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Anti-Plakat 2009: Marwin (XX.)

Weil mein Server zusammengebrochen ist, habe ich es leider vor der Wahl nicht mehr geschafft Euch diese wunderbaren “Radierungen” von Marwin zu präsentieren. Aber es ist ja eigentlich auch der perfekte Abschluss fĂĽr diese Serie. Er schrieb: “Kurz vor knapp doch noch fertig geworden mit allem. Beide Dinge sind aus/in Leipzig. Merkels Zuversicht ist ein Einzelding, die leeren CDU/SPD-Dinger gibts je 200mal in der Stadt verteilt, seit 2 Wochen wurden die aufgehängt und erneuert – aber der Propaganda-Battle wurde ganz klar verloren, nur 3 StraĂźen und einzelne Laternenmasten konnten durchgehend und komplett verteidigt werden.” Vielen, vielen Dank fĂĽr diese – und alle anderen Zusendungen! Hier noch einmal die komplette Sammlung: CDU-Remix; Castor & Pollux (I); Sicher Ficken (II.); Kitty (III.); atm (IV.); ver.di (V.); Kreativdiät & Dosierventil (VI.); CDU/RAF (VII.); Posterous (VIII.); Knebel-FDP (IX.); Ströbele-Shisha (X.); Merkel-Yeaahh (XI.); Oben (XII.); Steak-CDU (XIII.); Ullas Auto (XIV.); Merkel/Hartz (XV.); Mrs. Burns (XVI.); Bier! (XVII.); ZauberwĂĽrfel (XVIII.); Mean Marek (XIX.).

Ich hatte ja damals versprochen, dem besten Anti-Plakat 2009 ein Buch aus meiner privaten Sammlung zu schenken. Ein Mann, ein Wort. Mir haben alle hier gezeigten Fakes/Wahlbustings/Anti-Plakate wirklich sehr, sehr gut gefallen… Aber der Gewinner ist ganz klar, tatatata:

Merkel-Yeaahh (XI.): Kein Plakat hat es sonst in die Tagesthemen geschafft, hat “Blitzaufläufe” (Tom Buhrow) ausgelöst und wurde anschlieĂźend auf Ebay versteigert. Das hat schon mal ein “Wow” verdient. Und dazu gibt’s auch nen Mini-Max-Sonderpreis (Minimaler Aufwand, maximales Ergebnis). WĂĽrde mich wirklich sehr freuen, wenn sich der Macher hier mal meldet (propaganda|at|rebelart|punkt|net), dann gibt’s das Buch – und gerne wĂĽrde ich ihn auch noch einmal interviewen (der eigentliche Macher kam doch auch noch nirgends zu Wort, oder?)

Ansonsten das Fazit zur Wahl in zwei Sätzen: “Yes we gähn” und frei nach Asger Jorns: Dieses katastrophale und deprimierende Ergebnis kann nur inspirierend wirken. Denn eine radikale Kunst braucht ein klares Feindbild. Das gibt es ja nun. Und Merkelizer hat die kommenden vier Jahre schon mal ziemlich gut illustriert. Und wahrscheinlich hat Angie durch eben diese Geste auch gewonnen. Oder glaubt da noch irgendjemand an Zufälle? “Aus der deutschen Lesbenbewegung der siebziger Jahre ist ĂĽberliefert, dass dieses uralte Zeichen fĂĽr die Vagina in Frankreich von Männern als obszöne Geste benutzt wurde. In der Lesbenpresse, deren erste Ausgaben dieses Symbol auf der Titelseite trugen, wird erklärt, dass Frauen dieses Zeichen mit erhobenen Armen ĂĽber ihrem Kopf zeigen, um auf ihre sexuelle Selbstbestimmung hinzuweisen.” (*)

Comments

7 Comments so far. Leave a comment below.
  1. haha i love the photos of the hands of merkel. looks like jayz with his hand sign.

  2. Ich finde Marwin hat gewonnen!
    Hammer-Aktion(en)…

  3. anna,

    die fotozusammenstellung finde ich gut, aber das bild darunter schaut mir zu sehr nach vulva-symbolik aus, und das wirkt leider wie ein sexistischer kommentar zu frau merkel. nicht so gelungen, auch wenn die idee gut ist.

  4. Tom,

    >>(der eigentliche Macher kam doch auch noch nirgends zu Wort, oder?)

    Doch, bei Nerdcore, siehe: http://www.nerdcore.de/wp/2009/09/14/%E2%80%A6und-alle-so-%E2%80%9Eyeaahh%E2%80%9C/#comment-890220 .

    GruĂź,

    Tom

  5. *A,

    Hi Anna, ja, das ist Vulva-Geste, das hatte ich doch geschrieben – es geht bei der Geste um “sexuelle Selbstbestimmung”. Das war weder sexistisch gemeint, noch ironisch… Einfach nur ein Fakt: Merkel macht auf allen Bildern und Wahlplakaten immer wieder die Vulva-Geste… Ist doch interessant – ganz ohne Wertung…

  6. Tut mir leid, aber ich bin nicht der Urheber der “Merkel-Collage”.
    Urheber ist der flickr-User: Merkelizer
    (http://www.flickr.com/photos/merkelizer/)
    Dies steht aber auch unter dem Bild.
    http://wp.me/ptJQv-3B

  7. puhbaer,

    “Eine Frage noch? Gut, schnell: Ihr aktuelles GroĂźplakatmotiv zeigt Sie im hellgrĂĽnen Jackett, Ihre Hände bilden in Bauchnabelhöhe eine Raute. Was bedeutet das?

    Nichts. Diese Haltung ist die Position, in der ich automatisch den Oberkörper aufrecht halte. Normalerweise bin ich ja mehr so … (Sie zieht die Schultern nach vorn, macht einen leichten Buckel). Nichts anderes heiĂźt das.”

    Aus: http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article4574102/Wie-war-die-Wurst-Ging-so.html

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