene Dams: „I think you got cats on your internet“, 2008

10 Gründe, um am 24. August nach Basel zu gehen und die Ausstellung “Und alle so yeah! – Die vulgäre Avantgarde” zu erleben:

“Und alle so yeah! – Die vulgäre Avantgarde”
Haus für elektronische Künste, Basel
Samstag, 24. August 2013, 16 Uhr bis 0 Uhr

1. Du kannst dir deine eigene Pizza malen – mit “Paint Your Pizza“! Einer Arbeit von Jonas Lund – ein Pizzabäcker vor Ort realisiert deine Kreation!

2. TRICKS aka as “die beste Musikshow der Welt” macht Halt in Basel – und präsentiert eine finale Folge zum Mitmachen und als Livestream. Tracky Birthday, Hasi International und als “Very Special Guests” Cindy Sizer geben noch einmal alles und mehr!

3. Mathieu Tremblin hat inzwischen zahlreiche “Ink Geysir” realisiert und ist bereit für die ultimative Mentos-Diet-Coke-Performance – mit zehn Flaschen & in Farbe!

4. Es gibt die Serien “Self Portrait with Tail”, “Ongoing Collaboration with My Cat to Create an Image that Hopefully Becomes an Internet Meme” und “Tan Line Gradient Study” von Alex Von Bergen als kostenlose Postkarten zum Mitnehmen!

5. Wir feiern das Revival von David Horvitzs Projekt “241543903″ aka Head in the Freezer – und laden natürlich alle ein sich abzukühlen!

6. Es gibt weitere, großartige Arbeiten von Evan Roth, Kent Rogowski, Helene Dams und Matthias Fritsch!

7. Zu jeder künstlerischen Arbeit gibt es ein Internet-Mem dazu. Kostenlos, ohne zu fragen, als QR-Code, voll crazy!

8. Klar, der Eintritt ist kostenlos!

9. Die Ausstellung findet im Rahmen der Oslo Night 2013 statt, d.h. es gibt im ganzen Viertel noch weitere Ausstellungen, Workshops, Performances, Konzerte, DJ Acts und Party!

10. Die Ausstellung läuft nur an einem Tag. Da darf man nicht fehlen, das wird so wie das “The Köln Concert” oder so… Epic!

Cityleaks: Urban Hacking Academy Cologne


The Wa: “Revolution”, 2012

Vom 4. bis 6. September findet im Rahmen des Kölner Cityleaks Festivals mein kostenloser Workshop “Urban Hacking Academy” (CityLeaks Festival Centre, Marienstraße 73, 50825 Köln) statt. Ich freue mich auf die Unterstützung von: Brad Downey, The Wa, Allan Gretzki und Katze & Krieg. Noch sind 10 Plätze frei – anmelden bis zum 21. August unter: info@cityleaks-festival.com

Der Stundenplan sieht so aus – man kann auch nur zu einzelnen Modulen kommen, sollte aber in jeden Fall eine eigene Arbeit im öffentlichen Raum realisieren (Sinn der Übung):

Mittwoch, Wed 4.9.2013
11-12.30h / Alain Bieber / Theory
An introduction into political art within public space / Einführung in die politische Kunst im öffentlichen Raum

14-15.30h / Allan Gretzki / Theory
Urbanish Standards (Vokabeltraining): Ein Exkurs von Culture Jamming bis hin zum Stylewriting und Bombing

16-18h / Katze & Krieg / Practice
„How to become a Superherogangster” – Probledurchlauf der neuen Performance des Duos. Eine Art Workshop für Erwachsene, die sich unter unserer Anleitung in Superherogangster verwandeln können und auf den Straßen von Ehrenfeld ein neues Verhaltensrepertoire beigebracht bekommen.

