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Update: Mathieu Tremblin


“Parking Tickets Bouquet”, 2013 (Papierblumen aus Strafzetteln)


“Closet Island”, 2013 (Palme im Zug-WC)


“Ink Geyser”, 2013 (mit Diet Coke & Mentos)


“Watermark”, 2013


“If I get 1 Million Likes”, 2013


“Flat Curator”, 2012 (Bieber Pappaufsteller)

Der französische Künstler Mathieu Tremblin war wieder fleißig und hat zahlreiche neue, großartige Projekte im öffentlichen Raum realisiert. Und, ich hatte es bisher noch gar nicht entdeckt, er besitzt jetzt sogar nen eigenen Pappaufsteller von mir…

Yolanda Domínguez: “Fashion Victims”

Eine neue Performance der spanischen Künstlerin Yolanda Domínguez: “Fashion Victims” bezieht sich auf die eingestürzte Textilfabrik in Bangladesh, bei der Anfang Mai 1127 Menschen getötet worden sind. “Fashion Victims” is an urban action inspired by the recent events in Bangladesh which means to bring into the light of day the real “fashion victims”: the enslaved workers and child exploitation and the millions harmed by the contamination that the factories produce in the production countries. Brands, designers, bloggers, media… the fashion world cannot dodge the facts and look the other way. We are all responsible for this reality. This is an appeal for responsible production and consumption, both for people and the planet.” Via: Mail

Krystian Truth Czaplicki, Katowice, 2013


Foto: Edyta Jezierska

Auch Katowice in Polen hat jetzt sein eigenes Street-Art-Festival. Natürlich war dort auch Krystian Truth Czaplicki dabei – und hat dort die Grillsaison eröffnet. Via: Mail, thx!

Gewinner, Gewinner, Gewinner, Gewinner, Gewinner!

Sorry, die Auslosung hat ein wenig länger gedauert… Tausend Dank für die tausend Kommentare – ihr seid ja wirklich richtig heiß auf das wunderschöne, neue Stickermag Klebstoff #5! Und niemand geringeres als Don Stickone, Mister Andreas Ullrich, der Klebstoff-Herausgeber und Gründervater des jetzt schon legendären International Neighborhood Verlags, hat sich seine 5 Lieblingskommentare ausgesucht. Glückwunsch, das Mag kommt dann bald per Post:

FlowRe
Just in time
texte ich diese Line.
Ich habe keinen Plan vom rhym’,
dennoch will ich diese Mag,
denn ich bin ein Stickercrack.
Schon als Kind schnüffelte ich am Klebstoff,
und hörte David Hasselhoff.
Sammelte dabei fleißig Sticker,
diese bekam ich vom Kiosk-Ticker.
Doch dieses Buch bietet vieles Neues,
so macht mich zum Besitzer,
denn mein Herz erfreutes.
Eins wäre sicher klasse,
würd’ ich der Besitzer dieser Stickermasse.

kokkie
oh I want to stick these on our car and drive the funkiest car of Nairobi!
danke shön

