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Gewinner, Gewinner, Gewinner, Gewinner, Gewinner!

Sorry, die Auslosung hat ein wenig länger gedauert… Tausend Dank für die tausend Kommentare – ihr seid ja wirklich richtig heiß auf das wunderschöne, neue Stickermag Klebstoff #5! Und niemand geringeres als Don Stickone, Mister Andreas Ullrich, der Klebstoff-Herausgeber und Gründervater des jetzt schon legendären International Neighborhood Verlags, hat sich seine 5 Lieblingskommentare ausgesucht. Glückwunsch, das Mag kommt dann bald per Post:

FlowRe
Just in time
texte ich diese Line.
Ich habe keinen Plan vom rhym’,
dennoch will ich diese Mag,
denn ich bin ein Stickercrack.
Schon als Kind schnüffelte ich am Klebstoff,
und hörte David Hasselhoff.
Sammelte dabei fleißig Sticker,
diese bekam ich vom Kiosk-Ticker.
Doch dieses Buch bietet vieles Neues,
so macht mich zum Besitzer,
denn mein Herz erfreutes.
Eins wäre sicher klasse,
würd’ ich der Besitzer dieser Stickermasse.

kokkie
oh I want to stick these on our car and drive the funkiest car of Nairobi!
danke shön

Octave Mendax Parango
Schon früher als Kind sammelte ich die bunten Bildchen, als Jugendlicher wurde meine frühe Leidenschaft dann schamlos von diversen Skate Firmen ausgenutzt. Man bettelte bei eben diesen und allen möglichen Sportläden um an den begehrten Stoff heranzukommen. Es ging sogar soweit, dass man manchmal sogar dafür bezahlte die begehrten Bepper sein eigen zu nennen, nur um sie dann als vermeintliches Statement (oft leider nur Logos) irgendwo in die Pampa zu kleben- als Akt der Rebellion versteht sich. Nahtlos ging ich von der Skateszene ins Sprayermilieu über und ab da nahm das Übel erst richtig seinen Lauf. Das Erkunden der Landschaft auf der Suche nach dem besten Spot war man ja schon vom Skaten gewohnt, jedoch bei Nacht einen geilen Spot für ein Piece zu setzen um dem eigenen Namen möglichst viel Fame einzubringen kickte dann erst so richtig… An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal bei der Deutschen Post bedanken: Eure Paket Sticker haben es mir und vielen meiner Freunde erst möglich gemacht die ersten eigene Sticker in Umlauf zu bringen! Das ging ratz fatz vom Einstiegssticker, den ersten eigenen T-Shirts, zur Schablone, über umgebaute Deoroller und selbstgebaute Dosenaufsätze auf die Wand, die Laster, etc…Der Meine Eltern fanden das dann nicht mehr so witzig, als die Grünen dann irgendwann einliefen und so ziemlich alles, was mich zu der Zeit interessierte mitnahmen. Nach der Abstempelung als Krimineller und dem Ableisten endlos erscheinend Sozialstunden war vor allem eins klar : Die kriegen mich nie wieder! Haben Sie auch nicht mehr. Im stillen Kämmerchen traf man sich mit anderen Paranoiden , tauschte aus, übte, kupferte ab, lernte, wurde irgendwann auch besser und schaffte irgendwie auch nebenher noch mein Abitur. Nach dem Ableisten des Zivildienstes hatte ich noch immer kein Plan, was machen und irgendwie ergab es sich, dass man ein paar Arbeitsproben in eine Mappe stopfte und sich zur Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule qualifizierte. Lehrreiche Jahre später hat man dann son Wisch, der einem als cum load Grafik Designer auszeichnet und auf einmal isses nicht nur okay seine Arbeiten im öffentlichen Raum aufzuhängen- man kriegt sogar (etwas) Geld dafür. Leider geb ich mein Geld auch gleich wieder für den Stoff aus, Papier, Farbe, Siebe, Kompressor, Kamera, Belichtungskammer,Drucker, Farbfächer, Rechner, Scanner, Programme,Lizenzen, etc. und verbringe auch den Grossteil meiner Zeit mit dieser Leidenschaft. Wenn man so wie ich jahrelang in diesem Sumpf vor sich hin vegetiert ist hat man schnell auch keine anderen Freunde mehr, als andere Mitleidensgenossen… Alles Sichtbare wird kritisch beäugt und bei allem vorhandenem stellt sich mir immer die selben Fragen: Was kann ich damit machen? Wie kann ich das gebrauchen?
Lange Rede,kurzer Sinn: Sticker ruined my life!
Denn wie man sieht bin ich in all den Jahren noch immer hochgradig Klebstoff süchtig, wenns irgendwo Gratis Sticker gibt bettle ich noch immer…

