

Tony Weingartner ist zurück vom radical driften. Und hat in Lausanne eine Keramik-Radkappe hinterlassen… Via: Mail, merci!


Tony Weingartner ist zurück vom radical driften. Und hat in Lausanne eine Keramik-Radkappe hinterlassen… Via: Mail, merci!
“The Cleaner” von Fra.Biancoshock – der passende Anlass um noch einmal an die wunderbaren “Graffiti”-Cleaning-Videos zu erinnern: “Cleaning Unit Stockholm” (2009), “Magic Colorz Berlin” (2008), “Invisible Wholecar Kopenhagen” (2008) und “Style Wash Leipzig” (2007). Via: Mail

Das neue Projekt des Südtiroler Künstlers Carlo Speranza: Speranza hat auf diversen Kleinanzeigen-Portalen die Meldung aufgegeben: “500 €uro Schein im Brunecker Zentrum gefunden. Angaben über Zeitraum und Verlustort an mayr.josef4-at-gmail.com für die Rückgabe des Geldscheins.” Natürlich ist das ein Fake. Speranza sammelt die schönsten Antworten von Menschen, die wunderbare Geschichten erfinden, um einen 500-Euro-Schein zu bekommen, der ihnen nie gehört hat, wie z.B. von Martina:
“Hallo ehrlicher Finder, ich hab kürzlich einen Schein über 500 Euro verloren. Er muss mir am letzten Dienstag zwischen 22 und 23 Uhr nach einem heftigen Streit mit meinem Freund und ein paar Gläschen Wein aus der Tasche gefallen sein. Wutentbrannt bin ich aus dem apero cafe über die Straße Richtung Hintergasse und dort muss es dann passiert sein. Voraussichtlich in dem Moment als mich mein Freund – inzwischen Exfreund- eingeholt hat und es zu einer Rangelei gekommen ist. Mit Pfefferspray hab ich ihn dann in die Flucht geschlagen. Total fertig und Tränenüberströmt bin ich dann zuhause angekommen und da hab ich gemerkt, dass mir das Geld fehlt. Panisch bin ich zurück gelaufen, hab die halbe Nacht gesucht, wie eine wahnsinnige und bin dann schließlich enttäuscht und total unterkühlt nach Hause gegangen. Das Geld hab ich am frühen Abend von meinem Chef bekommen, immer wieder mal gibt er uns in der Form das Trinkgeld, welches wir ansonsten nicht annehmen dürfen. Das ist das Trinkgeld für 4 Monate harte Arbeit, wo ich nicht besonders gut verdiene, aber ich finde nix anderes, da die Situation am Arbeitsmarkt schwer ist. Ich hab den Verlust des Gelds nicht gemeldet, da ich am Ende vermutete hatte, dass mir mein Freund das Geld genommen hat, nun bin ich erleichterte, dass ich es tatsächlich verloren habe und er wenigstens in der Beziehung mich nicht angelogen und betrogen hat. Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mir in dieser schweren Zeit mein Geld zurückgeben würdest, sodass ich wenigstens das wieder habe und ich endlich wieder Futter für mein krankes Pferd kaufen kann. Als Entschädigung kann ich dir nicht viel anbieten, aber gerne würde ich dich auf einen Kaffee einladen. Ich danke dir, dass du mir mit deiner Ehrlichkeit Hoffnung schenkst und hoffe baldigst von dir zu hören, Martina D.” Mehr von Carlo Speranza hier, via: Mail
Drei, zwei, eins – Kunst! Ein Tischtennisball macht´s möglich. Via: Mail, danke Alfons!



Das Faktum Hotel bietet “Original-Übernachtungsplätze von Obdachlosen” an. Ist natürlich ein Fake – aber eine sehr intelligente Kampagne für das schwedische Charity-Magazin Faktum. Via




In “A Crowded Apocalypse” heuern Mikro-Outsourcing-Services Arbeiter auf der ganzen Welt an, im öffentlichen Raum zu demonstrieren, und kreieren so eine globale Verschwörungstheorie: “IOCOSE has been drawing on crowdsourcing to generate a multitude of conspiracy theories. The group has commissioned a series of micro tasks, each of them being almost completely meaningless. However, when put together, the tasks collectively contributed to generate a series of potential paranoias. The results have been commissioned, collected, organised and exhibited by the artist group, showing the result of a process of mechanical and unemotional involvement of the participants in the process of writing and protesting against conspiratory narratives. ACrowdedApocalypse.com displays the stages through which IOCOSE has commissioned the generation of conspiracy theories. In the final stage online workers were asked to write one of the crowdsourced slogans on a board, go in the streets and take a photo of themselves, having their face covered, so as to simulate a crowdsourced global conspiracy.” Via: Mail