Octave Mendax Parango
Schon früher als Kind sammelte ich die bunten Bildchen, als Jugendlicher wurde meine frühe Leidenschaft dann schamlos von diversen Skate Firmen ausgenutzt. Man bettelte bei eben diesen und allen möglichen Sportläden um an den begehrten Stoff heranzukommen. Es ging sogar soweit, dass man manchmal sogar dafür bezahlte die begehrten Bepper sein eigen zu nennen, nur um sie dann als vermeintliches Statement (oft leider nur Logos) irgendwo in die Pampa zu kleben- als Akt der Rebellion versteht sich. Nahtlos ging ich von der Skateszene ins Sprayermilieu über und ab da nahm das Übel erst richtig seinen Lauf. Das Erkunden der Landschaft auf der Suche nach dem besten Spot war man ja schon vom Skaten gewohnt, jedoch bei Nacht einen geilen Spot für ein Piece zu setzen um dem eigenen Namen möglichst viel Fame einzubringen kickte dann erst so richtig… An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal bei der Deutschen Post bedanken: Eure Paket Sticker haben es mir und vielen meiner Freunde erst möglich gemacht die ersten eigene Sticker in Umlauf zu bringen! Das ging ratz fatz vom Einstiegssticker, den ersten eigenen T-Shirts, zur Schablone, über umgebaute Deoroller und selbstgebaute Dosenaufsätze auf die Wand, die Laster, etc…Der Meine Eltern fanden das dann nicht mehr so witzig, als die Grünen dann irgendwann einliefen und so ziemlich alles, was mich zu der Zeit interessierte mitnahmen. Nach der Abstempelung als Krimineller und dem Ableisten endlos erscheinend Sozialstunden war vor allem eins klar : Die kriegen mich nie wieder! Haben Sie auch nicht mehr. Im stillen Kämmerchen traf man sich mit anderen Paranoiden , tauschte aus, übte, kupferte ab, lernte, wurde irgendwann auch besser und schaffte irgendwie auch nebenher noch mein Abitur. Nach dem Ableisten des Zivildienstes hatte ich noch immer kein Plan, was machen und irgendwie ergab es sich, dass man ein paar Arbeitsproben in eine Mappe stopfte und sich zur Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule qualifizierte. Lehrreiche Jahre später hat man dann son Wisch, der einem als cum load Grafik Designer auszeichnet und auf einmal isses nicht nur okay seine Arbeiten im öffentlichen Raum aufzuhängen- man kriegt sogar (etwas) Geld dafür. Leider geb ich mein Geld auch gleich wieder für den Stoff aus, Papier, Farbe, Siebe, Kompressor, Kamera, Belichtungskammer,Drucker, Farbfächer, Rechner, Scanner, Programme,Lizenzen, etc. und verbringe auch den Grossteil meiner Zeit mit dieser Leidenschaft. Wenn man so wie ich jahrelang in diesem Sumpf vor sich hin vegetiert ist hat man schnell auch keine anderen Freunde mehr, als andere Mitleidensgenossen… Alles Sichtbare wird kritisch beäugt und bei allem vorhandenem stellt sich mir immer die selben Fragen: Was kann ich damit machen? Wie kann ich das gebrauchen?
Lange Rede,kurzer Sinn: Sticker ruined my life!
Denn wie man sieht bin ich in all den Jahren noch immer hochgradig Klebstoff süchtig, wenns irgendwo Gratis Sticker gibt bettle ich noch immer…

Maria
Hiermit bewerbe ich mich um das neue Klebstoff-Heft.
Ich bin Kunstlehrerin und möchte zum Ende des Schuljahres mit meinen Schülern selbst Aufkleber entwerfen/prduzieren. Da sind natürlich die Magazine das beste Anschauungsmaterial zum Ideenfinden. Ich fänds großartig, wenn sich jeder Schüler einen Aufkleber aussuchen könnte und den dann beschreiben/interpretieren/verkleben/sammeln kann. Jedoch muss ich gestehen, dass ich ungern mein eigenes Heft dafür opfern würde… Und irgendwie wärs cool, wenn ich der Klasse sagen könnte: Hab ich für euch gewonnen bei meinem Lieblings-Blog… DANKE

FELIX
Mein Vater beklebt seine Zimmertür seit seiner Kindheit, wenn ich eins bekomme, schenk ichs ihm.
(ein paar Sticker würde ich aber abluxen)

Linktipp: Just Another IKEA Catalog

LOL Porn! Der Tumblr Just Another IKEA Catalog präsentiert “scandinavian modern style furniture and accessories in amateur pornography”. Thx, Mathieu!

“Petites résistances – Rebellion als Kunstform” & “Akademie der Rebellion” in Düsseldorf

Nicht verpassen: In Düsseldorf beginnt der Frühsommer des Widerstandes!
Die Ausstellung: 1. Juni bis 13. Juli 2013, im Weltkunstzimmer, Düsseldorf:

“Die Ausstellung “Petites résistances – Rebellion als Kunstform” präsentiert 14 internationale Positionen, die auf subversiven Formen der Kunst basieren. Bei ihren Interventionen stehen die Künstler und Künstlergruppen der Ausstellung Brad Downey, Cheesecake Powerhouse, Jérome Fino, Fröhlich, Mladý, Simánek und Turner, Marlene Hausegger, Harmen de Hoop, Klara Lidén, Ann Messner, Anne Mommertz, Partizaning, Florian Rivière, Helmut Smits, The Wa und Yomango nah am politischen Aktivismus.

Die kleinen Widerstände von “Petites résistances” sind Ausdruck des individuellen Protestes und des zivilen Ungehorsams. Die Künstler stellen Aspekte des gesellschaftlichen Konsenses in Frage und leisten einen lokalen, bescheidenen, wenig auffallenden – und jedoch effizienten – Widerstand gegen Fremdbestimmung und Entfremdung. Wie Sandkörnchen im Getriebe der globalen politischen Maschinerie wehren sie sich gegen die Kommerzialisierung und die zunehmende Überwachung und Kontrollierung des öffentlichen Raumes.