Maria
Hiermit bewerbe ich mich um das neue Klebstoff-Heft.
Ich bin Kunstlehrerin und möchte zum Ende des Schuljahres mit meinen Schülern selbst Aufkleber entwerfen/prduzieren. Da sind natürlich die Magazine das beste Anschauungsmaterial zum Ideenfinden. Ich fänds großartig, wenn sich jeder Schüler einen Aufkleber aussuchen könnte und den dann beschreiben/interpretieren/verkleben/sammeln kann. Jedoch muss ich gestehen, dass ich ungern mein eigenes Heft dafür opfern würde… Und irgendwie wärs cool, wenn ich der Klasse sagen könnte: Hab ich für euch gewonnen bei meinem Lieblings-Blog… DANKE

FELIX
Mein Vater beklebt seine Zimmertür seit seiner Kindheit, wenn ich eins bekomme, schenk ichs ihm.
(ein paar Sticker würde ich aber abluxen)

Gewinnt 5 x das neue Stickermag “Klebstoff #5″!

Endlich gibt´s wieder eine neue Klebstoff-Ausgabe! #5 wurde diesmal mit zusammen mit der LODOWN MAGAZINE Crew produziert. Die haben ein Potpourri ganz besonderer Artworks internationaler Künstler aus ihrem Netzwerk zusammengestellt. “Zwar steht diese Ausgabe unter keinem genauen Thema, aber sie ist gespickt mit Totenköpfen, expliziten Bildern und okkulten Beiträgen. Deshalb gibt es das Heft nur eingeschweißt, um alle Unschuldigen und Schwachen zu schützen. Seid Ihr stark genug? Denkt daran: Sticker sind ein Sport, ein kleines Manifest, ein Werkzeug und ganz bestimmt nicht nur für Kinder. Lasst die Aufkleber nicht im Heft – verklebt sie überall!”

Und bei rebel:art gibt´s genau 5 Exemplare der #5 zu gewinnen! Was müsst ihr dafür tun? Einfach mal wieder ein Kommentar abgeben (bis nächste Woche, 16. Mai) warum unbedingt ihr ein Heft gewinnen MÜSST! That´s all! Die fünf schönsten, verrücktesten und ehrlichsten Antworten bekommen dann ein Heft per Post…

Und sonst so? : 14. 04. 2013


Monotremu: “Second-hand”

* Sorry, es gab in letzter Zeit hier wenig Updates. Der Grund: Ab 18.4 wird ARTE Creative 2.0 gelauncht, überarbeitet von Pixelpark – und das ist gerade verdammt viel Arbeit. Aber ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Webseite wird dann endlich auf allen mobilen Endgeräten funktionieren und auch der Videoplayer wird eine verbesserte Bildqualität bekommen. Außerdem gibt´s viele, viele neue Features, eine verbesserte Informationsarchitektur und natürlich zahlreiche neue Serien und Projekte. Nur schon mal als erstes Schmankerl ein bisserl Namedropping: “The Message”, eine Webserie über Keith Haring; “Tricks”, eine Musikshow mit Tracky Birthday und Hasi International, mit dem Festival Oberhausen wird über die Zukunft des Kinos nachgedacht, Holm Friebe und Kathrin Passig schreiben wieder über “Das nächste große Ding” und natürlich das große crossmediale Experiment “About:Kate“.