18.30-20h / Alain Bieber / Theory
Streetism. Discussion and film screening. The best street art films and actions / Streetism. Diskussion und Filmvorführung. Die besten Street-Art-Filme und Aktionen

Donnerstag, Thu 5.9.2013
14-16h / Brad Downey / Practice
Spontaneous Sculptures

16.30-19h / The Wa / Practice
Eat the City: Discovering, Containering, Cooking & Eating / Ess die Stadt: Entdecken, Containern, Kochen & Essen

Freitag, Fri 6.9.2013
15-17h / Presentation
Presentation of own works, group discussion, diploma conferral / Vorstellung der eigenen Arbeiten, Gruppendiskussion, Diplomverleihung

Und hier auch noch der offizielle Pressetext:
“In der Urban Hacking Academy ist Partizipation erwünscht. Zum diesjährigen CityLeaks Festival ermöglichen der Autor und Kurator Alain Bieber sowie die Künstler The Wa, Brad Downey, Katze & Krieg und Allan Gretzki ein kostenloses Ausbildungstraining für künstlerische Interventionen, Performances und temporäre Kunst im öffentlichen Raum. Vermittelt werden theoretische und praktische Grundlagen der Street-Art, subversive Techniken und Guerilla-Strategien der Postgraffiti-Bewegung. Die Teilnehmer realisieren zudem eine eigene Arbeit im öffentlichen Raum und erhalten am Ende der Urban Hacking Academy ein „Street-Art-Diplom“. An der Akademie teilnehmen kann jeder Interessierte – je weniger Vorwissen vorhanden, desto besser.

The Urban Hacking Academy desires active participation! For this year’s CityLeaks Festival writer and curator Alain Bieber together with artists The Wa, Brad Downey, Katze & Krieg and Allan Gretzki offer a free training in artistic intervention, performance, and temporary art within public space. Theoretical and practical basics of street art, subversive techniques and guerilla strategies of
post-graffiti are on the agenda. Participants will also realize their own work in public space and receive a “street-art diploma” at end of Urban Hacking Academy. Everyone interested may participate in the Academy. The fewer prior knowledge you bring along, the better!”

Cityleaks 2013: Cologne Urban Art Festival / Urban Hacking Academy

Nicht verpassen: Vom 2. bis 22. September 2013 steigt in Köln wieder das Cityleaks-Festival!

“Über 30 internationale und nationale Künstler und Künstlerinnen sind eingeladen, im öffentlichen Raum der Stadt Köln zu intervenieren sowie Ausstellungen in Galerien und Off‐Räumen zu zeigen. Ausschreibungen für Projekte in den Bereichen Tanz, Performance und Culture Jamming laden auch Laien ein, am Festivalgeschehen teilzunehmen. Mit dabei sind in diesem Jahr: “Brad Downey (US), ARYZ (ES), Asbjørn Skou (DK), Aya Tarek (EG), Bastardilla (CO), Byram Tunez (BE), Captain Borderline (DE), Cor5 (DE), Dennis Freischlad (DE), Diana Artus (DE), Erica il Cane (IT), Hendrick ´ecb´ Beikirch (DE), GAIS (BR), GPO & Alexandros Vasmoulakis (GR), Klangfiguren (DE), Klaus Klinger (DE), Laurent Impeduglia (BE), LowBros (DE), Mark Jenkins (US), M-City (PL), Majo Brothers (DE), Odo Rumpf (DE), Robert Winter (DE), Sepe & Chazme (PL), Sten Lex (IT), The Wa (FR), TIKA (CH), Urbane Projektions-Guerilla (DE), Zezao (BR), Troy Lovegate (CA), SpY (ES), Rookie (DE), SatOne (DE), Clemens Behr (DE), Boris Hoppek (DE), Decycle (DE), mittenimwald (DE), The Pony (DE), Octagon (DE).”

Ich organisiere für das Festival, zusammen mit u.a. Brad Downey, The Wa und Allan Gretzki, den Workshop “Urban Hacking Academy” (4-6. September). “In der “Urban Hacking Academy” ist Partizipation erwünscht. Zum diesjährigen CityLeaks-Festival ermöglichen der Autor und Kurator Alain Bieber sowie die Künstler The Wa, Brad Downey & Allan Gretzki ein kostenloses Ausbildungstraining für künstlerische Interventionen, Performances und temporäre Kunst im öffentlichen Raum. Vermittelt werden theoretische und praktische Grundlagen der Street-Art, subversive Techniken und Guerilla-Strategien der Postgraffiti-Bewegung. Die Teilnehmer realisieren zudem eine eigene Arbeit im öffentlichen Raum und erhalten am Ende der Urban Hacking Academy ein “Street-Art-Diplom”. An der Akademie teilnehmen kann jeder Interessierte – je weniger Vorwissen vorhanden, desto besser. Bei Interesse bitte anmelden unter: info@cityleaks-festival.com”