Sie eignen sich die Stadt und die Straße wieder an und leiten deren rigide Funktionalität in einen neuen, spielerischen Zusammenhang ab. Durch direkte Eingriffe in das soziale Geschehen und eine hohe Sichtbarkeit (die “Werke” bestehen hier in temporären Interventionen, die auf der Straße stattfinden) wird die Relevanz einer individuellen Einschaltung in die aktuellen, gesellschaftlichen Diskussionen exemplarisch vorgeführt.

Dabei hegen die Künstler und Künstlergruppen nicht den Anspruch, eine Weltrevolution zu entfachen. Anders als die politische Kunst der 1970er- und frühen 1980er-Jahre, als gegen ganze Systeme gekämpft wurde, liegt der Einsatz von “Petites résistances” in einer dezentralen, subjektiven Bürgerbewegung von unten, in der die Welt neu gedacht und gemacht wird – mit spielerischen, humorvollen und zugleich entlarvenden Instrumenten.”

Die Akademie der Rebellion: 28. Mai bis 1. Juni

Das Ziel der kostenlosen Akademie ist es, Interessierte aus allen Horizonten mit einer Praxis der spielerischen und sinngebenden Aneignung des öffentlichen Raums zu konfrontieren. Mit Künstlern oder Theoretiker der Urban- und Street Art gehen die Teilnehmer auf die Straßen von Düsseldorf und erleben die Stadt anders! Anhand von Führungen, einfachen Übungen und gemeinsam realisierten Interventionen entdecken sie eine andere, wenig beachtete Seite der Straße und werden dadurch sensibel für Phänomene und Zusammenhänge gemacht, die in der Regel als periphär gelten. Vermittelt werden theoretische und praktische Grundlagen der Street-Art, subversive Techniken und Guerilla-Strategien der Postgraffiti-Bewegung. Die Akademie nimmt für 5 Tage die Form eines Workshops an. Es wird insgesamt neun verschiedene Module geben, die entweder einen theoretischen oder einen praktischen Schwerpunkt besitzen. Die Module können einzeln belegt werden. Der aktuelle Plan sieht so aus:

28. Mai

13 Uhr: Emmanuel Mir und Alain Bieber: Begrüßung und Programmvorstellung. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1 Std.)
14 Uhr: Alain Bieber: Politische Kunst im öffentlichen Raum. Ort: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. (1,5 Std.)
16 Uhr: Partizaning: Participatory Urban Replaning. Partizaning ist eine in Moskau basierte Künstler- und Aktivistengruppe, die den öffentlichen Raum als Austragungsort des politischen Diskurses versteht. Im Austausch mit den Workshop-Teilnehmern initiieren zwei Mitglieder der Gruppe eine Aktion in Düsseldorf. (PRAXIS, 3 Std.)

29. Mai

11 Uhr: Jérome Fino: Hacking the sound of the city. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Jérome Fino ist ein französischer Klang- und Videokünstler. In einer seiner bekanntesten Aktion, zweckentfremdet er Lautsprecher und tonproduzierende Geräte im öffentlichen Raum. Mit ihm gehen die Teilnehmer auf der Suche nach potenziellen Klangkörpern in die Stadt. (PRAXIS, 2-3 Std.)
16 Uhr: Klaus Rosskothen: Street Art in der Galerie. Ort: Galerie Pretty Portal, Brunnenstr. 12, 40223 Düsseldorf. Der Galerist gibt einen Einblick in die internationale und lokale Street Art-Szene, präsentiert einige Künstler aus seinem Programm und spricht von den Besonderheiten des Handels mit Street Art. (1,5 Std).

11 Uhr: Anne Mommertz: Um den heißen Brei. Ort: Düsseldorf Flingern und Oberbilk. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Die Künstlerin und Autorin führt sie durch die unbekannten Seiten zweier Stadtteile, die im Laufe ihrer Geschichte viele Umbrüche erlebt haben. Dabei kommen völlig neue Aspekte dieser populären Stadtteile zum Vorschein. (1,5-2 Std.)
15 Uhr: Alain Bieber: Dérive: Zur Praxis des Herumschweifens. Ort: Düsseldorf City. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Der Kurator und Autor Alain Bieber reaktiviert eine situationistische “Technik” des urbanen Umherschweifens, bei der, anhand von einfachen Übungen, die Stadt ganz neu wahrgenommen und erlebt wird. (PRAXIS, 2-3 Std.)

