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Category hacktivism

Mey Lean Kronemann: “Lovepicking”


Fotos: Daniel Zipris

Die Berliner Künstlerin Mey Lean Kronemann knackt Liebesschlösser – ohne sie zu beschädigen und arrangiert sie danach neu. “Love Locks are a custom by which padlocks are affixed to a bridge or similar public fixture by couples to symbolize their everlasting love. The couples then throw the keys into the river together. By lockpicking the Locks of Love, we question the idea of love or relationships being bolted and barred, closed like a prison or cage, which can only be opened by breaking it. So we held a live lockpicking workshop. After all, this place held loads of padlocks for practice. (And for some unknown reason couples seem to use particularly cheap locks for demonstrating their everlasting love.) Part of the ritual is that the couples throw the keys to their locks into the river, which means that they will not be able to put their lock back in its right place – unless they learn how to lockpick.” Via: Mail, thx Aram!

Paolo Cirio: “Loophole for All”

Das neue Projekt des italienischen Medienkünstlers Paolo Cirio: “Loophole for All“. Er hat (angeblich) die Identität von 200.000 Firmen, die ihren Sitz auf den Kaimaninseln (Steuerfluchtparadies und fünftgrößter Finanzplatz der Welt) haben, enthüllt und verkauft nun diese Identitäten. Außerdem soll so jeder die Möglichkeit haben selbst zum Steuerflüchtling zu werden: “Paolo Cirio, contemporary artist and pirate, hacked the governmental servers of the Cayman Islands and stole a list of all the companies incorporated in the country, making it public for the first time. Now on Loophole4All.com he is selling the identities of those companies at a low cost to democratize the privileges of offshore businesses. Paolo hijacks the identities of more than 200,000 companies registered in the Cayman Islands by moving their addresses to his Caymans mailbox and issuing counterfeited certificates of incorporation from the Caymans company registry. This massive corporate identity theft benefits from the anonymous nature of those companies since the real owners’ secrecy allows anybody to impersonate them. In short, this project turns the main feature of offshore centers into a vulnerability.
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Johannes P. Osterhoff: “Dear Jeff Bezos”

Johannes P. Osterhoff hat schon wieder eine grandiose Online-Performance gestartet: “Immer wenn ich auf meinem Kindle ein Lesezeichen setze, schreibt er eine automatische Mail an Jeff Bezos, den CEO von Amazon. Da steht in Anlehnung an Whispersync drin, was ich wann bis wohin gelesen habe. Wenn das schon von Amazon getrackt wird, sollte er mindestens einen Durchschlag bekommen. Das ganze ist natürlich ein Kommentar, wie e-Books und geschlossene Systeme das ursprünglich private Lesen verändern.” “I, Johannes P Osterhoff, shall do another online performance piece. The piece is called “Dear Jeff Bezos” and documents the reading on my Amazon Kindle.Each time I set a bookmark on my Kindle it shall write an automated email about my recent reading to Jeff Bezos and the ones interested (subscribe here). The performance started on Jeff Bezos’ birthday / January 12, 2013 at 8:00 am PST.” Interview dazu hier, via: Mail, thx!

Benjamin Gaulon: “Corrupt.desktop”

Der neue Hack von Benjamin Gaulon: “Corrupt.desktop glitch, in real time, the computer’s desktop image. So if you want to glitch your local Apple Store or Apple Retailer simply download the App (from the shop’s computer): DOWNLOAD Corrupt.desktop. Corrupt.online, Corrupt.video and Corrupt.desktop are using the same algorithm, which consists of a binary alteration of the original data. So technically Corrupt damages the data on a binary level, which result in unpredictable and beautiful results. A project by Martial Geoffre-Rouland and Benjamin Gaulon, based on Corrupt a web based Glitch Art Software allowing its user to upload and share corrupted images on www.corrupt.recyclism.com.” Via: Mail

Buchtipp: “Vorsicht Kunst! Politik trifft Kunst”

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ein Buch zum Thema “Vorsicht Kunst! Politik trifft Kunst” herausgebracht (Herausgeberin: Anja Besand, Seiten: 286, Erscheinungsdatum: 09.07.2012) – und ein Beitrag von mir ist auch dabei. Hier das komplette Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe (als PDF), bestellen kann man es für den Preis von 4,50 Euro hier. “Wenn Christo den Deutschen Reichstag verhüllt, ist das dann Kunst oder Politik? Die bebilderte und schrill gestaltete Aufsatz-Sammlung behandelt die Frage, wie gut Kunst und Politik auch in Bildungsprozessen zusammenpassen. Es werden Gemeinsamkeiten und Kooperationen gezeigt, aber auch Gegensätze und Kontroversen. Die Aktionskünstler The Yes Men nisten sich unbemerkt in internationale politische Organisationen ein, der Künstler Christoph Schlingensief baut ein Operndorf in Burkina Faso, die Aktionsgruppe Front deutscher Äpfel parodiert Aufmärsche von Rechtsextremisten. Ist das nun Kunst? Oder ist das Politik? In diesen Beispielen zeigt sich ein Phänomen, das seit einigen Jahren verstärkt zu beobachten ist: Politik und Kunst kommen sich immer näher, und auch in der politischen und der kulturellen oder ästhetischen Bildung kommt es zu Annährungen und Überschneidungen. Der Band nimmt diese Feststellung in den Theorie-Diskurs beider Bereiche auf und behandelt das Verhältnis kultureller/ästhetischer Bildung und politischer Bildung in einer Sammlung von Aufsätzen und Bildern anschaulich und mit praxisnahen Beispielen. Es geht um die Frage, wie gut Kunst und Politik auch in Bildungsprozessen zusammenpassen – es werden Gemeinsamkeiten und Kooperationen gezeigt, aber auch Gegensätze und Kontroversen. Der Band wendet sich an alle, die in der Schule oder außerschulisch im Feld der politischen oder kulturellen/ästhetischen Bildung arbeiten.”