* “Facebook Demetricator” is a free web browser add-on that hides Facebook metrics in order for a user to focus on content and people and not the numbers commonly representing them. All counts disappear so that a user can interact within a social network without enumerated rewards. According to Ben Grosser, the author of the software, “the quantifications of social connection play right into our (capitalism-inspired) innate desire for more”. Via

* “Alicia Reuter, Ulrich Wulff, Sophie Jung und Zoë Claire Miller haben den Berlin Art Prize e.V. gegründet. Im Juni 2013 vergibt die Jury erstmals den unabhängigen Preis für zeitgenössische Kunst aus Berlin.” Via

* “Meine Straße, mein Ghetto, mein Block”: Jay Shells hängt Schilder mit Rap-Zitaten an die Originalschauplätze.

* The Beauty of Swedish Bike Ornaments

* Ausstellungsprojekt von Alessandro Ludovico (Neural): “Erreur d’impression. Publier à l’ère du numérique” zum Thema “Digital Publishing”. Das Buch dazu hier: Post-Digital Print (Free Download)

* Google sammelt fleißig weiter – jetzt Kunst: Das “Google Art Project” (u.a. auch mit Street Art). Via

* Buchtipp: ”Rebellische Städte” (edition suhrkamp) von David Harvey. Via

* Wow, es gab sogar bereits eine LOLCAT-Ausstellung

* Klassiker: “The Contagious Media Project

Guy Debord: “Kriegsspiel”

Man lernt nie aus. Ich wusste bisher gar nicht, dass Guy Debord auch ein richtiges Brettspiel entwickelt hat – und zwar ein konzeptuelles Kriegsspiel. Netterweise hat mich nun der britische Politologe Richard Barbrook aufgeklärt und mir das Büchlein zu “Class Wargames Presents Guy Debord’s The Game of War” geschickt. Er hat das Filmscript geschrieben und ist Gründer der Gruppe “Class Wargames“, die sich u.a. eben auch treffen um das “Kriegsspiel” zu spielen, sogar im Hamburg Kampnagel war die Gruppe schon: “Nicht nur Brot muss die Forderung lauten, sondern auch Spiele” schrieb Guy Debord 1954. Die beiden Politologen Richard Barbrook und Stefan Lutschinger greifen diese Forderung auf, mit der Debord bereits damals mutmaßte, dass das Problem des späten Kapitalismus in der Freizeitgestaltung und nicht in der Arbeit liegen würde. Für Debord stand fest: Wenn das Ruder nicht von anderen, nämlich von unten in die Hand genommen wird, geht die Ausbeutung bald weniger von den Arbeitsverhältnissen aus, sondern vom Zugewinn an Freizeit – von einer ganz und gar durch Manipulation und Gleichschaltung bestimmten gigantischen Freizeitindustrie, dem „Spektakel”. Sein 1977 entwickeltes „Kriegsspiel“ ist ein Brettspiel, das auf dem Markt zwar scheiterte, doch in Zeiten von Finanz- und Eurokrisen eine brisante Reaktualisierung verdient. Dafür zeigen Lutschinger und Barbrook zunächst ihren Film “Class Wargames Presents Guy Debord’s The Game of War” und erläutern Hintergründe, bevor Bedeutung und Verständnis situationistischer Theorie und Praxis anhand des gemeinsamen Spielens von “The Game of War” erfahrbar wird. Das Spielen wird zur partizipatorischen Performance und ist ein kunstvoller Rückgriff auf die kapitalistische Gesellschaft.” Wer nun Lust auf das Spiel bekommen hat: Alexander R. Galloway hat eine Online-Version des Spiels entwickelt. Thanks, Richard!