Vergleichbare Workshops habe ich nun bisher schon in Straßburg und Düsseldorf geleitet, es hat immer extrem viel Spaß gemacht und das Niveau der produzierten Arbeiten war immer erstaunlich gut und konnte sich mit den “offiziellen” Werken der Ausstellungen messen – deshalb: Köln, enttäuscht mich nicht! Sichert Euch einen Platz und meldet Euch unter info@cityleaks-festival.com an! Ich freue mich auf Euch!

Workshop: “AKADEMIE DER REBELLION” IN DÜSSELDORF


Die Werke der “Street-Art”-Studenten

Die Workshops:


The F-Bahn Widerstand” mit Partizaning


“Hacking the sound of the city” mit Jérome Fino


Dérive“-Spaziergang mit Alain Bieber


“Streets of Perception” & Spielen im Supermarkt mit Florian Rivière


Die Stadt ist ein Turnplatz: Parkour-Workshop mit Andi Wöhle und Fabian Haupt

Und so sehen glückliche Diplomanden aus:

Vom 28. Mai bis 1. Juni 2013 fand in Düsseldorf die von Emmanuel Mir & mir organisierte “Akademie der Rebellion” statt, im Rahmen der Ausstellung “Petites résistances – Rebellion als Kunstform“. Das Ziel der kostenlosen Akademie war es, Interessierte aus allen Horizonten mit einer Praxis der spielerischen und sinngebenden Aneignung des öffentlichen Raums zu konfrontieren. Anhand von Führungen, einfachen Übungen und gemeinsam realisierten Interventionen entdeckten sie eine andere, wenig beachtete Seite der Straße und werden dadurch sensibel für Phänomene und Zusammenhänge gemacht, die in der Regel als periphär gelten. Vermittelt wurden theoretische und praktische Grundlagen der Street-Art, subversive Techniken und Guerilla-Strategien der Postgraffiti-Bewegung. (Infos zum kompletten Programm auch hier.) Leider habe ich die Namen der Teilnehmer und die Titel der realisierten Werke nicht (schickt mir einfach eine Mail, dann ergänze ich den Beitrag bzw. cher Emmanuel, vielleicht kannst du mir die Namen mailen), die Bilder von den Workshops stammen von Christian Ahlborn. Fazit in aller Kürze: Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und es ist schön, die von Euch realisierten Arbeiten zu sehen – und ja, ich bin verdammt stolz auf Euch, ihr habt Euch Euer Diplom wahrlich verdient! Und vor allem hoffe ich, dass es nicht die einzige Arbeit im öffentlichen Raum bleibt, sondern, dass ihr fleißig weiter macht! Auf bald & der nächste Workshop kommt bestimmt! Und zwar schon ganz konkret am 4.-6.September 2013 während dem Cityleaks Festival in Köln, diesmal sind mit dabei The Wa, Brad Downey, Allan Gretzki, Katze & Krieg!

“Und alle so yeah! – Die vulgäre Avantgarde”: Haus für elektronische Künste Basel, 24. August, 16-4 Uhr