3. Weltkongress der Hedonistischen Internationale

Alle Jahre wieder: Der Weltkongress der Hedonistischen Internationale! “Am Wochenende nach Pfingsten findet vom 31. Mai – 4. Juni 2012 der Dritte Weltkongress der Hedonistischen Internationale zwischen Hamburg, Greifwald und Berlin statt. Der Kongress will Spaß und Politik verbinden und orientiert sich wie in den letzten beiden Jahren an den Themensträngen Protest, Party, Action. Der internationale Kongress soll den Ideenaustausch von Aktivisten:innen und deren Vernetzung fördern.

Programm: Mittlerweile sind schon über 80 Stunden Kongressprogramm bestätigt (Stand 14.5.) Das Vortragsprogramm wird in drei gleichzeitigen Konferenz-Tracks am Freitag und Samstag jeweils von 10-22 Uhr stattfinden. Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch. Zwischen den schon bestätigten Vorträgen ist immer genug Raum für spontane Workshops, Talks und Aktionen. Unter anderem sind mit dabei:

Barbara Petersen: Das Büro für ungewöhnliche Maßnahmen: Das Büro für ungewöhnliche Maßnahmen (BfM) war eine 1987 gegründete Künstlergruppe, die bis Mitte der 1990er Jahre in Berlin aktiv war und sich mit Politkunst beschäftigte. Das Büro arbeitete vielfach mit Mitteln des Theaters, der Performance oder der Installation, viele ihrer Aktionen lassen sich der Kommunikations- und Spaßguerilla zuordnen, künstlerisch bildete ein erweiterter Begriff der Collage das zentrale Motiv der Arbeit der Gruppe. Zentrales Ziel war es, auf solche Weise politische Inhalte in den öffentlichen Raum zu tragen.
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Tobias Leingruber: “Social ID Bureau” in Berlin

Das neue Projekt von Tobias Leingruber – der Facebook-Personalausweis. Mehr Bilder hier, das Video-Interview hier. “Online identifizieren wir uns fast nur noch über unser Facebook-Profil. Durch Dienste wie Facebook-Connect und den “Like”-Button färbt sich das Internet langsam aber sicher dunkelblau. Der deutsche Medienkünstler Tobias Leingruber greift dieses Phänomen auf und bringt es aus der virtuellen Sphäre in den realen Raum: Die Social Network ID Card. Wozu braucht man dann eigentlich noch einen Personalausweis? Im Berliner Projektraum “Supermarkt” organisierte er das Social ID Bureau. Eigentlich sollte es ja Facebook Bureau heißen, aber das fand die Rechtsabteilung von Marc Zuckerberg nicht so toll.” Via: AC

Porno-Hacking im Elektromarkt

Schöner Beitrag bei SPON unter der Überschrift “Schock im Elektromarkt”: Kunden in einem Elektromarkt in Greenville, South Carolina, waren erstaunt bis schockiert: Beim Shoppen in der TV-Abteilung sahen sie plötzlich einen Porno – auf den 55-Zoll-Fernsehern mit W-Lan. Der Laden Best Buy veröffentlichte später eine Erklärung: “Zwei Personen griffen auf das drahtlose Netzwerk des Ladengeschäftes zu, um unangemessene Inhalte auf Smart-Television-Ausstellungsgeräte zu übertragen.” Offenbar war das sogar zweimal geschehen. “In beiden Fällen gingen wir sofort daran, die unpassenden Inhalte zu entfernen. Wir entschuldigen uns vielmals für diesen unangenehmen Zwischenfall und arbeiten daran, sicherzustellen, dass das nie wieder vorkommt.” Eine Kundin berichtet: “It was extremely, extremely pornographic image,” customer Gloria Berg says. “I think even the word ‘pornographic’ doesn’t cover it. I have never watched pornography, so I don’t know what else you can see there, but to me, I really felt extremely violated.” Berg was inside the store with her son and his children. She says they were looking at the store’s display of 55-inch screen smart televisions when a pornographic photo of a man and woman suddenly popped up.” (*)

Benjamin Gaulon: “YouGlitch”

Das neue Projekt von Benjamin Gaulon: “The Software (Corrupt.Video) allows its users to glitch videos stored on their computer, videos from their webcam or their desktop in realtime. When a clip is recorded, a 10 seconds video and an animated GIF are saved locally and automatically uploaded to: uglitch.com“. Und was ist eigentlich “Glitch art”? Via: Mail

Planka: “Ad-block AFK”

Und plötzlich diese Ruhe: “Real Life Adblocking von Planka in der Stockholmer U-Bahn. Planka ist Teil der “Free Public Transport“-Bewegung die sich für eine kostenfreie Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel einsetzt.” Via