Johannes P. Osterhoff: “Dear Jeff Bezos”

Johannes P. Osterhoff hat schon wieder eine grandiose Online-Performance gestartet: “Immer wenn ich auf meinem Kindle ein Lesezeichen setze, schreibt er eine automatische Mail an Jeff Bezos, den CEO von Amazon. Da steht in Anlehnung an Whispersync drin, was ich wann bis wohin gelesen habe. Wenn das schon von Amazon getrackt wird, sollte er mindestens einen Durchschlag bekommen. Das ganze ist natürlich ein Kommentar, wie e-Books und geschlossene Systeme das ursprünglich private Lesen verändern.” “I, Johannes P Osterhoff, shall do another online performance piece. The piece is called “Dear Jeff Bezos” and documents the reading on my Amazon Kindle.Each time I set a bookmark on my Kindle it shall write an automated email about my recent reading to Jeff Bezos and the ones interested (subscribe here). The performance started on Jeff Bezos’ birthday / January 12, 2013 at 8:00 am PST.” Interview dazu hier, via: Mail, thx!

Und sonst so? : 13. 02. 2013


Foto: Evol

* “Mit New Nations koennen neue Top-Level-Domains für Gemeinschaften und Kulturen erstellt werden, die im bestehenden Datennetz noch ueber keine Präsenz verfügen und sich nun mit .ti (Tibeter), .ku (Kurden), .uu (Uiguren) oder .te (Tamilen) eigene Kommunikations- und Präsentationsstrukturen und -kulturen formieren können.” Via

* Samen teilen: “Seed-sharing is an ancient practice throughout the world. It is currently under threat by big industrial seed corporations (e.g. Monsanto). They want to patent seeds and prevent us from sharing them so we will always be forced to buy from them. Seed sharing is crucial to our freedom, autonomy from capitalism and crucial for our collective survival.” Via

* Die größte kollektive, unzensierte Zeichnung im Netz: “Superfreedraw“. “No registration, no censorship. superfreedraw has been established to support the idea of a free and uncensored internet accessible by everyone all over the world. The established elite art system sucks. Everybody is an artist! This is the biggest collaborative artwork ever made.”

* Hexen 2.0 von Suzanne Treister: “HEXEN 2.0 looks into histories of scientific research behind government programmes of mass control, investigating parallel histories of countercultural and grass roots movements. HEXEN 2.0 charts, within a framework of post-WWII U.S. governmental and military imperatives, the coming together of scientific and social sciences through the development of cybernetics, the history of the internet, the rise of Web 2.0 and increased intelligence gathering, and implications for the future of new systems of societal manipulation towards a control society.” Via: Laurence, merci!

* Graffiti in Filmen: “Graffiti Fiction” von Mathieu Tremblin & David Renault. “We are glad to announce you the birth of an archive about graffiti in fictionnal movies and series. We starded years ago to gather filmstills from movies we liked where graffiti appear. We focused on graffiti which were created especially for the movie and which were having a narrative function in the story – as a point or as an echo of it. We made a selection of some and published them on a Tumblr in waiting to make a finest analysis and typology of those. First presented and commented briefly during our lecture at “Graffiti as psychogeographical map: the new European urban intervention” seminary in UMIP, Santander (ES) during summer 2011 under invitation of Javier Abarca, we are planning to present this corpus with comments as a lecture and as an artist book in the future.”

* Kunstgeschichte in japanischen Emoticons: #Emojiarthistory. Via

* Kunstgeschichte als Twitter-Reply: “NonPrintingCharacter“.

* Gif-Serie “Disasters of War” von General Howe. Via

* Buchtipp I: “Evil Media” von Matthew Fuller & Andrew Goffey. “Evil Media develops a philosophy of media power that extends the concept of media beyond its tried and trusted use in the games of meaning, symbolism, and truth. It addresses the gray zones in which media exist as corporate work systems, algorithms and data structures, twenty-first century self-improvement manuals, and pharmaceutical techniques. Evil Media invites the reader to explore and understand the abstract infrastructure of the present day. From search engines to flirting strategies, from the value of institutional stupidity to the malicious minutiae of databases, this book shows how the devil is in the details.” Via