Alex von Bergen: “Self Portrait with Tail”, 2008

Bissi Werbung in eigener Sache: Nicht verpassen, let´s lulz in Basel! “An der Oslo Night laden die an der Oslostrasse ansässigen Kunst- und Kulturinstitutionen zu einem spartenübergreifenden Fest der Künste mit Ausstellungen, Performances, Workshops, Konzerten, einem Mitmach-Fotolabor, Bar und Essen bis Mitternacht und anschliessender Party bis 4 Uhr ein. Der Brite Lee Gamble gehört zu den angesagten Protagonisten der elektronischen Musik; sein Sound bewegt sich in einem faszinierenden Feld zwischen den Sphären von Jungle, Experimental Electronic, Techno und Ambient. Neben Lee Gamble präsentieren wir Konzert- und DJ-Acts von Dimlite (ZH), DJ Neevo/DJ Akay (BS), und den DJs Garçon & Morard (BS). Das Haus für elektronische Künste bringt an der Oslo Night zudem das internationale Ausstellungsformat BYOB (Bring Your Own Beamer) erstmalig nach Basel. Für die kurze und flüchtige Zeitspanne einer Nacht sind Künstler und alle Interessierte dazu eingeladen, Raum vom Boden bis zur Decke nach eigenen Vorstellungen mit ihren Bildern und Sounds zu bespielen.

Der Gastkurator Alain Bieber präsentiert mit der Ausstellung “Und alle so yeah! – Die vulgäre Avantgarde” aktuelle Phänomene der Popkultur im Internet, u.a. mit den Künstlern Mathieu Tremblin, Tracky Birthday, Hasi International, Evan Roth, David Horvitz, Cindy Sizer, Alex von Bergen und Kent Rogowski. Internet-Meme sind die Popkultur des Internets: Bilder, Videos, Texte, Links, Tondateien und Webseiten, die sich viral und rasend schnell online verbreiten. Die Masse tanzt zu Harlem Shake und Gangnam Style und lacht über den „Techno Viking“ und „Lolcats“. Die Grenzen zwischen Hoch- und Populärkultur verschmelzen im Netz – aber was sind die Folgen? Führt die memetische Kreativität im Netz zu einer kollektiven Intelligenz? Kann auch Kunst viral werden? Oder ist ein Mem vielleicht sogar Konzeptkunst? Wie verändern diese Netz-Phänomene unser Verständnis von Kunst? Und woher kommen bloss all die Katzen? Die Ausstellung “Und alle so yeah!” präsentiert die vulgäre Avantgarde, ist Spektakel und Kritik, zeigt Netzkunst und Trashkunst, lädt zur Partizipation ein und wird selbst zum Kunstwerk. Denn der Höhepunkt des Abends ist die Live-Produktion der zehnten Folge der ARTE-Creative-Webserie “TRICKS”. Die beiden Künstler Tracky Birthday und Sebastian Haslauer inszenieren zusammen mit Cindy Sizer eine kollektive Jamsession, bei der die Besucher zur Band werden – und natürlich wird diese Folge auch live ins Netz gestreamt.”

Samstag, 24. August, ab 16-4 Uhr
an der Oslostrasse (Dreispitz, Einfahrt Tor 13), 4142 Münchenstein/Basel

Gewinner, Gewinner, Gewinner, Gewinner, Gewinner!

Sorry, die Auslosung hat ein wenig länger gedauert… Tausend Dank für die tausend Kommentare – ihr seid ja wirklich richtig heiß auf das wunderschöne, neue Stickermag Klebstoff #5! Und niemand geringeres als Don Stickone, Mister Andreas Ullrich, der Klebstoff-Herausgeber und Gründervater des jetzt schon legendären International Neighborhood Verlags, hat sich seine 5 Lieblingskommentare ausgesucht. Glückwunsch, das Mag kommt dann bald per Post:

FlowRe
Just in time
texte ich diese Line.
Ich habe keinen Plan vom rhym’,
dennoch will ich diese Mag,
denn ich bin ein Stickercrack.
Schon als Kind schnüffelte ich am Klebstoff,
und hörte David Hasselhoff.
Sammelte dabei fleißig Sticker,
diese bekam ich vom Kiosk-Ticker.
Doch dieses Buch bietet vieles Neues,
so macht mich zum Besitzer,
denn mein Herz erfreutes.
Eins wäre sicher klasse,
würd’ ich der Besitzer dieser Stickermasse.

kokkie
oh I want to stick these on our car and drive the funkiest car of Nairobi!
danke shön