31. Mai

11 Uhr: Florian Rivière: Die Stadt ist ein Spielplatz. Treffpunkt: Hans Peter Zimmer Stiftung, Ronsdorfer Straße 77a. Mit dem Künstler und Urban Hacktivist Rivière, der Gegenstände im öffentlichen Raum zweckentfremdet um dessen spielerisches Potenzial zu Tage zu fordern, gehen Sie durch die Straßen der Stadt und spielen mit vorgefundenen Objekte und Situationen. (PRAXIS, 2-3 Std.)
16 Uhr: Andi Wöhle und Fabian Haupt: Die Stadt ist ein Turnplatz. Ort: N.N. Die Parkour-Sportart ist eine neue Bewegungsform im urbanen Raum, die keine Hindernisse kennt und Mauern, Fassaden oder Rampen als Möglichkeiten des akrobatischen Fortkommens betrachtet. Hier wird die Stadt körperlich erfahren. Die Werkstatt ist eine Einführung in die Kunst des Parkours. (PRAXIS, 3 Std.).

1. Juni

11 Uhr: Emmanuel Mir: Führung durch die Ausstellung Petites résistances. Exklusive Preview! Wenige Stunden vor ihrer Eröffnung gewährt der Kunstwissenschaftler und Kurator der Ausstellung einen Blick hinter den Kulissen.
13 Uhr: Gemeinsamer Besuch der Interventionen. Die Interventionen oder Performances, die während den Praxis-Werkstätten stattgefunden haben, werden im Plenum besucht und besprochen. Aufs Fahrrad und ab durch die Stadt!
17 Uhr: Diplomverleihung und Hängung der Dokumentationen. Siehe unten.

Teilnahmebedingungen

Ermöglicht durch die Hans Peter Zimmer Stiftung, ist der Workshop kostenlos. Es sind keine Vorkenntnisse erfolrderlich. Die Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein und sich bereit erklären, die volle Verantwortung für ihre Interventionen im öffentlichen Raum zu übernehmen. Die Teilnehmer sind für ihre Verpflegung zuständig! Anmeldung: Bitte schicken Sie eine Anmeldungsmail an: emmanuelmir1@googlemail.com und geben Sie folgende Daten durch: Vorname und Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse und Mobilnummer und welche Module Sie belegen möchten.”

Gewinnt 5 x das neue Stickermag “Klebstoff #5″!

Endlich gibt´s wieder eine neue Klebstoff-Ausgabe! #5 wurde diesmal mit zusammen mit der LODOWN MAGAZINE Crew produziert. Die haben ein Potpourri ganz besonderer Artworks internationaler Künstler aus ihrem Netzwerk zusammengestellt. “Zwar steht diese Ausgabe unter keinem genauen Thema, aber sie ist gespickt mit Totenköpfen, expliziten Bildern und okkulten Beiträgen. Deshalb gibt es das Heft nur eingeschweißt, um alle Unschuldigen und Schwachen zu schützen. Seid Ihr stark genug? Denkt daran: Sticker sind ein Sport, ein kleines Manifest, ein Werkzeug und ganz bestimmt nicht nur für Kinder. Lasst die Aufkleber nicht im Heft – verklebt sie überall!”

Und bei rebel:art gibt´s genau 5 Exemplare der #5 zu gewinnen! Was müsst ihr dafür tun? Einfach mal wieder ein Kommentar abgeben (bis nächste Woche, 16. Mai) warum unbedingt ihr ein Heft gewinnen MÜSST! That´s all! Die fünf schönsten, verrücktesten und ehrlichsten Antworten bekommen dann ein Heft per Post…

MEMEFEST 2013: “Food Democracy”! JETZT mitmachen!

Und es gibt auch wieder ein MEMEFEST in diesem Jahr! Das Thema ist diesmal: “Food Democracy!” “The friendly competition has three main divisions: Visual communication practice, Critical writing and Beyond…. It is open to anyone who wants to participate. Any artist, activist, writer, designer, malcontent, educator or media manipulator can enter. There is no age restriction. The only limit is your creativity and imagination. Visual communication practice and Critical writing are conceptualized around the same theme. This years theme is: FOOD DEMOCRACY.” Und es gibt einen Spezialpreis für “Imaginative Critical Intervention” – und die Gewinner bekommen einen Trip nach Australien, an das Queensland College of Arts. Also jetzt hier teilnehmen

Narcelio Grud: “Tropical Hungry”

Mahlzeit! Neue Arbeit von Narcelio Grud. Erinnert an die “Wild Berries” von Markus Butkereit.

Tony Weingartner: “Honda”

Tony Weingartner ist zurück vom radical driften. Und hat in Lausanne eine Keramik-Radkappe hinterlassen… Via: Mail, merci!