* Buchtipp II: “Bad Graffiti” von Scott Hocking. “Bad Graffiti looks at the plethora of graffiti that adorns our cities at a ubiquitous, popular cultural level. It is a record of the graffiti of the everyday, not of the named ‘artists’ who have contributed to the many books on graffiti ‘art’ over the past ten years or so.” Via

* Buchtipp III: “Virality” von Tony D. Sampson. “In this thought-provoking work, Tony D. Sampson presents a contagion theory fit for the age of networks. Unlike memes and microbial contagions, Virality does not limit itself to biological analogies and medical metaphors. It instead points toward a theory of contagious assemblages, events, and affects. For Sampson, contagion is not necessarily a positive or negative force of encounter; it is the way society comes together and relates.” Via

* Buchtipp IV: Nach dem Tumblr jetzt das Buch. “Kim Jong Il Looking at Things” von João Rocha et Marco Bohr. Und es geht natürlich weiter: Kim Jong Un Looking At Things. Via

* Apropos Bücher: Hier ist der Google Books Downloader.

Daniel Reetz: DIY Book Scanner

Der DIY-Buchscanner von Daniel Reetz: “Do-It-Yourself Book Scanning is using cheap, compact cameras and Free software to scan books quickly and efficiently. DIY Book Scanners can be as simple as a camera and a piece of glass [PDF] or as involved as the Instructable that brought our community together [PDF / Vimeo]. We’ve come a long way since then. We have GPL-licensed laser cut designs, aluminum designs, and detailed instructions for beginners. We have built hundreds of scanners and freely shared thousands of design improvements. We are the most open, sharing, and productive scanner building community on the ‘net, and we’re looking forward to meeting you in the Hello Thread, where our members tell their stories and reasons for getting involved.” Via

Und sonst so? : 08. 01. 13


Foto: Unbekannt, via

* Am 11.Januar bis 13. Januar bin ich in Stuttgart beim “26. Stuttgarter Filmwinter 2013“. Die Ausstellung “Network Culture” und “Medien im Raum” ist im Wilhelmspalais. Nicht verpassen! Das kann nur groß werden, wenn der Aram & Hasi auch am Start sind!

* Und am 16. Januar spreche ich an der Hochschule für Bildende Künste Dresden über “Street Art, Fakes & Interventionen – Kunst als Ausdruck des Politischen“. Los geht´s um 18.30 – und mein Namensvetter Christoph Bieber sowie Anja Besand sind außerdem dabei! Hoffe wir sehen uns!

* “Art Gone Wild“: Im Zoo von Oklahoma sind wirklich alle Tiere Künstler – da malen sogar Schlangen, Flamingos und Grizzlybären. Ab 100 Euro bekommt man ein Original: “Each work of art has been made especially for the show by the Zoo’s resident animal artists, with some help from their keepers. Some animals use a paint brush while others choose to paint with their paws, claws, tails and scales. Artist animals will include elephants, snakes, rhinoceros, flamingos, grizzly bears, and more! New artists this year are sure to make a splash as the archer fish have gotten into the painting mix. Each painting is unique, and each artist has his or her unique techniques.” Via

* Guerilla-Curating: “The Street Museum of Art has launched its second venture in “guerilla curating” in London’s artsy district of Shoreditch. Like their first exhibition, it’s basically a self-guided street art tour with museum-like wall labels”. Via

* Mitmach-Aktion von Yolanda Dominguez: “Are you sick of the stereotypes of the fashion world? Do you think that the poses of the models are absurd and denigrate the image of women? Do you think that advertising makes women into objects? If you do not feel identified with the image of women in the media and think you are much more than a handbag and shoes: this is yours! Join this artistic action of Yolanda Dominguez: Call a friend and imitate together the image of the new Chanel campaign: a couple of women in front of a landmark hotel of your city (drained on the couch, looking silly and looking to customers) and send me a mini recorded video of the action to info@yolandadominguez.com”