Octave Mendax Parango
Schon früher als Kind sammelte ich die bunten Bildchen, als Jugendlicher wurde meine frühe Leidenschaft dann schamlos von diversen Skate Firmen ausgenutzt. Man bettelte bei eben diesen und allen möglichen Sportläden um an den begehrten Stoff heranzukommen. Es ging sogar soweit, dass man manchmal sogar dafür bezahlte die begehrten Bepper sein eigen zu nennen, nur um sie dann als vermeintliches Statement (oft leider nur Logos) irgendwo in die Pampa zu kleben- als Akt der Rebellion versteht sich. Nahtlos ging ich von der Skateszene ins Sprayermilieu über und ab da nahm das Übel erst richtig seinen Lauf. Das Erkunden der Landschaft auf der Suche nach dem besten Spot war man ja schon vom Skaten gewohnt, jedoch bei Nacht einen geilen Spot für ein Piece zu setzen um dem eigenen Namen möglichst viel Fame einzubringen kickte dann erst so richtig… An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal bei der Deutschen Post bedanken: Eure Paket Sticker haben es mir und vielen meiner Freunde erst möglich gemacht die ersten eigene Sticker in Umlauf zu bringen! Das ging ratz fatz vom Einstiegssticker, den ersten eigenen T-Shirts, zur Schablone, über umgebaute Deoroller und selbstgebaute Dosenaufsätze auf die Wand, die Laster, etc…Der Meine Eltern fanden das dann nicht mehr so witzig, als die Grünen dann irgendwann einliefen und so ziemlich alles, was mich zu der Zeit interessierte mitnahmen. Nach der Abstempelung als Krimineller und dem Ableisten endlos erscheinend Sozialstunden war vor allem eins klar : Die kriegen mich nie wieder! Haben Sie auch nicht mehr. Im stillen Kämmerchen traf man sich mit anderen Paranoiden , tauschte aus, übte, kupferte ab, lernte, wurde irgendwann auch besser und schaffte irgendwie auch nebenher noch mein Abitur. Nach dem Ableisten des Zivildienstes hatte ich noch immer kein Plan, was machen und irgendwie ergab es sich, dass man ein paar Arbeitsproben in eine Mappe stopfte und sich zur Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule qualifizierte. Lehrreiche Jahre später hat man dann son Wisch, der einem als cum load Grafik Designer auszeichnet und auf einmal isses nicht nur okay seine Arbeiten im öffentlichen Raum aufzuhängen- man kriegt sogar (etwas) Geld dafür. Leider geb ich mein Geld auch gleich wieder für den Stoff aus, Papier, Farbe, Siebe, Kompressor, Kamera, Belichtungskammer,Drucker, Farbfächer, Rechner, Scanner, Programme,Lizenzen, etc. und verbringe auch den Grossteil meiner Zeit mit dieser Leidenschaft. Wenn man so wie ich jahrelang in diesem Sumpf vor sich hin vegetiert ist hat man schnell auch keine anderen Freunde mehr, als andere Mitleidensgenossen… Alles Sichtbare wird kritisch beäugt und bei allem vorhandenem stellt sich mir immer die selben Fragen: Was kann ich damit machen? Wie kann ich das gebrauchen?
Lange Rede,kurzer Sinn: Sticker ruined my life!
Denn wie man sieht bin ich in all den Jahren noch immer hochgradig Klebstoff süchtig, wenns irgendwo Gratis Sticker gibt bettle ich noch immer…

Maria
Hiermit bewerbe ich mich um das neue Klebstoff-Heft.
Ich bin Kunstlehrerin und möchte zum Ende des Schuljahres mit meinen Schülern selbst Aufkleber entwerfen/prduzieren. Da sind natürlich die Magazine das beste Anschauungsmaterial zum Ideenfinden. Ich fänds großartig, wenn sich jeder Schüler einen Aufkleber aussuchen könnte und den dann beschreiben/interpretieren/verkleben/sammeln kann. Jedoch muss ich gestehen, dass ich ungern mein eigenes Heft dafür opfern würde… Und irgendwie wärs cool, wenn ich der Klasse sagen könnte: Hab ich für euch gewonnen bei meinem Lieblings-Blog… DANKE

FELIX
Mein Vater beklebt seine Zimmertür seit seiner Kindheit, wenn ich eins bekomme, schenk ichs ihm.
(ein paar Sticker würde ich aber abluxen)