Mit Schneekanonen auf die Meinungsfreiheit: Tirol Werbung erpresst das Kuenstler-Duo UBERMORGEN wegen Link auf www.tirol.at. Pressemitteilung: Wien, 16. Dezember 2012
Das Künstlerduo UBERMORGEN.COM (UM) bekommt aufgrund der Verkaufswebsite fuer Bio-Hundefleisch “Alanohof” seit Jahren regelmaessig Besuch von der Bundespolizei, der Kripo und anderen “Diensten”. Dokumente unter: http://www.alanohof.com/juristisches.php
Vor einem Jahr haben UM auf freundliche Anfrage der Tirol Werbung GmbH das Tirol Logo von der Alanohof Website entfernt. Nun nutzt die Tirol Werbung die Adventszeit um mit einem neo-juristischen Drohbrief (s. Beilage) und einer sittenwidrigen Unterlassungserklaerung (eine Art Einverstaendniss zur Leibeigenschaft) Tiroler Heimatgefuehl, Gastfreundschaft und Lust auf Skifahren zu erzeugen. Die absurde Forderung: Die Entfernung des Wortes und Links “Tirol” auf der Website www.alanohof.com in der Sektion: “Nicht-Sponsoren und Sites, die wir moegen, die aber uns nicht moegen“.
Die Kunst (UM) reichte den kleinen Finger, das Land Tirol glaubt nun die ganze Hand haben zu koennen. Diese billige Abmahnung ist eine künstlerische Beleidigung und ein gutes Beispiel struktureller Gewalt. UBERMORGEN hat daraufhin einen Brief und eine selbstverfertigte Unterlassungserklaerung an die TW und deren Anwaltskanzlei geschickt (s. Beilagen) mit der Androhung einer Konventionalstrafe von € 23.000,00 (Euro dreiundswanzigtausend) pro Stunde. Auszug aus dem Brief an die Anwaltskanzlei: “Wir verwehren uns ausdrücklich gegen die von Ihnen vorgebrachten Weisung, diese Ihre Meinung durch uns nur im privaten aber nicht auch im öffentlichen Raum vorzubringen. In diesem Sinne verweisen wir auf die beiliegende Unterlassungserklärung und fordern Sie auf, genannte Erklärung unterfertigt bis spätestens 24. Dezember 2012 (einlangend) an unser Büro zu retournieren”. Diese Reaktion ist in der Tradition des “Injuction Generators” von UM, einer seit 2001 laufenden Website zur automatisierten Generierung & dem Versand von Gerichtsurteilen. Die neo-juristische Aktion der Tirol Werbung ist ein einfaeltiger Angriff auf die Freiheit der Kunst, auf die Meinungsfreiheit und auf den gesunden Menschenverstand. Die Art der Drohung, die Absurditaet der Forderung und die totalitaere Gestik a la Americaine (“Casting a Wide Web” und “Overkill”) kratzt und juckt UM wie eine Kolonie fressgieriger Floehe in der Bettwaesche. Normalerweise hat UM kein Interesse an Konflikten mit Provinzakteuren. UM wird seit Jahren von Unternehmen und Staaten (OMV, USA, Bundesrepublik Deutschland, FBI, Republik Oesterreich, NSA, Google, Staatsanwaelte in Deutschland, USA, Schweiz, Oesterreich, Bulgarien & England, BKA Deutschland, Amazon, IBM, etc.) juristisch und faktisch bedroht und bekaempft. Der Verein Tirol Werbung (Obmann LH Guenther Platter, gleichzeitig Verteidigungsminister & Innenminister, Schuessel II) hat bei UM jetzt aber den richtigen Nerv getroffen, und das in der Vorweihnachtszeit und “zum Nutzen der Tiroler“.
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Sasha Kurmaz, Kiev, 2012
* Buchtipp: “Beautiful Trouble” is a book and web toolbox that puts the accumulated wisdom of decades of creative protest into the hands of the next generation of change-makers. Merci, Florian!
* Buchtipp: Mercedes hat´s wieder getan, endlich! “Die stille Revolution“, das neue Buch über das Netz von Mercedes Bunz.
* Buchtipp: Und noch einmal! Lesen zum 3ten: Mein liebster deutscher (Pop)-Autor Linus Volkman, Mastermind vor & hinter Schinken Omi, hat auch ein neues Buch geschrieben: “Kein Schlaf bis Langenselbold” – hab´s noch nicht gelesen, ist aber sicher gut!
* Festival: “Biennale des Bewegten Bildes” 2013 in Frankfurt – Kick-Of ist am 7. Dezember, ich bin dabei & gespannt…
* Musik: Die Antwoord ist zurück. Wer den neuen Clip noch nicht kennt, unbedingt anschauen, Nomen est omen: “Fatty Boom Boom“.
* ARTE Creative “Art Geeks” zu Besuch bei Martin Howse: “Die Erde ist mein Motherboard“.
* Zeugen Jehova vs. 50 Cent: “50 Cent dubbed with Jehovah’s Witnesses want Deaf People to Stop Masturbating“. Via
* Center for Artistic Activism | An open letter to critics writing about political art: “The problem is the fact that we don’t have a developed vocabulary with which to understand, and criteria with which to evaluate, political art and activist artists. In an effort to develop a language and criteria with which artistic activism can be usefully criticized, we offer the following seven questions for the critic to consider”. Via
* Und das hab ich leider verpasst, weil ich in letzter Zeit mal wieder meinen Mails/Feeds hinterherhinke, sorry: Event: RETUNE CREATIVE TECHNOLOGY CONFERENCE: “Zum zweiten Mal treffen sich vom 26. – 28. Oktober 2012 in Berlin über 200 Künstler, Hacker, Designer, Architekten und Ingenieure aus aller Welt zum kreativen Austausch. Nach der erfolgreichen „Create. Art & Technology“-Konferenz im letzten Jahr, geht das deutschlandweit erste Forum für Künstler und Erfinder mit neuem Namen und neuem Organisationsteam in die zweite Runde. Designer, Künstler, Hacker, Architekten und Ingenieure sind durch das Internet weltweit vernetzt. Sie teilen Wissen über Materialien, Werkzeuge und Code in Online-Communities.” Via: Mail

Einfach und wirkungsvoll: Falsches “Zu Verkaufen”-Schild am “Torre de Belém”, Weltkulturerbe in Portugal. Die Nummer führt zum Finanzministerium. Via