* Buch-Tipp I: “Billboard Bandits – Outlaw Artists in the sky“. “While graffiti itself is illusive in nature, billboard graffiti takes it a step further as one of the most daring aspects of the craft. The book itself includes photos and interviews from artists all over America and the UK. The first hand accounts enable the reader to feel present in the world of these individual artists. Some of them are raw and gritty vandals while others provide more of a fine art feel. They specialize in everything from integrating their pieces into the advertisement itself to adding their artwork to the blank billboard back.” Via

* Buch-Tipp II: “Going Public: Public Architecture, Urbanism and Interventions“. Via

* Magazin/Buch-Tipp: “Critical Making – a handmade book project by Garnet Hertz in the field of critical technical practice and critically-engaged maker culture. Critical making is defined by Ratto as exploring how hands-on productive work – making – can supplement and extend critical reflection on the relations between digital technologies and society. It also can be thought of as an appeal to makers to be critically engaged with culture, history and society.” Via

* Magazin-Tipp: Großartiges Graffiti-Fanzine: Bergerstrasse. Via

* Graffiti-Fotografie: Joe Volt porträtiert in seiner Reihe “Life with the hungry ones” Trainwriter. Via

* Film-Tipp: “Branded ist ein modernes Märchen, in dem reale Phänomene und Mechanismen des Markensystems verarbeitet werden, teils in wortwörtlich monströsen Metaphern. Zugrunde liegt eine fundamentale Branding-Kritik: “It’s all the Brands, it’s the System, it’s an occupation [...] It used to be that Brands were formed from peoples desires. Now it is the people that are formed according to the desires of the brands” spricht der Held. Er sieht wie Brand-Images die Welt und das Bewusstsein der Menschen kolonialisieren – sie schaffen Sehnsüchte und beeinflussen das Handeln jedes einzelnen Menschen und sie lenken den kulturellen Drift. Nicht einzelne Marken werden kritisiert, sondern das Paradigma Branding und die Kraft mit der es individuelle und kollektive Vorstellungen etabliert. Aus dem massenhaften Wahrnehmen, Nachahmen und Weitergeben von Markenbotschaften und -Bildern steigen Monster hervor.” Via

* “The underground art rebels of Paris“. Via

* Hate-Mail von Mr. Bingo. Via

Possible Books: “Die Jule mit den Pizzabrötchen”

Ich feiere hier ja selten Bücher ab. Und ganz selten bekommt ein Buch mal einen eigenen Blogpost. Aber dieses Buch, besser gesagt: dieses Büchlein mit seinen gerade einmal 152 Seiten im Reclam-Heft-Format, ist der absolute Wahnsinn und “Die Jule mit den Pizzabrötchen” (Possible Books) hat Eure volle Aufmerksamkeit wahrlich verdient. Ich habe es in einem Biß verschlungen – man beginnt zu lesen und möchte es nicht mehr aus der Hand legen. Ja, man wünscht sich sogar Fortsetzungen! Die Magie liegt wohl darin, dass dieses Buch mal keine übliche Szene/Popkultur bzw. junge Literatur ist, sondern eine authentische Geschichte mit einem authentischen Erzählton. Denn es handelt sich nicht um eine Fiktion, sondern um folgende Geschichte: “Am 20. April 2012 erwarb ich auf ebay ein Mobiltelefon. Eine Woche nach Kaufabschluss stellte die Post das Gerät zu. In eiliger Erwartung den neuen Kauf auf dessen Funktionstüchtigkeit zu testen, legte ich die SIM-Karte ein. Der Netzbetreiber sendete mir daraufhin die üblichen Konfigurationsinformationen. Beim Lesen der Nachricht bemerkte ich weitere Kurzmitteilungen. Insgesamt 900. Interessiert begann ich zu lesen und verhedderte mich in einem Netz von Beziehungen, Anschuldigungen und Liebesbeweisen. Die Veröffentlichung dieses akribisch dokumentarischen Bandes macht es nun auch Dritten möglich, bröckchenweise, jedoch keineswegs unzugänglich, Einsicht in das bewegte Leben der jugendlichen Telefonbesitzerin zu erhalten.” Es geht um Liebe, Hass, und wieder Liebe, um eine mögliche Schwangerschaft und sogar Selbstmord – episch, banal, bewegend, authentisch, grandios! Das Heft kostet nur 10 Euro – und ihr müsst schnell sein, denn es gibt nur 50 Exemplare. Es lohnt sich! Das ist wirklich das beste und ehrlichste Stück Literatur, dass ich seit langem gelesen habe! Und lieber Matthias, die Idee ist serienhitverdächtig: Bitte ersteigere weitere Mobiltelefone bei ebay – ich will Fortsetzungen lesen!

Und sonst so? : 19. 12. 2012


Ich wünsche Euch ein fröhliches Fest und nen guten Rutsch! Foto: Dresden-Blasewitz 2012

* Bücher zu Kunstwerken: Matthias Hübner hat seinen eignen Verlag an den Start gebracht: Possible Books! Los geht´s gleich mit drei Publikationen von Brad Downey (“11/09/01″, “The Rituals of Father and Son”, “Zen Pranks”) und eine Liebesgeschichte in 52 Akten (“Die Jule mit den Pizzabrötchen”). “Possible Books is a small publishing house founded on a love for books. We don’t see books strictly as a medium to deliver information, but rather as a vessel of sensual and subtle experiences. We consider ourselves as book makers rather than publishers. Our books will be produced industrially if necessary, but will always have a “human touch.” We appreciate collaborations and open dialogue, and Possible Books will be a platform for exactly that. As for the content of our books, we have our interests but are keen for new ideas and avenues.” Viel Erfolg!

* Aram Bartholl wird 40 – und schenkt Euch ne Party: “YOUR ART!! PARTY, 10pm, December 29, 2012 @ PANKE club, Gerichtstr. 23, Berlin Wedding, 5th backyard map!! FB event. Make your own YOUR ART!! GOLDEN NECKLACE at the YOUR ART!! PARTY. Show off all your works from your phone/tablet/etc wrapped as COOL necklace jewelry. You are the SHOW!”

* Pippi-Check-in: “Mark Your Territory” is a new system that lets individuals check-in to foursquare by physically urinating at the actual location. Via

* ILG mit neuen Folgen der Reihe “5 Min”: Diesmal mit JUST & in Mexiko-City.

* Eines meiner Lieblingszines (Sorry, Schicken Omi!) ist endlich wieder da: Junk Jet Fanzine N°6: “The global is but the local on world tour. On this tour the local is not preserving identity – be that cultural, political, or social, but it is (re-)inventing itself, as art, activism, or enterprise. The local even aims at becoming a global subject, without knowing what forces – be that swarm, viral, or whatever, this depends on. The local is more or less ignorant about the www processes, but it is ready to get itself into anything – be that souvenirs, ruins, folklorisms, vernaculars, clichés, promises, romanticisms, naturalisms, exotisms. Junk Jet N°6 is crazy about things of local time and place, in the form of objects, images, gifs, videos, sounds, architectures, or reflecting texts. Junk Jet comes with works from your localhost, or your local wifi kebab-shop.” 144 Seiten, 12 Euro.

* Und noch ein Buch-Tipp: “Jahrbuch Netzpolitik 2012″, als kostenloser PDF-Download hier. Via

* Das Kunstmagazin Glut spürt künstlerische Positionen von morgen auf. Mit frischem Blick gehen wir in die Kunstakademien und Ateliers und stellen die interessantesten jungen Künstler ausführlich und persönlich vor. Via

* Wer´s noch nicht kennt: “Watch The K Foundation Burn a Million Quid“, die KLF-Doku (1994): “Am 23. August 1994 nahmen Bill Drummond und Jimmy Cauty (aka The KLF) den Dokumentarfilm “Watch The K Foundation Burn a Million Quid” auf, in dem sie eine Million britische Pfund in 50-Pfund-Noten verbrannten.” Via

* Und: Plattform gegen die “Wir haben da keine Frau fürs Panel gefunden”-Ausrede